Archive | Comics

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Prosit: Frank Miller zum 54. Geburtstag

Posted on 31 Januar 2011 by Rolf

Batman, the dark Knight returns - eine der berühmtesten Comic-Novellen.

Vor wenigen Tagen hatte einer der größten amerikanischen Comicschaffenden, Frank Miller, Geburtstag. Continue Reading

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Steampunk-Comic: Sarah Palin, die gusseiserne Lady

Posted on 22 Januar 2011 by Ralf Wasselowski

Sarah Palin von der Tea-Party

Es gibt ein neues Comicheft, das die Führerin der ultrakonservativen Tea-Party in den USA, Sarah Palin, Continue Reading

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Mark Millar’s Nemesis

Posted on 23 November 2010 by Der Barbara Streisand-Effekt

Speed-Dating. Manchmal geht alles ganz schnell: Comic-Autor Mark Millar war schon immer für eine Kontroverse gut. So kam es in 2001 zum künstlerischen Zerwürfnis über die Comicserie „The Authority“ beim Comic-Verlag DC, weil der Verlag permanent zensierte und dem provokanten Autor das Leben schwer machte. Millar konnte aber bei Konkurrent Marvel-Comics übergangslos große Erfolge feiern. Hervorgehoben sei hier vor allem der „Civil-War“-Zyklus aus 2006, der den Comics ihre gesellschaftliche Relevanz wiedergab – ging es doch darin um die restriktive Überwachung und Bevormundung aller Superhelden durch einen autoritären Staat. Sicher inhaltlich auch eine Reaktion auf die Zensur-Praxis bei DC, die vor dem Hintergrund der Ereignisse der Terroranschläge am 11. September 2001 auf die Twin-Towers in New York zu sehen sind. Das passte als kritische Fußnote zum real existierenden „Patriots Act“, der unter der Bush-Regierung am 25. Oktober 2001 als Bundesgesetz eingeführt wurde. Es hatte eine nie gekannte Qualität der allgemeinen Überwachung zur Folge und schränkte die Bürgerrechte erheblich ein. Manch einer spricht davon, dass der „Patriots Act“ nicht mit einer demokratischen Grundordnung vereinbar ist. Nur ein Jahr später, 2007,  wurde die sechsteilige Comic-Miniserie „Wanted“, die zwischen 2003 und 2005 erschienen war,  mit Angelina Jolie in der Hauptrolle von Regisseur Timur Bekmambetov mit spektakulären Spezial-Effekten verfilmt. In diesem Jahr kamen fast parallel Comic und Film nach der Millar-Story „Kick Ass“ heraus. Die Verfilmung und das Projekt bekamen viel Vorschußlorbeeren, finanziell war das Projekt mit 96 Millionen Dollar Einspielergebnis ein mittlerer Erfolg. Teil zwei ist angedacht. Nun ist aber ein anderer Held Millars an der Reihe: Tony Scott möchte „Nemesis“ verfilmen, die Serie an der Millar gerade noch arbeitet. Der Plot: Rache einmal anders. Mark Millar’s Anti-Held ist ein Verbrecher und seit dem Tod seiner Eltern ein Cop-Killer. Millar setzt generell auf Extrem-Gewalt, Kontroverse, gebrochene Charaktere, hinterfragt mal ernst („Civil War“), mal auch schwarzhumorig („Kick Ass“) die Superheldenrolle und ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Ähnlich wie bei Frank Miller, der schon eine Zusage für einen Film von Regisseur Zack Snyder bekommt, obwohl er seine Miniserie „Xerxes“ als Nachfolgeprojekt zu „300“ überhaupt geschrieben hat, ist auch Mark Millar ein heiß gehandelter Lieferant aktueller Kinoinhalte. An Miller ist das Interesse nach seiner spannungslosen „Spirit“-Verfilmung zwischenzeitlich deutlich abgekühlt. Es wird sich zeigen, was er noch drauf hat. Kommentieren.

