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	<title>endoplast.de &#187; Featured</title>
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		<title>Loveparade: Der Tod und die Wahrheit &#8211; begraben unter einstürzenden Neu-Lügen-Bauten</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 21:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Barbara Streisand-Effekt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An&#8217;s Lügen hat man sich gewöhnt – als Beobachter der Loveparade-Vorkommnisse. Man wußte eigentlich auch immer schon, dass Politiker traditionell zum Lügen neigen. Sonst könnten sie es in ihrem Berufsalltag nicht so vielen Menschen recht machen, um dann gewählt zu werden.
Man hat sich in den paar Tagen also schon daran gewöhnt, dass eigentlich alle und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12732" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_adolf_sauerland_loveparade.gif"><img class="size-full wp-image-12732 " title="endoplast_adolf_sauerland_loveparade" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_adolf_sauerland_loveparade.gif" alt="Adolf Sauerland sieht sich nach der Loveparade einer Flut an Rücktrittsforderungen gegenüber." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Adolf Sauerland sieht sich nach der Loveparade einer Flut an Rücktrittsforderungen gegenüber.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>An&#8217;s Lügen hat man sich gewöhnt – als Beobachter der Loveparade-Vorkommnisse. <span id="more-12731"></span>Man wußte eigentlich auch immer schon, dass Politiker traditionell zum Lügen neigen. Sonst könnten sie es in ihrem Berufsalltag nicht so vielen Menschen recht machen, um dann gewählt zu werden.</strong></span></p>
<p>Man hat sich in den paar Tagen also schon daran gewöhnt, dass eigentlich alle und jeder verantwortlich sind. Zum Glück sind die Loveparade-Besucher selbst noch nicht Opfer der Beschuldigungen geworden. Einer schiebt es auf den anderen, aber eigentlich soll es ja nur eine Wahrheit geben, oder? Also ist vieles, was rund um die Loveparade zu hören ist, nichts als Lüge.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Zuschauerzahlen der Loveparade frei erfunden</strong></span><br />
Nun schreibt <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Teilnehmer-Zahlen-zur-Loveparade-waren-gefaelscht-id3317706.html">„Der Westen“,</a> auch die Zuschauerzahlen seien nur vorgespiegelt. Nicht nur bei der Duisburger Loveparade, angeblich auch bei allen anderen, auch bei denen in Berlin. Demnach habe der Veranstalter aus den für die Duisburger Loveparade maximal erwarteten 485.000 Besuchern 1,4 Millionen gemacht. Nach Polizeiangaben sollen es am vergangenen Samstag nur 300.000 gewesen sein. Alle Stadt-Verwaltungen – die in Dortmund, die in Essen und die in Duisburg – haben gewußt, dass der Veranstalter die realen Zahlen verdreifacht. Sie haben mitgespielt, um nicht selbst imagemäßig ins Hintertreffen zu geraten.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Beim Rücktritt: Finanzielle Einbußen für Oberbürgermeister Sauerland?</strong></span><br />
Eine weitere trügerische Wahrheit rankt sich nun um Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, dem alle Welt den Rücktritt nahelegt und der in einer RBB-Radiosendung vom FDP-Landtagsabgeordneten Horst Engel als <a href="http://www.welt.de/aktuell/article8713696/Adolf-Sauerland-der-Untote-aus-der-Stadtverwaltung.html">„Untoter in der Stadtverwaltung in Duisburg“</a> tituliert wurde. Es wird Sauerland unterstellt, er würde aus finanziellen Gründen nicht zurücktreten.<a href="http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=13466796.html"> „Bild.de“</a> schreibt, dass Sauerland bei einem Rücktritt sämtliche Pensionsansprüche verlieren würde, ebenso sein Ansprüche aus seiner vorherigen Tätigkeit als Lehrer. Von den monatlich 10.582,30 Euro zuzüglich Zulagen wäre der Fall also tief. Und das ohne die Zusatzeinkünfte von 16.100,00 Euro, die Sauerland für 2009 angegeben hatte und weitere Einkünfte aus insgesamt 50 Aufsichtsrat- und anderen Mandaten.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Alternative: Einfach abwählen lassen</strong></span><br />
Anders verhält es sich offensichtlich, sollte Sauerland abgewählt werden. Er hat eine Chance darauf, weil im Rat der Stadt Duisburg ein solches Ansinnen in Vorbereitung ist, sollte er nicht freiwillig zurücktreten wollen. Bis zu seinem 60 Lebensjahr erhielte er dann 71% seiner jetzigen monatlichen Bezüge. Danach eine herkömmliche Pension. <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Warum-tritt-Duisburgs-OB-Sauerland-nicht-zurueck-id3317820.html">„Der Westen“</a> meint aber zu wissen, dass Sauerlands Ansprüche aus seiner Zeit als Lehrer auch bei einem Rücktritt erhalten bleiben würden. Sauerland selbst hatte gesagt, er wolle dabeibleiben, um die Geschehnisse bei der Loveparade aufzuklären. Am Ende geht es aber vielleicht nur um das liebe Geld. Wieder ein Lügen-Gebäude?</p>
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		<title>Fotos aus Duisburg: Klagemauer und Trauerfeier der Loveparade</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 23:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Koschkat</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Schwierig zu sagen, was man tun soll, wenn eine Katastrophe stattgefunden hat, man aber nicht direkt betroffen ist. Man ist nicht gestorben, man ist nicht verletzt, aber – je nachdem: Trauer, Wut, Solidarität, Schweigen, Reden, Schuldzuweisungen, Rücktrittsforderungen, Todesdrohungen, Beschuldigungen, Verleugnungen und Verleumndungen, Feigheit, Verantwortung und Verantwortungs-Losigkeit hängen in der Luft und wechseln sich ab.

Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-12654" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski1.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski1" width="553" height="310" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schwierig zu sagen, was man tun soll, wenn eine Katastrophe stattgefunden <span id="more-12602"></span>hat, man aber nicht direkt betroffen ist. Man ist nicht gestorben, man ist nicht verletzt, aber – je nachdem: Trauer, Wut, Solidarität, Schweigen, Reden, Schuldzuweisungen, Rücktrittsforderungen, Todesdrohungen, Beschuldigungen, Verleugnungen und Verleumndungen, Feigheit, Verantwortung und Verantwortungs-Losigkeit hängen in der Luft und wechseln sich ab.</strong></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12655" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski2.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski2" width="553" height="984" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wenn man sich der Unterführung nähert,</strong></span> an der die Menschen bei der Loveparade gestorben sind, sieht man ein Meer an Kerzen, Kerzen, die Worte wie <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/25/was-geschah-auf-der-loveparade-der-bisherige-erkenntnisstand/">„Warum?“</a> bilden, Worte, die fordern, dass Adolf Sauerland, Duisburgs Ober-Bürgermeister, zurücktreten soll. Viele Wünschen sind an Boden und Wänden der Unterführung zu sehen, Geleitworte und weitere Forderungen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12656" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski3" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski3.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski3" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Inzwischen hat sich auf der Ebene der Verantwortung</strong></span> für das Loveparade-Debakel einiges aufgeklärt und das bereits ein paar Tage nach den Geschehnissen. Immerhin. Das, was die Vertreter der Stadt Duisburg und der Veranstalter in der Pressekonferenz <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/25/kulturhauptstadt-metropole-ruhr-und-die-loveparade-das-ganz-grose-rad-drehen-oder-am-rad-drehen/">nicht aufklären wollten,</a> haben die Medien inzwischen zu Tage gefördert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12657" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski4" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski4.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski4" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Nachdem auf der Loveparade Menschen zu Tode gekommen waren,</strong></span> hatte sich die hiesige Politik wohl darauf verständigt, am besten keinerlei Informationen nach außen dringen zu lassen und auf Zeit zu spielen, das heißt, darauf zu warten, bis die Staatsanwaltschaft den Fall durchleuchtet hat. Das kann aber dauern. Auch bei der Polizei war es offenbar erste Pflicht, alles belastende Material bis hin zu den Emails zu löschen, damit die Polizei kein Ungemach trifft. <a href="http://www.gulli.com/news/loveparade-vertuscht-die-bundespolizei-die-ermittlungen-2010-07-26">Dies war bei „Spiegel Online“ zu lesen.</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12658" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski5" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski5.