Archive | Februar, 2010

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Buch: Patti Smith schreibt über die Zeit mit Robert Mapplethorpe

Posted on 28 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Kunststudenten: Sie war eine Poetin der Worte und Noten, er ein Poet der Bilder. Obwohl Poesie nicht unbedingt alles war, was sie konnten; denn sie hatten krasse Lebensphasen.

Kunststudenten: Sie war eine Poetin der Worte, er ein Poet der Bilder.

Die Rockpoetin Patti Smith, deren Album „Horses“ (übrigens produziert von John Cale) Rockgeschichte geschrieben hat, und Robert Mapplethorpe, der bedeutende Fotograf, verbrachten viele Jahre eng zusammen. So wird zu seiner aktuellen Ausstellung in Düsseldorf auch ihre Musik gespielt.

Und man kann sie im Audio zur Ausstellung auch sprechen hören. Viele der früheren Bilder Mapplethorpe’s zeigen die Musikerin. Unter den Portraits, die er fotografiert hat, sind die von ihr mit die besten, weil es damals in Studententagen und danach noch nicht so sehr um Image und Promis ging.

Patti Smith, die schon einige Tode zu verkraften hatte und in ihm einen echten Freund verloren hatte, hat nun ein Buch über die lange vergangenen gemeinsamen Zeiten mit dem Fotografen geschrieben, in denen sie beide noch nicht berühmt gewesen waren. Es ist über 300 Seiten stark und erstmal nur in Englisch erhältlich.

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Robert Mapplethorpe (3)

Posted on 28 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Ohne Worte. Warum war Robert Mapplethorpe so prägend für die Fotografie ab den 1980er Jahren? Man kann drüber lesen. Man kann in die Ausstellung gehen. Man kann das obige Video ansehen. Und alles wird klar. Kommentieren.

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Robert Mapplethorpe (2)

Posted on 27 Februar 2010 by Manfred Ganswindt

Sexbomb. Wie der Traum jeder Schwiegermutter sieht Fotograf Robert Mapplethorpe im Interview aus. Die Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf und die anderen Gesprächspartner im Video offenbaren eine andere Seite. Kommentieren.

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Robert Mapplethorpe (1)

Posted on 26 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Mapplesmith. Die Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf des Werkes des Fotografen Robert Mapplethorpe zeigt Querverbindungen zur Musikerin Patti Smith. Hier ein Video, das diesen Aspekt vertieft. Kommentieren.

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Robert Mapplethorpe-Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf: Skandalös oder nur noch klassisch?

Posted on 26 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Image und Leben des Fotografen Robert Mapplethorpe: Werkzyklen von Körpern, Blumen und Gesichtern als Suche nach der schönsten Form und dem oberflächligsten Inhalt. Was verbirgt sich hinter dieser krass-deutlichen aber auch feinsinnigen 80er-Jahre-Bildwelt?

Image und Leben des Fotografen Robert Mapplethorpe: Werkzyklen von Körpern, Blumen und Gesichtern als Suche nach der schönsten Form und der wirkungsvollsten Provokation. Was verbirgt sich hinter dieser krass-deutlichen aber auch feinsinnigen 80er-Jahre-Bildwelt?

Jedes Kunstwerk existiert in zwei zeitlichen Dimensionen: Einmal in der Zeit, in der es entstanden ist, in der dem Betrachter Bezüge zur Gegenwart klar werden konnten, zum anderen in der Zukunft, in der das Kunstwerk, seines Bezugsrahmens beraubt, darum ringt, in einen aktuellen zeitlichen Kontext eingeordnet werden zu können. Wenn nun eine Foto-Austellung des jung verstorbenen New Yorker Fotografen Robert Mapplethorpe in Deutschland – Jahrzehnte, nachdem das Werk für Skandale und viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, ausgestellt und immer noch als „gefährlich“ bezeichnet wird – hat es dann tatsächlich noch diese Wirkung? Bleibt dieses Werk provokativ oder hat es seiner Sprengkraft beraubt den Status eines eher langweiligen Klassikers?

Betrachtet man diese Fotografien mit Gänsehaut und ambivalenten Gefühlen oder blickt man distanziert und kopfgesteuert durch eine museal bedampfte Brille? Wenn es so wäre, wie zuletzt geschildert, wäre Robert Mapplethorpe, der die zeitgenössische Fotografie in mehrfacher Hinsicht bereichert hat, einer der Letzten, die das verdient hätten.

