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	<title>endoplast.de &#187; Philosophie</title>
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	<description>Die schräge Welt</description>
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		<title>Gedicht: Körperliche Ernüchtigung</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/06/22/gedicht-korperliche-ernuchtigung/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 18:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Barbara Streisand-Effekt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mein Körper, dieses Tier
Spielt ein böses Spiel mit mir
Ist es tief empfundene Liebe
Oder sind das Simpel-Triebe?
Seh ich noch den Mensch dahinter?
Oder bin ich nur ein Körper-Sprinter?
Dich immerfort zu brauchen
Das kann ja ganz schön schlauchen

Ist es schlimm, dass man es tun muß?
Bis zum Ende, bis zum Schluß?
Bin ich gar ein Sachsen-Paule?
Merk‘ ich, wenn ich innerlich verfaule?
Ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex1_wasselowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10863" title="endoplast_sex1_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex1_wasselowski.jpg" alt="endoplast_sex1_wasselowski" width="553" height="553" /></a></p>
<p>Mein Körper, dieses Tier<br />
Spielt ein böses Spiel mit mir<span id="more-10859"></span><br />
Ist es tief empfundene Liebe<br />
Oder sind das Simpel-Triebe?<br />
Seh ich noch den Mensch dahinter?<br />
Oder bin ich nur ein Körper-Sprinter?<br />
Dich immerfort zu brauchen<br />
Das kann ja ganz schön schlauchen</p>
<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex2_wasselowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10864" title="endoplast_sex2_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex2_wasselowski.jpg" alt="endoplast_sex2_wasselowski" width="553" height="553" /></a></p>
<p>Ist es schlimm, dass man es tun muß?<br />
Bis zum Ende, bis zum Schluß?<br />
Bin ich gar ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Paule">Sachsen-Paule</a>?<br />
Merk‘ ich, wenn ich innerlich verfaule?<br />
Ist doch alles kein Problem<br />
Man muß es nur verstehn<br />
So sind wir halt, wir Menschenkinder<br />
Eine Herde wie die Rinder</p>
<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex3_wasselowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10865" title="endoplast_sex3_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex3_wasselowski.jpg" alt="endoplast_sex3_wasselowski" width="553" height="553" /></a></p>
<p>Dich zu brauchen immerfort<br />
Das ist nebenbei ein schöner Sport<br />
Ein schönes Fühlen, dieses Leben<br />
Wie zwei Fliegen aneinanderkleben<br />
Und falls es unsere Körper nicht mehr gäbe<br />
Wär sie denn noch da, die Liebesklebe?<br />
Vielleicht erst richtig, weil es was Besondres wär‘?<br />
Oder auch nicht, Mensch, ist das schwer</p>
<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex4_wasselowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10866" title="endoplast_sex4_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_sex4_wasselowski.jpg" alt="endoplast_sex4_wasselowski" width="553" height="553" /></a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F06%2F22%2Fgedicht-korperliche-ernuchtigung%2F&amp;linkname=Gedicht%3A%20K%C3%B6rperliche%20Ern%C3%BCchtigung"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weltuntergang (3): Die große Zootier-Verschwörung</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/06/15/weltuntergang-3-die-grose-zootier-verschworung/</link>
		<comments>http://www.endoplast.de/2010/06/15/weltuntergang-3-die-grose-zootier-verschworung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 16:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kony Island</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Wunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch europa(und welt-)weite Zootier-Tauschaktionen kommen die Tiere echt in der Welt herum. Sie sind nicht länger für ihr ganzes Leben an einem Ort gefangen. Somit ist auch mehr Kommunikation und eine Synchronisation des Handelns möglich. Schon lange ist ein Zeichen vereinbart, zu dem vereint losgeschlagen wird. 
Die Aktion ist überall die gleiche: Beim Füttern wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10329" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_weltuntergang_flieher1.gif"><img class="size-full wp-image-10329 " title="endoplast_weltuntergang_flieher" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_weltuntergang_flieher1.gif" alt="Der Weltuntergang ist nur das Ende für die Menschheit. Die Tiere bleiben unbehelligt." width="553" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Der Weltuntergang ist nur das Ende für die Menschheit. Die Tiere bleiben unbehelligt.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Durch europa(und welt-)weite Zootier-Tauschaktionen kommen die Tiere echt in der Welt herum.<span id="more-10315"></span> Sie sind nicht länger für ihr ganzes Leben an einem Ort gefangen. Somit ist auch mehr Kommunikation und eine Synchronisation des Handelns möglich. Schon lange ist ein Zeichen vereinbart, zu dem vereint losgeschlagen wird. </strong></span></p>
<p>Die Aktion ist überall die gleiche: Beim Füttern wird der Tierpfleger überwältigt, des Schlüssels entledigt und der Käfig aufgesperrt. Jedes Tier entflieht entsprechend seiner Fähigkeiten zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Tiere, die nicht aus eigener Kraft entfliehen können, werden von den Menschen-Aaffen befreit.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Danach werden die Verhältnisse umgekehrt:</strong></span><br />
Die Tiere regieren die Straßen und die Menschen trauen sich nicht mehr vor die Tür. Bilder wie aus „12 Monkees“ werden zum Alltag. Die Menschheit verdummt durch Inzucht oder degeneriert zu Hause vor dem Computer – ach nee, das geht ja auch ohne Tiere. Auf jeden Fall: „Planet der Affen“ läßt grüßen!</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Wirklichkeit</strong></span><br />
Aber all diese Szenarien sind nichts gegen die Realität und „BP“. Wahrscheinlich ist der Weltuntergang tatsächlich in greifbare Nähe gerückt.</p>
<div id="attachment_10323" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_weltuntergang_reichstag_flieher.gif"><img class="size-full wp-image-10323" title="endoplast_weltuntergang_reichstag_flieher" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_weltuntergang_reichstag_flieher.gif" alt="endoplast_weltuntergang_reichstag_flieher" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Der Weltuntergang kann zwiespältig sein: Für die einen bedeutet er das Ende, für die anderen den Anfang.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die beiden ersten Folgen der Weltuntergangs-Serie:</strong></span><br />