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski5" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>In der darauffolgenden Zeit konnte man mit ansehen,</strong></span> wie eine Partei der anderen den schwarzen Peter zuschob. Der Veranstalter „Lopavent GmbH“ in Person von Rainer Schaller, machte die Polizei verantwortlich. Die Gewerkschaft der Polizei spielte den Ball an ihn zurück. Es war im Gespräch, dass Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der „Ruhr.2010 GmbH“, der Betreibergesellschaft des Projektes „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“, <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,981410">Druck auf die Stadtverwaltung Duisburg ausgeübt </a>habe, die Loveparade stattfinden zu lassen, was Pleitgen aber bestreitet.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12660" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski6" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski6.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski6" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Klar scheint Folgendes zu sein:</strong></span> Die Erlaubnis für den Betrieb der Loveparade lag erst am Samstag um 9 Uhr vor, also dem Tag, an dem die Loveparade stattfand. Die Nacht vorher wurde das Sicherheitskonzept immer noch kontrovers diskutiert und war bei Polizei und Feuerwehr umstritten. <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/28/loveparade-bilder-aus-duisburg-vom-ort-nach-der-katastrophe/">Durchgesetzt hat sich aber die sachfremde Politik.</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12661" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski7" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski7.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski7" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wußte frühzeitig davon,</strong></span> dass nicht nur der Zugang zum Gelände gefährdend für die Veranstaltung war. Demnach hat die Bauverwaltung die Stadt Duisburg darauf hingewiesen, dass es zu wenig Fluchtwege gebe. Der Sicherheits-Dezernent der Stadt Duisburg, Wolfgang Rabe, soll daraufhin Druck ausgeübt haben, weil der Oberbürgermeister die Veranstaltung unbedingt realisieren wollte. <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/28/loveparade-konsequenzen-demo-vor-dem-duisburger-rathaus/">Warum musste das sein?</a> Weil er durch die Kulturhauptstadt-Oberen unter Druck oder im Wort stand? Weil die Zeit zu schnell vorgerückt war und jetzt etwas entschieden werden mußte?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12664" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski8" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski8.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski8" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Es war zu hören, dass die Projekt-Gesellschaft der „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“</strong></span> Großveranstaltungen wie „Still-Leben Ruhrschnellweg“ oder eben die „Loveparade“ favorisiert, weil sie einen Besucherrekord für das Gesamtprojekt „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ aufstellen wollte. Die 9,7 Millionen Besucher, mit denen Liverpool 2008 einen Rekord aufgestellt hatte, wären dann zu knacken gewesen. <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/26/loveparade-gedicht-duisblut-als-killturhauptstadt-2010/">Um welchen Preis?</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12665" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski9" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski9.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski9" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Polizei und Feuerwehr sollen schon im Vorfeld</strong></span> anläßlich diverser Besprechungen und Workshops rechtzeitig ihre Bedenken geäußert haben. Auch der Polizei-Chef – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Cebin">Rolf Cebin</a> – hatte sich kritisch gegen den Veranstaltungsort gewandt. Er wurde jedoch pünktlich vor der Loveparade im Mai 2010 pensioniert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12666" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski10" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski10.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski10" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Bauaufsicht schließlich entband den Veranstalter</strong></span> sogar davon, die üblichen Fluchtweg-Breiten einhalten zu müssen. <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Chronik-einer-angekuendigten-Katastrophe-id3295212.html">Auch Feuerwehrpläne</a> mußten nicht mehr erarbeitet werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12668" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski11" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski11.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski11" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>„Der Westen“ schreibt, dass Jürgen Dressler,</strong></span> der Leiter des Baudezernates, auf einem Protokoll unter anderem handschriftlich notiert habe: „Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem ordentlichen Verwaltungshandeln und einer sachgerechten Projektstellung.“ <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Vorwuerfe-und-ein-Protokoll-des-Versagens-id3293961.html">Dressler hatte sich auch geweigert</a> an der so genannten Pressekonferenz nach dem Unglück teilzunehmen, weil er schon vor der Loveparade jede Verantwortung für die Sicherheits-Standards abgelehnt hatte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12669" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski12" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski12.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski12" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Katastrophe hat sich den Experten bereits im Vorfeld angedeutet,</strong></span> doch sie wurden entweder nicht gehört oder unter Druck gesetzt. Von Seiten des Veranstalters kamen laut des nordrheinwestfälischen Innenministeriums weitere <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1279878031639.shtml">Versäumnisse und die Nichteinhaltung des Sicherheitskonzeptes hinzu.</a> Es mag sein, dass am Tag der Loveparade weitere Versäumnisse zum Beispiel von Seiten der Polizei begangen wurden. Dies muß die Staatsanwaltschaft im Detail klären.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12670" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski13" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski13.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski13" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Hauptursache dafür, dass Menschen starben und verletzt wurden,</strong></span> lag aber darin, dass die gängigen Sicherheitsbestimmungen von <a href="http://www.jurablogs.com/thema/love-parade/3">Politik und Verwaltung </a>in Duisburg auf höchster Ebene ausgehebelt wurden. Neben Oberbürgermeister Adolf Sauerland trägt hier Sicherheitsdezernent Wolfgang Rabe die Verantwortung.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12672" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski14" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski14.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski14" width="553" height="312" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>In rechtlich weitreichender Hinsicht</strong></span> trägt aber grundsätzlich immer der Veranstalter das Risiko und ist auch für Details wie die Zuwege und die Organisation verantwortlich zu machen. <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/duisburg-und-die-loveparade-das-riskante-spiel-um-ein-besseres-image-1.980190">Schwierig einzuschätzen ist,</a> wie weit die Verantwortung des Veranstalters reicht, wenn ihn die Verwaltung von Rechtsvorschriften wie der eigentlich vorgeschriebenen Breite der Zugänge entbindet. Er hatte dafür eine Sondergenehmigung erhalten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12673" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski15" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski15.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski15" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die ermittelnde Staatsanwaltschaft, die viele Akten und Filmmaterial</strong></span> von mehreren Kameras auszuwerten hat, wird am Ende wahrscheinlich zu einem differenzierten Bild der Geschehnisse beitragen können. Es steht zu vermuten, dass auf den Veranstalter, die „Lopavent GmbH“, noch einiges zukommen wird. <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/der-loveparade-chef-und-das-spiel-mit-dem-risiko-436608/">Die Loveparade ist mit 7,5 Millionen Euro</a> über eine Veranstaltungs-Haftpflicht versichert. Ob das reichen wird?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12674" title="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski16" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski16.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauerfeier_wasselowski16" width="553" height="984" /></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F29%2Ffotos-aus-duisburg-klagemauer-und-trauerfeier-der-loveparade%2F&amp;linkname=Fotos%20aus%20Duisburg%3A%20Klagemauer%20und%20Trauerfeier%20der%20Loveparade"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Loveparade: Bilder aus Duisburg vom Ort nach der Katastrophe</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 19:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kennt aus den Medien die Nachrichten von KriegsGebieten, in denen Hochzeits-Gesellschaften beschossen und von Soldaten ganz oder zum Teil getötet wurden, oder von Diskotheken, in denen eine Bombe hoch gegangen ist. Immer dann, wenn Menschen feiern und dabei zu Tode kommen, hinterläßt das besonders tiefe Spuren.