Gott Phallus als visueller Wegweiser
Der Fotograf war schwerpunktmäßig in den 1980er-Jahren ein Akteur der puren Provokation, in deren Mittelpunkt die Huldigung des männlichen Körpers stand – inklusive expliziter Darstellungen des Phallus. Das offensiv Homoerotische war die Botschaft der zahlreichen überwiegend schwarzweißen Fotografien. Auf dieser Ebene hatten Mapplethorpe’s Bilder eine politisch-soziale Bedeutung. Außerdem unterwarfen sich seine Motive größter grafischer Strenge, sie waren bezüglich der Flächenaufteilung mustergültig gestaltet, nutzten innerhalb des meist ruhigen quadratischen Formates die Proportionen des goldenen Schnitts, ließen jedes überflüssige Beiwerk weg, um die Grundformen des Hauptmotives zu verdichten. Spontanität, Beiläufigkeit oder Unschärfen gab es bei Mapplethorpe im Wesentlichen nicht. Was er zeigen wollte, stand klar abgegrenzt und scharf abgebildet im Mittelpunkt der Wahrnehmung. Die Inszenierung zelebrierte in der sanften Abstufung der Ausleuchtung und Töne und der teils porentiefen Schärfe eine längst vergangen geglaubtes Schönheitsideal, dem man unter anderen Umständen das Prädikat „dekorativ“ hätte zuordnen können.

Einfachheit und formale Strenge erzeugen eine Schönheit, die den Tabubruch um so schockierender erscheinen ließ. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Greg Cauley-Cock, 1980 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Einfachheit und formale Strenge erzeugen eine Schönheit, die den Tabubruch um so schockierender erscheinen ließ. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Greg Cauley-Cock, 1980 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Körperwelten: Provokation durch Schönheit
Doch genau hier lag die visuelle Sprengkraft seines Werkes: Homoerotik – ohne Weichzeichnung, ohne Einschränkung oder die Möglichkeit einer Umdeutung – in den Vordergrund zu rücken, gar zu verherrlichen, und dies in einer klassischen Form darzureichen, die zu schön ist, um wahr zu sein – das ist die eigentliche Provokation. Der geöffnete Reißverschluß einer Anzughose, aus dem ein halberigiertes männliches Glied ragt, so schön und auf die Mapplethorpsche Weise fotografiert, sorgte zur damaligen Zeit für offene Münder.

Die floralen Motive: Das Männliche hinter den Pflanzenbildern
Selbst der andere große Teil des Werkes – teils farbig fotografierte Pflanzenmotiv-Stilleben, in der Totalen oder in Ausschnitten – konnte man nicht wertfrei betrachten. In ihm pflanzt sich die Vorliebe für klare geometrische Formen, die auch die männlichen Körper dominierten, fort: So kann es sein, dass ein Foto von einem Fruchtstempel, der aus einer Blüte ragt, an den männlichen Phallus erinnert oder an andere Formen, die den menschlichen Körper nachbilden.

Die schönsten Fotos von Robert Mapplethorpe zeigen Blumen, meist in Vasen, in Ausnahmefällen auch gehalten von einem Menschen. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Parrot Tulips, 1988 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Die schönsten Fotos von Robert Mapplethorpe zeigen Blumen, meist in Vasen, in Ausnahmefällen auch gehalten von einem Menschen. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Parrot Tulips, 1988 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Homosexualität der Bildsprache: Das fotografische Coming Out
Die Wirkung Robert Mapplethorpe‘s bezieht sich historisch auf eine Zeit, in der Homosexualität ihr Coming Out nicht mehr nur in familiären oder regionalen Zusammenhängen hatte, sondern an der Schwelle stand, zum gesellschaftlichen Ereignis zu werden. Es war die Zeit, in der man endlich auch in den Medien und damit in der Öffentlichkeit zu seiner Homosexualität stehen konnte. Männliche Homosexualität huldigt dem Mann und der männlichen Physis – ein Faktum allerdings, das dem immer stärker werdenden Feminismus und allgemein der weiblichen Emanzipation andererseits zuwiderlief. Die Kopplung der Aspekte – die offen kommunizierte Homosexualität, das unvergleichlich eindeutige Bekenntnis zur Männlichkeit in der Darreichungsform klassischer Schönheit – mußten starke Gegenreaktionen hervorrufen.

Der Fotograf nutzte eine Deutlichkeit und Drastik, die vor dem Hintergrund der kreativen und experimentierfreudigen 80er Jahre entstand. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Ajitto, 1981 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Der Fotograf nutzte eine Deutlichkeit und Drastik, die vor dem Hintergrund der kreativen und experimentierfreudigen 80er Jahre entstand. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Ajitto, 1981 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

„Lady Lisa Lyon“ als Wiedergutmachung an der Weiblichkeit?
In diesem Zusammenhang steht auch, dass Mapplethorpe einen ganzen, viel beachteteten Fotobildband über Lisa Lyon, eine amerikanische Bodybuilderin, publizierte. Wenn das als ausgleichende Verehrung der weiblichen Physis gedacht war, entkräftet es nicht unbedingt den Männlichkeitswahn, den man Mapplethorpe unterstellen könnte. Während die Fotos von Männern explizit sexuell anmuten und oft das männliche Glied in einem teilerrigierten Zustand darstellen und damit auch seiner Größe eine Wichtigkeit geben, wirken die Bilder des Lisa Lyon-Zyklus kalt wie eine Anatomiestudie. Die klassische Formensprache wird auch hier angewendet, aber weder primäre noch sekundäre Geschlechtsmerkmale werden visuell gefeiert oder treten in den Vordergrund. Im Gegenteil: Bei der Darstellung des Körpers dieses Models wird viel Wert auf die Darstellung der imposanten Muskulatur gelegt, die eher maskulin wirkt aber ohne die femininen Attribute völlig zu verleugnen. Sie werden eher in ihrem Ebenmaß gezeigt. Das Ergebnis ist ein Fotozyklus, der auf diese Weise Androgynität darstellt und damit als Thema wieder die Geschlechterrolle wählt.

