<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>endoplast.de &#187; Architektur</title>
	<atom:link href="http://www.endoplast.de/category/geist/architektur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.endoplast.de</link>
	<description>Die schräge Welt</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 14:52:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Fassaden &amp; Architektur, Nachschlag (4): Immer wieder Duisburg</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2011/06/04/fassaden-architektur-nachschlag-immer-wieder-duisburg/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2011/06/04/fassaden-architektur-nachschlag-immer-wieder-duisburg/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 01:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=18749</guid>
		<description><![CDATA[Einen hab&#8217; ich noch:  Den Duisburger Hauptbahnhof, bzw das Bahnhofsgebäude. Das hat im Laufe der Jahrzehnte einiges über sich ergehen lassen müssen. Dazu hier drei interessante Links. Beim ersten und zweiten Link muss man etwas scrollen um an die Bahnhofsbilder zu gelangen. Link 1: Die Zukunft des Bahnhofs-Vorplatzes in Duisburg Link 2: Die Vergangenheit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/06/endoplast_duhbf01b_flieher.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-18755" title="endoplast_duhbf01b_flieher" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/06/endoplast_duhbf01b_flieher.gif" alt="" width="553" height="312" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Einen hab&#8217; ich noch:  Den Duisburger Hauptbahnhof, bzw das Bahnhofsgebäude. </strong></span><span id="more-18749"></span><span style="color: #ff0000;"><strong>Das hat im Laufe der Jahrzehnte einiges über sich ergehen lassen müssen. </strong></span></p>
<p>Dazu hier drei interessante Links. Beim ersten und zweiten Link muss man etwas scrollen um an die Bahnhofsbilder zu gelangen.<br />
<a href="http://www.duisburgweb.de/DU_historisch_heute/H.htm">Link 1: Die Zukunft des Bahnhofs-Vorplatzes in Duisburg</a><br />
<a href="http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=35982&amp;pid=331695&amp;st=20&amp;#">Link 2: Die Vergangenheit der Bahnhofs-Halle in Duisburg</a><br />
<a href="http://www.kunstdu.de/WP/2009/08/14/das-wandbild-von-otto-h-gerster-im-bahnhof/">Link 3: Das ehemalige Wandbild im Duisburger Bahnhof</a></p>
<h2>Die verschwundenen Wandbilder des Duisburger Hauptbahnhofes</h2>
<p>Zu „meiner Zeit“ gab es im <a title="Ein anderer Artikel über die Stadt Duisburg" href="http://www.endoplast.de/2010/08/07/duisburg-lernen-von-den-anderen-oder-warum-ideenaustausch-im-ruhrgebiet-wichtig-ist/" target="_blank">Duisburger</a> Hbf allerdings noch zwei andere Wandbilder, die etwas unter den Tisch fallen. Ich habe auch nirgends Abbildungen gefunden, nur ein paar zufällig mit aufgenommene Überreste auf den Bildern der älteren Wandgemälde. Dabei stammten sie von einem Duisburger Kunstmaler, dessen Sohn und Enkel ebenfalls Künstler wurden. Der Mann hieß Helmuth Hoffmann und er wohnte damals im Nachbarhaus&#8230;</p>
<h2>Das verschwundene Flair des Duisburger Hauptbahnhofes</h2>
<p>Auch hier haben wir es mit übermalten und überbauten Wandbildern zu tun. Bilder, die man nicht schön finden muss. Aber die Eingangshalle macht mit ihrer Raumwirkung dieser Bezeichnung noch Ehre. Sie hatte etwas Großzügiges, dass ihr in der heutigen Fassung zugunsten einer Werbe- und Informationsflut abhanden gekommen ist. Die aktuelle Variante ist mit riesigen Abfahrtstafeln zugepflastert, sicher ungeheuer funktional und wichtig. Aber Flair? Fehlanzeige. Diese Bahnhofshalle sollte besser <a title="Ein Endoplast-Artikel über eine Architektur-Ausstellung in Duisburg." href="http://www.endoplast.de/2009/09/05/5-september-ausstellung-architektur-im-aufbruch/" target="_blank">Durchgang</a> heissen, denn mehr ist sie nicht: ein unnötiger Raum, den man eilig durchquert um zum Zug zu kommen — die Abfahrtszeit kann man beim Durcheilen schnell noch ablesen.</p>
<h2>Das verschwundene Reise-Feeling und der Duisburger Hauptbahnhof</h2>
<p>Man fragt sich, warum das so ist. Sind die Architekten heute so mies ausgebildet? Können sie nix mehr ausser Zweckbauten? Ist der kommerzielle Druck so groß, dass nix mehr in &#8220;Schönheit&#8221; investiert werden darf? Was den Bahnhof anbelangt: Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass man früher reiste, während man heute den Bahnhof hauptsächlich noch als Abfahrtsort des Pendelverkehrs wahrnimmt. Und allenfalls noch als <a title="Ein Grundsatzartikel bei Endoplast über die &quot;Stadt Montan&quot; Duisburg und wie sie sich verändert hat." href="http://www.endoplast.de/2009/09/23/duisburg-die-stadt-montan-wird-austauschbar/" target="_blank">Miniatur-Einkaufscenter.</a></p>
<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/06/endoplast_duhbf02b_flieher.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-18756" title="endoplast_duhbf02b_flieher" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/06/endoplast_duhbf02b_flieher.gif" alt="" width="553" height="312" /></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2011%2F06%2F04%2Ffassaden-architektur-nachschlag-immer-wieder-duisburg%2F&amp;title=Fassaden%20%26%23038%3B%20Architektur%2C%20Nachschlag%20%284%29%3A%20Immer%20wieder%20Duisburg" id="wpa2a_2"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2011/06/04/fassaden-architektur-nachschlag-immer-wieder-duisburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Koalitionsverhandlungen</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/05/12/koalitionsverhandlungen/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2010/05/12/koalitionsverhandlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 23:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Surrealismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=9177</guid>
		<description><![CDATA[Assessment-Center. Begrenzt witzig und zudem gespielt auf Bundesebene – aber die Darstellung der Personalauswahl unter politischen Bündnispartnern kommt wahrscheinlich der Wahrheit ziemlich nahe. Kommentieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="224" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jaypkCf-ueI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="224" src="http://www.youtube.com/v/jaypkCf-ueI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assessment-Center"><span style="color: #ff0000;"><strong>Assessment-Center.</strong></span></a> Begrenzt witzig und zudem gespielt auf Bundesebene – aber die Darstellung der Personalauswahl unter politischen Bündnispartnern kommt wahrscheinlich der Wahrheit ziemlich nahe. <a href="http://www.endoplast.de/2010/05/12/koalitionsverhandlungen/">Kommentieren.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F05%2F12%2Fkoalitionsverhandlungen%2F&amp;title=Koalitionsverhandlungen" id="wpa2a_4"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2010/05/12/koalitionsverhandlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>James Turrell&#8217;s Land Art</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/03/29/james-turrells-landart/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2010/03/29/james-turrells-landart/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 21:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>
		<category><![CDATA[Landart]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=7763</guid>
