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	<title>endoplast.de &#187; Autoren</title>
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	<description>Die schräge Welt</description>
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		<title>Twitter erklärt: Kann das Oldschool-Medium „Buch“ das Social-Media-Netzwerk verständlich machen?</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2011/04/19/twitter-erklart-kann-das-oldschool-medium-%e2%80%9ebuch%e2%80%9c-das-social-media-netzwerk-verstandlich-machen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 02:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Philip K. Dick, längst verstorbener Autor der Romane, die als Buch-Vorlagen für Filme wie „BladeRunner“ oder „Minority Report“ dienten, und einer der berühmtesten Science Fiction-Pioniere, hatte ein Lieblingsthema: Schein-Welten. Vor allem Welten, bei denen man nie wissen kann, ob sie tatsächlich existieren oder nur imaginierte Traumgebilde sind, hatten es ihm angetan. Kein sehr weiter Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18098" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/04/endoplast_twitter_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-18098 " title="endoplast_twitter_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/04/endoplast_twitter_wasselowski.gif" alt="Bücher über Twitter gibt es wie Sand am Meer" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Twitter ist ganz einfach gestartet aber inzwischen unübersichtlich geworden - Erklärung tut Not.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a title="Der erste Teil der filmischen Umsetzung des schriftstellerischen Werkes des kultigen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick." href="http://www.endoplast.de/2011/04/08/kino-philip-k-dick-und-hollywood-1/" target="_blank">Philip K. Dick,</a> längst verstorbener Autor der Romane, die als Buch-Vorlagen<span id="more-18089"></span> für Filme wie „BladeRunner“ oder „Minority Report“ dienten, und einer der berühmtesten Science Fiction-Pioniere, hatte ein Lieblingsthema: Schein-Welten. Vor allem Welten, bei denen man nie wissen kann, ob sie tatsächlich existieren oder nur imaginierte Traumgebilde sind, hatten es ihm angetan. Kein sehr weiter Weg zu Twitter, das eine neue Ebene in die reale Welt eingezogen hat und wie kein zweites soziales Netzwerk einen schwindelerregend schnellen Rhythmus in der Massen-Kommunikation etabliert hat.<br />
</strong></span></p>
<p>Twitter ist im Nachrichten-Wettrennen immer der Erste. Vieles, was einen Tag später in den Zeitungen steht oder auf Webseiten veröffentlicht wurde, konnte man vorher in Kurzsatzform auf Twitter lesen.</p>
<h2>Social Media mit Twitter: In 140 Zeichen um die Welt</h2>
<p>Twitter ist, 2006 gegründet, ein junges Projekt. Es handelt sich um ein Micro-Blogging-System. Wo ab 1996 die Blogs als eine Art öffentliche Tagebücher entstanden waren, oft aber in längeren Texten oder aber bildorientiert, ist Twitter die Kunst der Beschränkung – deshalb „Micro“-Blogging. Jeder Beitrag darf wie bei der ursprünglichen SMS nicht länger als 140 Zeichen sein. Was symbolisch die „72 dpi“ waren, nämlich das Minimum und zugleich der Standard an Bildschrirm-Auflösung, sind heute die 140 Zeichen als verbales Sprungbrett, um in der Welt des World Wide Web, etwas zu äußern. Wo früher das Internet unendlich schien und alles in jeder Länge und jedem Medium übermittelt werden konnte, scheinen 140 Zeichen eine ungewöhnliche Beschränkung. Doch der Clou von Twitter liegt genau in dieser Reduktion: Wer nicht viel Sagen darf, sagt anstatt dessen öfter etwas – anstatt zu monologoisieren geht&#8217;s ans Dialogisieren. Das hatte bereits der SMS zum Siegeszug als neue, schnelle Kommunikations-Form verholfen. Twitter ist der permanente kommunikative Austausch, das ständige Zwitschern von Alltäglichem, von Trivialem oder Wichtigem, alles durcheinander, alles neben- und hintereinander – und die ganze Welt kann mitlesen. Da kann ein Twitterer kurz mitteilen, dass er Pommes holen geht und gleich wieder da ist, ein anderer nutzt den Kurznachrichten-Dienst, um aus einem Krisengebiet mitzuteilen, dass ein Krieg begonnen hat, und wieder ein anderer schreibt, dass er verschüttet unter Trümmern in einem Erdbebengebiet liegt. Das alles kann Twitter sein.</p>