Die Portraits: Inszenierung von Oberflächen
Ein weiterer Teil des Oeuvres von Mapplethorpe ist die Portraitfotografie. Zahlreiche Prominente haben sich von ihm ablichten lassen. Was ist das ästhetische Ergebnis dieser Arbeiten? Mapplethorpe huldigte stets der Oberfläche, der äußeren Form. Seine visuelle Sprache war nicht psychologisierend. Es war, als wollte er sagen: „Seht her, so schön sind Äußerlichkeiten und Physis, was darunter ist, liegt nur im Auge und der Vorstellungswelt des Betrachters und interessiert mich nicht.“ Auch die Portraits gehen als Auftragsarbeiten und als Konterpart zur Darstellung von Körpern nicht psychologisierend vor, sie versuchen nicht den Menschen hinter dem Bild zu erschließen, sie inszenieren eine Hülle, mitunter sogar überhöhen sie den Portraitierten ins Unwirkliche und bedienen sich dazu der gewohnten Strenge. Manchen Prominenten hat er unglaubwürdig dramatisierend sexualisiert. Zugleich entlarven sie Mapplethorpe, den gesellschaftlich beachteten Provokateur, als brav, dekorativ und sogar opportunistisch – Ergebnis seiner Szenezugehörigkeit in Promikreisen.

Eine frühe Aufnahme von Freundin Patti Smith, die das Bild für ihre erste Musikgeschichte schreibende LP "Horses" verwendete. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Patti Smith, 1975 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Eine frühe Aufnahme von Freundin Patti Smith, die das Bild für ihre erste Musikgeschichte schreibende LP "Horses" verwendete. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Patti Smith, 1975 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Reise zum Ich: Die Selbstportraits
Neben den Fotos von Körpern und Körperteilen, den Blumenbildern und Portraits gibt es einen vierten Bereich – den der Selbstportraits – die den Künstler zeitlebens begleitet haben. In diesen Selbstinszenierungen frönt er zum Teil seiner Eitelkeit und stilisiert sich als gefährlich lebend: Mal mit dem Messer in der Hand, mal martialisch in Ledermantel mit Maschinengewehr, mal als Lebemann mit Zigarette im Mundwinkel, mal mit geschminktem Gesicht auf Frau getrimmt. Ganz egal, ob er dies ernst gemeint hat oder es das Spiel eines berühmten Mannes mit seinem Selbstbild ist, es bleibt die Auseinandersetzung eines Künstlers, der zwischen übermächtigem Image und schnellem Leben sein Selbst sucht. Diese Bilder changieren zwischen plumper Provokation, manirierter Selbstdarstellung und notwendigem Selbstfindungstrip. Wer dem Fotografen auf seinen Fotografien hier tief in die Augen blickt, erfährt einiges über den Erfolgsmenschen und Überfotografen, der Zeit in die Selbstintrospektion investierte und es nötig hatte, weiter an seinem Image, das manchmal weniger als das eines  Künstlers und mehr als das eines Rockstars erschien, mitzuarbeiten. Der dort agierende Mensch ist jedoch ein ganz anderer als jener, dessen Sensibilität viele seiner beeindruckendsten Werke erst möglich gemacht hat.

Einfache grafische Grundformen bildeten die Grundlage für den Bildaufbau zahlreicher Fotografien. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Thomas, 1987 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Einfache grafische Grundformen bildeten die Grundlage für den Bildaufbau zahlreicher Fotografien. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Thomas, 1987 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Ein langer Weg: Tabus in Zeiten der Tabulosigkeit
Das Mittel, mit dem Mapplethorpe Wirkung erzielt hat, war der gezielte Tabubruch. Wie wird sein Werk in einer Zeit rezipiert, in der Darstellungen, die vor Jahrzehnten ein Reizthema waren, inzwischen zum Mainstream geworden sind? Pornografie ist zum unreflektierten Kulturgut geworden und der menschliche Körper wird inzwischen detailliert in „Feuchtgebieten“ erschlossen. Homosexualität wird gesellschaftlich immer mehr anerkannt: Es ist kein Verbrechen mehr, homosexuell zu sein, Politiker kommunizieren ihre Gleichgeschlechtlichkeit in der Öffentlichkeit und homosexuelle Ehen gehören langsam zum gesellschaftlichen Alltag. Wie nachdenklich macht da noch ein Werk, dass konsequent etwas anbetet, das man früher öffentlich nicht anbeten durfte – jetzt aber schon? Es hat etwas Patina angesetzt, weil diese thematische Fixierung in ihrer Ernsthaftigkeit nicht mehr so ganz in die postmoderne Zeit des Augenzwinkerns passt. Ein Werk aber, das von der Provokation gelebt hat, verliert mehr, als eines, das ruhiger agiert.