		<description><![CDATA[Zweite Halbzeit. Die Ausstellung des Licht- und Land-Art-Künstlers James Turrell geht in die Verlängerung. Zumindest das Kernstück der Ausstellung, „Bridget&#8217;s Bardo“, wird bis zum 3. Oktober gezeigt. Die sonstige Ausstellung unter dem Titel „The Wolfsburg Project“ mit 30 Exponaten – Installationen, Grafiken, Radierungen und Fotografien – schließt am 5. April. Hier ist ein Video aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="230" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3rJa9kIVwto&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="230" src="http://www.youtube.com/v/3rJa9kIVwto&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zweite Halbzeit.</strong></span> Die Ausstellung des Licht- und Land-Art-Künstlers James Turrell geht in die Verlängerung. Zumindest das Kernstück der Ausstellung, „Bridget&#8217;s Bardo“, wird bis zum 3. Oktober gezeigt. Die sonstige Ausstellung unter dem Titel <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/29/ausstellung-james-turrell-the-wolfsburg-project-im-kunstmuseum-wolfsburg/">„The Wolfsburg Project“</a> mit 30 Exponaten – Installationen, Grafiken, Radierungen und Fotografien – schließt am 5. April. Hier ist ein Video aus seiner Unnaer Ausstellung zu sehen. <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/29/james-turrells-landart/">Kommentieren.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F03%2F29%2Fjames-turrells-landart%2F&amp;title=James%20Turrell%26%238217%3Bs%20Land%20Art" id="wpa2a_6"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2010/03/29/james-turrells-landart/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Überhauptstadt: Cooltour-Ruhrgebaet2010</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2009/11/28/die-kulturuberhauptstadt-cooltour-im-ruhrgebaet/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2009/11/28/die-kulturuberhauptstadt-cooltour-im-ruhrgebaet/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 21:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt2010]]></category>
		<category><![CDATA[Potential]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=3989</guid>
		<description><![CDATA[Ist es nicht eigentlich seltsam, alte Orte der Arbeit – Zechen, Stahlöfen, Walzwerke, Fabriken oder sonstige Zeitzeugen der Industrialisierung – zum Ort von Kultur zu machen, und das Ganze auch noch „Industrie-Kultur“ zu nennen, wo doch Industrie immer und überall das direkte Gegenteil von Kultur war, geradezu ihr Feind? Aus der Not eine Tugend: Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3990" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski1.gif"><img class="size-full wp-image-3990" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski1.gif" alt="Essen: Das Gebäude des Hotel Handelshof gegenüber dem Hauptbahnhof." width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Essen: Das Gebäude des Hotel Handelshof gegenüber dem Hauptbahnhof.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ist es nicht eigentlich seltsam, alte Orte der Arbeit – Zechen, Stahlöfen, Walzwerke, Fabriken oder<span id="more-3989"></span> sonstige Zeitzeugen der Industrialisierung – zum Ort von Kultur zu machen, und das Ganze auch noch „Industrie-Kultur“ zu nennen, wo doch Industrie immer und überall das direkte Gegenteil von Kultur war, geradezu ihr Feind?</strong></span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Aus der Not eine Tugend: Das Ruhrgebiet und sein Bettgeschichte mit der Industrie</strong></span><br />
Industriekultur gibt es nicht nur im Ruhrgebiet aber so massiert wie hier, tritt sie andernorts kaum auf. Das Ruhrgebiet hat das Unmögliche geschafft und als Kain und Abel, Industrie und Kultur zusammengebracht. Wie ging das? Ist ihm nichts Besseres eingefallen? Komme ich nach München, erwarten mich großzügige offene Plätze, Denkmal-Hingucker, architektonisch eindrucksvolle Zeitzeugen. Das alles, inklusive der Staatskanzlei, wirkt beeindruckend, als sei es völlig logisch, dass der Mensch als Krone der Schöpfung lustwandeln soll in einem ihm gemäßen Ambiente. Das kommt verhalten stil- oder ganz klar prunkvoll daher. Und das Ruhrgebiet als Malochersozialisationsdurchlaufgemütserhitzer, das in seiner Gänze immer wieder als nordrheinwestfälisches Einheitsstück diskutiert und dargestellt wird, und solchermaßen weitaus größer wäre als München oder Berlin? Warum muß man immer betonen, dass es hier auch schöne Ecken gibt? Ganz einfach: Das Ruhrgebiet ist entstanden als eine Zusammenrottung von Fabriken und Arbeitskräften, Hunderttausenden, Millionen, mehreren Generationen von Menschen, die viel arbeiten wollten, weil sie mußten, um vor, zwischen und nach den Kriegen leben zu können, sich etwas, wie man so schön sagt, „aufzubauen“. Die Traditionen des Ruhrgebiets liegen in der Arbeit begründet, kulturelle Wurzeln konnten sich nicht entwickeln oder wurden zerbombt.</p>
<div id="attachment_3992" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski2.gif"><img class="size-full wp-image-3992" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_essen_wasselowski2.gif" alt="Essen: Der Anfang der Haupteinkaufsstraße &quot;Kettwiger Straße, im Hintergrund der Hauptbahnhof." width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Essen: Der Anfang der Haupteinkaufsstraße &quot;Kettwiger Straße&quot;, im Hintergrund der Hauptbahnhof.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Verkreisung des Quadrates: Schweiß anstatt Eau de toilette</strong></span><br />
Viele kamen, die seit Generationen nichts anderes kannten als hart und lange für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Damals, das waren übrigens noch die Zeiten, als es einen Zusammenhang zwischen Sein und Tun gab. Wo im Verhältnis zu heute im Strukturwandel weniger geredet und mehr mit angefasst wurde. Zumindest im Ruhrgebiet, während im Süden schmerbäuchige, lederbehoste Weisswurstesser im Biergarten saßen und in einer vollends unverständlichen Dialektik über Preussen witzelten.</p>
<div id="attachment_3994" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski1.gif"><img class="size-full wp-image-3994" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski1.gif" alt="Duisburg: Das junge CityPalais an der Haupteinkaufsstraße &quot;Königstraße&quot;." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Duisburg: Das junge CityPalais an der Haupteinkaufsstraße &quot;Königstraße&quot;.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Lange vor der zur Erblindung führenden Sozialfusion: Als der Feind noch sichtbar war</strong></span><br />
Viele Ruhrgebietler waren so genannte einfache Menschen, mit einfachen Vorstellungen und Begriffen von Musik, Tanz und bescheidenen Lebensumständen. Sie organisierten sich selbst, in Gewerkschaften, natürlich meist in kommunistischen und sozialdemokratisch orientierten Parteien. Politisches Sammelbecken für sie wurde bald die SPD, die nicht von ungefähr auch jahrzehntelang die politschen Geschicke des Ruhrgebiets beeinflußte und lenkte. Damals war völlig klar, wo unten und oben und wer der unterdrückerische Feind war.</p>
<div id="attachment_3996" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski2.gif"><img class="size-full wp-image-3996" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski2.gif" alt="Duisburg: Im spektakulär angelegten Rheinpark mit Blick auf den Rhein." width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Duisburg: Vom Rheinpark aus hat man von unterschiedlichen Ebenen aus einen Blick auf den Rhein.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Der Bergmann: In der Hölle gebrutzelt, das ergibt einen schönen Teint</strong></span><br />
Oft habe ich über die Jahre den Allgemeinplatz vom Kulturpolitiker gehört, der nichts galt in der eigenen Partei. Auch das kam nicht von ungefähr. Die Politik, die Gewerkschaften und natürlich die Arbeiterschaft selbst dachte in simplifizierten kulturellen Begriffen. Die Horizonte waren eng. München? Berlin? Paris? Das waren andere Welten. Das Ruhrgebiet, das war damals Herr der Ringe: So wie die monströsen Orks im Untergrund aus der Erde gebacken wurden, entstieg der Kohlekumpel mit schwarzem Gesicht dem Hades-Flöz.</p>
<div id="attachment_3997" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski3.gif"><img class="size-full wp-image-3997" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski3" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_duisburg_wasselowski3.gif" alt="Duisburg: Der Rheinpark bietet Ausblicke und Einblicke in die Landschaft." width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Duisburg: Der Rheinpark bietet Ausblicke und gibt Einblicke in die Landschaft.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das Ende des Stolzes: Die Arbeiterschaft und ihre Titanic-Reise zum Wohlstand</strong></span><br />