<h2>Twitter: Einfacher geht’s nicht mehr</h2>
<p>Wenn man bedenkt, dass das Internet in für jeden nutzbarer Form als www-Word-Wide-Web erst seit 1993 so richtig begann zu existieren, ist das Erstarken einer technoiden Kommunikationsform wie Twitter an Rasanz kaum zu überbieten. Während der alte Blogger oft eine eigene Website betrieb, die ein bißchen kostete und für deren Aufbau einiges an Manpower zu investieren war, ist Twitter – auch im Gegensatz zu Facebook oder MySpace, bei denen Seiten einzurichten und teils unendlich viele Fragen zu beantworten sind – komplett fertig da: 5 Minuten Anmeldung und schon geht’s los. Man twittert, schreibt über das, was man erlebt oder worauf man hinweisen möchte, und interessiert andere Menschen für sich, seine Themen und Sichtweisen. Bei Facebook werden die Leser „Freunde“, bei Twitter „Follower“. Wie im wirklichen Leben gibt es Twitterer mit gewaltigen Fangemeinden – im Falle von Stars können das Millionen sein, die sich dafür interessieren, was die Celebrity gerade macht und von sich gibt. Das Erfolgsrezept dieser sozialen Netzwerke ist auch, dass sie mit dem realen Leben und den realen Menschen nicht viel zu tun haben müssen. Twitter repräsentiert nicht nur eine ultraschnelle Nachrichten-Taktung sondern auch eine andere Welt. Philip K. Dick hätte seine Freude daran gehabt – und hätte sich vermutlich gewundert, wie schnell er in seinen SCince-Fiction-Gedanken von der neuen Realität eingeholt worden ist.</p>
<h2>Twitter: Kurz und knapp, schnell und ausdrucksstark</h2>
<p>Das Spontane, das Schnelle und Kurze sind die ursprünglichen Markenzeichen dieses Dienstes, der ein Kernstück der sogenannten „Social Media“ ist, also eines der Medien, derer sich Menschen bedienen, um miteinander oft locker-witzig zu kommunizieren. „Microblogging-Plattform“ wird Twitter deshalb genannt, weil im Persönlichen, Privaten und in der individuell-subjektiven Sichtweise der Nukleus des Dienstes liegt. Inzwischen ist aus Twitter aber mehr geworden: Eine Art super-schnelldrehendes Inhaltsverzeichnis des gesamten Internet und vielleicht eines der vollständigsten Abbilder unserer Welt ansich. Dafür spricht auch, dass das Unternehmen Twitter offensichtlich dabei ist, seine Nutzerdaten zu vermarkten und damit Geld zu verdienen – und nicht primär über Werbung. Twitter, so sagt man, weiß was die Menschen der Welt denken – das wird der Werbebranche und den werbetreibenden Unternehmen sehr viel wert sein. Big brother is watching you!</p>
<h2>Ein anderer Mensch in den sozialen Medien</h2>
<p>Aber zurück zur Schein-Realität: Nicht nur, wer bei Facebook ist, schafft sich eine digitale Identität, eine Entsprechung, die teils krass von der wirklichen Existenz abweicht. Twitter und andere „soziale“ Plattformen bieten auch Versteckspiel-Möglichkeiten, bieten Raum für eine Traumwirklichkeit, die den Hartz IV-Empfänger auf Twitter zum schnieken Geschäftsmann werden läßt, die 60-Jährige zu „Tina24“ und den Rollstuhlfahrer zum Langstreckenläufer. Das ist komfortabel und schafft viel Platz für neue Gedanken, neue Ideen und neue Realitäten.</p>
<h2>Neuer Push für soziale Netze durch mobile Anwendungen</h2>
<p>Schon lange kann man seinen Text-Kurznachrichten, den sogenannten „Tweets“, Bilder beifügen – dies über einen Dienst wie „Twitpic“ – und es ist ebenso möglich, Videos oder Audio-Dateien hochzuladen. Der Clou der „Sozialen Netzwerke“, ob sie durch Twitter, durch Facebook, Xing, Studi- bzw. Schüler-VZ oder MySpace repräsentiert sind, ist die Mobilität. Vor kurzem noch schien das Ende der Fahnenstange im Handymarkt erreicht. Dann kam Apple&#8217;s „iPhone“ und revolutionierte den Markt hin zum „Smartphone“, jenem Allround-Computer im Westentaschenformat, mittels dessen man Tweets praktisch von überall, zu jeder Zeit mal eben so absetzen kann. Es gibt inzwischen zahllose kostenlose Apps, die das Smartphone zu einer vollwertigen Nachrichten-Zentrale werden lassen.</p>
<h2>Wer erklärt Twitter strukturiert und übersichtlich?</h2>