Körper ohne Gesicht: Konzentration auf die Formensprache der Muskulatur, die wie eine Landschaft wirkt. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Lowell Smith, 1981 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Körper ohne Gesicht: Konzentration auf die Formensprache der Muskulatur, die wie eine Landschaft wirkt. (Mit freundlicher Genehmigung des NRW-Forum Düsseldorf. Robert Mapplethorpe: Lowell Smith, 1981 © Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.)

Reduktion durch Konzentration und die Kraft der Themen-Fixierung
Grafisch-gestalterisch bleiben die Fotografien jedoch zeitlos. Ihnen kommt ihr Streben nach Reduktion und größtmöglicher Klarheit zu gute. Das Werk stellt kaum Bezug zu der Zeit her, in der es entstanden ist. Mapplethorpe hat damit eine visuelle Sprache formuliert, die damals verstanden wurde, heute und sicher zukünftig auch verstanden wird. Die umfassende Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum zeigt in 160 Exponaten einen der einflußreichsten Fotografen der Neuzeit, den Fotografen, der die stärksten Reaktionen hervorgerufen hat – und den besten Gestalter. Einen produktiven Fotografen, der in der Öffentlichkeit stand und es locker in die Documenta schaffte. Der Rest ist Image und Selbstdarstellung – inklusive seiner letzten Selbstportraits als Aids-Kranker kurz vor seinem Tod. In ihrer Natürlichkeit zeigen sie vielleicht zum ersten Mal den Menschen hinter dem Werk und damit mehr als nur Oberfläche. Eine solch breite Darstellung des Mapplethorpschen Oeuvres läßt auch erahnen, welche Kraft der Künstler gehabt haben mag, um durch seine Fixierungen sein Werk zu erschaffen. Inhaltlich wird man es aber nicht mehr so ernst nehmen können wie damals.

Anmerkungen zur Ausstellung
Die Düsseldorfer Ausstellung verzichtet auf eine Relativierung der Motive. Wo andernorts das Werk des Fotografen mit Exponaten lang vergangener Epochen in Beziehung gesetzt wurde, hängt begrüßenswerterweise in Düsseldorf der reine Mapplethorpe.
Das NRW-Forum Düsseldorf hat eine eigene iPhone-App als Ausstellungsführer eingerichtet. Gleichzeitig kann von jedem Handy aus die Audiospur in der Ausstellung zum Ortstarif genutzt oder aber vorab heruntergeladen werden. Unterlegt sind die Informationen mit Musik von Patti Smith und Velvet Underground. Wie passend. Die Ausstellung läuft bis zum 15. August und enthält Werke aus allen genannten Zyklen von Robert Mapplethorpe.

Videos zum Fotografen Robert Mapplethorpe:
Robert Mapplethorpe und Patti Smith
Robert Mapplethorpe und sein Lebensstil

http://www.endoplast.de/2010/02/26/robert-mapplethorpe/
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Typodrama

Posted on 25 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Schriftgelehrte. Die französische Gruppe H5 hatte hier ein Video aus Logos gestaltet. Im obigen Video für Alex Gopher gestalten sie mit Schrift, mit Typografie. Kommentieren.
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Webcomic: Wie Nick Heidfeld bei Mercedes noch etwas lernen konnte…

Posted on 25 Februar 2010 by Kony Island

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Quick Nick’s Trick (2)

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Den ersten Teil des Comic findest Du hier.

Mehr F1-Web-Comics hier (bitte klicken):

- Neulich wo?
Flügelkämpfe
- CrashCarWasti
- Daumen hoch!
- Rookieveräppeln leicht gemacht
- Papas Liebling
- Quick Nick’s Trick (1)
- Paydriver gestern und heute
- Michaels Albtraum
- Fernandos Träume

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Filme “The Cell” und “The Fall”: Video killed the Movie-Star

Posted on 24 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Unsichtbares darzustellen ist die Kunst dieses Regisseurs. Sein erster Film war vielbeachtet, der zweite eine Bauchlandung. Jetzt arbeitet er an seinem dritten.

Unsichtbares darzustellen ist die Kunst dieses Regisseurs. Sein erster Film war vielbeachtet, der zweite weniger. Jetzt arbeitet er an seinem dritten.

