Archive | Film

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Glassbausteine staunen

Posted on 16 Mai 2013 by Ralf Wasselowski


GoogleGuckpf. Apple war noch vor kurzem das innovativste Unterhaltungstechnik-Unternehmen mit Megaerfolg. Mit dem Apple IIc, dem Mac, mit dem iMac, dem iPod, iPhone, iTunes und iPad setzte Apple Maßstäbe. Inzwischen hat Google’s Android-Smartphone- und Tablet-Betriebssystem, was die Nutzuerzahlen anbelangt, Apple überholt. Und Google, das gerade sein soziales Netzwerk Google+ wunderbar gepimpt hat, legt weiter nach, mit Google Glass und der Vision eines Autos, das von alleine fährt. Google’s Aktienkurs reagiert dementsprechend, nie war er höher als heute. Aber man fragt sich ja, wie solche Visionen wie Google Glass in der Wirklichkeit funktionieren. Hier im Video ist das zu sehen: Google Glass im Alltag. Jetzt wird klar, was das soll. Übrigens verbindet Google in seinem Google+ alle seine Dienste zu einem extrem leistungsfähigen Ganzen. Konfortable Foto-Funktionen, Geolokations-Dienste wie Google Maps oder Google Drive mit Office-Funktionalität – das sind viele kleine innovative Bausteine, die in der Cloud schon lange State of the Art sind. Der User profitiert letztlich vom harten Wettbewerb zischen Apple, Google und Facebook. Kommentieren.

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Mau- und Clownseuche

Posted on 11 Mai 2013 by Ralf Wasselowski

GefühlsKlau’n. Manchmal hat man nichts zu lachen im Leben, dann könnte man ganz gut ein Schellen an der Tür gebrauchen, davor müsste der Paketmann mit einem Paket stehen, aus dem ein Clown springt, der einem das Unheil erträglicher macht. Stephen Sondheim, ein erfolgreicher Musical-Komponist und -Texter – er hat zum Beispiel den Text zu „West Side Story“ geschrieben – hat das Stück 1973 für das Broadway-Musical „A Little Night Music“ geschrieben, das Ingmar Bergman’s Film „Das Lächeln einer Sommernacht“ adaptiert hatte. Die Titel des Liedes „Send in the Clowns“ bezieht sich im übertragenen Sinne auf eine Theateraufführung, die nicht gut läuft und zum Erfolg gebracht werden soll, indem man Clowns auftreten lässt, also jene Leute, die Witze machen und das Publikum damit zum Lachen bringen. Gesungen wurde das Lied im Musical in einer Situation als eine Frau einem Mann einen Heiratsantrag macht, der aber ablehnt, weil er gebunden ist. Der Song wurde später vielfach gecovert unter anderem von Frank Sinatra, Barbra Streisand, Shirley Bassey, Cher oder Grace Jones. Im Video interpretieren Van Morrison (Gesang) und Chet Baker (Trompete) den Jazz-Standard sehr gefühlvoll und gut aufeinander abgestimmt. Ein Textauszug aus dem Lied: „Just when I’d stopped opening doors/Finally knowing the one that I wanted was yours/Making my entrance again with my usual flair.” Also etwa: „Gerade als ich aufgehört hatte, Türen zu öffnen/obwohl ich letztlich wußte, dass es die deine war, durch die ich gehen wollte/Verließ ich mich wieder auf mein Gefühl, um den Zugang zu finden.“ Kommentieren.