Den Ort, an dem anlässlich der Loveparade 21 Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12618" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski6.jpg"><img class="size-full wp-image-12618 " title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski6" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski6.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski6" width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Dance or Die&quot;, ein Aufkleber auf dem Asphalt in der Unterführung wirkt inzwischen mehr als makaber.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Man kennt aus den Medien die Nachrichten von KriegsGebieten, in denen Hochzeits-Gesellschaften <span id="more-12616"></span>beschossen und von Soldaten ganz oder zum Teil getötet wurden, oder von Diskotheken, in denen eine Bombe hoch gegangen ist. Immer dann, wenn Menschen feiern und dabei zu Tode kommen, hinterläßt das besonders tiefe Spuren.</strong></span></p>
<div id="attachment_12619" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12619" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski1.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski1" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Dunkel, niedrig, beklemmend: Der Tunnel zum Loveparade-Gelände ist nichts für Klaustrophobiker. Nicht auszudenken, wie sich die Leute am Tag der Loveparade darin gefühlt haben.</p></div>
<p>Den Ort, an dem anlässlich der Loveparade 21 Menschen zu Tode kamen und über 500 verletzt wurden, kann man nicht mehr neutral ansehen. Was hier geschehen ist, scheint vielen immer noch unvorstellbar. Man wollte feiern, dann kam der Tod.</p>
<div id="attachment_12620" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12620" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski2.jpg" alt="Das Szenario in der Unterführung wirkt gespenstisch." width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Das Szenario in der Unterführung wirkt gespenstisch.</p></div>
<p>Deshalb kehren sie hierhin zurück, zur Unterführung, die der Zugang zum Veranstaltungsgelände war. Sie sprechen mit anderen Besuchern, versuchen das Unfassbare zu verstehen. Das ist schwierig.</p>
<div id="attachment_12621" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12621" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski3" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski3.jpg" alt="jv.jh" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Im Tunnel sieht man fast zu gleichen Teilen Medienleute und &quot;normale&quot; Besucher.</p></div>
<p>Viele haben Kameras mit, fotografieren, was zu sehen ist, vor allem die vielen Kerzen und Beileidsbekundungen – aufgehängt, angeklebt, laminiert oder  in Kunststoff-Hüllen einfach irgendwo hingelegt.</p>
<div id="attachment_12622" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12622" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski4" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski4.jpg" alt="Ein seltsamer, gekräuselter Wegweiser. War der schon vorher da?" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Ein seltsamer, gekräuselter Wegweiser. War der schon vorher da?</p></div>
<p>Manche sehen traurig aus, die meisten ernst. Viele kommen auch nur, um zu sehen. Aus Neugierde. Man sieht ihnen teils das schlechte Gewissen an. Andere haben einen verunsichert-suchenden Ausdruck im Gesicht. Sie wissen nicht genau, was sie suchen sollen.</p>
<div id="attachment_12623" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12623" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski5" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski5.jpg" alt="&quot;Straße der Erinnerung&quot; - in Duisburg wird man noch einige Zeit verhaltener feiern als vorher." width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">&quot;Straße der Erinnerung&quot; - in Duisburg wird man noch einige Zeit verhaltener feiern als vorher.</p></div>
<p>Der Moment, in dem die Panik ausgebrochen ist und viele Menschen hingefallen oder gegen Wände gedrückt wurden, wird nur ganz kurz gedauert haben. Es wären verschiedene Möglichkeiten dagewesen, um zu flüchten. Aber wenn Panik ausbricht, ist alles zu spät.</p>
<div id="attachment_12625" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12625" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski7" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski7.jpg" alt="Nach den Seiten gab es zwischen den Unterführungsteilen diese Böschungen." width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Nach den Seiten gab es zwischen den Unterführungsteilen diese Böschungen.</p></div>
<p>Der Ort des Geschehens wirkt kahl, industriell. Er hat eine gewisse Kargheit. Gekoppelt mit den Geschehnissen, die am Samstag zu den schrecklichen Geschehnissen geführt haben, hat er etwas Endzeitmäßiges.</p>
<div id="attachment_12626" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12626" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski8" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski8.jpg" alt="nbv,nb" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Oben, an der Unterführung: Die Geländer wirken wie Karikaturen. Aber da oben sollte ja auch niemand drauf.</p></div>
<p>Im Tunnel stehen jetzt hunderte, vielleicht tausende, Kerzen. Die Atmosphäre ist kirchlich-religiös angehaucht. In dem Maße, in dem an die toten und verletzten Menschen erinnert wird, in dem Maße wird auch an das Unrecht erinnert – und gibt der Angelegenheit politische Ausmaße.</p>
<div id="attachment_12627" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12627" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski9" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski9.jpg" alt="mnbmn" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Nur für &quot;Befugte?&quot; Wer war denn bei der Loveparade befugt?</p></div>
<p>Normale deutsche Hinweis-Schilder wirken im neuen Zusammenhang surrealistisch. Sie erinnern gleichzeitig an die typisch deutsche Behörde – was wieder zum politischen Zusammenhang um die Ereignisse rund um die Loveparade passt.</p>
<div id="attachment_12628" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12628" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski10" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski10.jpg" alt=",jhv,jhv" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Auch dieses Schild wirkt inzwischen mehr symbolisch als aus dem tatsächlichen Leben gegriffen.</p></div>
<p>Unfallgefahr? Wenn die Politik auf die Einwände im Vorfeld der Veranstaltung gehört hätte, wäre niemand zu Tode gekommen.</p>
<div id="attachment_12630" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12630" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski11" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski111.jpg" alt="g,n v,n n" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Vom Zugang zum Loveparadegelände runter zu den Unterführungen fotografiert.</p></div>
<p>Ein Ort des Gedenkens: Der Andrang in der Unterführung ist teilweise sehr groß. Man fühlt sich dadurch daran erinnert, wie es vielleicht war am Tag der Deathparade.</p>
<div id="attachment_12632" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12632" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski12" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski12.jpg" alt="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski12" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">So sieht der Zugang zum Gelände aus. Er ist zugestellt aber die Leute haben die Gitter etwas auseinandergeschoben.</p></div>
<p>Die Decke der Unterführung ist sehr niedrig und gebogen. Sie reflektiert jedes Geräusch mit viel Hall. Sie soll 16 Meter breit und etwa 120 Meter lang sein. Hier draußen ist der Himmel am Montag danach offen und hell. Es regnet.</p>
<div id="attachment_12633" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12633" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski13" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski13.jpg" alt="jbv mnb" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Die Leute stehen herum und gucken und manchmal sehen sie so aus, als wüßten sie nicht, was sie denken sollen.</p></div>
<p>Die Loveparade-Besucher kamen von beiden Seiten der Unterführung und gingen eine Rampe hoch, die hier oben und unten zu sehen ist.</p>
<div id="attachment_12634" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12634" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski14" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski14.jpg" alt="Dieser kurze Weg hat am vergangenen Samstag für viele Loveparade-Besucher eine Ewigkeit gedauert." width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Dieser kurze Weg hat am vergangenen Samstag für viele Loveparade-Besucher eine Ewigkeit gedauert.</p></div>
<p>Niemand hat sich getraut, die letzte Absperrung zur Seite zu schieben und hoch auf das Gelände zu gehen. Noch wirkt das wie ein Tabu.</p>
<div id="attachment_12635" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12635" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski15" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski15.jpg" alt="An einer Stelle, am Anfang des Aufgangs zum Festivalgelände sieht man makabere Überbleibsel." width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">An einer Stelle, am Anfang des Aufgangs zum Festivalgelände, sieht man makabere Überbleibsel.</p></div>
<p>Das, was die HIlfskräfte und Sanitäter zurückgelassen haben, ist von mehreren Seiten mehr zufällig eingezäunt, weil die Menschen die Zäune weggeschoben haben. Wäre es nicht so schrecklich, man könnte es für eine Kunstinstallation halten.</p>
<div id="attachment_12637" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12637" title="endoplast_loveparade_trauer_wasselowski16" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_trauer_wasselowski16.jpg" alt=",nb,nb bn" width="553" height="310" /><p class="wp-caption-text">Reste des Todeskampfes: Spritzen, Sanitäterhandschuhe, Atemmasken, Tücher, Verpackungen.</p></div>
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		</item>
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		<title>Loveparade-Konsequenzen: Demo vor dem Duisburger Rathaus</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/07/28/loveparade-konsequenzen-demo-vor-dem-duisburger-rathaus/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wunde]]></category>

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		<description><![CDATA[
Morgen, am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 um 10 Uhr findet vor dem Duisburger Rathaus eine Demonstration statt. Damit soll ein weiteres Signal in Richtung Stattverwaltung gesetzt werden. Zwei Tage später findet ein Trauerzug statt.