2006 war nach „The Cell“ der lang erwartete zweite Film des Regisseurs Tarsem Singh (der sich „Tarsem“ nennt), „The Fall“, zögerlich in die Kinos in Amerika und Großbritannien gekommen und erst 2009 in Deutschland auf  DVD veröffentlicht worden. Ende September war nun eine luxuriöse Version des Filmes als kombinierte DVD/Blue Ray erschienen. Ein Teil der Kritiker hat den Film als schön aber hohl klassifiziert. Doch der Film hat eine außergewöhnliche erzählerische Konzeption.

Wer hin- und wieder ins Kino geht oder öfter fernsieht, wird die Arbeiten des Regisseurs Tarsem kennen. Er ist Werbefilmer und Regisseur von Musikvideos. Er hat für zahlreiche internationale Marken gearbeitet, zum Beispiel viel für die Automobilindustrie, und ist mit seinen Jeansspots, die er in den 90ern für die Londoner In-Agentur BBH kreiert hat und die inzwischen als Klassiker gelten, zum Werbe-Olymp aufgestiegen.

Tarsem Singh als ernsthafter Filmemacher
Sein erster Spielfilm, „The Cell“, der 2000 in die Lichtspielhäuser kam und ein zufrieden stellendes Einspielergebnis erzielt hatte, wurde von der Kritik relativ positiv beurteilt. Sechs Jahre später folgte „The Fall“, der nicht flächendeckend ins Kino kam – weder in Amerika noch in Europa. Es war sogar lange Zeit fraglich, ob er überhaupt gezeigt werden kann. Der Film ist zu skuril, zu künstlerisch, zu langatmig, zu zielgruppenungenau – weder ein reiner Kinderfilm, weil zu gewalttätig, noch ein reiner Erwachsenenfilm, weil zu versponnen und über weite Strecken aus der Perspektive eines Kindes erzählt.

„The Cell“: Die Antwort auf Hannibal Lecter
Als 1991 das zwei Jahre zuvor erschienene Buch von Thomas Harris „Das Schweigen der Lämmer“ verfilmt wurde, war damit für die Film-Gemeinde eine neue Verkörperung des „Bösen“ gefunden, wie es sie nur äußerst selten gibt. Hannibal Lecter war als hoch intelligenter Serienkiller gespielt von Anthony Hopkins ein Ereignis, das den bisherigen Klischees entkam. Ein Glücksfall war zudem die kongeniale Verfilmung des Buches, die ein Optimum aus dem Stoff herausgeholt hatte.
Danach stellte sich die Frage, ob diese Darstellung des Bösen und seiner Hintergründe noch zu übertreffen sein könnten. Tarsem ist dies mit „The Cell“ auf eine kluge Art bereits relativ schnell gelungen – was einen Teil der Faszination für diesen Film ausmacht.

Der Serienkiller-Plot aus einer anderen Perspektive
Tarsem hat seine Story ebenfalls rund um einen Serienkiller aufgebaut und dadurch die Grundspannung erzeugt. Der Killer zeichnet sich durch seine Perversionen aus, ist aber als Mensch ein unbeschriebenes Blatt. Nach und Nach wird der Zuschauer mit seiner Innenwelt konfrontiert. Die Psychologin, glaubwürdig gespielt von Jennifer Lopez, kann mittels einer neuen Technologie in die Gedankenwelt des Mörders vordringen. Dort wird sie mit dessen Kindheitsgeschichte und seinen Motivationen konfrontiert. Es findet eine Reise in seine Psyche statt, die zeigt, warum dieser Mensch zum wahnsinnigen Mörder geworden ist.
Dieses erzählerische Mittel – nicht nur die Bösartigkeit als absolut in der Mittelpunkt zu rücken, sondern das Bösartige und seine Ursachen detailliert, glaubwürdig und surreal zugleich darzustellen, wie man das bis dahin nur selten gesehen hatte – weist über „Das Schweigen der Lämmer“ hinaus.
Die Vorhaltungen manchen Kritikers, „The Cell“ sei nur ein weiterer Film über einen Massenmörder, gehen an der Sache vorbei, weil Tarsem dem Genre etwas Neues hinzugefügt hat, indem er das Bizarre des Mörders nachvollziehbar aufschlüsselt und erklärt.
Wikipedia schreibt über die Kategorisierung von „The Cell“, es handele sich um einen „Science Fiction“-Film, wohl weil der Film in dieser Kategorie eine Auszeichnung bekommen hat. Diese Einordnung ist aber fragwürdig. Der Film enthält fantastische Momente, die sich jedoch der üblichen Kategoriesierung entziehen. Es handelt sich eher um einen Kriminalfilm mit fantastischen Elementen. Wissenschaftliches als Science-Element dominiert den Film aber nicht.

