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eat&style-Kulinarik-Messe: Zum Mitnehmen oder hier essen?

Posted on 17 November 2012 by Barbara Ward

Rotwein, ein Opener für jeden Messebesuch.

Tim Mälzer, Alfons Schuhbeck, Jamie Oliver: Deutschland im übergewichtigen Fress- und Kochwahn. Anstatt brav den Salat ohne Dressing zu essen und ansonsten den Mund geschlossen zu halten, wird allerorten das große Fressen zelebriert. Endoplast hat die passende Messe dazu besucht: eat&style, die Koch-, Kulinarik- und „Genuss“-Messe, die noch dieses Wochenende in Köln läuft und ihre Fortsetzung vom 23.-25.11. in Stuttgart findet. Es gibt aber noch Hoffnung. Man lese und staune.

Ab 10:30 zieht der Pressetross über die eat&style, ein Gläschen südafrikanischen Rotwein vorweg. Continue Reading

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Steve Jobs redet

Posted on 26 Dezember 2011 by Ralf Wasselowski

iSpeach. Apple-Gründer Steve Jobs, der nie zu ende studiert hat, an der Stanford University. Kommentieren.

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Oktoberfest: Ein Selbstversuch im Dirndl

Posted on 29 September 2011 by Barbara Ward

Oktoberfest München 2011

In den 90er Jahren gab es eine TV-Serie mit dem klangvollen Namen „Zwei Münchner in Hamburg“. Uschi Glas und Elmar Wepper Continue Reading

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Taubertal Festival: Vom Zauber an der Tauber

Posted on 16 August 2011 by Barbara Ward

taubertal an der tauber

„Der kommt aus Dachau, der wird eh bald verbrannt“. Es folgt ein dröhnendes Lachen. Ich sitz im Bus und kann’s nicht fassen. Continue Reading

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Op-Art Evoke 2011

Posted on 14 August 2011 by Ralf Wasselowski

Evoks. Erinnert an „Star Wars“ ist aber was ganz anderes. Richtig geschrieben „Evoke“ ist eine Party, die heute in Köln-Kalk zuende geht. Dort treffen sich angesichts der „GamesCom“, die vom 17.-21. August stattfindet, ein paar Hundert Computer-Versierte, hören Musik, schauen sich audiovisuell aufgehübschte Projekt-Präsentationen an – die Demo-„Compos“, die auch vom Publikum bewertet werden – und reden ein bißchen über Game-Design und -Programmieren. Pate für die preisgekrönte Präsentation, die hier zu sehen ist, stand der weltberühmte ungarisch-französische Op-Artist Victor Vasarely (1908-1997). Wow, dafür hat er sogar Credits bekommen. Die unterlegte Musik wäre vermutlich aber nicht seine Sache gewesen. [via +Markus Hündgen] Kommentieren.

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Loveparade-Mahnmal

Posted on 22 Juli 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt

Geburtstags-Trauer. In 2 Tagen jährt sich die Katastrophe in Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, 500 verletzt und Tausende traumatisiert wurden. Neben dem Skandal, dass es soweit kommen konnte, schwelt seitdem ein  politischer Skandal: Ober-Bürgermeister Adolf Sauerland klammerte sich an seinen Posten, niemand wollte verantwortlich sein. Dabei wurde schnell klar, dass die Großmanns-Sucht innerhalb einer Stadt im Kultur-Hauptstadtjahr mit dazu beigetragen hatte, dass bewilligt wurde, was nicht hätte bewilligt werden dürfen. Nun hat die Staatsanwaltschaft diverse Menschen, auch aus der Stadtverwaltung, im Visier – nicht aber den Ober-Bürgermeister, gegen den nun ein Volksbegehren läuft. Das Mahnmal, das im Film zu sehen ist und das der Opfer der Loveparade gedenkt, wurde ebenfalls nicht von der Stadt initiiert sondern von einer Bürgerinitiative. Kommentieren.

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Traumzeit 2011

Posted on 04 Juli 2011 by Manfred Ganswindt

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Markus Meiser

In einer der spannendsten Spielstätte, die Duisburg zu bieten hat, dem Landschaftspark Nord, fand vom 1. bis 3. Juli das 15. Traumzeitfestival statt. Der Landschaftspark Nord ist ein stillgelegtes Hüttenwerk, das von Jonathan Park 1996 mittels Lichtinstallationen in den Stand eines gigantischen Kunstobjekts erhoben wurde. Schon die Namen der einzelnen Hallen und Bühnen verweisen auf die ursprüngliche Funktion der Anlage: Kraftzentrale, Pumpenhalle, Gebläsehalle, Giesshalle, Bühne am Gasometer.