Die Arbeiterschaft war durchdrungen von Stolz, aber worauf? Auf ihre schiere Arbeitskraft. Auf ihren Fleiß. Davon profitierte das ganze Land. Hier wurden die Waffen produziert, die Kohle als dominanter Energieträger gefördert, die ganze Industriezweige – allen voran die Stahlproduktion – möglich machte und am Laufen hielt. Was sollte da Kultur? Wo sich andernorts ambitionierte kulturelle Traditionen in Architektur, bildender Kunst und Weltauffassung herausbildeten, entwickelte sich im Ruhrgebiet die Tradition der Arbeit, voll Romantik und Pathos, fast als Gegenbegriff zu elitären Konzepten des menschlichen Seins. Die kleine Völkerwanderung, die hunderttausende Arbeitskräfte ins Ruhrgebiet gezogen hatte, wollte erstmal gehandhabt werden, da ging es nicht ums Detail sondern darum, schnell Mieteinheiten zu schaffen. Woanders hatte man ein Menschenbild, das geprägt war vom Menschen und seinen Traditionen. Im Ruhrgebiet schlug man aus Stein ein Menschenbild des Entwurzelten, das geprägt war von Arbeit. Die dazugehörige Kultur hieß „Arbeiterkultur“. In St. Tropez hieß es, das Meer betrachten und sowohl flach als auch nonchalant einzuatmen, um der frischen Luft Heimstadt zu bieten. In Gelsenkirchen hieß das Pendant „Staublunge“ und war nur der Anfang vom Ende.</p>
<div id="attachment_3998" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-3998" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski.gif" alt="Gelsenkirchen: Das neue Gelsenwasser-Gebäude ist umgeben von einem Wassergraben." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Gelsenkirchen: Das neue Gelsenwasser-Gebäude ist umgeben von einem Wassergraben.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Der alte Kulturbegriff: Auslaufendes Modell kurz vor Toresschluß</strong></span><br />
Das kultige Jahr 2010 treibt eine Region um, die sich ein Jahr lang „Kulturhauptstadt“ nennen darf. Eine Region wurde für ihre Vielfalt belohnt, vielleicht auch für den dreisten Mut, olle Industrieanlagen zum Kulturgut zu erklären. Das ist ein bißchen so, als wollte der Teufel seine lodernde Hölle als den besseren, den eigentlichen Himmel schönreden. Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 ist ein Aufmucken der Schmudelkinder aus dem Ruhrpott. Allerdings hat man das schnieke Essen vorgeschickt, Energiehauptstadt Europas und strukturwandelnde Dienstleistungs- und Bürokratenverwaltungshochburg. Die Sache mit der Industriekultur mutet an, wie die Karikatur des ursprünglichen Zweckes, schöne historische Baudenkmäler für die Allgemeinheit zu erhalten. Wo eben andernorts klassizistische Prunk- und Vorzeigebauten den Ästheten ergötzen, sind es im Ruhrgebiet oft uncharmante Betonkolosse oder Dinge, die „(größtes) Gasometer (Europas)“ oder „Zeche Zollverein“ heißen. Die Yuppidinkis findens schick, Prosecco zu schlürfen, wo früher der Oppa gerackert hat. Einfach ein schönes Gefühl, innerhalb des ehemaigen Zentrums der Arbeit zu sitzen und mit jedem Schluck des prickelnden Gesöffs zu spüren, wie fern man der körperlichen Seite der Arbeit glücklicherweise doch inzwischen ist. Eine Art Sicherheitsabstand, der in tsunamimäßigen Wellengebirgen Schauer über den arbeitsfremdelnden Rücken der Angestellten sendet. Sicher, die Zeche Zollverein ist ein Weltkulturerbe, aber man sollte nicht nur die Architektur in den Vordergrund rücken, sondern sich auch vergewissern, dass hier der harte Wind der körperlichen Plackerei pfiff und nicht das zarte, pafümierte Lüftchen der Semperoper.</p>
<div id="attachment_4001" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski2.gif"><img class="size-full wp-image-4001" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_gelsenkirchen_wasselowski2.gif" alt="Gelsenkirchen: Der Hauptbahnhof Gelsenkirchen wurde lange vor dem Essener saniert." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Gelsenkirchen: Der Hauptbahnhof Gelsenkirchen wurde lange vor dem Essener saniert.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Häää? Oder: Warum die Ruhrgebietspolitik die Kultur nicht verstanden hat</strong></span><br />
Kultur wurde im Ruhrgebiet nie als Wert an sich sondern immer nur als Mittel zum Zweck angesehen, ein schnöder Standortfaktor, ein ungehört souflierender Begleiter des taumelnden Strukturwandels. Kulturpolitik und Kulturpolitiker waren im Ruhrgebiet immerschon das hinterletzte, weil Kultur als unwichtig galt. Nur die harten Standortfragen zählten. Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu erkennen, war schwach ausgeprägt. Weil mans nicht anders kannte. Nur so war man in der Lage, aus der Not eine Tugend zu machen: Die Stätten der Arbeit, die ein engmaschiges Netz bildeten und so dominant waren, wurden umfunktioniert als Verkörperungen von Architektur, von Arbeits- und so genannter Industriekultur. Sie wirken manchmal in ihrem Bestreben, dem Vergangenen zu huldigen, wie Götzentempel. Wer hier und da eine Ausstellung, wie sie immer mal wieder innerhalb eines dieser vielen Industriedenkmale stattfindet, besucht hat, sieht dort ehemalige Arbeiter, die hier ihr Berufsleben verbracht hatten und der mitgebrachten Verwandschaft darüber berichten, was wo wie früher war und welche Funktion es hatte – und welche Funktion sie hatten. Sie sind in Gedanken immer noch hier, hier haben sie einen beträchtlichen Teil Lebenszeit zugebracht. Das schmiedet zusammen und schafft grundsätzliche Akzeptanz der Industriekultur im Ruhrgebiet.</p>
<div id="attachment_4002" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-4002" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski.gif" alt="Herten: Einer der Zugänge zur größten europäischen Haldenlandschaft." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Herten: Einer der Zugänge zur größten europäischen Haldenlandschaft.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wie die Jungfrau zum Kinde? Wie das Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt auffasst</strong></span><br />
Als das Auswahlverfahren begann und Essen als Stellvertreter für das gesamte Ruhrgebiet die Kürung zur Kulturhauptstadt 2010 entgegen nehmen sollte, konnte man sehen, wie allerorts – aber speziell in Essen – eine hastige Betriebsamkeit Einzug hielt. Es war vieles aus dem Boden gestampft worden: Ein völlig neuer Saalbau, eine Philharmonie, die einige Jahre lang mit Geld nur so um sich werfen durfte, bis der Inendant geschasst wurde, Und dann noch ein völlig neues Ruhrmuseum auf Zollverein und noch ein neu erstandenes Folkwangmuseum am alten Ort. Sogar die Straßenbahnlinie 107 war für eine Überraschung gut: Jahrelang hatte ich in ihr täglich auf harten Sitzen gesessen und mußte hilflos mit ansehen, wie sie sich plötzlich „Kulturlinie“ nannte, mit speziellen Durchsagen sowie bestückt mit Aufklebern über den ehemaligen Ausstiegsluken, auf denen architektonische Highlights beschrieben wurden. Ungefähre Aussage der Aktion: An jeder Haltestelle Architektur pur. Upps, war ich all die Jahre blind durch die Gegend gelaufen oder verkaufte sich hier eine Stadt in Form ihrer Nahverkehrsgesellschaft besonders detailverliebt? Plötzliche Kultur, um die Auszeichnung zu bekommen? Oder die Auszeichnung wegen der geballten Kulturlandschaft im Ballungsraum Ruhrgebiet, das jahrelang im Eigenmarketing mit Grossräumen wie London verglichen wurde, was aber knapp an der eigentlichen Sache vorbeiging. London und Paris, Istanbul oder Madrid wachsen und wachsen – das Ruhrgebiet aber schrumpft.</p>
<div id="attachment_4003" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski2.gif"><img class="size-full wp-image-4003" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_herten_wasselowski2.gif" alt="Herten: Das Modellprojekt Ewaldstraße in Herten-Süd verbindet Städtebau mit sozialem Engagement." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Herten: Das Modellprojekt Ewaldstraße in Herten-Süd verbindet Städtebau mit sozialem Engagement.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Bewußtseinsverändernde Kulturpolitik – kann man die rauchen?</strong></span><br />
Wird das Jahr der Kulturhauptstadt das Ruhrgebiet in den Köpfen der Menschen, die dort wohnen, verändern? Werden sich Kulturverständnis und Kulturbegriffe ändern? Oder war alles nur eine Marketingmaßnahme, um den Standort attraktiver erscheinen zu lassen? Wird Kultur wie selbstverständlich ein Begleiter des Lebens und nicht nur der Arbeit sein? Haben am Ende die Bemühungen der „Internationalen Bauausstellung“, die die Industriekultur im Ruhrgebiet salonfähig gemacht hatte, die „Route Industriekultur“, eine Art Wanderweg der Sehenswürdigkeiten oder die „Nacht der Industriekultur“, ein das gesamte Ruhrgebiet umspannender Veranstaltungsmarathon jeweils in einer Sommernacht, am Ende sogar etwas bewegt oder vorbereitet? Werden Ruhris am Ende morgens aufwachen und sich nicht nur fragen, „lebe ich noch?“, sondern darüber hinaus „Bin ich noch von Kultur umgeben?“, wie es für jeden Wiener oder Amsterdamer eine Selbstverständlichkeit ist?</p>