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Frank Miller’s Bildsprache

Posted on 25 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski

Tele-Visionen. Der Comic-Schöpfer Frank Miller – Autor und Zeichner in Personalunion – hat begonnen, seine gezeichnete Welt in die Welt des Films zu übertragen. Er hatte zwischenzeitlich verlautbaren lassen, den Comics den Rücken kehren zu wollen. Doch der kommerzielle Erfolg in der Film-Branche läßt auf sich warten. Lediglich als Schöpfer der Original-Vorlage zum Zack Snyder-Film „300“ ist er über jeden monetären Zweifel erhaben. „Sin City“ war ein stilistischer Meilenstein aber in den USA erst ab 18 zu sehen, weshalb es dort aus kommerzieller Sicht ein Erfolg war – in Europa lief er besser als in den USA. Bei 40 Millionen Dollar Budget für die Filmproduktion hat der Film 150 Millionen Dollar eingespielt. „The Spirit“ nach der klassischen Comic-Figur von Will Eisner, bei dem Miller allein Regie geführt hatte, hat gefloppt. Jetzt wartet alle Welt auf die diversen anderen Miller-Projekte: Auf „Sin City 2“, auf „Hard Boiled“, auf die Verfilmung seines ambitioniertesten Comics „Ronin“ durch einen anderen Regisseur. Außerdem soll 2011 endlich die Comic-Miniserie „Xerxes“ erscheinen, ein thematischer Nachfolger zu „300“ – um dann, sofern sie für gut befunden wird, von Zack Snyder verfilmt zu werden. Zwischendurch ist Miller von Gucci beauftragt worden, einen futuristischen Spot zu filmen. Und seit langem ist ein umfangreiches Comic-Werk in der Pipeline, das erst ein „Batman-gegen-Al-Quaida“-Abenteuer „Holy Terror“ werden sollte und jetzt aber ohne Batman daherkommt, weil es wohl bei DC nicht den Zuspruch gefunden hat, den Miller gerne gehabt hätte. Ein einst einflußreicher Comic-Schaffender, der sein Renomee durch zunehmend halbherzige Comicarbeiten wie „Allstar-Batman“ oder die letzten „Sin City“-Comic-Episoden verspielt, um dann in der Film-Branche ebenso zu losen? Aus ästhetischer Sicht hat Miller mitgewirkt, einen neue Bildsprache im Film zu kreieren. Nur wird sich Hollywood fragen, ob er auch gut dafür ist, um Kasse zu machen. Schon ist Frank Miller zurückgerudert und hat gesagt, es dürfe bei Filmen nicht nur um den Kommerz gehen. Das ist ihm allerdings spät eingefallen; denn er war vor vielen Jahren angetreten, um die Comics durch gut erzählte Geschichten zu beleben, die zeichnerisch Neues brachten aber zugleich Kasse machten. Ok, Frank, wo geht die Reise hin? Kommentieren.

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Frank Miller’s 300

Posted on 19 Oktober 2010 by Rolf Koschkat

Massenmord. „300“ ist ein hochdekoriertes Comic-Buch, das in den USA zunächst zwischen Mai und September 1998 als Miniserie erschienen war, um dann in einem feisten, querformatigen Hardcover-Buch, den Anspruch seriöser Unterhaltung vorzugaukeln. Tatsächlich war es einmal mehr eine platte Männer-Fantasie. Es handelt von 300 Griechen – genauer gesagt: „Spartanern“ –, die sich einer persischen Übermacht stellen. Es war vielleicht das letzte Mal, dass Comic-Superstar Frank Miller, der der vielleicht einflußreichste Schöpfer von Comic-Erzählungen geworden war, eine richtige Geschichte erzählt hat. Die „Sin City“-Comics, die ebenfalls zum Spätwerk gehören, wurden immer plumper und erzählerisch immer schlechter. Die volle Pracht des Metzel-Stücks „300“ jedenfalls kann man hier im Video-Comic auf sich wirken lassen. Ist fast so „schön“ wie der Film von Zack Snyder. Kommentieren.