- <a href="http://www.endoplast.de/2010/04/25/die-funf-wahrscheinlichsten-weltuntergangs-szenarien-1/">Teil 1: Die fünf wahrscheinlichsten Weltuntergangs-Szenarien</a><br />
- <a href="http://www.endoplast.de/2010/04/29/weltuntergang-2-olpest-pflanzen-und-haustierherrschaft/">Teil 2: Ölpest, Pflanzen- und Haustierherrschaft</a></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Weitere wichtige Möglichkeiten, wie die Welt abkacken könnte:</strong></span><br />
- <a href="http://www.endoplast.de/2009/11/28/2012/">2012: Roland Emmerich am Ende aller Katastrophen</a><br />
- <a title="Permanent Link to Cern-LHC: Das Ende der Welt und die  Urknall-Simulation" rel="bookmark" href="../2010/03/30/cern-lhc-das-ende-der-welt-und-die-urknall-simulation/">Cern-LHC: Das Ende der Welt und die Urknall-Simulation</a><br />
- <a title="Permanent Link to Paranoia-Cern-Technik: Das Ende der Welt  ist nah" rel="bookmark" href="../2010/03/30/paranoia-cern-technik-das-ende-der-welt-ist-nah/">Paranoia-Cern-Technik: Das Ende der Welt ist nah</a><br />
- <a title="Permanent Link to Philosophie der mobilitätsblasierten  Naturkatastrophen: Die Ölpest als Zivilisations-Krankheit" rel="bookmark" href="../2010/05/04/philosophie-der-mobilitatsblasierten-naturkatastrophen-die-olpest-als-zivilisations-krankheit/">Philosophie der mobilitätsblasierten Naturkatastrophen:  Die Ölpest als Zivilisations-Krankheit</a></p>
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		</item>
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		<title>Mandelbrots Frühstück</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/06/06/mandelbrots-fruhstuck/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 21:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Surrealismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Unendlichkeit hat ein Ende. Allerdings ist dieses Ende ihr Anfang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_mandelbrot_wasselowski.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-9779" title="endoplast_mandelbrot_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/endoplast_mandelbrot_wasselowski.gif" alt="endoplast_mandelbrot_wasselowski" width="553" height="395" /></a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F06%2F06%2Fmandelbrots-fruhstuck%2F&amp;linkname=Mandelbrots%20Fr%C3%BChst%C3%BCck"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Personal-Jesus? Bischof Mixa und die Verweltlichung des Glaubens</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/04/17/personal-jesus-bischof-mixa-und-die-verweltlichung-des-glaubens/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 21:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Augsburgs Bischof Walter Mixa hat gestern zum ersten Mal zugegeben, dass ihm mal die Hand ausgerutscht ist. Wie rutschig es genau war, ist umstritten und muss noch geklärt werden. Rutscht jetzt der Bischoff selbst auf dieser seiner Aussage aus?
Gestern war ein Tag der Klarheit. Bischof Walter Mixa, der von 1975 bis 1996 als Stadtpfarrer in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8400" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/04/endoplast_mixa_katholische_kirche_missbrauch_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-8400 " title="endoplast_mixa_katholische_kirche_missbrauch_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/04/endoplast_mixa_katholische_kirche_missbrauch_wasselowski.gif" alt="Augsburgs Bischoff Walter Mixa hat zum ersten Mal zugegeben, dass ihm mal die Hand ausgerutscht ist. Wie rutschig es genau war, ist umstritten und muss noch geklärt werden. Rutscht jetzt der Bischoff selbst auf dieser Ausage aus?" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Augsburgs Bischoff Walter Mixa hat zum ersten Mal zugegeben, dass ihm mal die Hand ausgerutscht ist. Wie rutschig es genau war, ist umstritten und muss noch geklärt werden. Rutscht jetzt der Bischoff selbst auf dieser Ausage aus?</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Augsburgs Bischof Walter Mixa hat gestern zum ersten Mal zugegeben, dass ihm mal die Hand ausgerutscht ist. <span id="more-8401"></span>Wie rutschig es genau war, ist umstritten und muss noch geklärt werden. Rutscht jetzt der Bischoff selbst auf dieser seiner Aussage aus?</strong></span></p>
<p>Gestern war ein Tag der Klarheit. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Mixa">Bischof Walter Mixa,</a> der von 1975 bis 1996 als Stadtpfarrer in Schrobenhausen gewirkt hatte, hat endlich zugegeben, in seiner Zeit im Kinderheim St. Josef zugeschlagen zu haben. Dass er dies einräumte, ist wohl nur dem Druck der Dinge zu verdanken. Ein erstes Teil-Gutachten über die Zustände im Kinderheim, das in einer <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-bischof-mixa-raeumt-und132watschnund147-ein_aid_499135.html">Pressekonferenz</a> vom Sonderbeauftragten des Kinderheims, Rechtsanwalt <a href="http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1208783&amp;kat=27&amp;man=3">Sebastian Knott,</a> vorgestellt werden sollte, hatte Druck auf den Bischof ausgeübt. Zudem war ihm nahegelegt worden, im eigenen Interesse lieber vor der Pressekonferenz die Wahrheit zu sagen.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Eine schlagkräftige Argumentation</strong></span><br />
Vorher hatte ein ehemaliges Heimkind eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, von Mixa geschlagen worden zu sein, der hatte nicht nur das bestritten, sondern <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Bischof-Mixa-weist-Pruegelvorwuerfe-zurueck-id2810047.html">verneinte</a> generell, körperliche Züchtigungen an Schülern vorgenommen zu haben. Nun hat er gestern eingeräumt, geohrfeigt zu haben und damit das Gegenteil von dem gesagt, was er vorher behauptet hatte. In der „Bild am Sonntag“ hatte er noch zu Ostern <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,687210,00.html">proklamiert</a>, er lehne „Gewalt zwischen Menschen [...] grundsätzlich ab.“</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Skandal häuft sich auf Skandal</strong></span><br />
