
Dass die Welt noch nicht untergegangen ist, bedeutet wirklich nicht, dass sie nicht noch untergehen könnte.
Gerade lese ich, dass sich Spiegel online über Menschen lustig macht, die Angst vor dem Cern-Teilchenbeschleuniger haben. Dort wird geschildert, wie ein Cern-Besucher sich an einer Röhre den Kopf stößt und sich dadurch eine Beule zuzieht, weil er keinen Helm aufgesetzt hat. Journalistisches Fazit im Sinne Egon Erwin Kischs: „Beule“.
Aua. Wenn man’s recht überlegt: Alle Welt ärgert sich, weil Atomkraftwerke da sind und die Menschheit vergiften. Atomkraftwerke sind sehr kompliziert, man könnte sagen: Überzüchtete Technik, die nicht in den Griff zu kriegen ist.
Atombomben: Der schreckliche Tod
Man weiß auch, dass die ersten amerikanischen Atombomben-Experimente durchgeführt wurden, während jede Menge Soldaten ungeschützt dabeistanden. Vor ihrem schrecklichen Tod konnten sie noch davon berichten, dass sie während der Explosion die Knochen ihres Nebenmannes hatten sehen können.
Jenseits der Kritik
Der Teilchenbeschleuniger „Large Halodron Collider“ (LHC) ist aber ungleich komplizierter als jede Atombombe oder jedes Atomkraftwerk, die jemals gebaut wurden. Da es dabei um Grundlagenforschung ohne atomare Strahlung ging und keine militärische Nutzung im Vordergrund stand, hat sich der LHC an der öffentlichen Kritik etwas vorbeistehlen können.
Die Fantastischen Vier in der Negativ-Zone
Jetzt muß ich an meine Lieblings-Comicheft-Serie denken: „Die Fantastischen Vier“. Die waren oft in der so genannten „Negativ-Zone“ und mußten gegen „Annihilus“ kämpfen, das High-Tech-Monster, das dort herrschte. Die Negativ-Zone war so etwas wie das unwirtliche Gegenstück unserer Welt. Die Idee wurde so ähnlich später in „Stargate“ breit getreten. Jedenfalls: Wenn nur ein Tropfen Negativ-Energie in unsere Welt gekommen wäre, wäre alles vorbei gewesen.
Wissenschaftler spurlos verschwunden
Ich hoffe nicht, dass eines Tages – zum Beispiel morgen – im Frühstücks-Fernsehen kommt: „Alle Cern-LHC-Wissenschaftler bei Experiment spurlos verschwunden.“ Dieter Bohlen würde dann die Show „Deutschland sucht das Schwarze Loch“ oder „Deutschland sucht die Super-Symmetrie“ bringen.








September 15th, 2010 at 15:02
Hallo verehrtes endoplast Team,
ich stimme “Jenseits der Kritik” zu! Vorbeistehlen – ich denke ohne dass direkt ein Dieb beteiligt war – ist der rechte Begriff. Der Ring und “seine” crew keep circling… mit der Präzision (bis auf die schwierig zu beherrschende Supraleitung) eines schweizer Uhrwerks will ich ergänzen.
So interessant die Aufklärung der Gravitation auch ist – es gibt im Augenblick wichtigeres für “meine” Kollegen hier “auf Erden” soweit ich sehe.
Mit Gruß Alf Pretzell
September 15th, 2010 at 15:06
… “unsere” Kollegen im weiteren Sinne – verehrtes ENDOPLAST Team.
September 18th, 2010 at 01:42
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alfons_Mucha_-_1902_-_Cycles_Perfecta.jpg
… quod est demonstrandum (sicheres Rotieren der Protonen in diesem Fall)!!
Ich stimme Elfi (Mucha) zu: Kitsch – jedoch handwerklich guter, schöner Kitsch
Interpretierbarkeit in der Tat Fehlanzeige – es muss ja auch nicht immer sein, Denkakrobatik nicht immer vonnöten
Das, was unmittelbar gelingt ist häufig gut, ich verhindere Verbiegungen und Stauchungen, nur leichte, meditative Denkbewegungen, so wie auch Schwimmübungen im Quellwasser, am Strande, so wie auch beim Tanzen
Es hängt damit zusammen, dass wir keine Roboter sind
Dezember 30th, 2010 at 17:59
Hallo verehrtes ENDOPLAST team,
wichtig sind mir – hier abschließend – folgende Dinge, da hier der LHC einige Male Thema war:
Let me compare the situation with the following scenario:
When I was on my way with a colleague direction Geneva it happened we took the wrong exit. Quickly we realized this malaise.
It would have been not useful if we would have not reacted – I turned on the navigation tool, we had to wait for the next exit and made the u-turn. Finally the mistake was corrected, some fuel was wasted but we continued our journey into the sunset versus Geneva and kept posture.