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Moebius’ Arzak (14)

Posted on 05 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski

Möglichkeiten. Im letzten Teil der Arzak-Trickfilm-Serie setzt Moebius verschiedene Zeichen- und Maltechniken ein, um den Realitätsbegriff visuell zu hinterfragen. Ist etwas, das wir sehen, konkret da oder könnte es eine Fiktion sein? Wieder spielt der Fernseher eine Rolle und wieder kann man sich nicht sicher sein, wer in welcher Wirklichkeit agiert. All das kommt wie ein Witz daher oder wie eine Geschichte für Kinder. Jean Giraud, der Mann, der sich „Moebius“ nennt, hatte auch „Little Nemo in Slumberland“ in Form von Comicalben für sich entdeckt und wiederbeleb. „Little Nemo“ ist ein träumender Junge als Comicfigur, das Windsor McCay, einer der Ahnherren der Comic-Strips und einer der ersten Trickfilmer, zwischen 1905 und 1913 ersonnen hatte. Den Namen „Moebius“ als Pseudonym zu wählen, macht bei dem, was Moebius zu erzählen hat, Sinn. Das Pseudonym bezieht sich auf den Mathematiker August Ferdinand Möbius, der das sogenannte „Möbiusband“ ersonnen hat. Das Möbiusband ist eine mathematische Figur, die man sich als verdrehten Streifen vorstellen kann, bei dem Vorder- und Rückseite ineinander übergehen. Das Möbiusband ist ein Symbol für das Unendlichkeits- oder Wiederholungsprinzip. Wiederholungen sind der Baustein der kleinsten materiellen Strukturen, aus denen das Universum besteht. Dabei geht es um Begriffe wie Selbstreferenz, Selbstbezüglichkeit und Selbstähnlichkeit. Jean Giraud hat, wie man sieht, einen Namen gewählt, der in jene offene Unendlichkeit und Viel-Dimensionalität weist, um die es in seinen Geschichten oft geht. Jean Giraud scheint im übrigen, auch wenn er im Film den Fernseher und seine Bilder mit einem Schwert zerstört, ein durchweg positiver, heiterer Mensch zu sein. Seine Geschichten haben trotz Gewalt und einer permanenten Heimsuchung Arzaks durch Gefahren aller Art, kaum etwas Bedrohliches. Vielleicht ist es die als typisch angesehene französische lockere Lebenshaltung, die seinen Comics und auch den Kurz-Trickfilmen um Arzak ihre Leichtigkeit verleihen – obwohl es um durchaus tiefschürfende Inhalte geht. Das sind bei Moebius in jedem Falle Welten voller Möglichkeiten, die die Wahrnehmung bereichern und dem Denken eine ungewohnte Richtung geben. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken):/1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12/13/Kommentieren.

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Moebius’ Arzak (13)

Posted on 03 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski

Symbolismus. Moebius bereist in seinen fantastischen Comic-Geschichten andere Welten: Das können ferne Planeten, andere Zeiten oder Dimensionen sein, verfremdete oder virtuelle Realitäten oder Träume, wie in diesem Zeichentrickfilm, aus einer Reihe von 14 Kurzfilmen, die nach seiner Comic-Figur „Arzak“ entstanden ist. Manches, was er erzählerisch einsetzt, ist leitmotivisch angelegt und zieht sich durch viele seiner Geschichten. In dieser Folge sind wieder die Fleisch fressenden, lebensbedrohlichen Pflanzen zu sehen, die aber widersprüchlicherweise überhaupt kein Wasser vertragen. Moebius ist der Symbolist unter den Comic-Schaffenden, denn metaphorisch eingesetzt sind nicht nur Figuren, Handlungen oder Welten sondern vielerlei Gegenstände wie hier der Ring, der einen Zusammenhang zwischen dem Unwetter, das die Pflanzen vernichtet, und der Bedrohung im Traum bildet. Symbolisch gesehen hat sich der Kreis geschlossen. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12/14/Kommentieren.