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David Foster Water-Lou

Posted on 10 Mai 2013 by Ralf Wasselowski

DavidFosterWallaceiath. Das Büchlen von David Foster Wallace, „This is Water“/„Das hier ist Wasser“, gibt es auch in Deutschland zu kaufen, es ist dünn und die Kritiker hat es nicht so vom Hocker gehauen, weil es wohl eher als eine der Devotionalien gilt, die man posthum veröffentlicht, wenn ein überaus berühmter Autor gestorben ist. Man fleddert, was sein Archiv hergibt. Ob der Autor selbst das Werkchen für veröffentlichungswert gehalten hätte, darf speziell in seinem Fall bezweifelt werden. Als Beigabe zu einer Kurzgeschichtensammlung vielleicht, aber als eigenes Büchlein? Als Hörbuch? Als Film? Es ist noch nicht einmal ein von ihm geschriebenes Werk sondern genau genommen die Verschriftlichung einer Rede, die er 2005 gehalten hat. Was man wissen sollte: Es handelt sich um eine sogenannte „Commencement Speech“ oder auch „Commencement Address“, die an Universitäten gehalten werden, um Studenten, die graduieren, zu motivieren. Vor diesem Hintergrund ist die Rede dann doch wieder zumindest beachtenswert. Denn David Foster Wallace vermittelt den Studenten eher, wie schlimm der Alltag werden wird. Bruder und Schwester Matthew Freidell und Allison Freidell haben nun sogar den (kurz-)Film zum Buch zur Rede gedreht. Man kann das witzig finden, weil aus einer Rede über etwas relativ Unbedeutendes ein kleiner feiner Film geworden ist oder das als hemmungslose Aufplusterung empfinden: Ein Medien-Reizüberflutungs-Schicksal. Kommentieren.

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Zeitraffer-Zeitlupings

Posted on 07 Mai 2013 by Ralf Wasselowski

GeballtVerherrlichung. Wie sehr die Zeit vergeht und was in einer extrem kurzen Zeitspanne tatsächlich geschieht, das kann man am besten sehen, wenn Zeit zusammengefasst und komprimiert wird – im Zeitraffer. Sieht man die Zeitraffer, rafft man die Zeit besser. Kommentieren.

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Bewegende Atome

Posted on 01 Mai 2013 by Ralf Wasselowski

AtHome. Die Hauptdarsteller sind für einen Film immer sehr wichtig. Hier hat ein großes Computerunternehmen Atome zu Hauptdarstellern eines kleinen Filmes gemacht. Die Figur, die im Film zu sehen ist, ist tatsächlich aus Atomen zusammengesetzt, was ziemlich unglaublich ist. Atome und deren Aufenthaltsort beeinflussen oder einiger maßen voraussagen zu können ist für die Physik, speziell für die Quantenmechanik, sehr wichtig. Vorstellbar sind völlig neue Speichermedien und völlig neue Computersysteme. Am Quanten-Computer wird ja schon lange geforscht. Was also hier so witzig aussieht, wird die Welt ganz entscheidend verändern. Der alte Traum der modernen Physiker, mit den Atomen selbst Ping-Pong spielen zu können – jetzt ist er Wirklichkeit geworden. Kommentieren.

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H2O-5m80-Giraffen

Posted on 30 April 2013 by Ralf Wasselowski

GierAffen. Hervorragend animierter Kurzfilm von Nicolas Devaux. CGI-Technik, die die Giraffen sehr natürlich in diesem surrealen Umfeld wirken lässt. Kommentieren.