<div id="attachment_4004" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-4004" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski.gif" alt="Recklinghausen/Herten: Im Süden der beiden Städte sind als Wahrzeichen der Halde Hoheward die beiden Meridianbögen zu sehen." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Recklinghausen/Herten: Die Halde Hoheward mit ihrem Wahrzeichen, den beiden Meridianbögen.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Der Fight: Elitäre Konzeptionen gegen platte Volkstümeleien</strong></span><br />
Es gibt die Einlassungen von Basiskulturschaffenden, dass mit Publikation des Programmes der „Kulturhauptstadt 2010“ wieder nur gigantomanische Oberflächenevents, Mainstream halt, gefördert und medial befördert würden: Eben schwerpunktmäßig das Etablierte, das Volkstümliche, die „Nummer Sicher“, die den Begriff der Metropolenweltstadtanwartschaft transportieren soll. Da ist was dran, dennoch kann sich das allgemeine kulturelle Bewußtsein durch die schiere Breitenwirkung, die Selbstverständlichkeit zelebriert, ändern. Das ist der Führerschneehundtouristeneffekt: Im Falle einer Lawine werden alle, tatsächlich alle, mitgerissen. Man kann sich einfach nicht dagegen wehren.</p>
<div id="attachment_4005" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski2.gif"><img class="size-full wp-image-4005" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski2" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_recklinghausen_wasselowski2.gif" alt="Recklinghausen: Die Drachenbrücke verbindet das Gelände der ehemaligen Zeche Ewald mit dem Landschaftspark Hoheward." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Recklinghausen: Die Drachenbrücke verbindet die Gewerbefläche mit dem Landschaftspark.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Risiken und Nebenwirkungen</strong></span><br />
Wird sich sogar im Kulturverständnis der Politik etwas ändern? Wird sich der Ruhri am Ende dazu versteigen, Kultur in jedweder Form habe ihn immer schon umgeben? Es ist wie in einem guten Fernsehkrimi: Die Auflösung kommt zwangsläufig leider erst ganz am Ende – sonst ist es nicht spannend. Das auch Interessante beim Projekt „Kulturhauptstadt 2010“ wird sein, wie dieses Großereignis langfristig auf das Ruhrgebiet einwirken, welches Veränderungspotenzial es haben wird.</p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_dortmund_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-4006" title="endoplast_kulturhauptstadt2010_dortmund_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_kulturhauptstadt2010_dortmund_wasselowski.gif" alt="Dortmund: Die ehemalige Brauereihochburg im östlichen Teil des Ruhrgebietes." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Dortmund: Europas ehemalige Brauereihauptstadt setzt architektonische Akzente.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Fazit: Dicke Bretter stören sehr</strong></span><br />
Wer lang anhaltend kulturbegriffsstutzig ist, hat irgendwann ein dickes Brett vor&#8217;m Kopf. Das Ruhrgebiet wird eine Culturalical Correctness massenkompatibel auf den Weg bringen, damit das Brett dünner wird. Kann das gutgehen? Auch angesichts der üblichen Sparmaßnahmen, die gerade alle wieder umtreiben? Mal sehen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.zwanzig10.de/" title="Zwanzig10 - Blogs zum Thema Kultur / Kulturhauptstadt"><img src="http://www.zwanzig10.de/wp-content/img/logo_start_200.gif" title="Zwanzig10 - Blogs zum Thema Kultur / Kulturhauptstadt" /></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2009%2F11%2F28%2Fdie-kulturuberhauptstadt-cooltour-im-ruhrgebaet%2F&amp;title=Die%20%C3%9Cberhauptstadt%3A%20Cooltour-Ruhrgebaet2010" id="wpa2a_8"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2009/11/28/die-kulturuberhauptstadt-cooltour-im-ruhrgebaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abu Dhabi: Neue Strecke &#8211; letztes Glück für 2009</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2009/10/29/abu-dhabi-neue-strecke-letztes-gluck-fur-2009/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2009/10/29/abu-dhabi-neue-strecke-letztes-gluck-fur-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 18:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Formel 1]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilitätskonzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Motorsport]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=3004</guid>
		<description><![CDATA[Das letzte Rennen wird diesmal nicht traditionell (Brasilien) sondern ultramodern (Abu Dhabi) ausgetragen. Wie man es aus dieser Region nicht anders gewohnt ist, gibt es nur Superlative: Die erste Strecke, die sowohl Stadtkurs als auch feste Strecke ist, die &#8220;durch&#8221; ein Hotel (und was für eins!) führt, die in der Dämmerung beginnt und bei Flutlicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3024" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_Yas-Marina_fliehe.gif"><img class="size-full wp-image-3024" title="endoplast_Yas-Marina_fliehe" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_Yas-Marina_fliehe.gif" alt="xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Das Yas-Hotel: Traum meiner schlaflosen F1-Nächte.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das letzte Rennen wird diesmal nicht traditionell (Brasilien) sondern ultramodern <a href="http://www.yasmarinacircuit.com/default.html">(Abu Dhabi)</a> ausgetragen. <span id="more-3004"></span></strong></span></p>
<p>Wie man es aus dieser Region nicht anders gewohnt ist, gibt es nur Superlative: Die erste Strecke, die sowohl Stadtkurs als auch feste Strecke ist, die &#8220;durch&#8221; ein Hotel (und was für eins!) führt, die in der Dämmerung beginnt und bei Flutlicht endet – eben alles nur vom Feinsten –<a href="http://f1.gpupdate.net/en/videos/gpupdate-net-abu-dhabi-track-guide_229/"> seht selbst</a>!</p>
<p>Und wer hat&#8217;s erdacht? Die Deutschen! Wer genau? Natürlich wieder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Tilke">Hermann Tilke</a>!<a href="http://www.yasisland.ae/FerrariWorld_en_gb.html"> Ferrari</a> hat hier sogar seine eigene Welt&#8230; Big, bigger, Saudi. Unsereins freut sich auf&#8217;s nächste Jahr und auf &#8220;normale&#8221; Rennstrecken.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2009%2F10%2F29%2Fabu-dhabi-neue-strecke-letztes-gluck-fur-2009%2F&amp;title=Abu%20Dhabi%3A%20Neue%20Strecke%20%26%238211%3B%20letztes%20Gl%C3%BCck%20f%C3%BCr%202009" id="wpa2a_10"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2009/10/29/abu-dhabi-neue-strecke-letztes-gluck-fur-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausstellung &#8220;So Sorry&#8221;: Ai Weiwei im Haus der Kunst München</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2009/10/14/ausstellung-so-sorry-ai-weiwei-im-haus-der-kunst-munchen/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2009/10/14/ausstellung-so-sorry-ai-weiwei-im-haus-der-kunst-munchen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 14:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=2843</guid>
		<description><![CDATA[Kunst kann politisch sein, auch heute noch. Chinas Exportschlager Ai Weiwei macht es vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2866" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_aiweiwei_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-2866" title="endoplast_aiweiwei_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_aiweiwei_wasselowski.gif" alt="Ai Weiwei, der Vielgesichtige, stellt die Traditionen auf den Kopf." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Ai Weiwei, der Vielgesichtige, stellt die Traditionen auf den Kopf. </p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Als bekanntester bildender und zugleich einer der bedeutendsten Konzept- und Aktionskünstler Chinas bleibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ai_Weiwei">Ai Weiwei</a> streitbar und bezieht Stellung, was ihm <a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3124226?pageId=487872&amp;moduleId=431902&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=">Repressalien</a> von Seiten des chinesischen Regierungsapparates eingebracht hat. Rund um die emotional sowieso stark aufgeladene <a href="http://www.buchmesse.de/de/fbm/">Buchmesse</a> mit ihrem Ehrengast „China“ und einer Rückschau seiner Werke ab 1998 als Großausstellung im <a href="http://www.hausderkunst.de/">Haus der Kunst</a> in München, hatten sich die Nachrichten um seine Person überschlagen. Was war geschehen?</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Einschüchterung: Operation nach einer Gewalttat</span></strong><br />