Auf den vielen Bühnen erklingt so viel aufregende Musik, dass es unmöglich ist, alles zu sehen. Man muss auswählen. Konzerte laufen parallel, überschneiden sich. Ein Festival, auf das man gut vorbereitet gehen sollte, um das Optimum an Vergnügen heraus zu holen. Dank des weltweiten Netzes ist Festivalvorbereitung heute kein Problem mehr.

Marketingschlappe

Das Festival hat seit Jahren das selbe Problem: Die vielfältigen, herausragenden musikalischen Angebote werden nicht ausreichend kommuniziert. Stars der Jazzszene spielen vor nicht ausverkauftem Haus. Wo es ihnen doch anderswo mit Leichtigkeit gelingt, Säle zu füllen.

Verantwortlich für das Marketing ist die Duisburg Marketing GmbH, hundertprozentige Tochter der Stadt Duisburg.

Andere (Jazz-)Festivals kümmern sich um ihr Marketing selbst oder überlassen es Enthusiasten, die sich mit dem Festival identifizieren können. Macher Leiter eines Festivals ist schon selbst auf anderen Veranstaltungen gesichtet worden – mit einem Packen Flyer unter dem Arm, um sein Ding zu bewerben.

In Duisburg hat man sich für ein Konstrukt entschieden, dem verschiedene Baustellen aufgebürdet werden und das darüber hinaus als Versorgungsinstitution für altgediente Sozialdemokraten zu dienen hat. Viel Bürokratie, wenig Phantasie.

Dieses Jahr hielt die Duisburg Marketing GmbH es für weise, die Liste der akkreditierungswürdigen Journalisten und Fotografen auszudünnen. Was heißt, das besonders elektronische Medien, Blogger, herausflogen. Vielleicht in der irrigen Annahme, die Schnorrer von Bloggern würden sich in Scharren Tickets kaufen und so das Loch in der Kasse stopfen. Vielleicht hat die Duisburg Marketing GmbH aber auch als Instrumentalisierungs-Maßnahme einen Nützlichkeitskoeffizienten für die Presse erarbeitet. Geholfen hat es bisher nicht.

Ist das Traumzeitfestival schon längst nicht jedem Duisburger ein Begriff, so ist es bereits in den Nachbarstädten nahezu unbekannt. Das ist schade, denn ausser einem funktionierenden Marketing hat die Traumzeit alles, was man sich von einem Festival nur wünschen kann.

Unerlaubtes Foto Nr. 1

Freitag

Mike Stern, neben Branford Maralis der bekannteste und etablierteste Künstler dieses Jahr, spielt vor nicht ganz gefülltem Haus. Es waren noch Sitzplätze frei.

Stern hat eine beachtliche Karriere als Fusion-Gitarrist hinter sich, die zurückreicht in die Tage, als diese Variante des Jazz gerade erfunden wurde. Damals als Mitglied der aufregenden Band “Blood Sweat & Tears”. Anfang der Achtziger spielte Stern in der Band von Miles Davis und erreichte dort seinen musikalischen Zenit. So energiegeladen und aufregend sollte er nie wieder aufspielen. Stern war nun bekannt genug, um mit eigener Band seinen persönlichen Sound zu kultivieren, dem er bis heute treu ist. Seine Spielweise ist unverkennbar, allerdings eingepackt in einen mittels Chorus-Effekte weichgemachten, auf Dauer nervigen Gitarrensound. Seit Mitte der Achtziger wünsche ich mir, Sterns Gitarre wenigstens einmal wieder rau und direkt – hautnah – erleben zu können, doch auch in den “wildesten” Momenten behütet eine Weichheit seinen Gitarrensound vor allzu direktem Kontakt mit des Publikums Ohren.

Nichtsdestotrotz, Stern hat einiges erreicht und bleibt sich treu. Sein Gast, der elektrische Geiger Didier Lockwood teilt seinen Hang, das Instrument durch elektronische Effekte schön zu färben. Auch bei ihm nervt es, ist aber ebenfalls irgendwie schön.

Sterns Rhythmusgruppe, der Schlagzeugstar Dave Weckl und der Bassist Tom Kennedy entschädigen für alles. Überaus solide, auch in den virtuosen Passagen sicher die Band tragend, spielen sie ihre Musik, Fusion, frisch und lebendig. So kann man leicht vergessen, das Fusion eine schon Mitte der Neunziger abgeschlossene Musikepoche ist, die seitdem viel zu oft leblos kopiert und wiederholt wird.