Andere Ereignisse befeuern diese Lage: Erst nimmt der Papst die Exkommunizierung von Bischof Williamson <a href="http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~ED4691CA4C7C64402B771FEBEB0E7EBE6~ATpl~Ecommon~Scontent.html">zurück</a>, angeblich, um mit einer versöhnenden Geste wieder auf diesen und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Pius_X.">Pius-Bruderschaft</a> zuzugehen, dann macht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Williamson">Williamson</a> wieder Schlagzeilen als der übliche Holocaust-Leugner. Er wurde gestern wegen <a href="http://www.regensburg-digital.de/williamson-prozess-ein-holocaust-leugner-kommt-selten-allein/17042010/">Volksverhetzung</a> vom Amtsgericht Regensburg zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Schließlich wird ruchbar, dass ein <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,689353,00.html">französischer Kardinal</a> die Verschleierung einer Vergewaltigung gut geheißen hat. Man denkt dabei an die Zeiten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition">Inquisition</a> zurück, als die katholische Kirche für das Schlechte und Böse in der Welt stand.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Eine kleine Liste weltlicher Verfehlungen</strong></span><br />
Was bedeutet das nun für die katholische Kirche der Jetzt-Zeit, die im Zentrum eines Mediengewitters steht? Zum einen zeigt sich das Ungeschick von Militär-Bischof Mixa, der in der Nachfolge von <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1996/erste6634.html">Bischof Dyba</a> steht und es diesem in <a href="http://www.pi-news.net/2009/04/mixa-atheismus-hat-drittes-reich-erst-ermoeglicht/">provokativen</a> Reden gleichtun will, dabei aber <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE3EFEA91FF5C44A2A3513C74B2A4C28C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">weder von Glück noch von Können</a> im Umgang mit der Medienöffentlichkeit begleitet wird. Ob er die <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Politik/Artikel,-Mixa-Sexuelle-Revolution-mitschuldig-an-Missbrauch-_arid,2072808_regid,2_puid,2_pageid,4290.html">sexuelle Revolution</a> für die Mißbrauchsfälle verantwortlich macht, Bundesministerin von der Leyen wegen der Einführung flächendeckender Kinder-Tagesstätten-Plätze kritisiert, weil dies Frauen ihrer Funktion als Mütter beraube und sie zu <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/familienpolitik_aid_52897.html">Gebärmaschinen</a> degradiere, oder ob im Jahr 2001 <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article7220322/Neue-schwere-Vorwuerfe-gegen-Bischof-Mixa.html">400.000 Euro in Mixas Handgepäck</a> auf einem mazedonischen Flughafen peinliche Fragen aufwerfen – oft wandelt der Kirchenobere von Fettnapf zu Fettnapf. Dazu passt, dass der jetzige „Ohrfeigen“-Skandal gekoppelt ist mit finanziellen <a href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1454927/Bischof-Mixa-raeumt-finanzielle-Unregelmaessigkeiten-ein.html">Unregelmäßigkeiten</a> in der Zeit Mixas im Kinderheim St. Josef. Die Möbel und Antiquitäten, die vom Geld des Heims gekauft worden sind, aber in den Besitz kirchlicher Einrichtungen gewandert waren, sollen laut. Mixas Aussage 2000 wieder zurück an den eigentlichen Bestimmungsort im Kinderheim geschafft worden sein.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wer vertraut der Kirche, wenn sie nicht vertrauenswürdig erscheint?</strong></span><br />
Es zeigt sich zudem eine menschliche Überforderung, zu den eigenen Taten zu stehen. Man wird unversehens zurückgeworfen auf die hässliche Fratze jener Weltlichkeit, die doch die katholische Kirche als Hüter von Moral und Ethik transzendieren müßte; denn all die Kirchendiener, die dem Mißbrauch frönen und all jene, die dies geflissentlich vertuschen, sind nicht anderes als: Menschen. Sie sind fehlbar und werden offenbar stark vom Bösen frequentiert, genauso wie Lieschen Müller um die Ecke. Vielleicht ist das das Berufsrisiko eines Kirchendieners, es bedeutet aber nach außen hin und vor allem über die Medienhölle vervielfacht eine <a href="http://pfarrerverband.medio.de/pfarrerblatt/dpb_print.php?id=2736">Entzauberung</a> der Institution Kirche, eine <a href="http://www.corpus-christi-berlin.de/Unsere-Kirchen/marienaltar.html">Profanisierung</a> des göttlichen Auftrages, für die diese Institution als Mittler zwischen Gott und dem Gläubigen eigentlich stehen sollte. Sein Seelenheil vertraut man nicht irgendjemandem an.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Kirche und weltliche Gerichtsbarkeit</strong></span><br />
Jene Kirchendiener unterliegen als simple Menschen, die zwar aus dem Heiligen Geist schöpfen, der weltlichen Gerichtsbarkeit. Sie zu decken und nicht anzuzeigen ist Strafvereitelung oder sogar Mittäterschaft – letzteres, sofern nicht juristisch wegen Verjährung oder aus Mangel an Beweisen ermittelbar, dann aber moralisch. Der Begriff der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moral">„Moral“</a> wirkt unter diesen Voraussetzungen fast anachronistisch. Möchte man diesen Begriff in Zeiten der wahrhaftigen Aufdeckung von Verlogenem überhaupt noch in den Mund nehmen?</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Aus heiterem Himmel auf der Erde aufgeschlagen</strong></span><br />
Die moderne Kirche scheint durch Aufdeckung des weltumspannenden Missbrauchs-Skandals in der simplen <a href="http://www.bibelbund.de/htm/2000-3-164.htm">Weltlichkeit</a> der Realität angekommen zu sein. Denn dieser Skandal ist auch bezüglich seiner menschlichen Verantwortlichkeiten komplex und doppelbödig: Im Vordergrund stehen die Mißbrauchs- und Gewalt-Delikte. Wer als Gläubiger daran nicht verzweifelt, der ist sprachlos angesichts der systematischen <a href="http://www.n-tv.de/politik/Vatikan-weist-Vorwuerfe-zurueck-article817318.html">Vertuschung</a> der Fälle, angesichts der Kaltherzigkeit dieser Institution „katholische Kirche“, die gegenüber Opfern Rechtsanwälte zum Teil die Vorgänge bestreiten läßt, die vorrechnet dass der geringe Prozentsatz der Anzahl der Mißbrauchsfälle deren Schwere relativiere oder der sagt, wie Bischof Walter Mixa das getan hat, Ohrfeigen seien keine Gewalt im eigentlichen Sinne. Wer noch geglaubt hatte, Kirchendiener seien potenziell die besseren Menschen, schlägt <a href="http://www.kirchenaustritt.de/statistik/">doppelt hart</a> in der Wirklichkeit auf und wendet angesichts der Tatsachen unter Umständen der Kirche <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchenaustritte-und-sie-gehen-doch_aid_488762.html">den Rücken zu.</a></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wer braucht die katholische Kirche?</strong></span><br />
Wobei die in Zeiten der <a href="http://www.dctb.de/dctb/medien/1artikel.php?we_objectID=882">Trivialisierung</a> der Wirklichkeit und in Zeiten der Mechanismen der totalen Entfremdung eine Renaissance durch eine <a href="http://www.erneuerung.de/">Erneuerung</a> erleben könnte. Nun aber steht die Kirche selbst am Pranger. Der Glaube, in dem Katholiken ihr Seelenheil verortet wähnen, kommt unter die Räder der weltlichen Realitäten. Kirchenkritiker haben nie daran geglaubt, dass Kirchendiener die besseren Menschen sind, aber wie soll man jemandem seine kleinen Sünden beichten, der potenziell Schreckliches begangen hat oder zumindest verunsichernd dafür stehen könnte?</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wer sehr geglaubt hat, ist jetzt sehr erschüttert</strong></span><br />
