Archive | September, 2009

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IAA (3): Mercedes “CHE FIN”

Posted on 29 September 2009 by Manfred Ganswindt

Auto mit Aussicht: Gleich hinter der Königskarosse kommt das Kanzlerinnenmobil.

Auto mit Aussicht: Gleich hinter der Königskarosse kommt das Kanzlerinnenmobil.

Mercedes gratuliert der alten und neuen Kanzlerin mit einer Spezialanfertigung, dem in gedeckten – Spötter sagen verblühenden – Herbstfarben daherkommenden Kanzlermobil.

Die Karosserie in Form einer Damenhandtasche verblüfft die Fachwelt. cw-Werte werden nicht preisgegeben.

Größe spielt eine Rolle

Eine um 70 cm verlängerte Karosserie erlaubte die Unterbringung einer schwarz-roten Kuschelecke im Font. Vorausschauend wurde das in Kupfer gegossene Portrait des Duos Merkel/Steinmeier auf der Kühlerhaube nur verschraubt. Es wird zur Stunde von der Mercedes Vertragswerkstatt durch ein in Reserve beigelegtes Merkel-/Westerwelle-Pedant aktualisiert.

Diplomatischer Giftschrank

Vom Werk aus ist die Minibar mit allem gefüllt, was bei Staatsbesuchen aus den slawischen Ländern zur Lockerung vorgeschrieben ist.

Nach Mercedes’ vollmundiger Ankündigung, der Wagen würde mit Wahlversprechen angetrieben werden, brach die Mercedes-Hotline zusammen. Innerhalb weniger Minuten versuchten hunderttausende Motorjournalisten aus aller Welt eine Probefahrt zu ergattern. Mercedes versichert, sämtliche Hotline-Mitarbeiterinnen seien mittlerweile ausser Lebensgefahr.

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Gossip: Way of Control (1)

Posted on 28 September 2009 by Rolf

Wir durften Gossips “Heavy Cross” hier in vier verschiedenen Versionen genießen (1, 2, 3, 4). Aber die haben noch mehr Knaller an Bord. Zum Beispiel “Standing in the Way of Control” als Live-Version. Nicht von schlechten Eltern, oder? Kommentieren.

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Mobil: Walkin after Midnight

Posted on 27 September 2009 by Manfred Ganswindt


Verantwortungsbewusst wie wir sind, wollen wir am letzten Tag der IAA darauf hinweisen, dass man auch mal zu Fuß gehen kann. In den Worten von Patsy Cline: Walkin’ After Midnight. Nach dem Spaziergang kann man sich noch einen Walzer gönnen. Aber aufpassen, dabei keinen Dritten zulassen, sonst bleibt man mit ein paar Zigaretten und einem Aschenbecher sitzten. Kommentieren.

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Mobil: Mercury Blues

Posted on 26 September 2009 by Manfred Ganswindt

Wer darf zu Ehren der Fortbewegungs-Elite auf der IAA den unvermeidlichen Mercury Blues spielen? Alan Jackson? Johnny Hiland? Wir haben uns für den Multisaiteninstrumentalisten David Lindley entschieden. Kommentieren.

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Vor Tagen Steinmeier mit der Lügenlotterie verwechselt

Posted on 25 September 2009 by Manfred Ganswindt

Frank-Walter Steinmeier geht in die Opposition. Das schlechte Wahlergebnis wird ihm nicht gut schmecken.

Frank-Walter Steinmeier geht in die Opposition. Das schlechte Wahlergebnis wird ihm nicht gut schmecken.

Mein Wählertagebuch (7)

Zwischen richtigen Briefen und Rechnungen in meinem Briefkasten versteckte sich vor ein paar Tagen Frank-Walter Steinmeiers Postwurfsendung. Die mit seinem Portrait als Briefmarkenfälschung.

“Eine wichtige Nachricht zur Bundestagswahl von Frank-Walter Steinmeier” stand in getürkten Handschrifttypen dort, wo in ehrlichen Briefen meine Anschrift steht. Sie ärgerte mich, diese Postwurfsendung. Ich war sicher, darin keine Nachricht, schon gar keine wichtige, zu finden; bloss Wahlwerbung.