Myanmar

Weltmusikalischer Schwerpunkt des Festivals ist Myanmar, das frühere Birma. Als erstes spielt das Hsaing Waing Ensemble Hein Tint auf. Das sind sechs Musiker, die hinter einem goldenen Zaun spielen, über den nur ihre Köpfe hinaus ragen. In der birmaischen Tradition wird Musizieren als Arbeit verstanden. Wenn man feiert, schaut man anderen nicht bei der Arbeit zu. So verstecken sich die Musikarbeiter dort hinter besagtem goldenen Zaun.

Um dem moralisch weniger gefestigten Festivalpublikum dennoch einen Einblick zu gewähren, filmt eine Kamera das Geschehen von hinten. Das Bild wird live auf eine große Leinwand über den Musikern projiziert.

Es werden diatonisch gestimmte Trommelkreise, chromatisch gestimmte Gongkreise und weitere Trommel irgendwie hin und her gespielt. Dazu spielt Htun do die hne, die burmesische Oboe. Das Instrument hat einen Klangcharakter, wie er in der westlichen Welt gerne für aufdringlich witzige Einlagen innerhalb belangloser Filmmusik verwendet wird. Ich halte drei Stücke durch und gebe dann mit schlechtem Gewissen auf. Gerne hätte ich mich für weltgewandt und musikalisch aufgeschlossen gehalten, aber mit dieser Band werde ich nicht warm.

Mogwai

Vom Fotografieren der Fotografen. Während Mogwai aufspielt. Foto: Thomas Meiser

Vom Fotografieren der Fotografen. Während Mogwai aufspielt. So sehen erlaubte Fotos aus. Foto: Thomas Meiser

Der Tag klingt aus mit den Soundgemälden der schottischen Band Mogwai. Wie heißt es im Programm: “Hier geht es um Sound, Stimmung und Atmosphäre.” Genau.

Ich habe keinen Alkohol getrunken, nicht gekifft und höre dieser Band zu. Das hätte man mit richtiger Plannung auch anders angehen können.

Samstag

Der Samstag startet auf der Open Air Bühne (am Gasometer) mit Devotchka. Devotchka stammen aus USA und vermischen verschiedene Stilelemente wie Bolero, Mariachi-Musik oder Folk zu einer Art Hinterwäldler-Rock’n'Roll. Das ist ganz nett und wäre tatsächlich der Soundtrack zu einer langen, einsamen Autofahrt auf irgendeinem dieser unendlichen Highways in den Staaten. Ich aber muss erst einmal frühstücken, es ist schließlich schon nach 16:00 Uhr.

Myanmar, die Zweite

Ich gebe mir die zweite Gruppe aus Ex-Birma. Ein Trio namens Myanmar Hmu Gitameit, bestehend aus einem 81-jährigen Slide-Gitarristen (die Gitarre als solche wurde wohl mal von seefahrenden Portugiesen eingeschleppt), einem Piano (von den Engländern ins Land gebracht) und patala (Bambusxylophon) spielenden jungen Mann und einer Sängern, die zudem eine Art Kastagnetten spielt.

Ihre Musik ist ausdrucksstark, wunderschön und hypnotisierend. Und viel zu schnell zu Ende.

Krach? Noise? Krach!

Anschliessend geht es schnell in die Pumpenhalle zu Zu. Da die Konzerte sich in ihren Zeiten überschneiden, verpasse ich die ersten 20 Minuten. Die drei Italiener scheinen noch ihr erstes Stück zu spielen. Im Katalog wird die Musik von Zu als komplexe Mischung aus Metal, No-Wave, Free Jazz und Noise, Punk und Jazz beschrieben. Ich würde sie so beschreiben: Krach. Wunderbarer Krach.

Der Bassist Massimo Pupillo spielt meistens Akkorde über alle vier Seiten, vorzugsweise in der obersten Lage, dort wo das Griffbrett seines 80iger-Jahre-Hi-Fi-Basses gleich zu Ende ist. Das Signal wird von jeder Menge Elektronik bearbeitet. Verzerrung noch und noch. Es hört sich an wie eine Wand aus dutzenden kreischender Gitarren.

Luca T Mai am Bartonsaxophon bläst durchgehend mit unbändiger Power. Auch sein Ton durchläuft einen ganzen Haufen Effekte, die in Form von Bodenpedalen den Bühnenoden vor ihm zupflastern.

Jacopo Battaglia liefert mit seinen Drums harte Rhythmen und damit so was wie Struktur. Er verfremdet seinen Ton durch allerlei Bleche, die er auf die Trommeln legt.

Wie es kommt, dass wir, das Publikum, uns diesem Krach hingeben, weiß ich nicht. Manche musikalischen Erlebnisse lassen sich nun mal nicht vernünftig erklären. Es bleibt Magie.

