Ich komm grad vom Land, ich hab die rurale Melancholie also voll drauf.
Also – eigentlich müsste ich Element of Crime hören. Jetzt, nebenbei. Wo ich um vier Morgens was wegschreibe.
Aber: Nein – ich hör Gustav.
Zum Sterben schön. Das.
Also dann – bis zum nächsten Sebstmord.
Nein, Eva Jantschitsch kann auch lebensinspirierende Musik machen.










August 18th, 2009 at 03:42
Wien/Österreich hat eine lange, morbide Tradition. Die können das gut rüberbringen. Der Weltuntergang hat bei denen eine gewisse Leichtigkeit, so einen Charme.
Ich muß auch an AutorInnen wie Elfride Jelineck oder Thomas Bernhard denken: Die haben unglaubliche Sachen in ihren Büchern ausgesprochen; dennoch ist die Heiterkeit überall zugegen in diesen angründigen Werken.
August 18th, 2009 at 04:43
@Ralf Wasselowski:
Naja.
Das mit der österreichischen Morbidtät, das funktioniert nur mit Selbsthaß. Unser koteletteartiges Nachbarland wurde halt immer zerquetscht zwischen dem Balkan und den Moffen von Habsburg. Daraus resultierte wenig Eigenidentität, naja, für Karl Kraus hats gereicht.
Dazu kommt noch das rurale, pastorale Element dieser Alpen und Voralpen – man kann halt viel über sich selbst, seine Unzufriedenheit, die Dinge und den ganzen Rest nachdenken, auf der Alm da oben. Wo Du bescheiden wirst und lauter, wenn Du den Himmel und die Berge siehst.
Deswegen war Thomas Bernhard auch Nebenerwerbslandwirt.
Bernhard wurde übrigens in den Niederlanden geboren, was keine Sau weiß.
August 18th, 2009 at 14:04
Die Bernhardsche Sozialisation jedoch war Ur-Österrreichisch. Lies mal die vier autobiografischen Werke, in denen er über seinen Großvater (auch ein bekannter Autor übrigens) und vor allem seinen Aufenthalt in der Lungenheilanstalt geschrieben hat.
Ich glaube, wenn man mit Österreich Kontakt hat, wird man entweder sofort kompletter Österreicher oder man distanziert sich innerhalb von Sekunden.