Beck-to-future. Eine Reportage mit Einblicken ins private und berufliche Leben von Glenn Beck, dem Chef-Einpeitscher und Demagogen der religiös orientierten Rechts-Konservativen in Amerika. Da, wo Sarah Palin ist die politische Führerin der rechten Bürgerbewegung Tea-Party ist, die der etablierten Politik das Leben schwer macht, ist Glenn Beck ihre Entsprechung in den Medien. Der Film zeigt Glenn Beck den Ehemann, Glenn Beck, den bekennenden Ex-Drogie, Glenn Beck, den religiösen Menschen, Glenn Beck, den irrwitzigen Komiker, Erfolgsmenschen und Multimillionär. Nebenbei auch den Menschen Glenn Beck, der manchmal sympathisch wirkt – sofern er nicht seine politischen Plattitüden losläßt. Manch einer hält den Moderator und Talkmaster tatsächlich für nicht ganz richtig im Kopf. Denn es gibt einen Widerspruch zwischen der Beredsamkeit Beck’s, die ein Mindestmaß an inhaltlicher Durchdringung voraussetzen läßt und seinen haarsträubenden und widersprüchlichen Einlassungen zur Erd-Erwärmung, die er grundsätzlich leugnet, seiner Einschätzung, Barack Obama sein ein Rassist und vielen anderen seiner medial verbreiteten Meinungen, die in Amerika den Hass schüren. Eine Frage könnte deshalb sein: Leidet er an Morbus Korsakow, einer amnestischen Gedächtnisstörung, nachdem er jahrzehntelang getrunken hat? Hat vielleicht eine Wernicke-Enzephalopathie sein Hirn befallen? Oder haben wir es gar mit einer hepatischen Enzephalopathie zu tun? Wir wissen es nicht, aber normal erscheint das, was Beck sagt, vor allem aus europäischer Sicht nicht zu sein. Es bildet kein konsistentes Weltbild ab. Es taumelt zwischen 50 Jahre altem Anti-Kommunismus, zwischen dem eigenen Rassismus und dem Angeblichen der anderen. Dieses chaotisch-verbale Prasseln erschwert es, zu argumentieren, weil Beck rhetorisch geschmeidig hin- und herwechselt, wie es gerade passt. Kommentieren.