Es geht also darum, dass die, die am meisten geglaubt haben, nun besonders erschüttert sein müssen. Sie verlieren ihre <a href="http://www.erzbistum-koeln.de/schule-hochschule/pastoral/tro/">religiöse Orientierung</a> und kommen vielleicht zurück auf einen ganz individuellen, ent-institutionalisierten Glauben, den Glauben an einen ganz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Jesus">persönlichen Jesus.</a> Die Institution der katholischen Kirche in ihrer jetzigen Verfilzung wird jedenfalls wie lange nicht mehr in Frage gestellt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Weitere Artikel zum Thema „Missbrauch durch die katholische Kirche“:</strong></span><br />
<span style="color: #000000;"><a href="http://www.endoplast.de/2010/04/08/lekture-zum-thema-missbrauch-musils-torles/">Lektüre: Robert Musil’s „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“</a><br />
<a title="Permanent Link to Missbrauchs-Affäre: Karnevalistische  Prügelnonne" rel="bookmark" href="../2010/03/31/missbrauchs-affare-karnevalistische-prugelnonne/">Aktion: Karnevalistische Prügelnonne</a></span> <span style="color: #000000;"><br />
<a title="Permanent Link to Missbrauch: Trennung von Staat und  Kirche auch in Straffällen?" rel="bookmark" href="../2010/03/25/missbrauch-trennung-von-staat-und-kirche-auch-in-straffallen/">Trennung von Staat und Kirche auch in  Straffällen?</a></span></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F04%2F17%2Fpersonal-jesus-bischof-mixa-und-die-verweltlichung-des-glaubens%2F&amp;linkname=Personal-Jesus%3F%20Bischof%20Mixa%20und%20die%20Verweltlichung%20des%20Glaubens"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Paranoia-Cern-Technik: Das Ende der Welt ist nah</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 19:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade lese ich, dass sich Spiegel online über Menschen  lustig macht, die Angst vor dem Cern-Teilchenbeschleuniger haben. Dort wird geschildert, wie ein Cern-Besucher sich an einer Röhre den Kopf stößt und sich dadurch eine Beule zuzieht, weil er keinen Helm aufgesetzt hat. Journalistisches Fazit im Sinne Egon Erwin Kischs: „Beule“.
Aua. Wenn man&#8217;s recht überlegt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7888" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/03/endoplast_cern_lhc_weltuntergang_teilchenbeschleuniger_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-7888 " title="endoplast_cern_lhc_weltuntergang_teilchenbeschleuniger_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/03/endoplast_cern_lhc_weltuntergang_teilchenbeschleuniger_wasselowski.gif" alt="Dass die Welt noch nicht untergegangen ist, bedeutewt nicht, dass sie nicht noch untergehen kann." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Dass die Welt noch nicht untergegangen ist, bedeutet wirklich nicht, dass sie nicht noch untergehen könnte.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Gerade lese ich, dass sich <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,544088,00.html">Spiegel online über Menschen </a></strong></span><strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,544088,00.html"> lustig macht</a></strong><span style="color: #ff0000;"><strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,544088,00.html">,</a> die Angst vor dem Cern-Teilchenbeschleuniger haben.<span id="more-7884"></span> Dort wird geschildert, wie ein Cern-Besucher sich an einer Röhre den Kopf stößt und sich dadurch eine Beule zuzieht, weil er keinen Helm aufgesetzt hat. Journalistisches Fazit im Sinne Egon Erwin Kischs: „Beule“.</strong></span></p>
<p>Aua. Wenn man&#8217;s recht überlegt: Alle Welt ärgert sich, weil Atomkraftwerke da sind und die Menschheit vergiften. Atomkraftwerke sind sehr kompliziert, man könnte sagen: Überzüchtete Technik, die nicht in den Griff zu kriegen ist.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Atombomben: Der schreckliche Tod</strong></span><br />
Man weiß auch, dass die ersten amerikanischen Atombomben-Experimente durchgeführt wurden, während jede Menge Soldaten ungeschützt dabeistanden. Vor ihrem schrecklichen Tod konnten sie noch davon berichten, dass sie während der Explosion die Knochen ihres Nebenmannes hatten sehen können.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Jenseits der Kritik</strong></span><br />
Der Teilchenbeschleuniger „Large Halodron Collider“ (LHC) ist aber ungleich komplizierter als jede Atombombe oder jedes Atomkraftwerk, die jemals gebaut wurden. Da es dabei um Grundlagenforschung ohne atomare Strahlung ging und keine militärische Nutzung im Vordergrund stand, hat sich der LHC an der öffentlichen Kritik etwas vorbeistehlen können.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Fantastischen Vie<span style="color: #993366;">r</span></strong></span><span style="color: #993366;"><strong> in der Negativ-Zone</strong></span><br />
Jetzt muß ich an meine Lieblings-Comicheft-Serie denken: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Fantastischen_Vier_%28Comic%29#Der_Impossible_Man">„Die Fantastischen Vier“.</a> Die waren oft in der so genannten „Negativ-Zone“ und mußten gegen <a href="http://www.comicblog.de/2007/07/28/die-fantastischen-vier-das-ende/">„Annihilus“</a> kämpfen, das High-Tech-Monster, das dort herrschte. Die Negativ-Zone war so etwas wie das unwirtliche Gegenstück unserer Welt. Die Idee wurde so ähnlich später in „Stargate“ breit getreten. Jedenfalls: Wenn nur ein Tropfen Negativ-Energie in unsere Welt gekommen wäre, wäre alles vorbei gewesen.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wissenschaftler spurlos verschwunden</strong></span><br />
Ich hoffe nicht, dass eines Tages – zum Beispiel morgen – im Frühstücks-Fernsehen kommt: „Alle Cern-LHC-Wissenschaftler bei Experiment spurlos verschwunden.“ Dieter Bohlen würde dann die Show  „Deutschland sucht das Schwarze Loch“ oder „Deutschland sucht die Super-Symmetrie“ bringen.</p>
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		<title>Karl Marx: &#8220;Das Kapital&#8221; als Video-Clip</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/03/15/karl-marx-das-kapital-als-video-clip/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 18:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