Ai Weiwei war bereits seit September in Deutschland, um seine Ausstellung in München vorzubereiten. Er sagt, er sei im August in China in der Provinz Sichuan von (Geheim-)Polizisten in einem Hotelzimmer so <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/architektur/Herzogde-MeuronPartner-von-Polizei-verpruegelt/story/31227931">geschlagen</a> worden, dass er zunächst unter bleibenden Kopf-Schmerzen litt. Als Spätfolge mußte er sich im vergangenem Monat im Klinikum der Universität München am Gehirn operieren lassen. Im Bulletin des Klinikums zu dem Fall ist von einem Hämatom die Rede, das auf das Gehirn gedrückt hat und entfernt werden mußte. Das Haus der Kunst hat dieses Dokument veröffentlicht und damit ein Zeichen gesetzt. Die <a href="http://www.scienceblogs.de/kunst-en-blog/2009/09/ausstellungprojekt-ai-weiwei-im-haus-der-kunst-munchen.php">Ausstellung „So Sorry“</a> ist nicht nur ein ästhetisches Vergnügen, ein Denk- und Assoziationsspiel, sie ist vor allem hoch politisch.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Menschenrechte und Kunst: Ein Statement</strong></span><br />
Die chinesische Regierung hatte ihm – nachdem er seinen Besuch angekündigt hatte – untersagt, die Buchmesse zu besuchen, die sowieso <a href="http://www.epochtimes.de/articles/2009/09/13/490391.html">überschattet</a> war von dem <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/buchmesse2009/index.jsp?rubrik=47016&amp;key=standard_document_38028508">Streit</a> darum, welche <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,648148,00.html">chinesischen Dichter</a> anwesend sein dürfen und welche nicht. Nachdem er aus dem Krankenhaus gekommen war, hat Ai Weiwei am 7. Oktober dazu eine Stellungnahme abgegeben. Er werde die Buchmesse <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,653388,00.html">nicht besuchen</a>, weil er zum einen gesundheitlich noch nicht auf der Höhe und zum anderen mit der Ausstellung befasst sei. Er schloß sein Statement mit folgenden Worten: „Ich bin ein Mensch, der für Redefreiheit, unabhängiges Denken und Individualität mit seinem Werk und in jeder erdenklichen Ausdrucksform kämpft. Ich werde nicht in meinen Bemühungen nachlassen, wenn es um grundlegende Menschenrechte und Werte geht. Es muß klar sein, dass keine Institution – egal ob kommunistische Diktatur oder eine andere politische Allianz – meine Entscheidung [an der Buchmesse] teilzunehmen oder nicht teilzunehmen ändern kann.“ Hier der <a href="http://www.endoplast.de/2009/10/14/konzeptkunst-ai-weiwei/">Eindruck</a> einer Ausstellung in New York:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="545" height="335" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0zj4EXSlWi0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="545" height="335" src="http://www.youtube.com/v/0zj4EXSlWi0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wohl bedachte Positionen: Zwischen Kunst und Politik</strong></span><br />
Ai Weiwei sagt seine Meinung: Ob gegen den <a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~EE372C654300D424EBEEE22E53B8ED0F4~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">westlichen Kapitalismus</a> oder die Willkür im eigenen Lande – er nimmt ein klare Position ein. So ist auch seine Kunst. Sie mischt sich ein, zeigt Sachverhalte augenfällig, macht Leid in seinem Land erfahrbar. Dabei schöpft Ai Weiwei aus dem Gegensatz zwischen Tradition und Moderne im China von heute, für dessen Zerrissenheit er immer wieder neue Darstellungsformen findet.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Ai Weiwei: Eine Kurzbiografie</strong></span><br />
Die Geschichte des Werdegangs des Künstlers in Stichworten: Ai Weiweis Vater Ai Qing war der bekannteste Dichter Chinas. Vom Regime in den Jahren der „Kulturrevolution“ unterdrückt, wurde er gedemütigt, mußte z.B. öffentlich Toiletten putzen und wurde mit seiner Familie verbannt. Nach der Rückkehr war Ai Weiwei 18 und ging danach nach „Amerika“. Ai Weiwei hielt sich dort mit Gelegenheitsjobs über Wasser und entwickelte nebenher Kunstprojekte. Als sein Vater eine Dekade später im Sterben lag, kehrte er 1993 nach China zurück. Der Künstler wurde landesweit bekannt und ist inzwischen ein sehr wichtiges Rad im Kunst- und Kulturgetriebe. Er arbeitet mit Galeristen und Architekten zusammen und hat 2008 das Olympiastadion <a href="http://www.herzogdemeuron-film.com/media/download/birdsnest_presseheft.pdf">„Bird’s Nest“</a> in Kooperation mit den Architekten Herzog &amp; de Meuron mit gestaltet (mit denen er bei einem Projekt im Haus der Kunst auch wieder zusammengearbeitet hat). Hier eine Impression dazu:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="545" height="335" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FynuR_g-ewo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="545" height="335" src="http://www.youtube.com/v/FynuR_g-ewo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nachfolgend ein ausführliches Interview, in dem es unter anderem um Konzeption und Erarbeitung dieses Architekturprojektes ging, das dem Künstler eine internationale mediale Breitenwirkung verschafft hatte, aber auch um sein Kunstverständnis und seine Einflußnahme:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="545" height="335" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ut1_hiG3ANA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="545" height="335" src="http://www.youtube.com/v/ut1_hiG3ANA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Besuch aus Fern-Ost: Auf der Documenta</span></strong><br />
Dies und vor allem seine Präsenz 2007 auf der <a href="http://www.documenta12.de/magazine.html">Documenta 12</a> machten ihn auch hier weithin bekannt. Er reiste dort mit 1.000 Landsleuten an. Ein <a href="http://www.chinesische-gegenwartskunst.de/pages/ausstellungen/ai-weiwei-documenta-12.php">Superlativ</a> nach Aufwand und Umsatz. Das mit 3,1 Millionen Euro teuerste Documenta-Projekt aller Zeiten mit dem Titel: „Fairytale“ (= Märchen) machte für die chinesischen Besucher damit tatsächlich ein Märchen wahr. Nachdem die Gäste zurückgeflogen waren, zeugten 1.001 antike Holzstühle, als Gruppen- bzw. Enzelinstallation verteilt über die gesamte Documenta, von diesem Besuch, den Ai Weiwei als eine Art Bildungsreise ganz im Sinne der Vorgaben der Ausstellung ansah. Deren künstlerischer Leiter Roger M. Bürgel hatte den politischen Ansatz der Ausstellung <a href="http://www.documenta12.de/leitmotive.html?&amp;L=0%20speziell">darin</a> erblickt, „den Besuchern das Gefühl geben&#8230; für die Welt in der wir leben, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Zu wissen, dass man Gestaltungsspielraum hat und ihn auch in Anspruch zu nehmen.“ Hierzu sei ein Bildungsprozess anzustreben, der sich vom Künstler auf das Publikum übertragen solle. Ai Weiwei hat darauf mit seiner Kunst, die man als soziale Skulptur oder Aktion verstehen kann, auf seine unverwechselbare Weise reagiert.<br />
Fotos der Aktion „Fairytale“ sind übrigens auch im Foyer der Münchener Ausstellung zu sehen und bilden so einen Bezug zur Documenta.</p>
<div id="attachment_2920" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_template_hausderkunst_endoplast1.gif"><img class="size-full wp-image-2920" title="aiweiwei_template_hausderkunst_endoplast" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_template_hausderkunst_endoplast1.gif" alt="Den Zufall integriert: Wind und Wetter brachten &quot;Template&quot; auf der Documenta zu Fall und gaben ihm seine endgültige Gestalt. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Den Zufall integriert: Wind und Wetter brachten &quot;Template&quot; auf der Documenta zu Fall und gaben ihm seine endgültige Gestalt. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das alte „Template“ auf der Documenta</strong></span><br />
Auf der <a href="http://http://www.rundgang-kunst.de/portal/hublog/?p=52&amp;picture_id=51">Documenta</a> wurde darüber hinaus im Außenbereich die Installation <a href="http://www.flickr.com/photos/architektur/sets/72157600411988888/">„Template“</a> errichtet, eine 12 Meter hohe Skulptur, die aus Fenstern und Türen von Abrisshäusern der Ming- und Qing-Dynastie bestand. Ein Template ist eine „Vorlage“, die man als Ausgangspunkt nehmen kann, die viel vorgibt, von der man sich aber auch weit entfernen kann. Die Skulptur wurde von einem Unwetter <a href="http://www.artlog.de/documenta-12-turm-von-ai-weiwei-fallt-in-sich-zusammen/">umgerissen</a>, fiel aber so ästhetisch in sich zusammen, dass der Künstler sie in dieser zusammengefallenen Form nun wieder im Haus der Kunst präsentiert.</p>