<p>Soweit im Allgemeinen zum Phänomen „Twitter“ als Social Media-Dienst. Zu twittern ist inzwischen fast eine Wissenschaft geworden. „Twitter“, das Unternehmen, hat sich zwischenzeitlich für diverse Zusatz-Dienste geöffnet und bietet komfortable Möglichkeiten zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Hinzu kommt natürlich, dass das Twitterversum mit seinen Milliarden Kurznachrichten groß, facettenreich und unübersichtlich geworden ist. Wer blickt da noch durch? Und wer ist in der Lage, Twitter ebenso kurz und strukturiert zu erklären, wie es die Kernkompetenz des Dienstes selbst ist? Es muß wieder die Oldschool-Fraktion her, Buchschreiber, die in Büchern und auf Seiten, die man richtig umblättern kann, das Usability-Wunder Twitter nahe bringen.</p>
<h2>Witzig: Odschool-Medium „Buch“ erklärt die kommunikative Avantgarde</h2>
<p>Der Markt hält inzwischen einige Bücher zum Thema „Twitter“ bereit und einige zum Thema „Social Media“ mit Twitter als Untermenge. Social Media ist das Trendthema im Marketing geworden. Es gibt eine Flut an ausgewiesenen Experten, manchmal möchte man sogar meinen, es gibt mehr Experten als Nutzer. Die Gefahr der Autorenschaft im „Social Media“-Bereich liegt im Augenblick in einem verkappten Größenwahn, ist doch das Thema so durchdrungen von Hippness, weil die Medien- und Werbebranche drauf steht. Beflügelt wird diese Sichtweise, das Schicksal der Welt nur noch durch die rosarote Brille der sozialen Netzwerke zu sehen, von den Zocker-Phantasien der Börsen, die offenbar wieder die Bodenhaftung verlieren, wenn es um Werte wie Facebook oder Twitter geht – bis der nächste Hype zerplatzt und eine Lawine aus Börsianern mit sich reisst. Sachkunde und Know-how im HInblick auf Twitter sind also gefragt, um der Heilslehre der schönen neuen Social-Media-Welt zu wiederstehen und ihr Potenzial dennoch zu erkennen.</p>
<h2>Schreiben über Twitter: Zwischen Überblick behalten und Praxisorientierung</h2>
<p>Die meisten Bücher, die es bisher zum Thema gibt, widmen sich nicht explizit allein „Twitter“ sondern „Social Media“, stellen also „Twitter“ als Teil von „Social Media“ dar und berauben sich damit der Möglichkeit, der Faszination von Twitter tatsächlich nahe zu kommen. Entsprechend oberflächlich bleiben Beschreibung und Vertiefung der Anwendertipps. Einen Ratgeber über eine Form von Kommunikation zu schreiben, wie sie  Twitter bietet, vollzieht sich zwischen dem großen Blick auf ein unübersichtliches Twitterversum, das nur durch eine verständliche und nachvollziehbare Struktur klar werden kann, und der Detailarbeit, wenn es darum geht, die vielen Aspekte des Dienstes herauszuarbeiten. Eine anspruchsvolle Arbeit, weil ein Zuviel an Informationen eine inhaltliche Struktur überfrachten und verschütten kann und ein Zuwenig nicht praxisorientiert genug ist.</p>
<h2>Allgemein: „Das Social Media Marketing Buch“ von Dan Zarrella</h2>
<p>Im August 2010 ist in deutscher Übersetzung <a title="Inhaltsverzeichnis des Buches" href="http://www.oreilly.de/catalog/socmedmarkger/toc.pdf" target="_blank">„Das Social Media Marketing Buch“ von Dan Zarrella im O’Reilly-Verlag</a> erschienen: Ein Buch im DIN A5-Querformat, mit prägnantem, bildorientiertem Layout, leider einspaltig über die Seitenbreite und damit schlecht lesbar gesetzt – und leider nicht sehr in die Tiefen der Twitter-Verästelungen eintauchend: Nur scheinbar umfassend wird schnell klar, dass für jemanden, der Twitter anwenden und verstehen will, lediglich ein Kapitel in einem „Social Media“-Buch nicht mehr als ein Überblick sein kann. Das Buch bietet einen ersten Überblick über das Phänomen „Social Media“, was aber nicht genug ist, um es kompetent anzuwenden.</p>
<h2>Umfassend: „iknow Twitter“ von Barbara Ward</h2>