Die Demonstrierenden wollen, dass Adolf Sauerland, Duisburgs Oberbürgermeister und von vielen Teilnehmern als Hauptverantwortlicher für die schlechte Planung und die unzureichenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_demo_wasselowski3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-12608" title="endoplast_loveparade_demo_wasselowski3" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_demo_wasselowski3.jpg" alt="endoplast_loveparade_demo_wasselowski3" width="553" height="310" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><span id="loc">Morgen,</span> am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 um 10 Uhr findet vor dem Duisburger Rathaus<span id="more-12606"></span> eine Demonstration statt. Damit soll ein weiteres Signal in Richtung Stattverwaltung gesetzt werden. Zwei Tage später findet ein Trauerzug statt.</strong></span></p>
<p>Die Demonstrierenden wollen, dass Adolf Sauerland, Duisburgs Oberbürgermeister und von vielen Teilnehmern als Hauptverantwortlicher für die schlechte Planung und die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich gemacht, zurücktritt. Der wehrt sich noch mit Händen und Füßen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12609" title="endoplast_loveparade_demo_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_demo_wasselowski2.jpg" alt="endoplast_loveparade_demo_wasselowski2" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Samstag: </strong></span><span style="color: #993366;"><strong>Der Trauerzug vom Bahnhof zum Unglücksort</strong></span><br />
Um 16.30 Uhr beginnt am kommenden Samstag, dem 31. Juli 2010, am Haupt-Bahnhof ein Trauerzug. Es geht zur Unglücksstelle, wo eine  Schweigeminute eingelegt wird. Die schrecklichen Ereignisse um die Loveparade mit inzwischen 21 Toten und über 500 Verletzten hat in Duisburg zu einer Politisierung geführt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12610" title="endoplast_loveparade_demo_wasselowski1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_demo_wasselowski1.jpg" alt="endoplast_loveparade_demo_wasselowski1" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Eine lebendige Gedenkstätte</strong></span><br />
Die Unterführung, in der sich die Loveparade-Besucher katastrophal gestaut hatten, ist zu einer Gedenkstätte im Spannungsfeld zwischen Glaube und religiösen Botschaften auf der einen Seite und knallharten politischen Statements geworden.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F28%2Floveparade-konsequenzen-demo-vor-dem-duisburger-rathaus%2F&amp;linkname=Loveparade-Konsequenzen%3A%20Demo%20vor%20dem%20Duisburger%20Rathaus"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Loveparade-Gedicht: Duisblut als Killturhauptstadt 2010</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/07/26/loveparade-gedicht-duisblut-als-killturhauptstadt-2010/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2010/07/26/loveparade-gedicht-duisblut-als-killturhauptstadt-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 11:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nelly Kratt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Irrsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wunde]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Schönste, das man kriegen kann
Fordert seinen Preis so dann
Das Image einer Stadt, errichtet auf Gebeinen
Kann kaum erstrebenswert erscheinen
Es geht um‘s große Geld
Bekannt zu sein auf dieser Welt
Schön und schnell und hoch und weit
Aber auch gescheit?
Jetzt liegen äußerst klar
Leichen, wo vorher Leben war
Niemand will‘s gewesen sein
Vielleicht waren sie’s allein?
Die Politik trägt keine Schuld?
Das raubt mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_duisblut_wasselowki.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-12576" title="endoplast_duisblut_wasselowki" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_duisblut_wasselowki.gif" alt="endoplast_duisblut_wasselowki" width="553" height="312" /></a></p>
<p>Das Schönste, das man kriegen kann<br />
Fordert seinen Preis so dann<br />
Das Image einer Stadt, errichtet auf Gebeinen<span id="more-12557"></span><br />
Kann kaum erstrebenswert erscheinen</p>
<p>Es geht um‘s große Geld<br />
Bekannt zu sein auf dieser Welt<br />
Schön und schnell und hoch und weit<br />
Aber auch gescheit?</p>
<p>Jetzt liegen äußerst klar<br />
Leichen, wo vorher Leben war<br />
Niemand will‘s gewesen sein<br />
Vielleicht waren sie’s allein?</p>
<p>Die Politik trägt keine Schuld?<br />
Das raubt mir die Geduld<br />
Die Raver sind vom Tod geschunden<br />
Welche Zeit heilt solche Wunden?</p>
<p>Anstatt Dummes zu verlesen<br />
Anstatt zu sagen „Ich bin es nicht gewesen!“<br />
Sollten sie die toten Menschen seh‘n<br />
Und zum eignen Hochmut steh‘n</p>
<p>In der Stadt an Rhein und Ruhr<br />
Bleibt von Wahrheit keine Spur<br />
Früher wohnte hier der Mut<br />
Jetzt wate ich durch Duisburgs Blut</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12577" title="endoplast_killturhauptstadt_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_killturhauptstadt_wasselowski.gif" alt="endoplast_killturhauptstadt_wasselowski" width="553" height="556" /></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F26%2Floveparade-gedicht-duisblut-als-killturhauptstadt-2010%2F&amp;linkname=Loveparade-Gedicht%3A%20Duisblut%20als%20Killturhauptstadt%202010"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kulturhauptstadt Metropole Ruhr und die Loveparade: Das ganz große Rad drehen oder am Rad drehen?</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/07/25/kulturhauptstadt-metropole-ruhr-und-die-loveparade-das-ganz-grose-rad-drehen-oder-am-rad-drehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 02:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Image]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt2010]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnwitz]]></category>

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		<description><![CDATA[
Aus Minderwertigkeits-Komplexen entstehen manchmal Arroganz und Trotz. Der Begriff der „Metropole Ruhr“, die keine Metropole ist, ist so eine politische Trotz-Reaktion. Worauf? Darauf, dass das Ruhrgebiet ist wie es ist: Eine Ansammlung von vielen Menschen, von provinziellen Städten, ein so genannter „Ballungsraum“. Aber kein Paris und kein London – zwei Großräume mit denen sich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-12495" title="1endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/1endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="1endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Aus Minderwertigkeits-Komplexen entstehen manchmal Arroganz<span id="more-12487"></span> und Trotz. Der Begriff der „Metropole Ruhr“, die keine Metropole ist, ist so eine politische Trotz-Reaktion. Worauf? Darauf, dass das Ruhrgebiet ist wie es ist: Eine Ansammlung von vielen Menschen, von provinziellen Städten, ein so genannter „Ballungsraum“. Aber kein Paris und kein London – zwei Großräume mit denen sich das Ruhrgebiet aber gerne vergleicht.</strong></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12496" title="2endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/2endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="2endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Ein andere Wort für „Metropole“ wäre „Weltstadt“.</strong></span><br />
Dies bezieht sich darauf, dass eine Stadt das Zentrum ihrer Region ist. Auf die Verhältnisse der so genannten „Metropole Ruhr“ gemünzt würde das bedeuten, dass das Ruhrgebiet politisch, wirtschaftlich und kulturell der Mittelpunkt von Nordrheinwestfalen oder der Bundesrepublik sein müßte. Ist es das? Nein. Die einzige Stadt, die sich in Deutschland eventuell Metropole nennen dürfte, wäre Berlin. Dabei ist das Ruhrgebiet noch nicht einmal eine Stadt, oder noch niederschwelliger argumentiert, hier ist man erst in den Anfängen auch politisch – ohne Zweckbindung – mit einer Zunge zu sprechen. Jede größere Stadt ist im Zweifelsfall Konkurrentin der anderen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12497" title="3endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/3endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="3endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Auch die „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ will ein großes Rad drehen.</strong></span><br />