<div id="attachment_2904" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_rootedupon_hausderkunst_endoplast.gif"><img class="size-full wp-image-2904" title="aiweiwei_rootedupon_hausderkunst_endoplast" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_rootedupon_hausderkunst_endoplast.gif" alt="Die Raum-Baum-Installation &quot;Rooted upon&quot; bleibt auf dem Teppich &quot;Soft Ground&quot;, der eigens für die Ausstellung geschaffen wurde und Bezug auf den Ausstellungsort nimmt." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die Raum-Baum-Installation &quot;Rooted upon&quot; bleibt auf dem Teppich &quot;Soft Ground&quot;, der eigens für die Ausstellung geschaffen wurde und Bezug auf den Ausstellungsort nimmt. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das neue „Template“ im Haus der Kunst</strong></span><br />
Tatsächlich: Der <a href="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/?tag=template">Zufall</a> steht dem gecrashten Werk nicht schlecht. Aus den senkrechten Geraden, die nach zwar stehender aber fragiler (neuer) Architektur aussahen, die sich vielleicht nicht lange wird halten können, ist ein liegender, organischer Holzfächer geworden, der in seiner kreisenden Form, fast eine Zeitachse abbildet und damit Alt und Neu vereint. Dabei hatte der Künstler sicher den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion">dekonstruktivistischen</a> Kontrast im Sinn: Zwischen der alten Bautradition und dem heutigen ungezügelten Wachstum, bei dem Menschen teils zwangsweise aus ihren Häusern vertrieben wurden, um Neuem Platz zu machen. Fast nach dem Motto „Mit Bulldozern gegen Traditionen“.</p>
<div id="attachment_2901" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_thewave_hausderkunst_endoplast.gif"><img class="size-full wp-image-2901" title="aiweiwei_thewave_hausderkunst_endoplast" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_thewave_hausderkunst_endoplast.gif" alt="Tradition des Motivs kontrastiert mit der Machart der Moderne: &quot;The Wave (Prototype)&quot;. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Werk mit lang zurück reichenden Wurzeln: &quot;The Wave (Prototype)&quot;. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Doppeldeutige Botschaft: „So Sorry“</strong></span><br />
Seine aktuelle Ausstellung in München, die am vergangenen Sonntag eröffnet wurde und sich über das gesamte Haus der Kunst erstreckt, steht unter dem Motto „So Sorry“. Was das bedeutet? Was macht ein Politiker, wenn ein Skandal publik wird? Er entschuldigt sich mit Nachdruck. Ändert das etwas? „Nicht wirklich“ könnte man meinen. Die Entschuldigung des Politikers (oder der Gesellschaft) als Ablenkungsmanöver, damit nicht weiter nachgegefragt wird? Das <a href="http://www.monopol-magazin.com/termine/muenchen-haus-der-kunst-ai-weiwei">„So Sorry“</a> wirkt in diesem Zusammenhang wie politischer oder sozialer Zynismus und erhält so seine künstlerische Relevanz.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Erinnerungsarbeit: Kunst als Gedenkstätte</strong></span><br />
Die Fassade des Haus der Kunst jedenfalls ziert die exklusiv dafür kreierte Installation „Remembering“, bestehend aus 9.000 Schulrucksäcken in fünf Farben. Ai Weiwei erinnert damit an die 80.000 Erdbebenopfer von 2008. Bei diesem Erdbeben sind unter anderen Tausende Schulkinder wegen Pfusch am Bau in eingestürzten Schulen ums Leben gekommen. 4.000 Namen solcher Kinder hat Ai Weiwei trotz Widerstand der Regierung auf seiner Website veröffentlicht. Die Rucksäcke formen in chinesischen Schriftzeichen den Satz „Sieben Jahre lang lebte sie glücklich in dieser Welt&#8221; – das Zitat der Mutter eines Erdbebenopfers.</p>
<p>Ein weiteres, eigens für die Ausstellung geschaffenes Werk ist der geknüpfte Teppich <a href="http://www.ruhrbarone.de/kunst-ai-weiwei-in-munchen-oder-wie-ein-weicher-teppich-die-harte-geschichte-offenbart/">&#8220;Soft Ground&#8221;</a>, der originalgetreu den Boden des Ausstellungsraumes nachbildet.</p>
<div id="attachment_2906" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_remembering_hausderkunst_endoplast.gif"><img class="size-full wp-image-2906" title="aiweiwei_remembering_hausderkunst_endoplast" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/aiweiwei_remembering_hausderkunst_endoplast.gif" alt="Dimensionssprengend: Der Tod tausender Schüler dokumentiert mit &quot;Remembering&quot;, das über 100 m lang und fast 10 m hoch die Fassade des Haus der Kunst dominiert. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Dimensionssprengend: Der Tod tausender Schüler dokumentiert mit &quot;Remembering&quot;, das über 100 m lang und fast 10 m hoch die Fassade des Haus der Kunst dominiert. Abbildung mit Genehmigung des Haus der Kunst, München</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>„So Sorry“: Eine relevante Ausstellung</strong></span><br />
Das Haus der Kunst, das sehr engagiert an das Projekt „So Sorry“ herangegangen ist, gibt einem großen Künstler den Raum, Fragen aufzuwerfen, übrigens auch in einem eigenen informativen <a href="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/">Ai Weiwei-Blog</a>. Ai Weiwei ist im Augenblick vielleicht der politischste Künstler, ein Künstler, der den Graben zwischen seinem Schaffen und konkreter Einflußnahme überwunden hat. Ein Glücksfall für eine zu oft elitäre internationale Kunstszene, die sich oft genug von der Basis der Verständlichkeit und Relevanz für die Gesellschaft entfernt hat. Seine visuelle Sprache schafft Zugänge, ist wenig abgehoben und doch von großer Symbolkraft. Sein Drang, mit dem Publikum über seine Werke zu kommunizieren, scheint die Ausstellung zu durchdringen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2009/10/14/ausstellung-so-sorry-ai-weiwei-im-haus-der-kunst-munchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Duisburg: Die &#8220;Stadt Montan&#8221; wird austauschbar</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2009/09/23/duisburg-die-stadt-montan-wird-austauschbar/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2009/09/23/duisburg-die-stadt-montan-wird-austauschbar/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 18:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt2010]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Städteplanung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=1822</guid>
		<description><![CDATA[Eine Stadt wird nicht nur durch auf- und aneinander plazierte Steine gebaut, sondern auch durch die freien Räume zwischen den Bauten. Sie geben den Steinen ihren Charakter, durch sie bekommen die Steine erst ihre Ausstrahlung. Duisburg verändert sich – ob zu seinem Vorteil bleibt wohl eine Geschmacksfrage. In Duisburg geboren und 20 Jahre aufgewachsen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2424" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_lifesaver2_fliehe.gif"><img class="size-full wp-image-2424" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_lifesaver2_fliehe.gif" alt="endoplast_lifesaver2_fliehe" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Fast schon das berechtigte Wahrzeichen der Stadt Duisburg: Der Lifesaver-Brunnen von Niki de Saint Phalle (1930-2002) .</p></div>
<p><strong><span style="color: #ff0000">Eine Stadt wird nicht nur durch auf- und aneinander plazierte Steine gebaut, sondern auch durch die freien Räume zwischen den Bauten. <span id="more-1822"></span>Sie geben den Steinen ihren Charakter, durch sie bekommen die Steine erst ihre Ausstrahlung. Duisburg verändert sich – ob zu seinem Vorteil bleibt wohl eine Geschmacksfrage.</span></strong></p>
<p>In Duisburg geboren und 20 Jahre aufgewachsen – nun schon seit 30 Jahren nur noch zu Besuch dort – fallen mir immer wieder Dinge auf, die mich traurig stimmen. Ich will gar nicht sagen, dass früher alles besser war – im Gegenteil, mir fällt auch vieles auf, was jetzt langsam und stückchenweise wieder zum Leben erweckt wird, wie der Innenhafen und der Zugang zum Rhein. Aber da ich nun mal deutsch bin, muß ich wohl erst meinen Frust über das, was mir nicht gefällt, loswerden, um mich dann über die schönen Seiten unbeschwert freuen zu können.</p>