Securitygerempel um illegale Fotografen

Unerlaubtes Foto Nr. 2

Unerlaubtes Foto Nr. 2

Jetzt folgen Branford Marsalis und sein langjähriger Pianist Joey Calderazzo im Duo. Größer könnte der Kontrast zu Zu nicht sein. Gepflegter Jazz vom Feinsten. Die beiden Könner spielen sich, wie von Marsalis gewohnt, ausgelassen durch verschiedene Stilepochen des Jazz und machen aus allem etwas eigenes, etwas, das wie aus einem Guss wirkt. Schöne Melodien, ausdrucksstarke Improvisationen. Zwei Meister bei der Arbeit.

Fotografieren verboten. Marsalis soll angedroht haben, das Konzert abzubrechen, würde mit Blitzlicht fotografiert werden. Also wurde allenthalben heimlich fotografiert. Die digitalen Knipskisten zeigten in den abgedunkelten Zuschauerreihen ihre Aktivität durch aufleuchtende Lämpchen an.

Zwangsläufig poltert Sicherheitspersonal durch die Reihen, um dem Einhalt zu gebieten. Das allerdings stört den Musikgenuss beträchtlich. Lästigerweise werde ich von einem Bouncer zu unrecht des heimlichen Fotografierens verdächtigt. Obwohl meine Unschuld beteuernd, muss ich mir eine ewig lange Gardinenpredigt anhören. Ich werde beauftragt, jedem Knipser dem ich habhaft werden kann, ins Gewissen zu reden. Das allerdings beeinträchtigt des Genuss gediegener Musik tatsächlich. Nachdem die Musikindustrie den Kampf gegen den Musikklau verloren hat, versuchen die Musiker scheinbar, die Kontrolle über die von ihnen gemachten Fotos und damit über ihr Image zu vergrößern. Die Hoffotografen des Festivals waren nämlich sehr wohl zugelassen.

Nächstens bekommen wir, sofern wir überhaupt noch eingeladen werden, auch noch unsere Texte vorgeschrieben. Das wäre der kommende logische Schritt.

Wir jedenfalls haben beschlossen, hier ausschließlich die illegal geknipsten, unvollkommenen Bilder aus diesem Konzert zu Illustration dieses Berichtes zu verwenden. Unerlaubte, unperfekte Fotos, von Markus mutig unter dem Risiko des Rauswurfs geknipst. So, Herr Marsalis, sieht die digitale Gegenwart aus. Es wäre doch so einfach gewesen, schöne Fotos zu machen. Hätten wir gekonnt.

Die Überfliegerin

Es geht gepflegt weiter mit Anne Paceo Triphase aus Frankreich. Der Pianist Leonardo Montana und der Bassist Joan Eche Puig spielen stilsicheren, melodischen Jazz. Eine Sensation ist jedoch die Schlagzeugerin Anne Paceo, die das Jazz-Schlagzeug-Spiel auf eine neue Stufe stellt.

Mehrfach ändert sie den Charakter eines Stückes drastisch, ohne das die Melodieinstrumente ihr Spiel änderten, und behält dabei den Puls bei. Wie sehr sie auch variiert, immer swingt ihr Spiel.

Ihre musikalische Auffassung, ihre Gestaltungsmöglichkeit, ihre ihre Virtuosität vergessen machende Leichtigkeit heben sie in eine Sphäre weit über jeden anderen Musiker dieses Festivals hinaus.

Es ist ein großes und seltenes Glück, eine Musikerin auf dieser Schaffenshöhe live erleben zu dürfen. Wenn Ihr die Chance habt, Anne Paceo live zu erleben – geht hin!

Beinahe Kurioses

Im diesjährigen Programm finden sich zwei Programmpunkte, die das Zeug haben, den Kuriositätsbonus zu bekommen. Ein Doris-Day-Tribute und ein Blockflötentrio.

Zunächst Franziska Dannheim mit ihrem Projekt Que Sera Sera. Songdienlich begleitet von Serge Corteyn an der Archtop-Jazzgitarre und Volker Kamp am Kontrabass präsentiert sie Lieder der Heldin ihrer Kindheit, die dank einer Audiokassette ihre Gesangskarriere begründete: Doris Day. Dazwischen kurze Anekdoten über das Leben der Ikone. Es macht Spaß, Lieder aus einer Zeit zu hören, als Komponisten sich der Melodiebildung noch besonders verpflichtet fühlten. Schlagermusik at its best, halt. Franziska Dannheim trägt die Lieder gekonnt und mit (keineswegs biederem) Charme vor.