Die Rezeption von „The Fall“

An „The Fall“ wurden das Drehbuch und ein Mangel an Substanz kritisiert. Die Substanz-Kritik geht jedoch weitestgehend ins Leere. Gerade seine Inhalte sind die Stärke des Films, allerdings fällt er durch etablierte Kritikerraster.
Für Mainstream-Kritik ist er deutlich zu langatmig und in der Story wenig spektakulär. Der Film verzichtet – vermutlich aus Budgetgründen – auf aufwendige Action-Szenen und auf spektakuläre Effekte.  Auf digitale Nachbearbeitung wurde lediglich zurückgegriffen, um störendes Beiwerk, das z.B. Bauwerke visuell beeinträchtigt hat, wegzuretuschieren oder um die Ausstattung des Filmes zu ergänzen.
Die Hochkultur-Kritik wird es einem Werbeclip-Regisseur nicht leicht machen, zumal, wenn er seine kommerzielle Ästhetik auf einen Spielfilm übertragen will.

Tarsem Singh: Genie und Selbstverrat?
Im internationalen Werbefilm  ist Tarsem erfolgreich, zeichnet sich durch Ideenreichtum aus. Andererseits erscheint er als Verräter an seinen Möglichkeiten, indem er sich um Film nur nebenbei kümmert und hauptberuflich seine hohlen Werbeclips dreht. Seine bisherige Ausbeute ist mager: Mit „The Cell“ lediglich ein außergewöhnlicher Erstling und mit „The Fall“ ein nicht ausgegorener Nachfolger, der an seinem Anspruch scheitert.
An „The Fall“ hat Tarsem vier Jahre gedreht und von der Idee bis zur Realisierung 15 Jahre gebraucht. Und trotz all der investierten Zeit: Zu unklar und langatmig die Erzählung, zu clean ausgeleuchtet die Bilder und zu abgehackt in seiner der Musikvideo-Ästhetik verwandten  Aneinanderreihung visueller Höhepunkte. Warum der Regisseur – wie man so schön sagt – auf hohem Niveau gescheitert ist, wird im Folgenden näher erläutert.

Der Unterschied: Werbefilme und Spielfilme

Zum Verständnis sind zunächst die Unterschiede zwischen Werbe- und Spielfilmen zu betrachten. Die meisten Werbefilme, die Tarsem gedreht hat, sind zwischen 30 und 60 Sekunden lang. In dieser Zeitspanne hat er sein Publikum mit einer aufmerksamkeitsstarken Geschichte zu fesseln. Nicht viel Zeit. Komplexe Handlungen sind da ausgeschlossen. Es geht beim Werbefilmen meist um die Kunst des Weglassens, um die Reduktion auf das Wesentliche. Eine Herleitung komplexer Zusammenhänge ist da nicht vorgesehen.
Der Werbespot ist vergleichbar mit einer Kurzgeschichte, der Spielfilm mit einem Roman. Inzwischen erfolgreiche Kinoregisseure wie David Fincher („Alien III“, „Fight Club“, „Panic Room“, „Zodiac“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“) haben in der Werbung angefangen – aus Kommerz ist hier zum Teil Filmkunst geworden.

Erfordernisse zwischen Schnelligkeit und Langsamkeit
Geht es bei kurzen Filmen darum, durch das Weglassen von Details ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen, beschleunigt zu fesseln und schnell zu kommunizieren, geht es beim Spielfilm um die Entwicklung der Geschichte und Handlung in größeren Spannungsbögen, die Handlung kann verschachtelt und komplex, der Detailreichtum größer sein. Werbefilme sind eher rhythmisch, Kinofilme eher episch, das heißt, sie haben in der Regel einen langsameren Erzählfluss.
Werbefilmer müssen Perfektionisten sein. Da sie kommunikative Miniaturen produzieren und jede Sekunde bei der Ausstrahlung des Spots im Fernsehen Geld kostet, liegt die Kunst des Werbefilms in der Konzentration auf das Wesentliche. Jede Bewegung, jeder Gesichtsausdruck, jeder Schnitt muß perfekt sitzen. Wer aber die Prinzipien der Werbespots auf einen Langfilm übertragen will, wird dramaturgische Probleme bekommen. Zu starrer Perfektionismus führt nur zu Künstlichkeit – erst Recht beim Spielfilm. Und Detailversessenheit, die bei Werbespots unerlässlich ist, vernebelt beim Kinofilm unter Umständen nur den Blick: Für Spannungsbögen, den Fluß der Handlung, für Folgerichtigkeit und das richtige Tempo. Denn daran krankt „The Fall“.

Wo bleibt der Blick für’s große Ganze?