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		<description><![CDATA[Karl Marx ist tot, seine Gedanken aber offenbar noch lange nicht. Aufgehübscht und medialisiert lächeln sie einen von der Silberscheibe an. Du sollst Dir eigentlich kein Bild machen, aber was haben Gott, der Weihnachtsmann und Harry Rowohlt gemeinsam? Richtig, sie sehen alle aus wie Karl Marx, der mit seiner ins Mark der Gesellschaft zielenden Analyse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7279" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/03/endoplast_karl_marx_das_kapital_kapitalismus_kritik_alexander_kluge_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-7279 " title="endoplast_karl_marx_das_kapital_kapitalismus_kritik_alexander_kluge_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/03/endoplast_karl_marx_das_kapital_kapitalismus_kritik_alexander_kluge_wasselowski.gif" alt=" mhgc," width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Karl Marx als Videoclip: Popkorn essend „Das Kapital“ konsumieren.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Karl Marx ist tot, seine Gedanken aber offenbar noch lange nicht. Aufgehübscht und medialisiert lächeln sie einen von der Silberscheibe an.<span id="more-7276"></span> Du sollst Dir eigentlich kein Bild machen, aber was haben Gott, der Weihnachtsmann und Harry Rowohlt gemeinsam? Richtig, sie sehen alle aus wie Karl Marx, der mit seiner ins Mark der Gesellschaft zielenden Analyse „Das Kapital“ einen Stein ins Rollen gebracht hat, der jüngst wieder mal im Zuge der Weltwirtschaftskrise an Fahrt aufgenommen hat. Seine Gedanken sind jetzt per DVD zum Bild materialisiert worden.<br />
</strong></span></p>
<p>Im engeren Sinne geht es aber nicht nur um das Gedankengebäude <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx">Marx&#8217;</a> als <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=19&amp;autor=Marx,%20%20Karl&amp;autor_vorname=%20Karl&amp;autor_nachname=Marx">Kapitalismuskritik,</a> sondern um die Sichtweise von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Michailowitsch_Eisenstein">Sergei Eisenstein,</a> des russischen Filmemachers, der mit dem <a href="http://www.deutsches-filminstitut.de/dt2nb45.htm">„Panzerkreuzer Potemkin“</a> von 1926 einen filmgeschichtlich relevanten Stummfilm gedreht hat.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Sergei Eisenstein, der genialische Filmemacher und „Das Kapital“</strong></span><br />
Eisenstein nämlich wollte den Plan realisieren, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Kapital">„Das Kapital“</a> ästhetisch aufregend zu verfilmen. Hatte Eisenstein bereits mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerkreuzer_Potemkin">„Panzerkreuzer Potemkin“</a> eine neue Filmsprache entwickelt, sollte der neue Film wesentlich weiter gehen. Er wollte sich auf Joyce&#8217; <a href="http://www.grin.com/e-book/81889/william-james-und-die-ueberwindung-dualistischer-konventionen">Aneinandereihung verschiedendster Ereignisse und Wahrnehmungen</a> beziehen – eine aus damaliger Sicht äußerst moderne Darstellungsweise. Es wäre interessant gewesen, diesen Film zu sehen. Da er nie realisiert wurde, geht das leider nicht. Ungefähr bis jetzt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Alexander Kluge zwischen Philosophie und Medialität</strong></span><br />
Nun hat die Idee, „Das Kapital“ in filmische Bilder und Momentaufnahmen zu kleiden, ein anderer Filmemacher umgesetzt, <a href="http://www.kluge-alexander.de/">Alexander Kluge.</a> Der hat wie es heißt „filmische Miniaturen zu Marx’ Theorie“ auf drei DVDs gepackt und mit seinen einfühlsamen Interviews mit Geistesgrößen unseres Landes angereichert. So kamen unter dem Titel „Marx-Eisenstein-Das Kapital“ drei Silberlinge zu 570 Minuten versehen mit einem Essay von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Kluge">Alexander Kluge</a> zusammen.</p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F03%2F15%2Fkarl-marx-das-kapital-als-video-clip%2F&amp;linkname=Karl%20Marx%3A%20%26%238220%3BDas%20Kapital%26%238221%3B%20als%20Video-Clip"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Theodor W. Adorno</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 14:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Eigentlichkeiten. Philosophen sind immer auch Sprachwissenschaftler, weil das Werkzeug der Philosophie die Begriffe sind. Hier zeigt sich die Verwandtschaft zum Übersetzen, bei dem ebenfalls die Sprache durchdrungen sein will. Der berühmte Übersetzer Hans Wollschläger, der bekennender Adornoianer war, wäre übermorgen 75 geworden. Die weiteren Teile des Vortrages sollte man unbedingt hier hören: 2, 3, 4, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="292" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bHbFUrPcbrM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="292" src="http://www.youtube.com/v/bHbFUrPcbrM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Eigentlichkeiten.</strong></span> Philosophen sind immer auch Sprachwissenschaftler, weil das Werkzeug der Philosophie die Begriffe sind. Hier zeigt sich die Verwandtschaft zum Übersetzen, bei dem ebenfalls die Sprache durchdrungen sein will. Der berühmte Übersetzer <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/15/hans-wollschlager-eine-radiosendung-zum-legendaren-ubersetzer/">Hans Wollschläger</a>, der bekennender Adornoianer war, wäre übermorgen 75 geworden. Die weiteren Teile des Vortrages sollte man unbedingt hier hören: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JelNLHp2TLA">2</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-LmrIjFNfRA">3</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LuJGEkH4rVA">4</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YCeZTrZ-Vfw">5</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=T6iP5RgGYr8">6</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JO1_e7z_GZ4">7</a>. <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/15/theodor-w-adorno/">Kommentieren.</a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F03%2F15%2Ftheodor-w-adorno%2F&amp;linkname=Theodor%20W.%20Adorno"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Lithype: Helene Hegemann und die „Generation Ereignislos“</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/02/18/lithype-helene-hegemann-und-die-%e2%80%9egeneration-ereignislos%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Helene Hegemann, eine 17jährige, die mit ihrem Roman „Axolotl“ die Bestsellerlisten stürmt, hat gleich einige Diskussionen im Feuilleton der deutschen Medien ausgelöst und damit vieles über die Themen „Authentizität in der Literatur“, „Erlebnisarmut“ und „Abschreiben als Kunstform“ offenbart.