<p>Offenbar gelernt vom Ansatz O’Reillys, das Thema zu präsentieren, hat der Data Becker-Verlag. Er legt ab heute in einer Ratgeber-Reihe das Buch <a title="Leseprobe des Buches" href="http://www.databecker.de/media/shop2010/iKnow-PDFs/iKnow_Leseprobe_Twitter.pdf" target="_blank">„iknow Twitter“ von Barbara Ward</a> vor, die auch schon bei Endoplast gepostet hat und in Deutschland Twitterin der ersten Stunde ist. Als eine der wenigen hat sie direkt mit dem Aufkommen des deutschsprachigen Twitter Accounts aufgebaut, die Geld verdient haben. Sie kommt damit aus der Praxis und kennt daher nicht nur theoretisch alle Tipps und Tricks, Twitter sinnvoll einzusetzen. Das Buch ist ebenfalls im DINA5-Querformat und sehr bildorientiert – wobei die Abbildungen nicht Zierrat sind, sondern informationell im Dienst des Textes stehen und ihn ergänzen. Die Schreibe ist flott und kurzweilig, die Wissensvermitlung umfassend und tiefgreifend, es wird kein Aspekt ausgelassen, um das Medium verstehen zu können und viele Spezial-Aspekte wie zum Beispiel Jobsuche per Twitter werden weitergehend ausgeleuchtet. Dabei ist der Clou des Buches seine redaktionelle Ausstattung: Die Fülle des Wissens wird in zahlreichen Screens mit ausführlichen Bildunterschriften, in hierarchisch gegliederten Infokästen und – im Gegensatz zu O’Reilly – in einem lesefreundlichen zweispaltigen Layout dargeboten. Es gibt kein Buch auf dem deutschen Markt, das das Thema derartig durchdringt und dabei anwendbar und praxisorientiert ist. Data Becker zieht alle Register eines redaktionell ambitioniert betreuten Buches, das nicht nur Einsteigern sondern auch alten Hasen <a title="Die Facebook-Seite des iknowtwitter-Männchens" href="http://www.facebook.com/iKnowBuecher?sk=info" target="_blank">Neues vermitteln kann</a> und dabei Kurzweil bietet. Die Schreibe ist eine Mischung aus Reportage über das Leben zwischen seltsamen Tweet-Inhalten, aus Praxishandbuch und einer übersichtlichen Reise durch das vielschichtige Twitterversum, das einfach Spaß macht und eine selten gesehene Fülle an Informationen bietet. So gesehen die beste Werbung für Twitter, die man sich denken kann. Denn hier wird die Vielfalt der kommunikativen Möglichkeiten Twitters – ob bei der Jobsuche, beim Verbreiten skuriler Botschaften, politischer Statements oder Business-Informationen – umfassend dargestellt.</p>
<h2>Stylish gestaltet: „Social Media“ von Thomas Pfeffer und Bastian Koch</h2>
<p>Den ehrenwerte Platz für das anschaulichste Buch zum Thema Twitter hätte eigentlich auch das <a title="Das buch in Bild und Ton" href="http://www.twittwoch.de/social-media-buch-in-bild-und-ton-part-1/" target="_blank">„Social Media. Wie Sie mit Twitter, Facebook und Co. Ihren Kunden näher kommen“ im Addison-Wesley-Verlag von Thomas Pfeffer und Bastian Koc</a>h belegen können, ist er doch von den Experten von „Twittwoch e.V.“ herausgegeben. Doch die weitestgehend unhierarchisierten 131 Fragen zum Thema erschweren die Übersichtlichkeit eher. Es ist für eine inhaltliche Durchdringung zwar ein interessantes Konzept, wesentliche Fragen zu stellen und diese zu beantworten, doch für die strukturelle Übersichtlichkeit bringt das gar nichts. Zumal das Thema „Social Media“ unter einem didaktischen Anspruch einfach ein zu großes Rad ist, das man drehen muß – hat man nicht eine wirklich gute Idee, das Thema redaktionell zu bearbeiten. Denn die fehlt bisher in den in Deutschland publizierten „Social Media“-Werken. Das ebenfalls querformatige Buch hat aber eines der modernsten und ansprechendsten Layouts, wenn auch die fette Typografie im Inhaltsverzeichnis die Orientierung eher erschwert. Für Leser, die bestimmte Fragen klären wollen, ohne das große Ganze im Blick halten zu müssen, aber unter Umständen ein kenntnisreiches Nachschlagewerk. „Social Media. Wie Sie mit Twitter, Facebook und Co. Ihren Kunden näher kommen“ ist ein Businessbuch, das zudem den Spaß am Medium etwas vermissen lässt. Was sollte man von einem Businessbuch aber auch anderes erwarten.</p>
<h2>Grundlegend: „Twitter“ von Nicole Simon und Nikolaus Bernhardt</h2>
<p><a title="Das Blog zum Buch" href="http://mit140zeichen.de/category/twitter-buch" target="_blank">„Twitter. Mit 140 Zeichen zum Web 2.0“ von Nicole Simon, Nikolaus Bernhardt im Verlag Open Source Press</a> ist in der 2. Auflage erschienen (die 1. bereits 2008!). Eines der wenigen hochformatigen Bücher und schon wirkt es gleich seriöser, weil weniger wie ein Praxishandbuch. Nicole Simon ist ebenfalls Twitterin der ersten Stunde. Das Werk ist ähnlich umfassend wie „iknowtwitter“, gut strukturiert, aber weniger zugänglich und emphatisch, die Schreibe ist weniger flott und macht weniger Spaß. Ein Manko auch hier deshalb, weil Twitter lange nicht nur eine Business-Plattform ist sondern ein sehr unterhaltsamer Markt-Platz der Ideen. Twitter wird hier aber umfassend, tiefgreifend und facettebreich dargestellt, mit zahlreichen interessanten Detailinformationen.</p>