Tarsems Perfektionismus zeigt sich überall bei diesem Projekt: Jahrelang hat er Drehorte auf der ganzen Welt gesucht. Die Kinder-Hauptdarstellerin mußte er natürlich im angeblich aufwendigsten Casting der Filmgeschichte suchen und finden. Sein Anspruch war denkbar hoch: Eine neue Bildsprache zu entwickeln und eine völlig neuartige Story zu bringen. Die Bildsprache erinnert dabei jedoch stark an seinen Erstling, die Story ist aber durchaus außergewöhnlich in ihrer Vielschichtigkeit.
Ein Werbeclip-Regisseur, der seine Vorgehensweise auf einen Kinofilm übertragen will, läuft Gefahr, spektakuläre Szenerien aneinanderzureihen und dafür den Zusammenhalt des Filmes zu opfern. In „The Fall“ wird die unspektakulär gefilmte Normalwelt, die in stumpfen, monochromen Farben gezeigt wird, kontrastiert mit einer schillernden, bunten Fantasiewelt.

The Fall“: Die Story zählt
Wer Werbefilme gedreht hat, kann weiteren Gefahren zum Opfer fallen: Vielleicht neigt er dazu, endlich das machen zu können, wozu er nie die Gelegenheit hatte: Komplex und mit viel Zeitbedarf die Handlung zu entwickeln, was aber unter Umständen Langeweile erzeugen kann, wenn man’s übertreibt. „The Fall“ hat denn auch beide Fehler gemacht: Der Rhythmus der Märchen-/Traumsequenzen mit immer neuen Locations ist zu kleinteilig, die Erzählung insgesamt aber zu langatmig. Das hatte Tarsem bei „The Cell“ homogener und kurzweiliger gelöst.
Die Actionszenen sind z.T. etwas behäbig gefilmt und wenig spannend geschnitten, die Märchensequenzen zu konkret gefilmt. Das Intro des Films in seiner Zeitlupenoptik, seiner relativen Unschärfe und verzögerten Dynamik wirkt da fast märchenhafter obwohl es darin um die Realität geht. „The Cell“ war, was den Surrealismus der Bilder anbelangt, wesentlich weiter gegangen. Schön gefilmt sind hingegen die „The Fall“-Sequenzen in der realen Welt, meist in einem Krankenhaus. „The Cell“ bleibt aber das geschlossenere Werk, letztlich auch der Film, der besser funktioniert. „The Fall“ hat höhere Ziele, die aber nicht immer erreicht werden. Er überzeugt durch die außergewöhnliche Story und durch seine Vielschichtigkeit.

Figuren und Protagonisten, Landschaften und Charakterzeichnungen
Der Star in „The Fall“, denkt man manchmal, sind neben den beiden Titelfiguren die zahlreichen Locations, die permanent gewechselt werden. Der Film wirkt stellenweise wie ein Reise- oder Kulturführer. Andererseits bleibt zu wenig Platz für die Entwicklung der eigentlichen Hauptfiguren, die etwas aufgesetzt zwar vorgestellt werden aber keine weiteren Eigenschaften zu haben scheinen. Sie als reine Funktions-Symbolfiguren zu belassen, funktioniert aber nicht.
Die Charakterzeichnung erscheint schwach, wobei das Argument, Traumfiguren seien eben so eindimensional, nicht ziehen würde. Der Zuschauer muß jede wichtige handelnde Figur nachvollziehen können, entweder aus Gründen der emotionalen Identifikation oder aus Gründen des intellektuellen Zugangs. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Regisseur sich bezüglich der Gesamtlänge des Filmes entscheiden mußte zwischen den grandiosen Kulissen und Locations einerseits, deren Darstellung und Entfaltung er viel Zeit und Kameraeinstellungen gewidmet hat, und andererseits gegen die Personenzeichnung. Beides zusammen hätte vermutlich zuviel Zeit gekostet.
Hier scheint der profunde Clipfilmer nicht den Anforderungen an die zeitliche Ökonomie eines Kinofilmes gerecht geworden zu sein. Er wollte seine Einstellungen aus 18 Ländern unterbringen und gab ihnen soviel Raum, dass sie den Film fast zum Bersten bringen.

Fluch und Leidenschaft: Leben mit der Werbung

Tarsem jettet durch die Welt und verkauft seine Künstlerseele an die Werbung. In den 15 Jahren, die er an „The Fall“ gearbeitet hat, hätte er seine einmalige Filmsprache weiterentwickeln können. Hat er seine künstlerischen Ambitionen hintangestellt? Sein Bruder, der den Film mit produziert hat, mußte ihn sogar dazu drängen, den Film „The Fall“ endlich konkret anzugehen, damit das Projekt nicht im Sande verläuft. So ist das, wenn man ein gesuchter Werbefilmer ist.
Auch andere gestandene Regisseure haben umgekehrt den Weg in die Werbung gefunden und damit ihre künstlerische Laufbahn sabotiert. Zum Beispiel der ansonsten kommerziell völlig unverdächtige David Lynch, von dem man immer weniger hört in Sachen abendfüllendem Film. Seinen letzten Film „Inland Empire“ hat er gerade so zustande gebracht. Dafür dreht er Videos und Features.