Es kommt einem so vor, als hätte sie wie im Jazz das Grundthema geliefert, über das nun eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6263" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/02/endoplast_helene_hegemann_literatur_hype_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-6263 " title="endoplast_helene_hegemann_literatur_hype_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/02/endoplast_helene_hegemann_literatur_hype_wasselowski.gif" alt="Verfolgungsjagd auf den Jungstar der neuen deutschen Literaturszene: Helene Hegemann steht im Rampenlicht und ist davon geblendet." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Verfolgungsjagd nach dem Jungstar der neuen deutschen Literaturszene: Helene Hegemann steht im Rampenlicht und ist davon geblendet.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Helene Hegemann, eine 17jährige, die mit ihrem Roman „Axolotl“ die Bestsellerlisten stürmt, <span id="more-6262"></span>hat gleich einige Diskussionen im Feuilleton der deutschen Medien ausgelöst und damit vieles über die Themen „Authentizität in der Literatur“, „Erlebnisarmut“ und „Abschreiben als Kunstform“ offenbart.</strong></span></p>
<p>Es kommt einem so vor, als hätte sie wie im Jazz <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14087">das Grundthema geliefert,</a> über das nun eine Heerschar an Solisten phrasiert bzw. das Thema facettenreich interpretiert. Das Wesentliche im Moment ist nicht das Hauptgericht, das Buch „Axolotl Roadkill“, sondern kübelweise Senf, den viele hinzugeben.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Erkenntnisprozess: Ein Medienhype als Indikator</strong></span><br />
Es zeigt sich im Augenblick viel: Die händeringende Suche nach möglichst jungen Talenten, die mit dem Genialitäts-Gen ausgestattet sein müssen. Die Überforderung der Literaturkritik, mit Remix-Herangehensweisen umzugehen, die aber eigentlich nicht neu sind. Die Verlogenheit der Troika „Autor, Verlagswesen und Literaturkritik“, die alle voneinander leben. Vor allem aber: Die allgemeine Erlebnislosigkeit, der Youngster nur noch durch Exzess-Plots in ihren Büchern gerecht werden können.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Leise Töne: Das Ende der Nuancen?</strong></span><br />
Das wurde 1994 im Roman <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausweitung_der_Kampfzone">„Ausweitung der Kampfzone“</a> des Franzosen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Houellebecq">Michel Houellebecq</a> deutlich, führte über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Roche">Charlotte Roches</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feuchtgebiete">„Feuchtgebiete“</a> (2008) oder jetzt zu <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,678708,00.html">„Axolotl Roadkill“.</a> Allen drei Büchern ist ein Trashfaktor gemein, auch wenn sie formal echte Literatur sind. Aber wovon handeln sie? Was passiert in ihnen? „Ausweitung der Kampfzone“ liest sich wie ein innerer Monolog über die Aussichtslosigkeit des Miteinanders von Mann und Frau, „Feuchtgebiete“ in der Rahmenreflexion wie ein Sexual- und Hygiene-Lexikon und „Axolotl Roadkill“ wie ein Murmelspiel mit schlimmen Stellen. Der Verlag wird dem Roman ab der nächsten Auflage einen sechsseitigen Anhang mit Quellenangaben hinzufügen, damit das Sampling richtig deutlich wird. Und wo sind die leisen Töne? Sind sie untergegangen im Anhäufen von gewaltigen Wort- und Fuckup-Kaskaden? Letztlich muß also nun <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/15/axolotl/">Helene Hegemann</a> daherkommen, die sich in den Medien etwas ungelenk und altklug geriert und der man die Revolution nicht abnimmt, weil man merkt, dass vieles nur angelesen und nicht selbst erlebt ist.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Wer schreibt über das Erlebte, wenn es nichts zu erleben gibt?</strong></span><br />
Das ist der Unterschied zu vergangenen Zeiten: Als es den Menschen dreckig ging, hatten sie was zu erzählen. Authentizität war da nicht das Thema, weil selbstverständlich und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Frau_in_Berlin">vielleicht sogar lebenserhaltend.</a> Inzwischen ringen mehrere Generationen junger oder jüngerer AutorInnen darum, etwas zu sagen zu haben. Andererseits verharren gestandene Literaten der Marke <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Grass">Gras</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Walser">Walser </a>meist aber auch in ihrem angestammten Themenkanon anstatt etwas Neues zu bringen, weil sie kaum noch etwas erleben. Verständlich, wenn man alt ist, bedenklich, wenn man jung ist.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>In welcher Tradition steht „Axolotl Roadkill”?</strong></span><br />
Man vergleiche mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe">Goethes</a> Erstlingsroman <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Leiden_des_jungen_Werther">„Die Leiden des jungen Werther“</a> von 1774 – der immerhin auf seine Leser so viel Einfluß nahm, dass die sich reihenweise selbst töteten – mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_F%C3%A4nger_im_Roggen">„Der Fänger im Roggen“</a> von <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/04/j-d-salinger-das-werk-ohne-autor/">J.</a> <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/05/j-d-salinger-weder-porno-noch-game-aber-film/">D.