Für einen Abzug in der B-Note sorgt der Bassist Volker Kamp. In Kleidung und Körperhaltung – graue Jacke, hellgrauer Schall, unbestimmte Frisur, geduckte Haltung – ganz der Bohemien, trägt er doch tatsächlich Turnschuhe. Ein Fauxpas, auch wenn er seine Füße gekonnt hinter seinem Kontrabass versteckt. Das wollen wir beim nächsten Mal so nicht mehr sehen.

Blockflöten

Que Sera Sera bringt den unschuldigen Spaß, den es verspricht und ist nicht annähernd kurios. Also verpflichte ich mich, das Blockflötentrio aus Amsterdam zu sehen. Junge Frauen sind es, aber nicht so jung, wie man es vermittels ihrer Instrumente annehmen würde. Auf den Sitzplätzen findet sich ein Blatt mit den Stücken, die hier ihrer Aufführung harren. Es steht uns ein richtiges klassisches Avantgarde Konzert bevor. Verstärkt wird das Trio aXolot heute durch Dorothée Hahne an der Live-Elektronik. Fotografieren verboten.

Tatsächlich entlocken die Drei ihren Instrumenten Töne, die man nicht blind der Blockflöte hätte zuordnen können. Für ihr drittes Stück, “TREE-study VII für Blockflötentrio und 6 Kanal Elektronik (2010)” entwickelte die Komponistin Aliona Yurtsevich eine neue Notationsweise, da mit dem üblichen westlichen Notationssystem die zu spielenden Klänge nicht darzustellen waren. Das neue System besteht, das musikalische Thema Baum und das Material der eingesetzten Instrumente würdigend, aus gezeichneten Ästen, denen die Musikerinnen so diszipliniert folgen, wie sonst den üblichen Punkten und Fähnchen des Standard-Notationssystems.

Neben modernen Komponisten stehen auch Arrangements spätmittelalterlicher Stücke auf dem Programm. aXolot bedient sich verschiedenster Blockflöten, auch solcher, die man zuvor wahrscheinlich noch nie gesehen hat. Ca. ein Meter hoch und quadratisch und im Sitzen zu spielen.

Nightsession

Während in der Pumpenhalle und den anschließenden Räumen DJs der vier Duisburger Clubs (Goldengrün, Djäzz, babaSU und Steinbruch) auf vier Dancefloors für das junge Publikum auflegten, fand auf der Open Air Bühne eine europäisch-myanmaische Session statt. Festivalmusiker improvisieren zu mal mehr myanmaischer, mal mehr europäisch jazzig geprägten Klängen. Die noch am Freitag von mir verschmähten Musiker des Hsaing Waing Ensemble Hein Tint öffnen sich, bringen sich ein und bereichern die Session aufs feinste. Die Woche vor dem Festival haben die Musiker sich getroffen und ein gemeinsames Konzert vorbereitet, das für Sonntag Abend angesetzt ist. Die Session macht schon mal Lust darauf.

Unerlaubtes Foto Nr. 3

Sonntag

Igmar Thomas & The Cypher bieten eine natürliche Mischung der Musik, mit der sie aufgewachsen sind: Jazz, Hip Hop. Der Sänger Raydar Ellis rappt in einigen Stücken. Vor allem bemüht er sich darum, das Publikum zu animieren. Hände rauf, Hände runter. Immer wieder. Für mich als altmodischen Jazz-Hörer etwas mehr Animation als ich gewohnt bin.

Ich habe die Band, ohne Ellis, schon in Moers gesehen und das dazu gesagte gilt immer noch, hier nachzulesen.

Die Sängerin und Kontrabassistin Esperanza Spalding (ihr beeindruckender Afro ist ein echter Hingucker) hat ihre Chamber Music Society ganz auf sich zugeschnitten. Violine, Bratsche, Cello begleiten sie nach Noten, dazu Klavier, Schlagzeug und gelegentlich eine zweite Gesangsstimme. Instrumentale Improvisation kommt hauptsächlich vom Bass. Alles sauber und gediegen. Schöne, unaufgeregte Musik.

Fotos dürfen nur während der ersten beiden Stücke gemacht werden. Natürlich ohne Blitzlicht, aber das versteht sich eh von selbst. Während der ersten beiden Stücke ist die Bühne bis auf die Notenpultbeleuchtung der Streicher fast ganz abgedunkelt. Wer ohne Stativ und geeignetem Objektiv angereist ist, kann sich seine Fotos verkneifen. Was zum Teufel haben Musiker auf einmal gegen Fotografen?