<p>Hier also ein paar Beispiele rund um den König-Heinrich-Platz in Wort und Bild, die – ich will es mal so nennen – Menschlichkeit im öffentlichen Raum vermissen lassen.</p>
<div id="attachment_2412" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_rasen_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-2412" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_rasen_flieher.gif" alt="endoplast_rasen_flieher" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Für alles gibt es einen vorgeschriebenen Raum, der nicht überschritten werden darf.</p></div>
<p><span style="color: #993366"><strong>1. Höchststrafe: Rasen lebenslänglich inhaftiert.</strong></span></p>
<p>Wo früher eine begehbare Rasenfläche zum Verweilen einlud, finden wir heute stylisch eingerahmt, höhergelegt – womit sich die Hinweistafel: &#8220;Bitte nicht betreten!&#8221; überflüssig macht – und abends beleuchtet mehrere Quadrate unkrautresistenten Designrasens. Von den Skulpturen, die auf der ehemaligen Rasenfläche standen, fristet eine ihr entwürdigendes Dasein zwischen parkenden Autos auf der Düsseldorfer Straße.</p>
<p>Das neue &#8220;Rasenkonzept&#8221; mag zwar interessant aussehen – und ich gestehe, dass ich die Idee anfangs auch gelungen fand – aber &#8220;gemütlich&#8221; ist das nicht mehr. Es erinnert vielmehr an die <a href="http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/47/duisburg_46.jpg">Vorkriegs-Postkarten</a>, auf denen ein eingezäunter Rasen zu sehen ist, in gewisser Weise also &#8220;back to the roots&#8221;. Der Mensch findet hier im wahrsten Sinne nur noch am Rande statt, auf dessen vorgefertigte Sitzgelegenheiten er sich (gesittet!) niederlassen kann.</p>
<div id="attachment_2413" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_dutheat2_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-2413" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_dutheat2_flieher.gif" alt="Der weiße Riese Duisburgs." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Der weiße Riese Duisburgs.</p></div>
<p><strong><span style="color: #993366">2. Geschminktes <a href="http://www.duisburg.de/theater/theater_duisburg/geschichte.php">Stadttheater</a>.</span></strong></p>
<p>Das Duisburger Theater ist eines der wenigen übriggebliebenen, wenn auch rekonstruierten, alten Theaterbauten im Revier. Als solches habe ich es geliebt. Der neue blütenweiße Anstrich mag es zwar von weitem leuchten lassen, aber es wirkt genauso unnatürlich wie künstliche, grellweiße Zähne. Der dunklere Farbton, die hell abgesetzten Säulen und andere Elemente sowie die Textur der originalen Steine gingen verloren. Was wir heute sehen, ist ein stark geschminktes Gesicht, keine atmenden Gesichtsporen.</p>
<p>Die <a href="http://www.duisburgweb.de/DU_historisch_heute/K.htm">Renovierung</a> (wenn man hier im Link etwas scrollt, findet man alte Schwarzweiß-Ansichten des Theaters, auf denen erkennbar ist, dass es ursprünglich keineswegs &#8220;blütenweiß&#8221; war) wäre ein Anlaß gewesen, die ursprüngliche Ansicht zu rekonstruieren, um den Gegensatz zur umliegenden modernen Architektur deutlich zu machen. Zupinseln war natürlich kostengünstiger. Da wundert es mich wenig, dass noch nicht einmal die Stadt Duisburg das Bauwerk zu seinen <a href="http://www.duisburg.de/freizeit/tourismus_freizeit/sehenswertes/102010100000092869.php">Sehenswürdigkeiten</a> zählt&#8230;</p>
<div id="attachment_2414" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_karstadt_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-2414" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_karstadt_flieher.gif" alt="Schöne neue Welt - Leitern ins Jenseits?" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Schöne neue Welt – eine Leiter ins Jenseits oder was mag sie bedeuten? (Das zu ergründen fehlte mir die Motivation – vielleicht weiß es jemand.)</p></div>
<p><strong><span style="color: #993366">3. Adieu <a href="http://www.duisburg-bilder.de/index.html">Heiratsmarkt</a>* (Für alle Nicht-Duisburger: Unter Schülern der 70er Jahre umgangssprachlicher Name des überdachten Vorplatzes des ehemaligen Karstadt-Hauses).</span></strong></p>
<p>Wo wir uns vorgestern nach der Schule trafen, ist heute alles zugebaut. Der Gigantismus des CityPalais setzt sich hier und am nebenstehenden Forum (welch&#8217; geschichtsträchtige Bezeichnung für einen weiteren schnöden Konsum&#8221;tempel&#8221;) konsequent fort.</p>
<p>Auf das CityPalais selbst möchte ich hier nicht näher eingehen, weil ich Anhänger der alten Mercatorhalle bin, die vielleicht inzwischen altmodisch anmutete, aber dafür elegant zurückhaltend wirkte und eine würdigere Nachfolge verdient hätte, als eine, der man den Kostenaspekt auf den ersten Blick ansieht.</p>
<p>Ich frage mich, ob die Architekten hier Maßstäbe vertauscht haben oder davon ausgingen, die Gebäude ständen auf der grünen Wiese. Jedenfalls wirken sie  schlicht eine Nummer zu groß für den Standort. Klotzen ist halt nicht immer besser als kleckern&#8230;</p>
<div id="attachment_2415" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_front_flieh.gif"><img class="size-full wp-image-2415" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_front_flieh.gif" alt="Den Himmel (ganz oben rechts) zugebaut." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Den Himmel (ganz oben rechts) zugebaut.</p></div>
<div id="attachment_2416" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_back1_flieh.gif"><img class="size-full wp-image-2416" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_back1_flieh.gif" alt="Die Welt mit modernen &quot;Brettern&quot; vernagelt." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die Welt mit modernen &quot;Brettern&quot; vernagelt: Grau in grau, abtropfen an glatten Wänden.</p></div>
<p><span style="color: #993366"><strong> 4. Kein Forum für Raum zum Atmen.</strong></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000">Das Forum von vorne und hinten gesehen. Auf der Königstraße wird man bereits von der Front erschlagen, wo früher ein Minipark zum kurzen Ausruhen einlud (und ganz früher sogar Wasserspiele). Die wahre Größe – leider nur in der einseitigen Wortbedeutung – des bebauten Areals offenbart sich erst, wenn man die kleinen Nebenstraßen von damals sucht. </span></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000">Die gibt es nämlich entweder nicht mehr oder sie werden von kahlen Neubauwänden in die Zange genommen. Man läuft buchstäblich vor die Wand&#8230;</span><strong><br />
</strong></span></p>
<div id="attachment_2417" class="wp-caption alignnone" style="width: 566px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_back2_flieh.gif"><img class="size-full wp-image-2417" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_forum_back2_flieh.gif" alt="Das Alte in den Schwitzkasten genommen." width="556" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Das Alte in den Schwitzkasten genommen.</p></div>
<p><span style="color: #993366"><strong> 5. Entseeltes Gebäude.</strong></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000">Hinter dieser Fassade ist nichts mehr, wie es mal war, schlimmer noch: Der Neubau hat sich die Fassade einverleibt und sie zu einem Teil seiner Selbst gemacht. Architektur ohne das geringste Feingefühl.</span><strong><br />
</strong></span></p>
<div id="attachment_2418" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_kantpark1_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-2418" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_kantpark1_flieher.gif" alt="Im Kantpark klaffen Löcher..." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Im Kantpark klafft ein &quot;befestigtes Loch&quot;...</p></div>
<div id="attachment_2422" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_kantpark2_flieher1.gif"><img class="size-full wp-image-2422" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_kantpark2_flieher1.gif" alt="... neben Grabsteinen, wo früher Schüler die Wiese bunt werden ließen." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">...neben &quot;Grabsteinen&quot;, wo früher Schüler die Wiese lebendig werden ließen.</p></div>