</a> <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/03/j-d-salinger-tod-eines-haltungsreisenden/">Salinger</a> (1951) oder eben mit einem Buch wie <a href="http://www.welt.de/kultur/article6298922/17-jaehriger-Literaturstar-klaute-Roman-aus-Netz.html">„Axolotl Roadkill“</a> (2010). Man könnte jetzt entgegnen, das ließe sich nicht vergleichen, auch wenn das alles Erstlinge sind. Gut: Stellen wir <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinhc/buch.php?id=15395&amp;page=buchthemen&amp;sort=autor&amp;auswahl=A&amp;pagenum=1">„Axolotl Roadkill“</a> meintwegen dem ersten Soloroman von <a href="http://www.endoplast.de/2009/11/21/neue-ubersetzung-naked-lunch-mit-william-s-burroughs/">William S. Burroughs</a> (1953) gegenüber. Sein Werk <a href="http://wwwuser.gwdg.de/~anoethe/burrough.htm">„Junkie“</a> brach mit allen Konventionen, war tatsächlich revolutionär. Es verarbeitete Erlebtes und Imaginiertes, jedenfalls stand es in Bezug zum Leben. Der Autor hat nicht irgendwas gegoogelt, er hat sich nicht Theoretisches angelesen und das repetiert, nein, er hat am eigenen Leib Erlebtes verarbeitet und aus dem Erlebten seine Sichtweisen und Theorien abgeleitet.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Plagiate im Dienst des Höheren</strong></span><br />
Das moderne Remix-Collagieren kann zur reinen Addition von Informationsschnipseln werden, die nur Schale ohne Kern sind. Ist es richtig, der <a href="http://www.endoplast.de/2009/12/30/wissensmanagement-der-mensch-als-erkenntnismaschine/">Informationsflut beizukommen,</a> indem man brav Zitat an Zitat fügt und das Remix-Literatur nennt? Nö! Und die Medienkritiker schleichen auf dem Pfad entlang, ob das ein <a href="http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~E03654DCBDA6D44F299AF3CCE34313DCD~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Plagiat</a> sei, wenn man sich überall bediene. Wohl kaum: <a href="http://www.welt.de/print-welt/article311124/Haben_Nabokov_und_Thomas_Mann_geklaut.html">Thomas Mann</a> hat seitenweise aus Lexika abgeschrieben und auch <a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a0301287/Beispiel2.htm">Bertolt Brecht</a> mußte sich in einem Plagiatsprozess der Thematik erwehren. Es muß heute beim Ausleihen und Klauen in erster Linie darum gehen, ob das der richtige Weg ist, auf die Erfordernisse des Informationssperrfeuers adäquat zu reagieren.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Auf der Suche nach den Jung-AutorInnen</strong></span><br />
Die Literaturkritik ist auf der Suche nach jungen und anspruchsvollen aber vor allem auch massenkompatiblen und erfolgreichen Autoren und mißt vereinzelten Überfliegern viel mehr bei, als wirklich dahinter steckt. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_von_Stuckrad-Barre">Benjamin von Stuckrad-Barre</a> einen Autoren zu nennen ist ziemlich weit hergeholt, seine Bücher <a href="http://www.literaturschock.de/buecher/3462027697.htm">„Soloalbum“</a> von 1998 oder <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=563&amp;ausgabe=199911">„Remix“</a> von 1999 sind ein Beispiel für einen Trendsurfer, der auch mal im Deutschunterricht saß und einen Computer mit Word bedienen kann. Die maingestreamten Medien sinnierten damalig weniger über seine Stilistik und mehr darüber, ob er mit Anke Engelke tatsächlich im Bett gewesen war. Inzwischen ist von Stuckarde-Barre Mitte Dreissig und Mitglied der <a href="http://www.rollingstone.de/">Rolling Stone</a>-Redaktion.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die qualitative Sperrspitze des Erfolgs: Christian Kracht, Daniel Kehlmann und Judith Hermann</strong></span><br />
Kollege <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Kracht">Christian Kracht</a> hatte mit <a href="http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/faserland-r.htm">„Faserland&#8221;</a> (1995) und <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/7800.html">„1979“</a> (2001) schon mehr zu bieten. Die Kritik hat ihn für würdig befunden. Der mit <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA152D60DA48E4539AC35DDC63D3DAB89~ATpl~Ecommon~Scontent.html">„Die Vermessung der Welt“</a> erfolgreichste von allen Jungen, <a href="http://www.kehlmann.com/">Daniel Kehlmann,</a> Jahrgang 1975, ist ein Traditionalist. Der Nachfolger seines Megasellers, <a href="http://www.faz.net/s/Rub48A3E114E72543C4938ADBB2DCEE2108/Doc~EC878D2774AC143CC830D5ECA7B5CA1FA~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">„Ruhm“,</a> kann nicht anders als auf eine zugegebenermaßen intelligente Art die Schicksale eines berühmten Autors zu behandeln. Oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Hermann">Judith Hermann,</a> die vielleicht größte Hoffnung mit ihrem <a href="http://www.texttexturen.de/essays/hermann_sommerhaus/">„Sommerhaus, später“:</a> Sie hat sich einer völligen Innerlichkeit verschrieben und tut gar nicht erst so, als würde sie irgendetwas erleben. Kracht gehörte wie von Stuckrad-Barre zur Sperrspitze des damaligen Pop, beide konnten aus ihrer Erfahrungen mit Pop und der Medienwelt schöpfen.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Am Ende der Erlebniswelt</strong></span><br />
Apropos „Erlebniswelt“: Durch den ersten und den zweiten Weltkrieg hatte Europa seine Traumata zu verarbeiten, auch literarisch. Der Schrecken des Krieges gab die Themen für ein Jahrhundert vor. Danach waren Armut und soziale Mißstände in Deutschland flächendeckend relativ passé – um den Preis der Saturiertheit, der Langeweile, der Ereignislosigkeit, der Schlaffheit und der Sattheit, die aber immer auch Magersucht erzeugt. Irgendwann gab es nichts mehr zu sagen, weil alles geschrieben und kaum noch etwas zu erleben war. Kritiker, die unken, es gäbe nur noch fade deutsche Literatur, sollten beachten, dass auch das Leben nicht viel anders ist, als die Literatur, die ihm entspringt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Was gibt es zu durchleben?</strong></span><br />