Plapperpopper

Als Abschluss gebe ich mir die als Tipp gehandelten Patrick Wolf & Alec Empire, die im Duo – die meiste Arbeit macht eh der Computer – eine Mischung aus 80er Disco-Pop und elektronischem Geschrammel bieten. Als ich reinkomme stehen schon einige Mädchen um die Bühne herum. Die sind bestimmt von der Band so aufgestellt worden. Tatsächlich scheinen hauptsächlich diese wenigen Mädchen ganz vorne Spaß zu haben. Jedenfalls bewegen sie sich disco-light-mässig. Einen Großteil des Publikums treibt es allerdings nach und nach wieder raus.

Kühler 80er Pop war schon in den 80ern nicht mein Ding. Das ganze unmotiviert mit Elektronik – Achtung, wir sind experimentell – vermurkst und ohne das Hitpotential der Originalwerke nervt lediglich. Positiv: Die Jungs sehen wenigstens adrett aus. Frisur, Outfit und Gestus stimmen. Popper eben. Ist dann doch eher was für die ganz jungen Mädchen.

Fazit: Absolut gelungen

Macht nichts, war ein prima Festival, dem mehr Akzeptanz zu wünschen wäre. Musikalisch breit gefächert und auf hohem Niveau. Dieses Jahr sogar mit einem Shuttle-Bus zwischen Hauptbahnhof und Festivalgelände, während der Partynacht durchgehend. Der letzte echte Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

Wenn jetzt noch die verschlafene Marketingbehörde aufwacht kann das nächste Festival ganz wunderbar werden.

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Moersdämmerung?

Posted on 16 Juni 2011 by Manfred Ganswindt

Fotos: Markus Meiser

Fotos: Markus Meiser

Das Moers Festival, Jazzfestival, das sich selbst schon lange nicht mehr Jazzfestival nennt, aber in seinem Kern weiterhin um den weitest denkbaren Begriff des Jazz kreist, fand an Pfingsten in seiner 40sten Ausgabe statt. Es versteht sich als Speerspitze einer musikalischen Avantgarde, als Ort besonderer Musik für ein interessiertes Spartenpublikum. Das macht es seit jeher so gut, dass der Name des kleinen Städtchens am Niederrhein unter Jazzfreunden in aller Welt einen guten Klang hat.

Den Moersern selbst, die ihren kollektiven Zusammenhalt lieber aus der Strahlkraft des 2005 verstorbenen Hans-Dieter Hüsch beziehen, ist das Festival seit jeher verhasst. Ein Sodom und Gomorrha vernichtet alljährlich zu Pfingsten ihren Freizeitpark. Hippies, Säufer und Haschischraucher bevölkern die Wiesen. Und das, obwohl ihnen nicht zuzutrauen ist, die marode Wirtschaft der Stadt für diese drei Tage in ein Plus zu zechen. Frechheit. So wundert es nicht, dass das Festival seit ehedem um seinen Bestand fürchten musste, nicht erst, seitdem die Stadt Moers für ihre Misswirtschaft unter die Haushaltssicherung des Landes fiel.

Dieses Jahr musste schmerzhaft ein ganzer Tag abgegeben werden. Immerhin, der avisierte Ersatz für den Montag – Helge Schneiders Heimatabend – versprach, ein echtes Trostpflästerchen zu werden. Doch Helge Schneider kollabierte letze Woche und der Montag entfiel ganz.

Die Existenz des Festivals stand schon oft auf auf dem Spiel. Doch noch nie wurde von den Verantwortlichen so wenig – genaugenommen gar nicht – über die Finanzierung und die Zukunft des Festivals gesprochen. Auf der Pressekonferenz Lobreden über das “Drehkreuz Moers”, die superattraktive Kulturstadt. Sylvia Löhrmann, die stellvertretende Ministerpräsidentin in NRW, nutze das Forum schamlos, themenfremd ihre Schulpolitik zu belobhudeln, auch wenn ihr Redenschreiber einen guten Übergang textete. Aber bei allen Protagonisten eisernes Schweigen über die Finanzierung, dass einem Angst und Bange werden kann. Das Festival steht auf der Kippe und niemand wagt, das auch nur zu erwähnen. Geschweige denn, offen für seinen Erhalt einzutreten. Selbstbeweihräucherung und Schönreden des Provinzstädtchens Moers ändern nichts an dem alten Schwebezustand: Das Festival könnte jederzeit zu Grabe getragen werden.

Existenzrechtfertigung

Wie bei anderen nicht gewinnorientierten Kulturereignissen, in die öffentliche Gelder fliessen – wahnsinnig teure Opernhäuser ausgenommen – führt der Finanzdruck zu einem andauernden Rechtfertigungszwang. Von einem kulturellen Bildungsauftrag ist gerne die Rede, doch ist der Jazz der Politik wohl nicht tot und abgehangen genug, um die geldwürdigen Weihen der Hochkultur zu erlangen. Das Moers Festival eignet sich sich nicht für einen feinen Auftritt im Smoking.