Ich wäre durchaus bereit gewesen, Steinmeiers Wahlwerbung einer Prüfung zu unterziehen. Doch die von mir voraus geahnte Lüge belastete unsere Beziehung. Ich faltete die Sendung und arrestierte sie in meiner Jackentasche. Immerhin, gleich anmutende Sendungen von Betrügerlotterien landen sofort im Altpapier.

Heute kramte ich sie, auf der Suche nach was ganz anderem, wirklich wichtigem, wieder heraus. Sah unattraktiv aus. Asymmetrisch geknickt, faltig, begrabbelt. Das Gewissensding ging mit mir durch. Ich wollte doch ein besserer Mensch und sogar Demokrat werden. Dazu gehörte ganz sicher, die von mir bezahlte Wahlwerbung auch zur Kenntnis zu nehmen. Ich öffnete.

Es hätte mich nicht schockieren dürfen, aber es schockierte. Trotz aller Vorahnungen. Tatsächlich war nur Wahlwerbung drin. Keine Nachricht. Wie enttäuschend, Franky-Boy.

Wie kann ich einen Mann wählen, der mich so dreist belügt? Der offensichtlich glaubt, ich vergässe seine Nachrichtenlüge in den fünf Sekunden, die ich brauche, um den Brief zu öffnen? Für wie blöd hält der mich? Hey, ich bin ein Typ, der die “Es gibt wegen der Wiedervereinigung keine Steuererhöhung”-Wahllüge von Helmut Kohl noch nicht vergessen hat. So ein Typ bin ich.

Steinmeier ist bei mir unten durch. Ein für alle mal. Mich blöde zu regieren, ist das eine. Mich für so abgrundtief dämlich zu halten, etwas völlig anderes. Hast es mit mir vergeigt, Franky-Boy.

Franz-Walter Steinmeier: Der Prognosenfresser.

Frank-Walter Steinmeier: Da kann er noch so viel grinsen. In meiner Gunst ist er gefallen.

Mein Wählertagebuch (7)

Zwischen richtigen Briefen und Rechnungen in meinem Briefkasten versteckte sich vor ein paar Tagen Frank-Walter Steinmeiers Postwurfsendung. Die mit seinem Portrait als Briefmarkenfälschung.

“Eine wichtige Nachricht zur Bundestagswahl von Frank-Walter Steinmeier” stand in getürkten Handschrifttypen dort, wo in ehrlichen Briefen meine Anschrift steht. Sie ärgerte mich, diese Postwurfsendung. Ich war sicher, darin keine Nachricht, schon gar keine wichtige, zu finden; bloss Wahlwerbung.

Ich wäre durchaus bereit gewesen, Steinmeiers Wahlwerbung einer Prüfung zu unterziehen. Doch die von mir voraus geahnte Lüge belastete unsere Beziehung. Ich faltete die Sendung und arrestierte sie in meiner Jackentasche. Immerhin, gleich anmutende Sendungen von Betrügerlotterien landen sofort im Altpapier.

Heute kramte ich sie, auf der Suche nach was ganz anderem, wirklich wichtigem, wieder heraus. Sah unattraktiv aus. Asymmetrisch geknickt, faltig, begrabbelt. Das Gewissensding ging mit mir durch. Ich wollte doch ein besserer Mensch und sogar Demokrat werden. Dazu gehörte ganz sicher, die von mir bezahlte Wahlwerbung auch zur Kenntnis zu nehmen. Ich öffnete.

Es hätte mich nicht schockieren dürfen, aber es schockierte. Trotz aller Vorahnungen. Tatsächlich war nur Wahlwerbung drin. Keine Nachricht. Wie enttäuschend, Franky-Boy.

Wie kann ich einen Mann wählen, der mich so dreist belügt? Der offensichtlich glaubt, ich vergässe seine Nachrichtenlüge in den fünf Sekunden, die ich brauche, um den Brief zu öffnen? Für wie blöd hält der mich? Hey, ich bin ein Typ, der die “Es gibt wegen der Wiedervereinigung keine Steuererhöhung”-Wahllüge von Helmut Kohl noch nicht vergessen hat. So ein Typ bin ich.

Steinmeier ist bei mir unten durch. Ein für alle mal. Mich blöde zu regieren, ist das eine. Mich für so abgrundtief dämlich zu halten, etwas völlig anderes. Hast es mit mir vergeigt, Franky-Boy.