<h2>Zuletzt: „Das Twitter-Buch“ und „Facebook, Xing &amp; Twitter“</h2>
<p>Erwähnen sollte man noch <a title="Die Verlagsseite mit einer Vorschaudatei des Buches" href="http://www.oreilly.de/catalog/twitterbkger/" target="_blank">„Das Twitter-Buch“ von Tim O&#8217;Reilly und Sarah Milstein im O&#8217;Reilly-Verlag,</a> das aber hinter den Werken von Ward und Simon, was Vertiefungsgrad und Klarheit der Struktur anbelangt, zurückbleibt. Zum Abgewöhnen ist <a title="Die Verlagsseite, leider wenig informativ" href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=16640&amp;page=buchaz&amp;sort=autor&amp;auswahl=&amp;pagenum=1" target="_blank">„Facebook, Xing &amp; Twitter“ im Ullstein Taschenbuch-Verlag,</a> herausgegeben von „Computer-Bild“: Unuebersichtliche, uninspirierte Gestaltung, Oberflächlichkeit der Darstellung und in allen Bereichen zu wenig Esprit.</p>
<h2>Fazit: Alte und neue Medien Hand in Hand</h2>
<p>So schließe ich diese Betrachtung mit der Erkenntnis, dass alte und neue Medien sich gegenseitig befruchten und beflügeln können und dass im schnellen Internet ein durchdachtes Buch, für das man sich zurücklehnen muß, um es zu lesen, durchaus eine willkommene Ergänzung sein kann. Ein Buch nimmt die Geschwindigkeit aus dem Wahrnehmungs-Prozess, weil es gedruckt wird und damit manifest ist, während jede Information im Internet und gerade auch bei Twitter nur vorläufigen Charakter hat. Allerdings ist auch zu spüren, dass es schwerer geworden ist, ein kenntnisreiches und wohl strukturiertes Buch zu schreiben, weil diese Eigenschafts-Kombination im Internet-Zeitalter inzwischen Seltenheitswert hat. Im Internet ist die Haupteigenschaft, Informationen zu strukturieren und zu präsentieren. Vollständigkeit wird durch Fragmentarismus und Vorläufigkeit ersetzt. Auch Visionär <a title="Der zweite Teil der Endoplast-Betrachtung zur filmischen Umsetzung des schriftstellerischen Werkes Philip K. Dick's." href="http://www.endoplast.de/2011/04/08/kino-philip-k-dick-und-hollywood-2/" target="_blank">Philip K. Dick</a> hätte an Twitter sicher seine Freude gehabt und zahlreiche Twitter-Accounts angelegt, bei denen er in unterschiedlichste Kunstfiguren geschlüpft wäre, um der Welt neue Geschichten zu erzählen. Sicher eine willkommene Ergänzung zu seinen Buchprojekten.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2011%2F04%2F19%2Ftwitter-erklart-kann-das-oldschool-medium-%25e2%2580%259ebuch%25e2%2580%259c-das-social-media-netzwerk-verstandlich-machen%2F&amp;title=Twitter%20erkl%C3%A4rt%3A%20Kann%20das%20Oldschool-Medium%20%E2%80%9EBuch%E2%80%9C%20das%20Social-Media-Netzwerk%20verst%C3%A4ndlich%20machen%3F" id="wpa2a_2"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Prosit: Frank Miller zum 54. Geburtstag</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2011/01/31/prosit-frank-miller-zum-54-geburtstag/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 23:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen hatte einer der größten amerikanischen Comicschaffenden, Frank Miller, Geburtstag. Er ist am 27. Januar 1957 in Olney, Maryland, geboren worden. Nun stellt sich die Frage, wie man einen solchen Geburtstag gebührlich begehen könnte. Hier die interessante und allumfassende Antwort: The Dark Knight-Cocktail - 1 1/2 oz Maker’s Mark Bourbon - 1/2 oz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/01/endoplast_dark_knight_wasselowski.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-16944" title="endoplast_dark_knight_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2011/01/endoplast_dark_knight_wasselowski.gif" alt="Batman, the dark Knight returns - eine der berühmtesten Comic-Novellen." width="553" height="310" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vor wenigen Tagen hatte einer der größten amerikanischen Comicschaffenden, Frank Miller, Geburtstag.<span id="more-16929"></span> Er ist am 27. Januar 1957 in Olney, Maryland, geboren worden.</strong></span><br />