Ein anderes Argument lautet, hier finde die Zukunft der Musik statt. Man erhasche einen Blick voraus durch die Zeit. Jungen Musikern mit neuen Ideen müsse ein Forum geboten werden. Doch hat wohl schon jeder gemerkt, dass das Angebot des Festivals zu extravagant ist, um jemals in die seichten Gewässern des Mainstreams zu münden.

Selbst unter Jazzfans kursiert seit Jahre die These, musikalische Innovation finde ausschliesslich jenseits des Jazz statt. In den 90ern zum Beispiel in den Wohnzimmern von Kids, die ihren auf Flohmärkten erworbenen Drummachines ganz neue Musikstile entlockten. Menschen ohne Ausbildung an richtigen Instrumenten beherrschten eine ganze Szene. Die Szene, in der sich junge Leute, das Nachwuchspublikum jeglicher Musiker und Festivals, heimisch fühlten.

Grenzgänger

Etliche Jazzer versuchten sich – nachdem abzusehen war, dass der Wahnsinn der Maschinenmusik anhalten würde – als Grenzgänger, bastelten an Computerbeats oder fraternisierten mit Hiphop-Musikern. Das sollte die jungen Leute anlocken. Oft kam es so nur zu einem Nebeneinander, zu einer Anbiederung an das junge Publikum, bei dem alberne Gesten und prollige Ausdrucksweise herusreissen sollten, was an musikalischem Einfall fehlte.

Um so erfreulicher dieses Jahr Ingmar Thomas & The Cypher, die Hiphop-Elemente in angenehmer Dosis organisch mit eigenem Jazz verschmelzen, so dass mehr als nur die Teile des Einzelnen entstehen. Es handelt sich nicht um die Anbiederung an ein dem Jazz fortlaufendes Publikum sondern um eine neue, zwangloses Synthese. Ingmar Thomas, der den von der Gitarre Jimi Hendrix’ bekannten Wah-Wah-Effekt mit seiner Trompete einsetzt, als sei eine Trompete nie anders gespielt worden, ist mit Jazz und Hiphop gleichermassen aufgewachsen. Sein Umgang mit innovativen Formen ist abgeklärt und selbstverständlich.

Jenseits von Moers: Innovation Metall

Auch die in Moers und im Jazz weitgehend ignorierte Metall-Musik mit all ihren Subgenres hat mittlerweile Freundschaft mit dem Jazz geschlossen. Wenn auch, soweit ich übersehen kann, nur in Form der Band Panzerballett, die es bisher nicht nach Moers geschafft hat, aber sowohl vor (reinem) Jazz-Publikum als auch vor (reinem) Metall-Publikum mit Erfolg spielt.

Der Jazz, zumal der der Grenzgänger in Moers, besitzt noch Innovationskraft, auch wenn die großen Überraschungen ausblieben. Die dieses Jahr in Moers präsentierte Musik erneuert sich nicht radikal, doch sie bewegt sich und bleibt frisch. Das fällt besonders bei den Veteranen des Festivals auf.

Frische Veteranen

Abdullah Ibrahim, ehemals Dollar Brand, spielte ein Klavier-Solokonzert, dem ein volles Zelt konzentriert lauschte, obwohl Gewitterregen brutal laut auf das Zeltdach niederprasselte. Ibrahim spielte ohne abzusetzen seine Stunde durch. Seine Musik bedarf nicht der Rechtfertigung durch eine traditionelle Struktur, in der Melodieteil und Improvisation einander abwechseln. Während sein rechte Hand virtuose, durchweg spannende Improvisationen bot, sorgte seine Linke immer wieder für einfache, abwechslungsreiche Muster und strukturiert so ein langes Stück, dem man gebahnt bis zum Ende lauschte.

Auch Nils Petter Molvaer, im Trio mit dem Gitarristen Stian Westerhus und dem Schlagzeuger Erland Dahlen spielte ohne Pause seine soundgewaltige Musik die ihm zugestandene Bühnenzeit durch und zog das Publikum in seinen Bahn. Molvaers Trio reichert seine Instrumente mit elektronischen Effekten und Loops aus dem Computer an und verführt in einen Kosmos aus aufgetürmten Klängen, in dem man sich gerne länger aufgehalten hätte.

Überhaupt sind lange Stücke der dieses Jahr zu entdeckende Trend. In Moers einen Trend zu entdecken war schon immer ein Zeichen dafür, dass das Festival ganz nah am Geschehen agiert.