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Ei, schön: Das 1. iPhone

Posted on 20 April 2013 by Ralf Wasselowski

Jobs-Center. (Achtung, leider hat das Video am Anfang zwei kleine Wiederholungsaussetzer. Lohnt sich aber trotzdem sehr. Innerhalb des weltweiten digitalen Lebens ist das vielleicht der wichtigste historische Moment.)  Zu sehen ist hier einer der legendären Vorträge des noch legendäreren damaligen Apple-CEO Steve Jobs, (der am 5. Oktober 2011 gestorben war). Wie immer ging es in der Veranstaltung um viel Eigenlob und quasireligiöse Hingabe an die Segnungen der Technik. Der perfekt organisierte Vortrags-Event stellte nicht nur das iPhone vor sondern transportierte unter permanenter Selbst-Belobigung die komplette Apple-Philosophie und alle ihre Leistungen. Aus der Luft gegriffen ist das alles jedoch nicht – erste grafische Benutzeroberfläche für den Massenmarkt, Erfindung des Desktop-Publishing, erster PC mit Maussteuerung, der iPod mit Trackwheel und weitere Design- und Benutzerinnovationen, man denke nur an das Transparent-Design des damaligen iMac, der das Produktdesign weltweit revolutionierte oder überhaupt an die All-in-One-Produktlinie dieses edlen Desktop-Computers bis zum heutigen Tage. 2007 also hat Jobs in San Francisco das erste iPhone vorstellt. Damit sollte er die digitale Welt noch einmal viel mehr als vorher umkrempeln. Bis dahin waren Smartphones mit recht kleinen Bildschirmen und physikalischen Tastaturen vorhanden, ein Klapphandy von Nokia z.B. vor allem aber der Black Berry. Jobs stellte das erste ausgereifte Smartphone mit Gestensteuerung vor, mit einem großen formatfüllenden Bildschirm, mit virtueller Tastatur und mit ganz neuen kommunikativen Möglichkeiten. In der Präsentation verkauft Jobs das iPhone als Dreifachgerät: Als Telefon, als Widescreen-iPod und als Internet Kommunikationsmaschine. Vor allem wurde damit das App-Konzept eingeführt, das softwaremäßig alles verändern sollte und in gewisser Weise heute das ganze Internet umgekrempelt hat. Das Smartphone ist inzwischen das weltweit weit verbreitsteste Kommunikationsmaschinchen und Vorläufer der Tablets. Es dient als universeller Taschencomputer der den persönlichen Freiheiten genauso dient wie der persönlichen Permanentüberwachung. Das Smartphone hat ganz neue ökonomische Modelle möglich gemacht und viele alte enden lassen. Es ist der Inbegriff der orwellschen Überwachung und übertrifft diese bei weitem und es hat den Menschen bezüglich der Erweiterung seiner Möglichkeiten noch enger mit der Technologie verschmolzen. Mal sehen, wer am Ende übrig bleibt. Kommentieren.

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Banken(ve)r(f)ettung

Posted on 04 März 2013 by Ralf Wasselowski

BankPunk. Die Politik wollte diesmal aus den Fehlern, die in der Weltwirtschaftskrise zwischen 1928-30 gemacht worden waren, lernen. Damals hatte man Banken pleite gehen lassen. Es hatte eine fatale Kettenreaktion gegeben, bei der zum einen Groß-Anleger ihre Gelder abzogen, weil sie kein Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit von Geldinstituten und Ländern hatten, zum anderen fehlte auch das Vertrauen der kleinen Sparer, die ebenfalls zu ihren Banken gingen und ihr Geld abheben wollten. Als nun die aktuelle Weltwirtschaftskrise begonnen hatte, ging dieses Gespenst und damit eine große Angst um. Es hatte 2008 mit der Insolvenz der vergleichsweise kleinen Bank Lehman Brothers begonnen, die nicht vom amerikanischen Staat gestützt worden war. Es ging danach zum Beispiel auch für Deutschland darum, Vertrauen zu schaffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel war alarmiert und beruhigte die Bundesbürger damalig, dass ihre Einlagen sicher seien und dass der Staat dies garantiere. Die europäische Zentralbank vergab an notleidende Länder wie Griechenland, Irland oder Spanien Stützkredite. So weit, so gut. Die Märkte konnten beruhigt werden und das, was zur Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre geführt hatte, konnte zunächst verhindert werden: Es gab nach dem Crash der Lehman-Brothers zwar einen weltweiten unkontrollierbaren Domino-Effekt, dem konnte aber Einhalt geboten werden. Aber wie lange? Mancherorts wird bezweifelt, ob ein immer noch möglicher Staatsbankrott Griechenlands oder ob die schwächelnden Staaten Irland, Spanien oder Italien nicht doch Europa in den Abgrund reissen werden. Letztendlich hat der Steuerzahler die Finanzzocker unterstützt und ihre Schulden bezahlt, damit die Weltwirtschaftskrise nicht völlig aus dem Ruder läuft. Anstatt dessen, dass Banken pleite gehen, haben die Bürger weniger Geld und sind Unternehmen pleite gegangen. Millionen Arbeitsplätze wurden dabei vernichtet. Die Arte-Dokumentation „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ stellt eine ganz einfache Frage: Wohin sind all die Unterstützungsmilliarden der Staaten geflossen? Die Frage wird auch eindeutig beantwortet: Zum Beispiel an deutsche Kriditinstitute wie die Deutsche Bank, die ansonsten auch hätte pleite gehen können, wenn sie auf ihre Forderungen hätte verzichten müssen. Dabei sind manche Probleme, wie sie die irische Volkswirtschaft hat, aber tatsächlich hausgemacht. Bis jetzt wurde die unkontrollierbare und verheerende Verarmung der 1930er-Jahre, die auch Kulisse für den 2. Weltkrieg gewesen war, durch eine kontrollierte Verarmung ersetzt, wie sie vor allem in Griechenland zu finden ist. Es scheint widersinnig zu sein, dass Otto Normalverbraucher das bankensystem stützt und dabei selbst vor die Hunde geht. Kommentieren.