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IAA (2): Audi A8 stonewashed

Posted on 25 September 2009 by Manfred Ganswindt

Trauer auf der IAA: "t'last i saw, was a big cow in front of me". The tragic death of the "naked Cowboy".

Trauer auf der IAA: "t'last i saw, was a big cow in front of me". The tragic death of the "naked Cowboy".

Unter den PS-starken Neuerungen auf dem Audi-Stand stach der A8 stonewashed besonders heraus. Continue Reading

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Mobil: Ride On Josephine

Posted on 25 September 2009 by Manfred Ganswindt

Zur IAA von der eigenwilligen Cover-Band Union Avenue: “Ride On Josephine”. Unbeding auf ihrem MySpace-Account in “Ace of Spades” und “White Wedding” reinhören. Traditionalisten finden George Thorogoody Fassung mit vielen Bildern von Hod Rods hier.

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Gerade eine ehrliche Antwort erhalten

Posted on 24 September 2009 by Manfred Ganswindt

Sarah Wagenknecht und ihre Partei "Die Linke": Wirkt sie überzeugend für die Partei, wenn sie persönlich überzeugt?

Sarah Wagenknecht und ihre Partei "Die Linke": Wirkt sie überzeugend für die Partei, wenn sie persönlich überzeugt?

Mein Dilemma ist bekannt. Ich zaudere seit einer Befragung des Wahl-O-Mat zwischen einer Wahlentscheidung für die Grünen und die Linke. Hab also die beiden Bundestagskandidaten in meinem Wahlkreis, Düsseldorf Oberbilk, angeschrieben.

Sahra Wagenknecht
hat zuerst geantwortet. Ihre Antwort fiel umfassend und ehrlich aus.

Hier zunächst meine Mail vom 21.09.09 an Frau Wagenknecht:

Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

wenige Tage vor der Wahl bin ich immer noch unentschieden. Vor einigen Tagen befragte ich den Wahl-O-Mat. Das Ergebnis war, dass Linke und Grüne gleich auf lagen.

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der Grünen, trat ein, um den Umweltgedanken nach vorne zu bringen. Das grüne Projekt hat in dieser Hinsicht schon viel geleistet. Unweltsensibilität ist in dieser Gesellschaft fest verankert. Zur Zeit drängen mich stärker die sozialen Fragen. Dafür war früher die SPD zuständig, doch die hat sich allzu sehr verändert.

Da anhand der Wahlprogramme eine Entscheidung für mich nicht möglich ist, müssen andere Kriterien her. Zum Beispiel die Frage, welche Partei ihre sozialen Vorstellungen besser durchsetzen wird.

Bei beiden Parteien habe ich so meine Zweifel. Die Grünen haben Hartz IV mitgetragen, ihr Klientel besteht gerade nicht aus den sozial schwachen. Die Linke zeigt in Berlin, dass sie kuschelzahm ist.

Sie haben nun die Chance, mich von Ihnen und Ihrer Partei zu überzeugen. Warum soll ich bei einem Patt zwischen Grünen und Linken die Linken wählen?

Eine ähnliche Mail werde ich auch an den Kandidaten der Grünen schreiben.

Erwarte gespannt Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Ganswindt

Nun die Antwort:

Lieber Manfred,
herzlichen Dank für Ihre email und Ihre Fragen.
Man muss den Grünen in der Tat zu Gute halten, dass sie das Bewusstsein für
ökologische Fragen geschärft haben. Allerdings sind die Grünen der achtziger
Jahre nicht mehr die Grünen von heute, d.h. die Partei hat sich von
pazifistischen, ökologischen und sozialen Positionen mehr und mehr entfernt.

Umgekehrt hat DIE LINKE die Ziele und Inhalte der Ökologiebewegung
aufgegriffen und verinnerlicht. Selbst die Financial Times Deutschland räumt
ein, dass die umweltpolitischen Forderungen der Linken weiter gehen als jene
der Grünen. Zum Beispiel will die Linke die deutschen CO2-Emmissionen bis
2020 halbieren (statt um 40% zu reduzieren). Und statt auf Marktmechanismen
(wie den Emissionshandel) zu setzen, fordern wir ein Verbot
umweltschädlicher Stoffe und Technologien sowie strikte Emissionsvorgaben,
die nicht überschritten werden dürfen.

