Assoziations-Fieber. Wer alles richtig machen will, plant und organisiert, um an’s Ziel zu kommen. Das setzt voraus, dass es ein Ziel gibt. Wer das Leben kennt, weiß aber, dass Ziele Fiktionen sind, denen man sich nicht hingeben sollte. Der Wunsch, Ziele zu erreichen, ist völlig hoffnungslos. Wer wirklich alles richtig machen will, plant und organisiert nicht, sondern improvisiert. Ein illustrativ tätiger Künstler sollte in jedem Fall assoziierend improvisieren. Im Falle eines Comic-Zeichners wie Moebius, von dem die Trickfilmreihe „Arzak“ stammt, die nach seinem gleichnamigen Comic-Held entstanden ist, ist verbrieft, dass er sich von Bild zu Bild imaginierte, anfänglich nur mit einem schwarzen Filzstift ausgerüstet. So ist sein Buch „40 jours dans le desert B“ entstanden, das als die seltsamste realistische Bildgeschichte aller Zeiten gelten kann, sozusagen ein psychedelischer Wilhem Busch. Die Trickfilme, die auf dieser assoziativen Grundlage einer völlig freien und losgelösten Autorenschaft beruhen, profitieren von dieser Vorgehnsweise. Moebius hatte am Anfang seines Werdegangs postuliert, dass im Prinzip jede denkbare Handlung bereits geschrieben wurde. Also hat er sich als Moebius der überkommenen Erzählweise entledigt, während er als „GIR“/Jean Giraud herkömmlich erzählte Comics zeichnet. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/11/12/13/14/Kommentieren.