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Moebius’ Arzak (12)

Posted on 30 September 2010 by Ralf Wasselowski

Simulationen. Das Leben – ein Spiel? Moebius führt in seiner zwölften Folge der Abenteuer von Arzak vor, wie es sein kann, dass ein lächerlich schrill-buntes Wesen, das man sich so nur in einem Game vorstellen könnte, in der Realität lebt und dort ein PC-Spiel spielt, während sich umgekehrt die realistisch-seriöse Figur als ein Charakter in einem schnöden Spiel herausstellt. Dass alles weiterhin ganz anders kommen kann, ist hier auch noch sehen, es ist natürlich möglich, die Seiten zu wechseln: Der virtuelle Charakter wechselt in die Realität und der Spieler wird überrascht davon. Welch schöne Wendung. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/13/14/Kommentieren.

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Moebius’ Arzak (11)

Posted on 11 September 2010 by Ralf Wasselowski

Weltenbummeln. Der Surrealismus ist eine Kunstrichtung, die die Ratio beiseite läßt und das Unterbewußtsein hervorkehrt. Alles erscheint widersinnig und doch ergibt sich im Zusammenhang eines Textes oder Bildes etwas Neues, das einen – schrägen – Sinn macht. Gelerntes wird in einem neuen Zusammenhang wiedergegeben. Bei Moebius, der mit eben diesen Mitteln arbeitet, ist alles fremd und ergibt doch einen Sinn, wenn man sich auf seine Sinnlosigkeit einläßt. Es war sein Ziel, in seinen Augen überkommene Erzähltechniken und -Inhalte gegen eine intuitiv-surreale auszutauschen. Wenn es gut läuft für Moebius, den großen Comic-Künstler, erreicht er sein Ziel. Der Trickfilm-Arzak ist jedoch weniger ernsthaft als der Comic, dessen Humor eher staubtrocken ist und sich an der Grenze zu großem Ernst, der Nachdenklichkeit hinterläßt, bewegt, während der Humor der Trickfilme comichafter ist. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/12/13/14/Kommentieren.

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Moebius’ Arzak (10)

Posted on 08 September 2010 by Ralf Wasselowski

Assoziations-Fieber. Wer alles richtig machen will, plant und organisiert, um an’s Ziel zu kommen. Das setzt voraus, dass es ein Ziel gibt. Wer das Leben kennt, weiß aber, dass Ziele Fiktionen sind, denen man sich nicht hingeben sollte. Der Wunsch, Ziele zu erreichen, ist völlig hoffnungslos. Wer wirklich alles richtig machen will, plant und organisiert nicht, sondern improvisiert. Ein illustrativ tätiger Künstler sollte in jedem Fall assoziierend improvisieren. Im Falle eines Comic-Zeichners wie Moebius, von dem die Trickfilmreihe „Arzak“ stammt, die nach seinem gleichnamigen Comic-Held entstanden ist, ist verbrieft, dass er sich von Bild zu Bild imaginierte, anfänglich nur mit einem schwarzen Filzstift ausgerüstet. So ist sein Buch „40 jours dans le desert B“ entstanden, das als die seltsamste realistische Bildgeschichte aller Zeiten gelten kann, sozusagen ein psychedelischer Wilhem Busch. Die Trickfilme, die auf dieser assoziativen Grundlage einer völlig freien und losgelösten Autorenschaft beruhen, profitieren von dieser Vorgehnsweise. Moebius hatte am Anfang seines Werdegangs postuliert, dass im Prinzip jede denkbare Handlung bereits geschrieben wurde. Also hat er sich als Moebius der überkommenen Erzählweise entledigt, während er als „GIR“/Jean Giraud herkömmlich erzählte Comics zeichnet. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/11/12/13/14/Kommentieren.

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