Dem Morgen blick ich in sein schäbiges Gesicht
Ich bring ne Portion Pomm-Döner hinaus ins Tageslicht Continue Reading
Posted on 28 Januar 2011 by Rolf Koschkat
Dem Morgen blick ich in sein schäbiges Gesicht
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Posted on 26 Januar 2011 by Ralf Wasselowski
Gartenarbeit. Alle geldgeilen Banker, alle verblendeten Consultants, alle machtverstrahlten Politiker, die dioxinproduzierende Industrie, igelüberfahrenden Autoraser und hektikryptischen Werber sollten sich dieses Lied von Akira Kosemura einmal täglich anhören oder alternativ im Garten lauschen. Achtung, Kontemplation! Kommentieren.
Posted on 25 Januar 2011 by Ralf Wasselowski
Kopfpauschale. In der Science-Fiction-Soap „Perry Rhodan“ kommt ein Mutant vor, Iwan Iwanowitsch Goratschin, der zwei Köpfe hat. Als ich das früher gelesen habe, fand ich das fantastisch. Aber die Wirklichkeit ist wie immer irrwitziger als jede Vorstellung. Kommentieren.
Posted on 25 Januar 2011 by Ralf Wasselowski
Kopfarbeit. Abigail and Brittany Hensel sind Zwillinge, geboren am 7. März 1990 in Minnesota, USA, die in einem Körper leben aber auf diesem Körper mit zwei Köpfen über ihr Schicksal nachdenken. Dabei scheinen sie gar nicht so traurig zu sein sondern eher lebenslustig. Sie haben zwei Lungen und zwei Herzen. Dieses Video haben zum jetzigen Zeitpunkt fast 24 Millionen Menschen angesehen. Vielleicht deshalb, weil dies eine der seltsamsten wahren Geschichten ist, die sich über Menschen erzählen läßt. Abigail und Brittany Hensel sind bald 21 Jahre alt. Zwei Menschen, zwei Köpfe, ein Körper – und zwei Seelen? Kommentieren.
Posted on 09 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Sicherheits-Leck. Es gibt Themen, die einflußreich aber unglaublich fern sind. Einsteins Formel E = mc² gehört dazu. Oder die Chaos-Theorie. Diese auf reiner Mathematik basierende Sichtbarmachung der Struktur der Welt ist für Oberstudienräte und wertkonservative CDU-Politiker unter Umständen erschreckend. Denn sie sagt, dass alles, was zunächst ganz einfach, sehr klar und eindeutig erscheint, tatsächlich unendlich kompliziert und unvorhersehbar ist. Computer-Grafiken, die jene chaotischen Gleichungen visualisieren, wirken seltsam vertraut. Auch die Schroffheit von Gebirgs-Zügen, die Muster eines Schmetterlings-Flügels oder sogar Verhaltensweisen und Marotten erscheinen als Ausformungen von unendlich ablaufenden ineinander verschränkten mathematischen Mustern. Aber das ist eine andere Geschichte. Mathematisch-physikalische Unkalkulierbarkeit kann, wie man hier sieht, eine Inspirations-Quelle für Computer-Animationen sein. Kommentieren.
Posted on 08 Dezember 2010 by Ralf Wasselowski
Santa Clause. Eine Art frühweihnachtliches, futuristisches Blinken. Kommentieren.
Posted on 02 Dezember 2010 by Der Barbara Streisand-Effekt
Doppel-Realitäten. Jean-Luc Godard drehte 1978 eine Reihe von Kurzfilmen, in deren Mittelpunkt die Sichtweisen von Kindern stehen. Der sperrige Titel:
„France/Tour/Detour/Deux/Enfants. Mouvent.“ Interssant, wie im Dialog mit einem Kind eine grundlegende philosophische Frage offengelegt wird. (Auch wenn das Kind hinterher denken sollte, dass der Regisseur bescheuert ist.) Godard ist einer der größten europäischen Filmemacher. Er ist in Paris geboren, Hauptvertreter der „Nouvelle Vague“, die Ende der 1950er-Jahre eine neue Filmsprache propagierte, und er ist immer noch aktiv. Andere Vertreter der „Nouvelle Vague“ sind bekannte Filmemacher wie Claude Chabrol, Jacques Rivette, Éric Rohmer, François Truffaut sowie Louis Malle und Alain Resnais. Godards Filme sind oft avantgardistisch schroff aber auch von großer Poesie geprägt. Am 3. Dezember wird er 80 Jahre alt. Kommentieren.