Nun stellt sich die Frage, wie man einen solchen Geburtstag gebührlich begehen könnte. Hier die interessante und allumfassende Antwort:<br />
<iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="553" height="350" src="http://www.youtube.com/embed/VM49e5u8Bmw" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p>
<h2><a title="Hier ist das Cocktail-Rezept her." href="http://www.ahistoryofdrinking.com/wordpress/2011/01/27/an-excuse-to-drink-happy-birthday-frank-miller/" target="_blank">The Dark Knight-Cocktail</a></h2>
<p>- 1 1/2 oz Maker’s Mark Bourbon<br />
- 1/2 oz Creme de Mure Blackberry Liqueur<br />
- splash of Cynar Artichoke aperitif<br />
- splash of Carpano Antica Sweet Vermouth<br />
- 3 dashes Peychauds Bitters</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2011%2F01%2F31%2Fprosit-frank-miller-zum-54-geburtstag%2F&amp;title=Prosit%3A%20Frank%20Miller%20zum%2054.%20Geburtstag" id="wpa2a_4"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hesse: Narziß &amp; Goldmund</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2011/01/28/hesse-narzis-goldmund/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 00:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
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		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Dichterlesung. „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse, 1930 veröffentlicht,  ist eine vielschichtige Lektüre für ein ganzes Leben. Während man älter wird und das Buch nochmal und nochmal liest, offenbart es immer neue Wahrheiten. Kommentieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ICVseBkNT7s?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="285" src="http://www.youtube.com/v/ICVseBkNT7s?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Dichterlesung.</strong></span> <a title="Wikipedia mit zwei Interpretationsansätzen." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Narzi%C3%9F_und_Goldmund" target="_blank">„Narziß und Goldmund“</a> von <a title="Wikipedia über Herrmann Hesse." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hesse" target="_blank">Hermann Hesse,</a> 1930 veröffentlicht,  ist eine vielschichtige Lektüre für ein ganzes Leben. Während man älter wird und das Buch nochmal und nochmal liest, offenbart es immer neue Wahrheiten. <a title="Klicken und kommentieren." href="http://www.endoplast.de/2011/01/28/hesse-narzis-goldmund/" target="_blank">Kommentieren.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2011%2F01%2F28%2Fhesse-narzis-goldmund%2F&amp;title=Hesse%3A%20Narzi%C3%9F%20%26%23038%3B%20Goldmund" id="wpa2a_6"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zettel&#8217;s Traum neu</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/12/04/zettels-traum-neu/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 03:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arnojoyce. Die deutsche Antwort auf James Joyce? Und ein Roman wie ein Gebirgs-Massiv? Da ist zunächst der Name: „Zettel&#8217;s Traum“. Arno Schmidt, der Autor, hat exessiv mit Zettelkästen als Vorbereitung auf die Verschriftlichung seiner Romane gearbeitet. Zettelkästen sind Kartons, in denen sich geordnet nach Stichworten tausende von kleinen Notizzetteln befinden, auf denen der Autor Ideen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="222" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fp3CfkCmHSA?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="222" src="http://www.youtube.com/v/fp3CfkCmHSA?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Arnojoyce.