Realität und Traum als Doppelwelten

Nach all der Kritik: Was spricht für „The Fall“? Der Sinn der Geschichte, der Inhalt vor allem, die schauspielerischen Leistungen und die grandiosen Bilder. Schon „The Cell“ war beeindruckend in seiner Darstellung der Innen- und Gedankenwelt eines Mörders. „The Fall“ verschränkt die Traumwelt des Filmemachens – der Protagonist ist ein verunglückter Stuntman – mit der Traumwelt eines Kindes und der eines Geschichtenerzählers. Der gelähmte Stuntman nämlich erzählt dem Kind eine Geschichte, die es dazu bringen soll, dass es ihm eine Flasche mit Morphium bringt, mit der er sich umbringen will, weil er verzweifelt ist.
Scheitert der Film an der Ausführung so hat er konzeptionell viel zu bieten: Kunstvoll, folgerichtig und zwingend sind Wirklichkeit und Traumwelt ineinander verschränkt. Dies wird unterstützt von einem außergewöhnlichen schauspielerischen Miteinander vor allem der beiden Hauptdarsteller. Der Hauptdarsteller von „The Fall“ spielt einen Stuntman, der einen Filmstar doubelt, der seine Freundin heiratet, woran der Stuntman verzweifelt. Der zu drehende Stummfilm in „The Fall“ ist als zweite Handlungsebene etabliert. Hinzu kommt aber eine traumhafte Ebene, die aus der Erzählung des Stuntmans und dem Zuhören eines kleinen Mädchens besteht. Dies erinnert an „Tausend und eine Nacht“.

Schauspieler auf doppeltem Boden

Dies sind wohlweislich zwei Phantasieebenen, die wiederum erkennbar getrennt voneinander aber ineinander verschränkt sind – ein außergewöhnlich ambitioniertes Konzept. Des weiteren hat jede der wesentlichen handelnden Figuren eine Entsprechung auf der Ebene der Imagination – jeder Schauspieler spielt also eine Doppelrolle. Die Wirklichkeit wird vom Stuntman in seinen Erzählungen und vom Mädchen in den Figuren der Fantasie verarbeitet. Der Regisseur zeigt auf eine eindringliche und nachvollziehbare Weise, wie Begebenheiten in der Wirklichkeit dort, in der Welt der Fantasie, ihre Entsprechung finden. Wie dies geschieht, ist eine besondere Leistung des Filmes.

Ein „Seepferd“: Das lyrische Intro
In der Eröffnungssequenz von „The Fall“ werden die Auswirkungen des Unfalls am Filmset gezeigt. Ein Pferd ist von der Brücke ins Wasser gefallen. Man will es an einem langen Seil aus dem Wasser auf die Brücke hochziehen. Als das Pferd in der Luft hängt, endet die Einstellung – ein seltsam surreales Bild und ein Symbol dafür, wie das Fantastische Einzug hält in die reale Welt in der Schwebe zwischen der Realität des verunglückten Stuntmans, der auch unten im Wasser schwimmt, und der Realität des Filmteams hoch oben auf der Brücke.

Wie ist der Film entstanden?
Tarsem hat als Werbefilmer international zu tun. An manchen Drehorten, an denen kommerzielle Werbeprojekte entstanden sind, hat er direkt einen Teil von „The Fall“ gedreht. Tarsem sagt dazu: „Immer wenn ich einen Werbespot drehte, machte ich Fotos [der Locations]. Ich sagte zu den Leuten am Set: Das hier ist ein bezahlter Job. Irgendwann werde ich mich aber vielleicht wieder bei euch melden und euch bitten, euch dafür zu revanchieren. Eine Menge Leute haben sich revanchiert. Immer wenn wir einen Spot fertig hatten, versuchten wir, ein paar Szenen für „The Fall“ zu drehen.
Diese Arbeitsweise hat zusätzlich zu mangelnder Homogenität geführt.
Tarsem arbeitet inzwischen an seinem dritten Film „Dawn of War“, einer Game-Adaption. Ob er sich damit einen Gefallen getan hat?

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Autoshow AMI Leipzig (3): Renault Proprement

Posted on 24 Februar 2010 by Manfred Ganswindt

Dem Kern der Sache auf der Spur: Das Auto der Zukunft mit Seifenkisten-Feeling.

Dem Kern der Sache auf der Spur: Das Auto der Zukunft mit Seifenkisten-Feeling.

Renault wird den Autoliebhaber auf der AMI in Leipzig in der Kompaktklasse mit dem preiswerten Proprement überraschen, Continue Reading

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Logorama

Posted on 24 Februar 2010 by Ralf Wasselowski

Is doch Logo. Was wäre, wenn alle Elemente eines Filmes nur aus Firmen-Logos, -Key Visuals und -Maskottchen bestehen würden? Hier das in der Kategorie „Animierter Kurzfilm“ oskarnominierte Ergebnis. Es ist der Trailer zu einem 17-Minuten-Film, der 2.000 solcher Zeichen enthält und den das französische Künstler-Team H5 gestaltet hat. Kommentieren.

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