Ist es ein Hamsterrad? Oder ein imaginietrtes Rad der Nachhaltigkeit? Weder noch. Klar: Beide – die „Metropole Ruhr“ als Marketing-Name für eine Region und die „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ als Marketingname für einen Kulturraum &#8211; wollen das Perpetuum Mobile, etwas, das angeschoben wird und dann aus eigener Kraft weiterläuft. Der Physiker weiß: Das geht nicht ohne Energiezuführung von außen. Der Marketingexperte müßte das auch wissen, da er aber kein Naturwissenschaftler ist, ist er dem Exakten nicht so verhaftet. Er sagt dann einfach, das doch eher provinzielle Ruhrgebiet sei eine Metropole, um es aufzuwerten. Und die „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ schiebt auch eher das ganz große Rad an, läßt die A40 sperren, schreibt auch bei der Loveparade: „Wenn das geht, geht alles“, holt also mit der „Loveparade“ eine Metropolenveranstaltung in die Ruhrprovinz ohne ein Konzept zu realisieren, das adaptiv den hiesigen Gegebenheiten Rechnung trägt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12498" title="4endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/4endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="4endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Dazu nur ein städtebaulicher Aspekt:</strong></span><br />
Ist man das erste Mal in New York, fällt etwas auf: Die Häuser sind riesig, und zwar eigentlich fast alle, sie wirken geradezu aufeinandergestapelt, man fasst es nicht und dementsprechend breit sind auch die Straßen. Guckt man sich die Champs-Élysées in Paris an, oder die Hauptverkehrsadrern der Innenstadt von Rom, dann merkt man: diese Straßen sind so breit, dass man von einem Bürgersteig kaum zum nächsten blicken kann. Solche Straßen kenne ich nicht aus München, nicht aus Frankfurt oder Hamburg, solche Straßen gibt es nur in der Berliner Innenstadt. Das ist keine besondere Weisheit, es ist nur augenfällig. Diese Straßen lassen auch eine Ruhrgebietsautobahn wie die A40 als als eber schmalspurig erscheinen.</p>
<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/5endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-12499" title="5endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/5endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="5endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></a></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das heißt: Für 1-2 Millionen erwarteter Besucher muß man Vorkehrungen treffen.</strong></span><br />
Man kann sie nicht einfach so herumlaufen lassen, bis sie in die Falle laufen. Zweimal schon war die Loveparade im Ruhrgebiet, 2007 in Essen, 2008 in Dortmund. Gelsenkirchen soll im nächsten Jahr der Veranstaltungsort werden. Weitere zwei Jahre sind im Ruhrgebiet projektiert. Die Dortmunder Loveparade hat viele logistische Fragen aufgeworfen, deren Antworten auch in Duisburg weitergeholfen hätten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12500" title="6endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/6endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="6endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wieviel Menschen passen auf die Fläche?</strong></span><br />
Wobei die Loveparade in Duisburg nicht innerstädtisch abgelaufen ist sondern zum ersten Mal auf einem externen Gelände, dem ehemaligen Güterbahnhof. Die Fläche darauf, die für die Loveparade vorgesehen war, fasst offiziellen Angaben zufolge 500.000 Menschen. Ich habe aber auch gehört, dass sie eigentlich für weniger Besucher gedacht gewesen wäre und dass weit mehr als die 500.000 auf dem Gelände waren – obwohl die Veranstalter schon im Vorfeld eine Million Besucher prognostiziert hatten. Es kamen aber wohl erheblich mehr, ähnlich wie in den Jahren zuvor (1,2 Mio. in Essen, 1,6 Mio. in Dortmund).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12501" title="7endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/7endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="7endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Hier deutet sich schon ein Zielkonflikt an:</strong></span><br />
Klar war, dass das Gelände nicht die Besucher fassen würde, die kommen würden. Klar war auch, dass zum Beispiel ein innerstädtischer Umzug aus Platzgründen nicht möglich war. So mußten die Trucks auf dem Gelände umherfahren. Schon Berlin hat sich um die Loveparade nicht mehr gerissen, weil der einstmals schöne Event für immer mehr Negativschlagzeilen gesorgt hatte, Müll-Lawinen und organisatorisch schwer zu beherrschende Menschenmassen seien hier nur als Stichworte genannt. Mit welchem Konzept und mit welcher Arroganz hat nun Duisburg diesen Event an Land gezogen? Müssen erst Menschen sterben, damit die eigene Leistungsfähigkeit realistisch beurteilt wird?</p>
<p><span style="color: #993366;"><img class="alignnone size-full wp-image-12502" title="8endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/8endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="8endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Verprellte Loveparadeler</strong></span><br />
Selbst Leute, die früh angereist waren, liefen am Duisburger Hauptbahnhof angekommen, nur noch vor Sperren. Ein beträchtlicher Teil der Angereisten hat das Gelände der Loveparade nie betreten können. Wegen schlechter Planung.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12503" title="9endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/9endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="9endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Etwa 17 Uhr in Duisburg ankommend: Ein Kurzbericht.<br />
</span> </strong>Ich gehe die Treppe vom Bahnsteig die einzige Treppe hinunter, die freigegeben ist. Die andere ist mit Polizeisperren zugestellt. Unten ein großes Schild mit der Aufschrift „Loveparade“ und einem Pfeil nach Rechts. Alle gehen also nach rechts. Dort steht eine Polizeisperre. Niemand darf durch. Also die andere Richtung. Ein Umweg, der letztlich wieder nach rechts in Richtung Silberpalais führt. Ab da keinerlei Beschilderung. Ich frage, wo es weiter geht. Ein Polizist sagt „weiter geradeaus“, dass es aber keinen Sinn hätte weiterzugehen, weil „seit mehreren Stunden“ alles abgesperrt sei. Stimmt. Ich warte, gehe irgendwaqnn wieder zurück, will in den Bahnhof. Der ist aber auch gesperrt. Manch einer reagiert aggressiv: zu viele Menschen, es ist eng, man kann sich nicht so bewegen, wie man will. Einer vor mir hält es nicht aus, wirftt sich, mehrfach angerempelt mit seinem ganzen Körpergewicht für einen Augenblick nach hinten, stößt damit wieder andere Menschen an. Für eine Zehntelsekunde sieht man Panik in den Augen der Leute. Und es ist verdammt eng. Wenn einer ausrastet, reagieren die anderen nur. Wer solche Veranstaltungen organisiert, weiß das. Wer solche Veranstaltungen auf den vergleichsweise engen Straßen des Ruhrgebiets organisiert, muß also doppelt auf der Hut sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12504" title="10endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/10endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="10endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Später, im Zug nach Hause, viele Enttäuschte.</strong></span><br />
Der eine sagt: „Das muß ich erstmal verkraften“ und meint damit die Todesopfer. Andere erzählen von Aggressionen unter den Besuchern auf dem Gelände der Loveparade, wieder andere davon, dass sie hin- und hergeschickt wurden, dass die eine Sicherheitskraft sagt „Da könnt ihr lang“ und dort angekommen eine andere sagt „Hier geht nichts mehr, hier kann keiner durch“. Viele haben von der Loveparade nichts mitbekommen, sind frustiert. Ein übriges tut der Schatten der Katastrophe, er nun über der Veranstaltung liegt. Einer spricht von 300 Verletzten wird von jemand anderem auf „über 100“ nach unten korrigiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12506" title="11endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/11endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="11endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Man denkt an die Veranstaltung „Still-Leben Ruhrschnellweg“ von vor ein paar Tagen.</strong></span><br />
Auch da kamen mehr Menschen als gedacht, allerdings verteilt auf die Autobahnlänge von 60 Kilometern. Da ging alles gut, trotz Millionen Menschen, die Sanitäter konnten Däumchen drehen. Bei der Loveparade sind auf der gesperrten A59 gleich einige Rettungs-Hubschrauber gelandet. Das sah aus wie im Krieg, jedenfalls wie bei einer regelrechten Katastrophe.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12507" title="12endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/12endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="12endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Image-Gewinn, Image-Verlust.</strong></span><br />