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Ingolorious Bradstnerds (3)

Posted on 28 Februar 2013 by Ralf Wasselowski

TaranKino. Teil 3 des Interviews mit Brad Pitt und Quentin Tarantino. So wie Ingo von der Tankstelle ist Quentin Tarantino ein unmögliches Enfant Terrible. Neben allem anderen, neben den Tabubrüchen und seiner Originalität, neben der manchmal ätzenden Dialoglastigkeit in seinen Filmen und den meist langweiligen Drehbüchern ist er für Hollywood vor allem anderen kommerziell erfolgreich geworden. Immer wieder hat er kommerziell erfolglose Filme gedreht, wie z.B. 2007 Death Proof. In jüngster Zeit hat sich das aber geändert. Es begann 1992 mit Reservoir Dogs, der extrem schmale 2,83 Millionen US-Dollar einspielte. Dennoch machte der kammerspielartige Film auf ihn aufmerksam. Furios war er 1994 dann mit Pulp Fiction durchgestartet. Der Film hat satte 213,93 Mio. US-Dollar eingespielt und seinen Ruhm als Kultregisseur begründet. Pulp Fiction ist der beste Tarantino-Film. Das Ergebnis des ebenfalls sehr gelungenen Jackie Brown von 1997 war mit 39,67 Millionen US-Dollar leider eher mager. Kill Bill Volume 1 von 2003 zog mit 180,95 Millionen US-Dollar Einspielergebnis an. Der zweite Teil Kill Bill Volume 2 von 2004 war mit 152,16 Millionen US-Dollar ähnlich erfolgreich. Mit Inglorious Basterds von 2009 steigerte sich der Umsatz deutlich. Es war mit 312,86 Millionen US-Dollar Einspielergebnis der bis dahin erfolgreichste Tarantino-Film. Django Unchained hat bis jetzt schon 341,62 Millionen US-Dollar eingespielt und es werden sicher noch mehr. Hier geht’s zu Teil 1 des Interviews. Teil 2 ist hier zu finden. Kommentieren.

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Brad Tarantinotula (2)

Posted on 27 Februar 2013 by Ralf Wasselowski

QuenGeist. Teil 2 des langen Doppel-Interviews Pitt/Tarantino. Quentin Tarantino hat in seinen Filmen das konsequent umgesetzt, was andere mainstreammässig nur versucht haben: Nach dem DJ-Prinzip des Ineinandermixens verschiedener Quellen hat er Genres und ihre Klischees miteinander kombiniert. Das ist eine neue Ästhetik, die den Trash einmal mehr adelt und salonfähig macht. Hier geht’s zu Teil 1 des Interviews. Und Teil 2 ist hier zu sehen. Kommentieren.

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