</strong></span> Die deutsche Antwort auf James Joyce? Und ein Roman wie ein Gebirgs-Massiv? Da ist zunächst der Name: „<a title="Das Blog zum Traum." href="http://www.zettels-traum-lesen.de/" target="_blank">Zettel&#8217;s Traum</a>“. <a title="Bei Reprodukt kommen mehrere Romane des Autors als Comic-Umsetzungen heraus." href="http://blog.reprodukt.com/arno-schmidt-bei-reprodukt/" target="_blank">Arno Schmidt,</a> der Autor, hat exessiv mit <a title="Ein Wiki zum Thema &quot;Zettelkasten in Literatur und Wissenschaft&quot;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zettelkasten" target="_blank">Zettelkästen</a> als Vorbereitung auf die Verschriftlichung seiner Romane gearbeitet. Zettelkästen sind Kartons, in denen sich geordnet nach Stichworten tausende von kleinen Notizzetteln befinden, auf denen der Autor Ideen, Skizzen, den Fortgang der Handlung, Dialoge – was auch immer – notiert hat. Er bringt die vielen kleinen Zettel in eine sinnvolle Reihenfolge und so entsteht anhand dieser unüberschaubaren Vielzahl kleiner Informationsträger ein langes Romanwerk. Oft stehen auf den Zetteln auch Zitate. Man kann sich <a title="Der Wikipedia-Eintrag zu &quot;Zettels Traum&quot;." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zettel%E2%80%99s_Traum" target="_blank">„Zettels Traum“</a> als Roman vorstellen, der auf dem <a title="Collagen kann man mit Bildern und mit Wortbildern erzeugen, die eine Vielschichtigkeit zeitigen." href="http://www.schroedel.de/kunstportal/bilder/kreativkartei/2009-08_prinzip_collage/kreativkartei_2009-08_download.pdf" target="_blank">Collage-Prinzip</a> beruht. Überhaupt wirken alle späteren Romane Schmidt&#8217;s wie assoziativ collagierte Werke, die zudem über Wort-Laut-Ähnlichkeiten Bedeutungsebenen ineinander verschränken. Der <a title="So sieht einer dr vielen Zettelkästen Arno Schmidt's aus." href="http://www.faz.net/m/%7BA544FAC2-0063-4684-97E0-2B9C54E25584%7Dg225_4.jpg" target="_blank">Zettelkasten</a> ist wie das Rohmaterial, eine Vorstufe des fertigen Romans. Das Buch <a title="Hier kann man im Endoplast-Original-Video das Buch sehen." href="http://www.endoplast.de/2009/09/04/zettelwirtschaft/" target="_blank">„Zettel&#8217;s Traum“</a> zu nennen ist eine vielschichtig-poetische Umschreibung, die den Arbeitsprozess, die Mehrdeutigkeit der Inhaltsebenen sowie ihre Struktur mit einschließt. Selten in der deutschen Literatur ist einem Autor ein passenderer Titel für sein Werk als dieser eingefallen. Dann das Buch selbst: In der Original-Ausgabe ein vergleichsweise riesiger, mehrere Kilo schwerer, Band. Ein Buch, das niemand nebenbei lesen kann, eines, das ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt, und eines, dessen dominantes Erscheinungsbild im Vordergrund steht. Etwas, was in der Hoch-Literatur Seltenheitswert hat, geht es hier doch normalerweise um Understatement und Zurückhaltung. Da wirkt <a title="Computergesteuerte Satztechnik, die heutzutage unendlich flexibel sein kann, wenn's gewünscht ist, macht es möglich: So sieht eine Seite in der aktuellen Suhrkamp-Ausgabe von &quot;Zettel's Traum&quot; fertig gesetzt aus." href="http://www.kohlibri.de/xtcommerce/images/product_images/detail_images/ZettelsTraumInnen.jpg" target="_blank">„Zettel&#8217;s Traum“</a> als ein Stück Literatur-Schinken ja geradezu ordinär. Anspruchsvoll ist das Buch auch innen drin: Es war bisher nicht gesetzt worden, weil Arno Schmidt die Sprache so verbogen und angereichert hatte, dass das kein Setzer so einfach in normale Schrift mit normalen Satzzeichen in normale Schriftblöcke umwandeln konnte. Also wurde vor 40 Jahren, als das Werk zum ersten Mal verlegt worden war, aus der Not eine Tugend gemacht: Der Verlag nahm damalig einfach die Schreibmaschinenseiten, also die von Arno Schmidt getippten Originalseiten, ließ sie fototechnisch reproduzieren und veröffentlichte dieses holterdipolter als Buch – mit allen noch enthaltenen Korrekturen – nannte das Ganze <a title="Hier eine wissensvermittelnde Diskussion zum Thema." href="http://www.literaturforum.de/forum/deutsche-belletristik/7263-arno-schmidt-zettels-traum-im-suhrkamp-verlag.html" target="_blank">„Typoscript“</a> und <a title="Manche literarische Werke haben eine Vorreiter-Funktion. &quot;Zettel's Traum&quot; ist so ein Roman." href="http://www.online-lexikon.com/index.php?type=wiki&amp;q=avantgardistische&amp;hpp=10" target="_blank">„avantgardistische Literatur“,</a> und es wurde trotz dieser zusätzlichen Sperrigkeit akzeptiert und gekauft.  