Beim „Still-Leben Ruhrschnellweg“ waren – wir berichteten &#8211; Transparente der „Kulturhauptstadt Ruhr2010“ gespannt. Darauf stand: „„Wo das geht, geht alles“. 15 Tote, zig Verletzte: „Wo das geht, geht alles?“ ist man nun geneigt zu polemisieren. Die Stadt Duisburg und damit auch das Ruhrgebiet haben sich eine Veranstaltung eingekauft, die einen Imagegewinn bringen sollte. Es war aber augenfällig, dass hier das Chaos noch nicht einmal verwaltet geschweige denn beherrscht worden war. Die Quittung sind letztlich viele Tote und Verletzte, die gokommen waren, um zu feiern. In einem Kommentar heute auf eine Veröffentlichung zu den Ereignissen hieß es: „Die Spaßgesellschaft will weiter feiern, wir verkraften 15-20 Tote mit einem Hüftschwung.“ Sehr falsche Einschätzung, würde ich sagen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12509" title="13endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/13endoplast_loveparade2010_wasselowski1.jpg" alt="13endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das Ruhrgebiet: Die Anti-Metropole.</strong></span><br />
Das Ruhrgebiet jedenfalls ist mit diesem Großereignis, mit dem es nochmal für Furore sorgen wollte, in einen PR-GAU getappt, weil Duisburg seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Andererseits sollten sich jetzt Diskussionen anschließen, welcher Event wie in eine Ruhrgebiets-Stadt passt. Das Ruhrgebiet ist keine Metropole, es ist ein Konglomerat kleinerer und ein paar größerer Städte, die sich auf keinen Fall mit den Großräumen London oder Paris messen sollten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12510" title="14endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/14endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="14endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die wirklichen Metropolen und ihre Zahlen.</strong></span><br />
In London im weiteren Sinne leben weit über 8 Millionen Einwohner (2001), im weiteren Einzugsgebiet, der Metropolregion, insgesamt ca. 14 Millionen Menschen, in der von Paris 12 Millionen, im Ruhrgebiet nur etwas über 5 Millionen Einwohner &#8211; mit abnehmender Tendenz. Da wäre Demut angesagt. Klar muß man sich vermarkten, wenn man sich aber zu sehr von der Realität entfernt, glaubt das keiner mehr – außer vielleicht man selbst, weil man es sich jahrelang eingeredet hat. Im weitesten Sinne hat dieses Großmannsdenken dazu geführt, dass die Loveparade ins Ruhrgebiet kam.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12511" title="15endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/15endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="15endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Avenue des Champs-Élysées in Paris ist 70 Meter breit.</strong></span><br />
Im Ruhrgebiet sind die Straßen eher 70 Meter lang. Dem sollte man Rechnung tragen. Damit man seriös bewältigen kann, was man sich auf die Schultern packt. Für „Still-Leben Ruhrschnellweg“ wurde ein Jahr lang geplant, organisiert und geprobt. Wie lange war die Vorbereitung für die Duisburger Loveparade? Und wann kultiviert das Ruhrgebiet seine Stärken anstatt seines Größenwahns? Wann steht es zu der Kultur, die hier im kleinen erstaunliche Blüten treibt, die der „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ aber bisher ziemlich schnuppe sind angesicht dimensionssprengender Events wie der Loveparade.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12514" title="16endoplast_loveparade2010_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/16endoplast_loveparade2010_wasselowski.jpg" alt="16endoplast_loveparade2010_wasselowski" width="553" height="310" /></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F25%2Fkulturhauptstadt-metropole-ruhr-und-die-loveparade-das-ganz-grose-rad-drehen-oder-am-rad-drehen%2F&amp;linkname=Kulturhauptstadt%20Metropole%20Ruhr%20und%20die%20Loveparade%3A%20Das%20ganz%20gro%C3%9Fe%20Rad%20drehen%20oder%20am%20Rad%20drehen%3F"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Loveparade &#8211; Deathparade</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/07/24/loveparade-deathparade/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 18:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Manchmal fehlen die Worte und man ist froh, dass es andere gibt, die sagen, was zu sagen ist und man es selbst nicht tun muss. Auch endoplast wollte von der Loveparade 2010 in Duisburg berichten und Selbstfotografiertes beisteuern. Als daheim Gebliebene hoffe ich nun nur, dass unserem Endoplast-Berichterstatter nichts passiert ist. Einen persönlichen Kontakt gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_fliehe.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-12469" title="endoplast_loveparade_fliehe" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_loveparade_fliehe.gif" alt="endoplast_loveparade_fliehe" width="553" height="312" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Manchmal fehlen die Worte und man ist froh, dass es andere gibt, die sagen, was zu sagen ist und man es selbst nicht tun muss.</strong></span><span id="more-12468"></span> Auch endoplast wollte von der <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/25/kulturhauptstadt-metropole-ruhr-und-die-loveparade-das-ganz-grose-rad-drehen-oder-am-rad-drehen/">Loveparade 2010</a> in Duisburg berichten und Selbstfotografiertes beisteuern. Als daheim Gebliebene hoffe ich nun nur, dass unserem Endoplast-Berichterstatter nichts passiert ist. Einen persönlichen Kontakt gibt es nicht, da er sein Handy nicht mitgenommen hat&#8230;</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/">Hier</a>, <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708332,00.html">hier</a> und <a href="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Tote-und-Chaos-bei-der-Loveparade_aid_885642.html">hier</a> die Links, die alles sagen.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F24%2Floveparade-deathparade%2F&amp;linkname=Loveparade%20%26%238211%3B%20Deathparade"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Moon &#8211; auf der einsamen Seite des Mondes</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 21:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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Diese Kritik kommt im Grunde eine Woche zu spät, da „Moon“ schon letzte Woche angelaufen ist. Das passt aber wiederum zum Film, denn der kommt auch zu spät, nämlich ein ganzes Jahr nachdem der Rest der Welt ihn schon als DVD im Regal stehen hat. Tja, die Wege der deutschen Verleiher sind unergründlich, seien wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">
<div class="mceTemp">
<dl>
<dt><img class="size-full wp-image-12439" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_moon1.gif" alt="Der Mann im Mond." width="553" height="710" /></dt>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left"><span style="color: #ff0000"><strong>Diese Kritik kommt im Grunde eine Woche zu spät, da „Moon“ schon letzte Woche angelaufen ist. Das passt aber wiederum zum Film, <span id="more-12323"></span>denn der kommt auch zu spät, nämlich ein ganzes Jahr nachdem der Rest der Welt ihn schon als DVD im Regal stehen hat. Tja, die Wege der deutschen Verleiher sind unergründlich, seien wir lieber froh, dass der Film doch noch seinen Weg auf die Leinwand findet.</strong></span></p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #000000"><span style="color: #993366"><strong>Sam Bell ist seit fast drei Jahren der einzige menschliche Bewohner</strong></span> einer Mondstation, deren Aufgabe es ist, das sogenannte Helium-3 abzubauen, ein Wunderstoff,  mit dem man in der Zukunft sämtliche Energieprobleme gelöst hat. Da das weitgehend automatisiert vor sich geht, hat Sam nicht viel mehr zu tun als immer wieder mal nach dem Rechten zu sehen: Die drei Jahre sind ihm entsprechend lang vorgekommen – trotz des Computers „Gertie“ der als Sams Ansprechpartner agiert.</span></p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Die Aussicht auf das Ende der Einsamkeit und das Wiedersehen</strong></span> mit seiner Familie lässt ihn ungeduldig die Ablösung erwarten, die in zwei Wochen eintreffen soll. Aber dann hat er während eines Routine-Kontrollgangs mit seinem Mondbuggy einen Unfall – und wacht wieder in der Station auf, ohne Erinnerung wie er zurück gekommen ist. Gegen den Rat seines Computers fährt er noch mal zur Unfallstelle – und findet am Steuer des havarierten Fahrzeugs sich selbst, noch immer bewusstlos über dem Steuer zusammengesunken.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>„Moon“ ist das Regiedebüt des Briten Duncan Jones,</strong></span> und wenn  wir jetzt kurz erwähnen  dass er der Sohn von David Bowie ist, dann reicht das für heute auch schon mit dem Gossip.