Für die LINKE ist die ökologische Frage untrennbar mit der sozialen Frage
(und der Friedensfrage) verbunden. Um höhere Profite zu erzielen, werden
Kriege um Öl und um andere Ressourcen geführt, wird die Ausbeutung von
Bodenschätzen und Arbeitskräften auf die Spitze getrieben. Die Folgen sind
inzwischen unübersehbar: Wir steuern auf eine Klimakatastrophe zu, die
Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, vor allem im
Süden leiden unzählige Menschen unter Armut, Kriegen und der
fortschreitenden Zerstörung ihrer Umwelt. Wir denken, dass die aktuelle
Krise als eine Systemkrise des kapitalistischen Wirtschafts- und
Konsummodells zu begreifen ist – und dass wir dieses System überwinden
müssen (wobei die Vergesellschaftung von Energiekonzernen ein wichtiger
Schritt auf diesem Weg sein kann).

Zur Politik der Linken in Berlin:
Es stimmt leider, dass auch in Berlin unter einem rot-roten Senat Wohnungen
privatisiert, die Löhne im öffentlichen Dienst gesenkt und andere soziale
Kürzungen durchgesetzt wurden. Dies hat mit linker Politik nichts zu tun und
führt zu Resignation bei all jenen, die sich eine Verbesserung ihrer Lage
erhoffen. Allerdings gibt es inzwischen eine Mehrheit in der Partei DIE
LINKE, die mit der in Berlin betriebenen Politik nicht einverstanden war/ist
- mit der Folge, dass DIE LINKE jetzt strikte Mindestbedingungen für eine
Regierungsbeteiligung formuliert hat: Die Lage von benachteiligten Gruppen
muss verbessert werden und es darf keine Privatisierungen, keinen
Sozialabbau und keinen Personalabbau geben!

Der wachsende Druck aus der Partei  hat in Berlin übrigens zu einer gewissen
Kurskorrektur geführt, z.B. wurden weitere Privatisierungen ausdrücklich
ausgeschlossen.

Wie in allen Parteien gibt es leider auch bei uns Menschen, die Fehler
machen oder sogar korrumpierbar sind. Ich hoffe aber, dass es uns niemals so
ergeht wie den Grünen unter ihrem „heimlichen Vorsitzenden“ Fischer – ein
Politiker, der nicht nur Kriegseinsätze befürwortet, sondern inzwischen auch
Lobbyarbeit für gefährliche Ölpipelines (Nabucco) macht und Konzernen wie
RWE und BMW zu Diensten ist.…

Ich hoffe, Sie konnten mit meinen Argumenten etwas anfangen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Ihre Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht legt sich richtig ins Zeug. Das sie zunächst versucht, mit einer programmatischen Abgrenzung zu den Grünen zu punkten, ist überflüssig. Die Programm-Situation war für  mich bereits abgehackt. Doch dann geht sie sehr ehrlich auf das Problem der Durchsetzungsfähigkeit der Politik der Linken mit besonderem Blick auf Berlin ein.

Dass zum Schluss meint, Joschka noch eins in die Fresse hauen zu müssen, kann ich ihr nicht verübeln. Joschka hält seine Fresse ja so hin, das man prima in sie reinhauen kann. Es wird auch in Zukunft schwierig sein, die besseren Menschen zu wählen. Ich werde mich darauf kaprizieren, die bessere Partei zu wählen.

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Mobil: Hot Rod Lincoln

Posted on 24 September 2009 by Manfred Ganswindt

Unser Beitrag an schöner Musik zur IAA: “Hot Rod Lincoln” von Asleep at the Wheel. Genauso passend: “Route 66” und “Miles and Miles of Texas

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Duisburg: Die “Stadt Montan” wird austauschbar

Posted on 23 September 2009 by Kony Island

endoplast_lifesaver2_fliehe

Fast schon das berechtigte Wahrzeichen der Stadt Duisburg: Der Lifesaver-Brunnen von Niki de Saint Phalle (1930-2002) .

Eine Stadt wird nicht nur durch auf- und aneinander plazierte Steine gebaut, sondern auch durch die freien Räume zwischen den Bauten. Continue Reading

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