GedächtnisLückenBüßer. Das Internet bringt uns dazu, die Welt in kleine Häppchen aufzuteilen, auch, weil wir uns kaum noch auf etwas konzentrieren können. Deshalb gelangen Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis nicht mehr in unser Langzeitgedächtnis – und wir vergessen sie. Anstatt uns etwas zu merken, es im Kopf zu behalten, googeln wir es. Verstanden? Kommentieren.
FrauenrechtAusleger. Deceptacon von Le Tigre, das ist ElectroPunk-AufschreiFemminismusMusik. Und ein artfiziell-krachendes Video dazu kann auch nicht schaden. Sie zelebrierten ihre politischen Ansprüche multimedial und sahen ihr Wirken als künstlerische Lebensäußerung. Jedes Bandmitglied soll übrigens jedes der Instrumente spielen können. Ein Ausdruck von Gleichberechtigung. Seit 2007 verharrt das Trio in Nicht-Präsenz. Kommentieren.
AtHome. Die Hauptdarsteller sind für einen Film immer sehr wichtig. Hier hat ein großes Computerunternehmen Atome zu Hauptdarstellern eines kleinen Filmes gemacht. Die Figur, die im Film zu sehen ist, ist tatsächlich aus Atomen zusammengesetzt, was ziemlich unglaublich ist. Atome und deren Aufenthaltsort beeinflussen oder einiger maßen voraussagen zu können ist für die Physik, speziell für die Quantenmechanik, sehr wichtig. Vorstellbar sind völlig neue Speichermedien und völlig neue Computersysteme. Am Quanten-Computer wird ja schon lange geforscht. Was also hier so witzig aussieht, wird die Welt ganz entscheidend verändern. Der alte Traum der modernen Physiker, mit den Atomen selbst Ping-Pong spielen zu können – jetzt ist er Wirklichkeit geworden. Kommentieren.
GierAffen. Hervorragend animierter Kurzfilm von Nicolas Devaux. CGI-Technik, die die Giraffen sehr natürlich in diesem surrealen Umfeld wirken lässt. Kommentieren.
ComicTräume. Eine kleine Einführung in das Werk des amerikanischen Illustrators, Comiczeichners und Trickfilmers Winsor McCay, der noch etwas in einer Ausstellung in Dortmund zu sehen ist. Die bekannteste Comicserien McCays waren „Little Nemo in Slumberland“ (1905–1914), „Dream of a Rarebit Fiend“ (1904–1913) und „Little Sammy Sneeze“ (1904–1906). Weitere Werke waren „The Story of Hungry Henrietta“ (1905), „A Pilgrim’s Progress“ (1905–1910) und „Poor Jake“ (1909–1911). Kommentieren.
SchubiDoodle. Google’s Doodles sind kleine Illlustrationen, die die simpel-spartanische Google-Suchseite etwas aufhübschen sollen und oft einem Jahrestag oder Geburtstag Referenz erweisen. Dieses hier ist aufwändig animiert und bedient sich zahlreicher Illustrationen, die Winsor McCay für den Comic „Little Nemo in Slumberland“ geschaffen hatte. Es stammt anlässlich des 107. Geburtstages der ersten Folge dieses Comics vom 15. Oktober 2012. Zu Google passt Winsor McCay, der Comiczeichner, Cartoonist und Trickfilmer hervorragend. Auch deshalb passt das gut, weil er ein Mann der Ideen war und Google für einen Großkonzern ungewöhnlich kreativ ist. Google entwickelt ein Auto, das von alleine fährt, mit Google Glasses eine Brille, mit der man sich in der realen Welt unter Zuhilfenahme des Internet orientieren kann. Und McCay hat sich phantastische Traumszenarien ausgedacht und hat in seinen Medien Comic und Trickfilm immer auch spielerisch über das Medium ansich nachgedacht. Selbstreferentiell nennt man das. Seine Geschichten spielen mit den Möglichkeiten des Mediums und sind schon vor der Zeit etwas postmodern gewesen. Das Video kann nicht im Ansatz wiedergeben, wie schön die interaktive Animation geworden ist. Bitte hier klicken und dann auf die Grafik klicken. Kommentieren.
NeydFaktor. Die Dortmunder Winsor-McCay-Ausstellung ist eine Wanderausstellung, die im letzten Jahr in Hannover zu sehen war. Das Filmchen läßt den damals scheidenden Direktor des Wilhelm-Busch-Museums, Dr. Hans-Joachim Neyer, in Sachen Winsor McCay, seinem Parade-Comic „Little Nemo in Slumberland“ und bezüglich der Zeichentrickfilmerei McCays zu Wort kommen. Bestimmt schaut manch anderes Museum etwas neidisch auf diese Wanderausstellung, deren Katalog leider inzwischen längst vergriffen ist. Kommentieren.
WinsorKnoten. Hier im Film ist einiges zu sehen, was auch in der Ausstellung zu Winsor McCay zu sehen ist, die gegenwärtig noch in Dortmund läuft. McCay wird hier nicht zuletzt als Erfinder des Zeichentrickfilms als vergessenes Genie beschrieben. Hoffen wir, dass der Knoten des Vergessens platzt und viele sich auf den Ausnahmezeichner rückbesinnen. Kommentieren.
CayManInsel. Winsor McCay, der Comic- und Trickfilmzeichner, der um die Jahrhundertwende mit seinem Zeitungscomic „Little Nemo in Slumberland“ Maßstäbe gesetzt hat, war ein Extrem-Vielzeichner. Hier im Film ist er zu sehen, wie er eine Wette anschließt, innerhalb eines Monats 4.000 Zeichnungen für einen Zeichentrickfilm fertigzustellen. Immer wieder schön, wie McCay mit den Medien, in denen er tätig ist, spielt. Aus dem schwarz-weißen Realfilm von 1911, in dem er im übrigen beim Zeichnen zu beobachten ist, wird gegen Ende ein farbiger handcolorierter Zeichentrickfilm. Die Personen strecken und dehnen sich und einmal wird ein Körper wie ein Puzzle aus vielen Teilen zusammengesetzt. Zeichnerisch ist das sehr schwierig umzusetzen, bei McCay wirkt das wie ein Klacks. Und wenn er sich selbst zeigt, wie er Fässer mit Tinte und riesige Stapel Zeichenpapier in Empfang nimmt, dann wird klar, das McCay ein begnadeter und witziger Selbstdarsteller und Showman war. Getreu dem Motto „The show must go on“. Kommentieren.
WirrKonsumenten. Wir Konsumenten: Wir kaufen und kaufen und kaufen und merken oft gar nicht, dass wir uns Stück für Stück selbst verkauft haben. Anstatt eine Revolution anzuzetteln, gucken wir DVDs oder Blue-Rays. In diesem kleinen, eehr schlecht gesprochen Beitrag geht es darum, wie wir in einer kranken Konsumwelt leben und das für die Normalität halten. Inhaltlich ist das sehr anschaulich und es werden zahlreiche interessante Fakten genannt. Kommentieren.