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Verkneifen wir uns lieber Wortspiele wie,</strong></span> dass der Ziggy ihm wohl den Stardust in die Wiege gelegt hat – obwohl man durchaus darauf kommen könnte, so gekonnt und geschmackvoll wie er sich durch die Geschichte des SF-Films zitiert. Die britische Independent-Produktion mit einem geradezu lachhaften Budget von 5 Mio. Dollar könnte man als so etwas wie die Anti-These zu den sonst im Genre üblichen Reizüberflutungen bezeichnen: Statt bunten Schlachtengemälden zeigt er ein Kammerspiel in klinisch weißen Gängen, statt Haudrauf-Dramaturgie von guten gegen böse Stereotypen, ein  versonnenes Verwirrspiel mit einem überragenden Sam Rockwell in einer Doppelrolle im Zentrum.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Dabei ist an „Moon“ wenig wirklich neu.</strong></span> Tatsächlich ist er mit Zitaten und Querverweisen geradezu vollgestopft, dabei zeigt sich aber, dass Jones nicht nur ein Kenner, sondern auch ein Liebhaber des Genres ist. Denn er orientiert sich vor allem an Filmen von zwischen den späten 60ern bis frühen 80ern, der Hochzeit des Genres. Überdeutlich ist der Einfluss von „2001“  zu sehen, aber auch „Alien“,  „Lautlos im Weltraum“ „Solaris“ oder „Outland“ haben ihre Marken hinterlassen.  Dass das nicht in plumpen Plagiarismus ausartet, liegt vor allem daran, dass der Film nicht versucht seine Vorbilder zu verheimlichen sondern sie immer wieder mit einem Augenzwinkern präsentiert. Vor allem der von Kevin Spacey gesprochene Computer „Gertie“,  ein tiefenentspannter Nachfahre von HAL 9000,  ist hierfür ein Paradebeispiel: In seiner säuselnden Fürsorge für Sam schwingt immer eine gewisse Ambivalenz mit, die hellhörig werden lässt. Das geübte SF-Publikum weiß: Computer, die so freundlich sind, führen immer etwas im Schilde. Man wartet also darauf, dass das diffuse Gefühl der Bedrohung aufgelöst wird, während sich der Regisseur ins Fäustchen lacht.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Eine Erklärung der seltsamen Vorkommnisse in der Station</strong></span> kommt vergleichsweise früh im Film und ist auch nicht besonders überraschend, was auch der Spannungskurve nicht unbedingt zuträglich ist. Aber Jones geht es auch nicht darum, die Vorgänge der Unterhaltung willen so lange wie möglich zu verschleiern, er spielt mehr mit der üblichen Plot-Struktur des großen Twists und benutzt sie um eine Variation auf klassische Themen der SF abzuliefern; zum Beispiel die Frage nach der Natur der persönlichen Identität, der Isolation des Individuums, und auch dessen Ausgeliefertsein in einem entseelten kapitalistischen System.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>All diese Motive hat Sam Rockwell nahezu allein zu tragen,</strong></span> der diese Aufgabe mit Bravour meistert. Seine beiden äußerlich identischen Charaktere entwickeln sich in völlig verschiedene Richtungen, dennoch ist der eine immer im anderen erkennbar. Mit seinem Spiel bringt Rockwell die quälende Einsamkeit der Situation auf den Punkt.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Neben sich selbst hat Rockwell noch Kevin Spacey als Ansprechpartner,</strong></span> der im Original „Gertie“  die Stimme leiht. An der Maschine lässt sich auch schön ablesen, wie überlegt das retromäßige Produktionsdesign die Themen des Films wieder aufgreift.  Mit seinem grob personenförmigen Gehäuse und seinem auf Augenhöhe angebrachten Bildschirm, auf dem er mit Smileys drei verschiedene Gemütszustände simulieren kann, ist  er  für Sam so etwas wie die Mutter-Attrappe für den verstoßenen Jungvogel.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Wer einen in erster Linie spannenden Mindfuck-Thriller</strong></span> im Weltraum sehen will, wird von „Moon“ wohl eher enttäuscht sein. Stattdessen zeigt Duncan Jones einen lange verwaisten Ansatz in der SF, der zeigt, wie stark das Genre sein kann, wenn man es denn nur lässt: nämlich, es als Versuchsanordnung für philosophische Fragen zu benutzen.</p>
<p style="text-align: left"><span style="color: #993366"><strong>Seinen nächsten Film</strong></span> will Jones übrigens in Babelsberg drehen, die Geschichte soll im Berlin der Zukunft spielen.  Man darf sehr gespannt sein.</p>
<p style="text-align: left"><img class="alignnone size-full wp-image-12450" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_moon_film1.gif" alt="endoplast_moon_film" width="553" height="573" /></p>
<p style="text-align: left">
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F23%2Fmoon-auf-der-einsamen-seite-des-mondes%2F&amp;linkname=Moon%20%26%238211%3B%20auf%20der%20einsamen%20Seite%20des%20Mondes"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Apple: iPad, pornPad, der Disney-Effekt und der ungerechte Verkaufserfolg</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 16:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Barbara Streisand-Effekt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dinge]]></category>
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		<category><![CDATA[digital]]></category>
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		<description><![CDATA[Steve Jobs konnte sich entspannt zurücklehnen: Er hatte alles erreicht, was er erreichen wollte. Er hat aus dem Nichts heraus das wertvollste Computerunternehmen der Welt geschaffen, das damals, als er es wieder übernommen hatte, so klamm gewesen war, dass es eigentlich hätte pleite gehen müssen – wenn nicht Microsoft in letzter Minute eine Geldspritze gegeben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12408" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_ipad_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-12408 " title="endoplast_ipad_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_ipad_wasselowski.gif" alt="Ghost in the Machine und in Apple's Disney-Land, in dem Dagobert Duck von riesigen Geldspeichern hinab regiert." width="553" height="327" /></a><p class="wp-caption-text">Ghost in the Machine und in Apple&#39;s Disney-Land, in dem Dagobert Duck von riesigen Geldspeichern hinab regiert.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Steve Jobs konnte sich entspannt zurücklehnen: <span id="more-12363"></span>Er hatte alles erreicht, was er erreichen wollte. Er hat aus dem Nichts heraus das wertvollste Computerunternehmen der Welt geschaffen, das damals, als er es wieder übernommen hatte, so klamm gewesen war, dass es eigentlich hätte pleite gehen müssen – wenn nicht Microsoft in letzter Minute eine Geldspritze gegeben hätte.</strong></span></p>
<p>Jobs hat inzwischen nicht nur alle Höhen sondern auch alle Tiefen des Business hinter sich. Es wäre wohl keine dumme Idee, dieses Leben mal zu verfilmen. Es wäre eine Mischung aus Disney-Film und Krimi (denkt man daran, wie er von John Scully, den er damals als Manager zu Apple geholt hatte, ausgebootet worden war.)</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Traum-Produkte für die Käuferschaft der Zukunft</strong></span><br />
Apple jedenfalls war 1984 mit dem wegweisenden Computer Mac(intosh) angetreten, Microsoft und Windows vom Thron zu stoßen. Inzwischen ist es gelungen. Apple ist jetzt wertvoller als Microsoft. Steve Jobs hat jüngst eine lebensbedrohliche Krankheit überstanden, hat ansonsten ein Leben als Milliardär gefristet, hat aus seinen schweren Fehlern mit NeXT-Computer oder dem Newton viel gelernt und hat neuerdings Produkte geschaffen, die sich dermaßen den den Bedürfnissen der Käuferschaft der Zukunft orientierten, dass es die reine Freude für die Aktionäre ist.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Saubermann-Supermann Steve Jobs</strong></span><br />
Blieb nur noch eines zu tun: <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EE458A6EF42FD4A1196F82E3BDC0C4AA4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Die Welt zum Besseren zu wenden.</a> Einer wie er, ein Superman des Silikon Valley und des Wirtschaftslebens, der Apple in seiner ersten Phase mit dem Apple II und zweiten Phase mit dem WYSIWYG-Computer-Konzept zu größten Erfolgen geführt hatte, der als Retter nach der dritten Phase, die ohne ihn stattfand, wieder auftauchte, um in der jetzigen Phase mit völlig neuen Konzepten und Produkten, mit ausgefuchsten Gesamtstrategien einen modernen Milliardenkonzern zu formen, der auch die Trickfilmschmiede Pixar zum Milliardenunternehmen machte und dies dann verkaufte &#8211; dieser Steve Jobs hat sich gesagt, jemand wie ich, der letztlich immer alles richtig gemacht hat, der wird nichts Falsches tun, wenn er das Schlechte der Welt aus seinem Konzern-Kosmos raushalten will.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Ein Weltbild der Reinlichkeit, hergeleitet aus monetären Erfolgen</strong></span><br />