Blasmuskeln

Der Saxophonist Jon Irabagon blies mit seinem ersten Stück 40 Minuten lang energetisch ins Publikum. Dabei vermischte er Sonny-Rollins-Zitate mit seinem eigenen, kraftvollen Stil, wie es vor ihm wohl noch keiner getan hat. Kein Epigonentum sondern sinnvolle Weiterverarbeitung. Er koppelt einen schönen Sax-Ansatz mit viel Energie. Um so lange Zeit so kräftig zu blasen, muss der Musiker vorher ausdauernd in der Muckibude für Saxophonisten trainiert haben. Auch das möglicherweise ein Trend, der vor zwei Jahren mit dem Bass-Saxophonisten Colin Stetson in Moers begann. Mit seinem zweiten Stück an Samstag Nachmittag gelingt Irabagon dann doch noch die Verbeugung vor dem Saxophongiganten Sonny Rollins.

Andere Moers-Veteranen, die mit musikalischer Frische und wiederum ausdauernden Stücken überzeugten, waren der Drummer Ronald Shannon Jackson, der Gitarrist Vernon Reid und der Bassist Melvin Gibbs, auf die viele Festivalbesucher sich lange im Voraus gefreut hatten. Der Auftritt stand auf der Kippe, Jackson lag im Krankenhaus. Erst kurz vor ihrem Auftritt wurde Entwarnung gegeben. Jackson spielte. Er spielte großartig, von Schwäche keine Spur. Reid huschte rasant übers Griffbrett seiner Gitarre, die mal rockig, mal jazzig klingen durfte. Melvin Gibbs holte Erstaunliches aus seinem Bass heraus, das über die gewohnte Begleitfunktion hinaus ging. Er spielte teilweise sitzend, um mit beiden Füssen gleichzeitig die vor ihm auf dem Boden verteilten Effektpedale bedienen zu können.

Überraschungskonzert

Zu einem Überraschungskonzert am Sonntag Abend betrat Ornette Coleman mit seinem Quartett die Bühne. Als einer der Väter des Free Jazz hat er sich längst weiter entwickelt und einen eigenen, unverkennbaren Sound geprägt. Coleman ist alt geworden. Auf der Bühne bewegt er sich langsam, fast unsicher. Sein Bassist Al MacDowell musste ihm die Noten umblättern. Doch sobald er in sein Saxophon blies, war er mit Leidenschaft und Musikalität präsent. Einer der Höhepunkte des Festivals.

Unter den deutschen Musikern taten sich The Dorf hervor. Eine nach Verfügbarkeit aus einem Pool von Musikern zusammengetretene Big Band, die sich einiges traut, jazzt und rockt und alles jenseits dessen, was man mit dem Begriff Big Band sonst in Verbindung bringt.

Aus Japan überraschte Michiyo Yagi mit ihrem Double Trio, zwei Schlagzeugern und zwei Bassisten. Sie holte aus ihrem Koto traditionelle wie neue Sound heraus und chanierte zwanglos zwischen traditionell und experimentell.

Das Moers Festival ist auch im vierzigsten Jahr seinem Anspruch gerecht geworden. Es stellte innovative Musiker vor und zeigte Trends auf. Aber braucht ein Festival diese Rechtfertigungen wirklich? Denn letztlich waren es drei Tage voller erstaunlicher Musik, wie es sie ihresgleichen an keinem anderen Ort gibt. Das Publikum, so war allerorten Gesprächen zu entnehmen, war hoch zufrieden.

Warum reicht es nicht, dass ein Festival mit seiner Musik begeistert? Zwischen der Welt der politischen Lippenbekenntnisse und dem Ereignis selbst klafft eine seltsame Lücke. Das bequeme Aussitzen der Politik verursacht große Sorgen, die musikalische Darbietung begeistert restlos. Hoffen wir auf ein Moers Festival 2012.

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Lothar Matthäus Passion

Posted on 03 Mai 2011 by Rolf

Änglisch-Lesson. Lothar Matthäus, Fußball-Experte und jüngst tatsächlich von Franz Beckenbauer als Trainer für den FC Bayern München ins Spiel gebracht, moderiert auch Fußball-Spiele auf dem TV-Sender des arabischen TV-Ablegers von Al Dschasira. Dort lief eines Tages eine Kamera weiter, als er nicht auf Sendung war. Fucking great. Kommentieren.

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Märchen-Stunde: Die Wa(h)re Liebe von Kate Middleton und Prinz William als Medien-Abziehbild

Posted on 30 April 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt

Kate Middleton und Prinz William

Höchst persönlicher Kuß bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton: 2 Milliarden guckten höchst interessiert zu

Schätzungsweise 2 Milliarden Menschen haben die Hochzeit von Prinz William und Kate Continue Reading

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