Why particle physics chose the “wrong exit” in our opinion?
- the community and society forgot to discuss the implications and safety of the experiments and theory for decades already
- to stress this branch of science concerning manpower and money in a situation of unresolved problems concerning infections or hunger relatively nearby is not advisable
- to prepare such enormous devices and experiments without reasonable knowledge of self (what is my relation to the outer world and which causal structure is important for me as human being?) and practically ivory-tower-like is not allowed
- sentences like the comment in the statutes of CERN not to strive for development of weapons are not sufficient – it has to be explained by which actions this is avoided and this has to be discussed
- apart from the missing knowledge of self epistemic leaks are obvious: Which experiments so far show strong evidence? Which experiments are preparations and which are naturally occuring? How should we construct theory which fits to human capabilities, is (to the best achievable extent) safe and useful? Can our achievement be integrated in the society and is understandable and solid? If there are strange objects like black holes seemingly present in the center of our galaxy or extremely high energetic cosmic collsions do we have to have fear and how can we explore those objects in a controllable way?
Those considearations are valid for the web as well – a second web with identification and better transparency seems advisable from my point of view for expert’s scientific publications. The normal web can be seen as playground and is useful for maps, schedules, product information and minor personal content in my opinion.
It was very helpful I have been welcomed by my colleagues and they provided this courtesy, I am content with the excellent “code of conduct” at CERN (rules how employees are expected to behave shown transparently and publicly).
The “code of conduct” to carefully regulate the “wrong exit” I described here and guarantuee proper and solid science is not so difficult – even in case some ballast would have already been accumulated:
- downshift your actions instead of upleveling
- care for good and reasonable comparability to natural processes
- take care for an independent assessment in case an experiment shall be carried out
- think about how to culture appropriate theory and applicability
- think about if it is o.k. just to say: at this point we do not advance further or try to get the information elsewhere (cosmic shower experiments for example)
- simplify and provide every participant with some basics about aims, safety, historical background, status quo and epistemic know-how
- if you are aware people get overstrained (do not talk about their work in a free spirit or things have to be shadowed more and more) adjust your projects to a reasonable human level
- do not expect too much and try to come along with sparse informations – example: You showed properly particle production is a resonant phenomenon. You can stop here for a moment and think about further implications instead of going higher and higher
- look whether your knowledge serves the society, is applicable and understandable by all
Best wishes
… dies steht auch an anderer Stelle im Netz und ist von mir mannigfaltig mündlich weitergegeben worden. Bitte beachten alle dies und nehmen diesen Rat ernst. In Wunderwelt Wissen steht ein kurzes statement von mir, dass ebenfalls die Präzision der von meinen Kollegen im Zusammenhang mit dem Vergleich mit kosmischen Strahlen gemachten Aussagen stark anzweifelt. Ich kommuniziere NICHT per mail und dies ist mein letztes posting in diesem Bezirk hier, denn man muss auch mal den Wolken nachschauen dürfen.
Januar 27th, 2011 at 21:33
… und was ich noch ergänzen will:
Es kann nicht angehen, dass ich hier als ehemaliger Wissenschaftler der Physikalisch Technischen Bundesanstalt oder am FZ Jülich wie eine Sumpfblume verlassen werde.
Äußert euch endlich substanziell Kollegen, Regierungen und auch Geheimdienste – ich zähle auf euch und werde die Welt nicht mit Paraglider und Propeller als kleiner semiprofessioneller Karlsson vom Dach retten.
Schreitet ein bei dem MIst, der hier und anderswo (Nanotechnik, … Wissenschaftsplanung generell) verzapft wird.
In einem schwarzen System (ich weiß nicht wie ich funktioniere als Mensch) darf nur weiß operiert werden, das heißt modi operandi müssen bekannt sein, ein Geheimdienst legt dem Parlament und der Öffentlichkeit seine Arbeitsweise offen. Ihr wißt, dass ich jeglichen “weißen Okkultismus” (offensichtlich Falsches am “hellichten Tage”) bekämpfen werde. Und das ist “jenseits von Paranoia” verehrtes Endoplast Team. Wir – die Kritiker – haben die lieben “schleichenden” Kollegen am CERN schlicht “ertappt”. Nicht auf frischer Tat sondern bislang “ex ante”. Daher: Alle Mann an Deck jetzt und “reinemachen” – macht den Saustall sauber schrubbt unser Schiff (die Erde). Folgt den Leuchttürmen (LHC concern) und rettet euch auf die Rettungsboote (lifeboat foundation). Es wurden die entscheidenden Schwächen genannt und das CERN ist nicht der LHC, es kann also weitergehen auf sichere Art und Weise.
Ich möchte den Wolken nachschauen und nicht ständig SOS funken.