So sind die guten Amerikaner: Sie wollen <a href="http://ipad-mag.de/2010/06/15/apple-nimmt-zensur-von-comic-apps-auf-ipad-zuruck/">keinen Dreck,</a> keine Gewalt, keine Pornos, eigentlich auch überhaupt keinen Sex und ganz allgemein keine Verunglimpfungen anderer Menschen. Nichts, was irgendjemandem weh tun könnte. So kam es , dass Apple in seinem App-Store nur die reine Lehre zelebrierte. Wie Walt Disney, wie Arnold Schwarzenegger, der als Politiker kein Terminator mehr sein konnte, der Leute umbringt. Wie viele andere, die all jenes ausklammern wollen, was nicht in ein künstlich-positives Weltbild passt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Quasi-Zensur der Weltliteratur durch Apple</strong></span><br />
Das erinnert ein bißchen an die hiesigen Diskussionen über den öffentlichen Raum in Deutschland, den sich immer mehr die Privatwirtschaft einverleibt &#8211; mit dem Nachteil, dass sie Verfügungsgewalt über diesen öffentlichen Raum hat, dass sie teils der Hausher ist, der sagen kann, was der Bürger darf und was nicht. So ähnlich ist das im World Wide Web oder in anderen Computerwelten, wie dem App-Store-Welt von Apple: Da darf nur das rein, was der Hausherr will. Auch andere, wie Facebook machen, was sie wollen. Das greift um sich. Wo sind da <a href="http://koellerer.net/2010/06/13/apple-zensiert-james-joyces-ulysses/">Pluralismus</a> und Sinnhaftigkeit? Bei Apple geht die heile Welt inzwischen so weit, dass selbst Werke der Weltliteratur wie „Moby Dick“ oder eine <a href="http://www.macnews.de/news/25639/ulysses-comic-von-apple-zensiert/">Comic-Adaption von James Joyce&#8217; „Ulysses“</a> praktisch zensiert werden. Hier das entsptechende Bild, das zunächst nicht im App-Store gezeigt werden durfte:</p>
<div id="attachment_12410" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12410" title="endoplast_ulysses_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_ulysses_wasselowski.gif" alt="Dieser Pimmel war für die Sittenwächter von Apple zuviel. Die Joycesche Ulysses-Comic-Adaption durfte zunächst nicht über den App-Store vertrieben werden." width="553" height="410" /><p class="wp-caption-text">Dieser Pimmel war für die Sittenwächter von Apple zuviel. Die Joycesche Ulysses-Comic-Adaption durfte zunächst nicht über den App-Store vertrieben werden.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das „iPad“ als Sex-Spielzeug „pornPad“</strong></span><br />
Steve Jobs hat auch darauf bestanden, dass auf seinem neuen Lieblingskind, dem iPad, keine Pornos zu sehen sein sollen. Dies bezieht sich darauf, dass über den von Apple betriebenen <a href="http://www.supertopic.de/forum/6/zensur-von-apple-11407-1.html">„App-Store“</a> (oder besser „Ape-Store“?), jenem virtuellen Laden also, in dem man Programme und andere Inhalte erwerben kann, keine pornografischen Inhalte vertrieben werden dürfen. Da hält Apple die Hand drauf. Nun haben aber Untersuchungen gezeigt, dass über das iPad überproportional oft auf Pornoseiten im Internet zugegriffen wird, sodass die Porno-Industrie Apple geradezu dankbar ist für dieses neue Sexspielzeug – und deshalb hat das iPad von geneigter Seite auch den liebevollen Spitznamen <a href="http://www.theinquirer.de/2010/07/23/apples-%C2%BBporn-pad%C2%AB-%C2%BBhorizontale-industrie%C2%AB-erhoht-durch-ipad-ihren-erfolg.html">„pornPad“</a> erhalten. Wer hätte diese Entwicklung vorausgeahnt?</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Unglaubliche Gewinne mit iPad und iPhone</strong></span><br />
Das iPad, das jetzt erst ein paar Monate im Verkauf ist und von dem man im Vorfeld sagte, es treffe auf gar keinen real vorhandenen Bedarf, niemand wisse, was er damit anfangen solle – zwischen Smartphone, Laptop und stationärem PC – ist in jedem Falle eine weitere Erfolgsgeschichte im schicken Apple-Land. In nur drei Monaten wurde <a href="http://www.iphone-fan.de/apples-geschaftszahlen/">3,27 Millionen Stück verkauft. </a>Damit steuerte es in diesem Zeitraum 2,1 Milliarden Dollar bei. 15,7 Milliarden Dollar setzte Apple in seinem buchhalterisch dritten Geschäftsquartal zwischen April und Juni um und kann die Nachfrage nach dem iPad immer noch kaum decken. 5,3 Milliarden Dollar entfielen auf das iPhone. Der Nettogewinn stieg in diesem Quartal um 78% auf 3,3 Milliarden Dollar. <a href="http://www.welt.de/finanzen/article1290421/Die_Boerse_jubelt_ueber_Apples_Bilanz.html">Beeindruckende Zahlen</a> im Paradies der neuen Reinlichkeit. Ein Gewinn der ungerecht erscheint, basiert er doch zum Teil auf Restriktion. Apple, das angetreten war, um alles besser zu machen, das ein Gegenmodell zu Microsoft war, scheint der Erfolg zu Kopf zu steigen.</p>
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		<title>Die Linke kämpferisch (1): Kampf gegen den Verfassungsschutz</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Linke“ als alleinige Fundamental-Opposition in Landtagen und Bundestag hat es nicht einfach. Kämpferisch geht sie gegen Vieles vor, was ihr ungerecht erscheint. Jüngst hat der Fraktionsvorsitzende von „Die Linke“ im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, der sich seit Jahren durch die Gerichts-Instanzen kämpft, erfahren müssen, dass der Kampf nicht immer zu gewinnen ist.
Vor dem Leipziger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12378" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><img class="size-full wp-image-12378" title="endoplast_gysi_die_linke_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_gysi_die_linke_wasselowski.gif" alt="Der Kampf geht weiter: Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender von &quot;Die Linke&quot; im Bundestag steht bereit, dem Verfassungsschutz Paroli zu bieten." width="553" height="739" /><p class="wp-caption-text">Der Kampf geht weiter: Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender von &quot;Die Linke&quot; im Bundestag steht bereit, dem Verfassungsschutz Paroli zu bieten.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>„Die Linke“ als alleinige Fundamental-Opposition in Landtagen und Bundestag hat es nicht einfach.<span id="more-12377"></span></strong></span><span style="color: #ff0000;"><strong> Kämpferisch geht sie gegen Vieles vor, was ihr ungerecht erscheint. Jüngst hat der Fraktionsvorsitzende von „Die Linke“ im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, der sich seit Jahren durch die Gerichts-Instanzen kämpft, erfahren müssen, dass der Kampf nicht immer zu gewinnen ist.</strong></span></p>
<p>Vor dem Leipziger Bundes-Verwaltungs-Gericht unterlag er, nachdem die vorinstanzliche Rechts-Sprechung ihm Recht gegeben hatte. Recht darin, dass ihn das Bundesamt für <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,707953,00.html">Verfassungsschutz nicht beobachten</a> darf.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Keine besonderen Informationen?</strong></span><br />
Dabei geht es von Seiten der Verfassungsschützer nicht um subversive Überwachungen sondern um die Datensammlung aus öffentlich zugänglichen Quellen. Man kann es auch so sagen: Zu den Aktivitäten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Ramelow">Ramelows</a> wird seit Jahren eine immer dickere Akte geführt. Während der Verfassungsschutz achselzuckend in seiner Verteidigung davon spricht, es gehe ja nicht um brisante Informationen, sondern nur um solche, die sich jeder besorgen könne, hält Ramelow entgegen dass die Sammlung simpler Informationen im entsprechenden Verwertungs-Zusammenhang ihre <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/linke-verfassungsschutz-ramelow">Relevanz erhalte.</a> Dafür spricht zum Beispiel dass im Landtags-Wahlkampf von vor 11 Jahren die CDU aus dem Verfassungsschutzbericht zitierte.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wiedersehen vor dem Bundesverfassungs-Gericht</strong></span><br />
Ramelow will nach der jüngsten Niederlage den letzten Schritt gehen, den vor das Bundesverfassungsgericht. Im Kern wird es darum gehen, ob ein Abgeordneter derartig beobachtet werden darf. Unsere Empfehlung: „Die Linke“ sollte einen Kampfsportverein gründen, <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1575776/Linke-wehrt-sich-gegen-Verfassungsschutz-Beobachtung.html">damit die Kräfte nicht nachlassen.</a></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Weitere Artikel über die kämpferiche Partei „Die Linke“:</strong></span><br />
- <a href="http://www.endoplast.de/2010/07/23/die-linke-kampferisch-2-kampf-gegen-die-nrw-spd/">Die Linke kämpferisch (2): Kampf gegen die NRW-SPD</a></p>
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