Es gibt natürlich immer noch Leidensdruck. Kriege, Erdbeben oder Seuchen finden allerdings anderswo statt. Selbst die Drogen hatten zwischenzeitlich ihren Schrecken  verloren und waren intervallweise nicht mehr hip. Doch mit Ecstasy und anderen Designerdrogen wurde es ansatzweise wieder spannend – im literarischen Sinne. Zum Beispiel bei <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-8928077.html">Irvine Welsh,</a> der mit  <a href="http://rezensionen.literaturwelt.de/content/buch/w/t_welsh_irvine_trainspotting_lohr_d_12688.html">„Trainspotting“</a> nicht nur ein Drogenbuch über alte Drogen geschrieben hat sondern vor allem eine Sozialstudie.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Das aktuelle Leben: Im Inneren des Bildschirms</strong></span><br />
Kontrastiert wird die relative Ereignislosigkeit mit ihrem plattgedrückten Ereignishorizont durch die Flut an Eindrücken ganz anderer Art: Es gibt immer mehr Sekundärleben: Filme, Spiele, 3D-Welten, Communities von Menschen, die sich nie treffen, virtuelle Charaktere. Auch Blogger, die ihren Senf dazugeben – zu eigentlich allem, was es zu beobachten gibt. Kein Wunder, dass man die ohne Schuldbewußtsein beklauen kann, weil man sie nicht als reale Personen wahrnimmt. Wie alle anderen sind sie Infonauten, Informations-DJs, -MCs oder -Junkies, die auf digitalen Wellen reiten und einen permanenten Stream absondern. <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/388073">„Copy and Paste“</a> von Texten bedeutet auch, irgendwann zu vergessen, ob man das selber geschrieben oder irgendwoher kopiert hat. Gerade, wenn mans im Duselkopf gemacht hat – breit vom Rauchen oder aufgekratzt vom Schlucken und Einwerfen. Oder man ist so sehr Egozentriker und denkt, dass alles Wahrgenommene einem sowieso gehört, dass man das Geklaute durch die eigene Auswahl – den Vorgang des Klauens – quasi veredelt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Theorie anstatt Praxis</strong></span><br />
Das reale Leben also wird zusehends ersetzt durch Placebos. Anstatt im Winter hart an sich zu arbeiten und draußen zu laufen, macht mans Wii-mäßig kuschlig warm im heimischen Wohnzimmer, anstatt selbst abartig zu sein, schaut man sich abartige Pornos im Netz an. Anstatt etwas zu erleben, über das man schreiben könnte – also: anstatt ein reales Risiko einzugehen – liest und sieht man sich ersatzweise satt und hält das für das wirkliche Leben. Die Theorie wird zur Praxis. Vielleicht, wenn man völlig durchgedreht ist und zu viele Ballerspiele gespielt hat, nimmt man sich Daddys reale Waffen und<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649573,00.html"> </a><a href="http://nachrichten.t-online.de/amoklauf-in-ludwigshafen-23-jaehriger-beschaeftigte-sich-mit-thema-amoklauf/id_21796552/index">erstürmt ein Klassenzimmer</a> – oder schreibt ein Buch, das vorgibt, ein wirklicher Roman zu sein. Die Altersgenossen meinen das dann auch und kaufen es. Die Literaturkritik sieht den Erfolg und fällt drauf rein. Und irgendwann hat sich jeder dran gewöhnt, und vielleicht ist es tatsächlich sogar ganz gut, weil es keinen besseren Ausdruck für die Ereignislosigkeit gibt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die Perpetuum-Transzendentum-Maschine</strong></span><br />
Wem ist eigentlich aufgefallen, dass bei Castingshows die Kandidaten Lieder von gecasteten  Placebo-Gruppen nachsingen, also sozusagen die Kopie von der Kopie sind, was – im Sinne einer doppelten Verneinung, die dann doch wieder zur starken Bejahung führt – unter Umständen wieder ein ganz besonderes Original ergibt: Eines, das so dermaßen vom Nichts durchwirkt ist, dass es weit über sich selbst hinausweist und sich damit in eine schier unmögliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perpetuum_Mobile">Perpetuum</a>-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendental">Transzendentum</a>-Maschine verwandelt.</p>
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		<title>Kaleidoskop</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 00:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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Ameisen-Symmetrie. Was geschieht, wenn man etwas normal Gefilmtes spiegelt? Es ergibt sich ein Kaleidoskop-Effekt. Kommentieren.
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<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ameisen-Symmetrie.</strong></span> Was geschieht, wenn man etwas normal Gefilmtes spiegelt? Es ergibt sich ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaleidoskop">Kaleidoskop</a>-Effekt. <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/07/kaleidoskop/">Kommentieren.</a></p>
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		<title>Schlingensief/Friedman</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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Kunstgespräch. Allrounder Christoph Schlingensief und Moderator Michel Friedman in trauter Eintracht im Fond eines Mittelklassewagens. Kommentieren.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="345" height="220" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/91KES34yqiw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="345" height="220" src="http://www.youtube.com/v/91KES34yqiw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Kunstgespräch.</strong></span> Allrounder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Schlingensief">Christoph Schlingensief</a> und Moderator <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/01/michel-friedman-und-die-hohe-kunst-des-nachbohr-interviews/">Michel Friedman</a> in trauter Eintracht im Fond eines Mittelklassewagens. <a href="http://www.endoplast.de/2010/02/01/schlingensieffriedman/">Kommentieren.</a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F02%2F01%2Fschlingensieffriedman%2F&amp;linkname=Schlingensief%2FFriedman"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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