Posted on 28 November 2010 by Der Barbara Streisand-Effekt
Gedanken-Urlaub. Stell’ Dir vor, Du hast – beruflich bedingt oder weil Du gefeiert hast, oder beides – ein paar Nächte nicht geschlafen. Dann stell’ Dir vor, überall, wo Du dann bist, nickst Du wegen totaler Übermüdung ein: Während Du mit jemandem redest, während Du an der Kasse im Supermarkt stehst, während Du Liebe machst. Immer bist Du etwas weggetreten. Dein Körper möchte schlafen. Du gerätst in einen Zustand, in dem Du alles feiner wahrnimmst. Du bist offener für akustische Reize, alles dringt mehr in Dich ein. Hör’ Dir in diesem Zustand „Lady Hamburger“ von Throbbing Gristle an und Du verstehst die Welt so, wie Du sie – wärest Du hellwach – nicht vertstehen könntest. Kommentieren.
Posted on 05 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski
Möglichkeiten. Im letzten Teil der Arzak-Trickfilm-Serie setzt Moebius verschiedene Zeichen- und Maltechniken ein, um den Realitätsbegriff visuell zu hinterfragen. Ist etwas, das wir sehen, konkret da oder könnte es eine Fiktion sein? Wieder spielt der Fernseher eine Rolle und wieder kann man sich nicht sicher sein, wer in welcher Wirklichkeit agiert. All das kommt wie ein Witz daher oder wie eine Geschichte für Kinder. Jean Giraud, der Mann, der sich „Moebius“ nennt, hatte auch „Little Nemo in Slumberland“ in Form von Comicalben für sich entdeckt und wiederbeleb. „Little Nemo“ ist ein träumender Junge als Comicfigur, das Windsor McCay, einer der Ahnherren der Comic-Strips und einer der ersten Trickfilmer, zwischen 1905 und 1913 ersonnen hatte. Den Namen „Moebius“ als Pseudonym zu wählen, macht bei dem, was Moebius zu erzählen hat, Sinn. Das Pseudonym bezieht sich auf den Mathematiker August Ferdinand Möbius, der das sogenannte „Möbiusband“ ersonnen hat. Das Möbiusband ist eine mathematische Figur, die man sich als verdrehten Streifen vorstellen kann, bei dem Vorder- und Rückseite ineinander übergehen. Das Möbiusband ist ein Symbol für das Unendlichkeits- oder Wiederholungsprinzip. Wiederholungen sind der Baustein der kleinsten materiellen Strukturen, aus denen das Universum besteht. Dabei geht es um Begriffe wie Selbstreferenz, Selbstbezüglichkeit und Selbstähnlichkeit. Jean Giraud hat, wie man sieht, einen Namen gewählt, der in jene offene Unendlichkeit und Viel-Dimensionalität weist, um die es in seinen Geschichten oft geht. Jean Giraud scheint im übrigen, auch wenn er im Film den Fernseher und seine Bilder mit einem Schwert zerstört, ein durchweg positiver, heiterer Mensch zu sein. Seine Geschichten haben trotz Gewalt und einer permanenten Heimsuchung Arzaks durch Gefahren aller Art, kaum etwas Bedrohliches. Vielleicht ist es die als typisch angesehene französische lockere Lebenshaltung, die seinen Comics und auch den Kurz-Trickfilmen um Arzak ihre Leichtigkeit verleihen – obwohl es um durchaus tiefschürfende Inhalte geht. Das sind bei Moebius in jedem Falle Welten voller Möglichkeiten, die die Wahrnehmung bereichern und dem Denken eine ungewohnte Richtung geben. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken):/1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12/13/Kommentieren.
Posted on 03 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski
Symbolismus. Moebius bereist in seinen fantastischen Comic-Geschichten andere Welten: Das können ferne Planeten, andere Zeiten oder Dimensionen sein, verfremdete oder virtuelle Realitäten oder Träume, wie in diesem Zeichentrickfilm, aus einer Reihe von 14 Kurzfilmen, die nach seiner Comic-Figur „Arzak“ entstanden ist. Manches, was er erzählerisch einsetzt, ist leitmotivisch angelegt und zieht sich durch viele seiner Geschichten. In dieser Folge sind wieder die Fleisch fressenden, lebensbedrohlichen Pflanzen zu sehen, die aber widersprüchlicherweise überhaupt kein Wasser vertragen. Moebius ist der Symbolist unter den Comic-Schaffenden, denn metaphorisch eingesetzt sind nicht nur Figuren, Handlungen oder Welten sondern vielerlei Gegenstände wie hier der Ring, der einen Zusammenhang zwischen dem Unwetter, das die Pflanzen vernichtet, und der Bedrohung im Traum bildet. Symbolisch gesehen hat sich der Kreis geschlossen. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12/14/Kommentieren.