Paranoia-Cern-Technik: Das Ende der Welt ist nah

Posted on 30 März 2010 by Ralf Wasselowski

Dass die Welt noch nicht untergegangen ist, bedeutewt nicht, dass sie nicht noch untergehen kann.

Dass die Welt noch nicht untergegangen ist, bedeutet wirklich nicht, dass sie nicht noch untergehen könnte.

Gerade lese ich, dass sich Spiegel online über Menschen lustig macht, die Angst vor dem Cern-Teilchenbeschleuniger haben. Dort wird geschildert, wie ein Cern-Besucher sich an einer Röhre den Kopf stößt und sich dadurch eine Beule zuzieht, weil er keinen Helm aufgesetzt hat. Journalistisches Fazit im Sinne Egon Erwin Kischs: „Beule“.

Aua. Wenn man’s recht überlegt: Alle Welt ärgert sich, weil Atomkraftwerke da sind und die Menschheit vergiften. Atomkraftwerke sind sehr kompliziert, man könnte sagen: Überzüchtete Technik, die nicht in den Griff zu kriegen ist.

Atombomben: Der schreckliche Tod
Man weiß auch, dass die ersten amerikanischen Atombomben-Experimente durchgeführt wurden, während jede Menge Soldaten ungeschützt dabeistanden. Vor ihrem schrecklichen Tod konnten sie noch davon berichten, dass sie während der Explosion die Knochen ihres Nebenmannes hatten sehen können.

Jenseits der Kritik
Der Teilchenbeschleuniger „Large Halodron Collider“ (LHC) ist aber ungleich komplizierter als jede Atombombe oder jedes Atomkraftwerk, die jemals gebaut wurden. Da es dabei um Grundlagenforschung ohne atomare Strahlung ging und keine militärische Nutzung im Vordergrund stand, hat sich der LHC an der öffentlichen Kritik etwas vorbeistehlen können.

Die Fantastischen Vier in der Negativ-Zone
Jetzt muß ich an meine Lieblings-Comicheft-Serie denken: „Die Fantastischen Vier“. Die waren oft in der so genannten „Negativ-Zone“ und mußten gegen „Annihilus“ kämpfen, das High-Tech-Monster, das dort herrschte. Die Negativ-Zone war so etwas wie das unwirtliche Gegenstück unserer Welt. Die Idee wurde so ähnlich später in „Stargate“ breit getreten. Jedenfalls: Wenn nur ein Tropfen Negativ-Energie in unsere Welt gekommen wäre, wäre alles vorbei gewesen.

Wissenschaftler spurlos verschwunden
Ich hoffe nicht, dass eines Tages – zum Beispiel morgen – im Frühstücks-Fernsehen kommt: „Alle Cern-LHC-Wissenschaftler bei Experiment spurlos verschwunden.“ Dieter Bohlen würde dann die Show  „Deutschland sucht das Schwarze Loch“ oder „Deutschland sucht die Super-Symmetrie“ bringen.

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  1. Relativitäts-Theorie (2) | endoplast.de schreibt:

    […] Was im LHC in Cern passiert, hat viele gespaltet – zwischen Angst und Faszination. Einstein’s […]

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