<p><span style="color: #993366"><strong> <span title="Zur Detailansicht.">6. Kant-Park: Über Geschmack läßt sich nicht disputieren. (Immanuel Kant)</span></strong></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000"><span title="Zur Detailansicht.">Der Kant-Park, seufz, hier haben wir früher den Ferienbeginn mit ausgiebigen Gelagen (Details bleibe ich jetzt mal schuldig&#8230;) gefeiert. Ich gebe zu, dass ich nicht weiß, ob die Wiese heute noch ein Schülertreffpunkt ist – ich würde mich hier jedenfalls nicht mehr wohlfühlen. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000"><span title="Zur Detailansicht.">In der Mitte ein mit Steinen ausgekleidetes großes Loch und im Hintergrund überdimensionale &#8220;Grabsteine&#8221;. Auf mich wirkt das nicht sehr einladend. Aber wahrscheinlich vermisst das auch niemand, ich schätze, die Schüler von heute sitzen vorm Rechner&#8230; Ein Schicksal, das mich erst Jahrzehnte später ereilte – glücklicherweise.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #993366"><span style="color: #000000"><span title="Zur Detailansicht.">* Es läßt sich leider nur auf die Startseite verlinken. Von da aus auf &#8220;Frühere Innenstadt, Karstadt (1) bis (5)&#8221; gehen. Der unter diesem Link gezeigte Heiratsmarkt entspricht nicht mehr dem &#8220;Original&#8221; der 70er Jahre, da man ihn bereits um ca. die Hälfte verkleinert hatte. Die Fotos des Abrisses sind aber sehr eindrucksvoll und dokumentieren den Verlust des &#8220;freien Blicks auf den Himmel&#8221;.<br />
</span></span></span></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2009%2F09%2F23%2Fduisburg-die-stadt-montan-wird-austauschbar%2F&amp;title=Duisburg%3A%20Die%20%26%238220%3BStadt%20Montan%26%238221%3B%20wird%20austauschbar" id="wpa2a_12"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2009/09/23/duisburg-die-stadt-montan-wird-austauschbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>5. September: Ausstellung &#8220;Architektur im Aufbruch&#8221;</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2009/09/05/5-september-ausstellung-architektur-im-aufbruch/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2009/09/05/5-september-ausstellung-architektur-im-aufbruch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 18:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[60er Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Beton]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoplast.de/?p=1720</guid>
		<description><![CDATA[Dies ist ein Loblied auf eine Ausstellung, die Gefahr läuft, nicht wahrgenommen zu werden. Es geht um Architektur, ums Ruhrgebiet, um die 60er Jahre. Und wenn man will, um viel mehr. Eher zufällig war ich dort hineingeraten, in Begleitung einer Freundin aus London, selbst Ausstellungsmacherin und architekturbesessen. Unsere anfängliche Skepsis über Thema (zu groß?) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1730" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus01_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1730" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus01_flieher.gif" alt="Der Ausstellungsort und gleichzeitig -gegenstand." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Der Ausstellungsort und gleichzeitig -gegenstand.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000"><strong>Dies ist ein Loblied auf eine Ausstellung, die Gefahr läuft, nicht wahrgenommen zu werden. <span id="more-1720"></span>Es geht um Architektur, ums Ruhrgebiet, um die 60er Jahre. Und wenn man will, um viel mehr.</strong></span></p>
<div id="attachment_1831" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus02a_flieher1.gif"><img class="size-full wp-image-1831" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus02a_flieher1.gif" alt="erster Eindruck" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Erster Blick in den Ausstellungsraum.</p></div>
<p>Eher zufällig war ich dort hineingeraten, in Begleitung einer Freundin aus London, selbst Ausstellungsmacherin und architekturbesessen.</p>
<div id="attachment_1829" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus06a_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1829" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus06a_flieher.gif" alt="Das Entree" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Das Entree zur Ausstellung.</p></div>
<div id="attachment_1735" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus07_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1735" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus07_flieher.gif" alt="Zeitgenössisches Design der 60er Jahre: Den Fön links hatte ich auch mal..." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitgenössisches Design der 60er Jahre: Den Fön links hatte ich auch mal... </p></div>
<p>Unsere anfängliche Skepsis über Thema (zu groß?) und Ort (zu sakral?) verflog schnell. Der Ort ist ein kontextbezogenes physisches Ereignis und perfekt gewählt.</p>
<div id="attachment_1732" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus03_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1732" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus03_flieher.gif" alt="der" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die 60er Jahre Architektur der Kirche, gigantisch und doch filigran.</p></div>
<div id="attachment_1747" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus04_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1747" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus04_flieher.gif" alt="Impressionen aus dem Kircheninnenraum." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Impressionen aus dem Kircheninnenraum.</p></div>
<div id="attachment_1748" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus05_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1748" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus05_flieher.gif" alt="dito." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Kirche des Lichts: Eine bunte Pracht.</p></div>
<p>Das Thema wird an Einzelbeispielen entwickelt, die Duisburg und das Ruhrgebiet in einen internationalen Zusammenhang bringen.</p>
<div id="attachment_1739" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus11_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1739" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus11_flieher.gif" alt="Die Ausstellung spielt sich standesgemäß auf Tischen ab, die den Charakter des Arbeitstisches eines Architekten haben." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die Ausstellung spielt sich standesgemäß auf Tischen ab, die den Charakter des Arbeitstisches eines Architekten haben. Nicht zu vergessen sind auch die Inhalte der Planschränke (im Hintergrund).</p></div>
<div id="attachment_1740" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus12_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1740" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus12_flieher.gif" alt="Architekturmodell." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Architekturmodell aus der Nähe.</p></div>
<p>Abseits der Konzeption oder auch an ihr entlang bietet die Ausstellung reichlich Stoff zum Diskurs, über Architektur als Idee ( „Wohnstadt Wulfen“), über „Raum und Gefühl“, „Architektengurus und ihre Erben“ etc.</p>
<div id="attachment_1832" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus09a_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-1832" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/09/endoplast_aus09a_flieher.gif" alt="Die Tische sind multimedial mit Bild und Ton versehen." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die Tische sind multimedial mit Bild und Ton versehen.</p></div>
<p>Zwei Stunden lang waren wir im Gespräch, zum Teil entspannt in anatomisch geformten Plastiksesseln im Sixties-Look.</p>
<p>Das ist mehr, als manch hochgelobtes Museum zu leisten vermag.</p>
<p>Unbegreiflicherweise waren (und blieben) wir in dieser Zeit die einzigen Besucher. Höchste Zeit, dass sich das ändert &#8211; unbedingt reingehen!</p>
<p>Text: Doc Langue</p>
<h4 style="padding-left: 30px"><span style="color: #000000"><strong>„<a href="http://www.mai-nrw.de/Architektur-der-60er-70er.110.0.html">Architektur im Aufbruch</a> – Planen und Bauen in den 60er Jahren“.  Liebfrauenkirche, Duisburg (24. August bis 18. Oktober 2009)</strong></span></h4>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2009%2F09%2F05%2F5-september-ausstellung-architektur-im-aufbruch%2F&amp;title=5.%20September%3A%20Ausstellung%20%26%238220%3BArchitektur%20im%20Aufbruch%26%238221%3B" id="wpa2a_14"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoplast.de/2009/09/05/5-september-ausstellung-architektur-im-aufbruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