Oft wird <a title="Über die Schwierigkeiten &quot;Zettel's Traum&quot; zu lesen." href="http://raventhird.de/blog/?p=1410" target="_blank">„Zettel&#8217;s Traum“</a> mit einem anderen Buch-Ungetüm verglichen, mit <a title="James Joyce bei Wikipedia." href="http://de.wikipedia.org/wiki/James_Joyce" target="_blank">James Joyce&#8217;</a> <a title="Der Wikipedia-Eintrag zum berühmten Roman." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulysses" target="_blank">„Ulysses“.</a> Jedoch ist das letzte und radikalste Werk von <a title="So melodiös würde sich ein Hörbuch nach &quot;Finnegans Wehg anhören. Joyce liest selbst.&quot;" href="http://www.endoplast.de/2009/09/18/james-joyce-rezitation/" target="_blank">Joyce</a>, „<a title="Über das unlesbarste Buch der Literaturgeschichte." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finnegans_Wake" target="_blank">Finnegans Wehg</a>“, formal in Größe und Schwere <a title="Hier spricht die Arno-Schmidt-Stiftung." href="http://www.arno-schmidt-stiftung.de/Buecher/Neuerscheinungen.html" target="_blank">„Zettel&#8217;s Traum“</a> ähnlicher, während <a title="Joyce lebt!" href="http://www.endoplast.de/2010/04/04/klassiker-was-gibts-neues-bei-james-joyce/" target="_blank">„Ulysses“</a> strukturell dem Schmidtschen Buch näher ist. Ein Gebirge kann man nicht beim Spaziergang erobern. Auch <a title="Einer von vielen Beiträgen zu David Foster Wallace auf Endoplast." href="http://www.endoplast.de/2009/11/05/infinite-jest-der-unendliche-spas-geht-weiter/" target="_blank">David Foster Wallace</a> mit seinem Werk <a title="Im Amerikanischen etwa 1.000 Seiten Umfang, im Deutschen über 1.500 Seiten." href="http://1.bp.blogspot.com/_PZzGrC8yMmI/SvAY6MNyCuI/AAAAAAAADzw/CmD2WpcWLZQ/s400/unendlich.jpg" target="_blank">„Unendlicher Spaß“</a> war der Meinung, man müsse sich komplexe Inhalte erarbeiten, das Lesen dürfe nicht zu einfach sein. Joyce ließ Worte explodieren, sammelte hernach ihre Bestandteile, vermischte sie und fügte sie wieder – mehrsprachig – zu neuen Worten zusammen. Wallace nutzte Worte, die es zwar gab, die aber kein Mensch mehr kannte. Und Schmidt tat Ähnliches, nur beließ er es nicht dabei, durch Worte und Wortwahl zu irritieren, nein, er verschränkt drei Inhalts-Ebenen miteinander, repräsentiert durch eine durchgängige Dreispaltigkeit auf allen Buchseiten, und läßt diese Ebenen miteinander interagieren. Ob davon seine Zettel vorher geträumt haben? <a title="Klicken und originelle Worte gebrauchen. Mehrspaltige Kommentare gehen leider nicht." href="http://www.endoplast.de/2010/12/04/zettels-traum-neu/" target="_blank">Kommentieren.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F12%2F04%2Fzettels-traum-neu%2F&amp;title=Zettel%26%238217%3Bs%20Traum%20neu" id="wpa2a_8"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>David Foster Wallace, Newsweek und Archive: Der entschlüsselte Autor</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/11/30/david-foster-wallace-newsweek-und-archive-der-entschlusselte-autor/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 05:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Alte Dichterfürsten bargen stets ein Geheimnis. Die Entschlüsslung von Werk und Leben hielt Generationen von Literaturwissenschaftlern in Brot und Lohn. Wenn man heute Autor ist – und berühmt –, dann ist sofort alles klar, Geheimnisse ade. Der Digitalisierung und dem Internet sei Dank. David Foster Wallace ist so ein Fall. Seine nachgelassenen Manuskripte, seine Papiere, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15684" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/11/endoplast_infinite_jest_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-15684 " title="endoplast_infinite_jest_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/11/endoplast_infinite_jest_wasselowski.gif" alt="Infinite Jest, Unendlicher Spaß" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Der Autor, das unbekannte Wesen mit den andererseits hinlänglich bekannten Wesenszügen.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Alte Dichterfürsten bargen stets ein Geheimnis. Die Entschlüsslung von Werk und Leben hielt Generationen von Literaturwissenschaftlern in Brot und Lohn.<span id="more-15674"></span> Wenn man heute Autor ist – und berühmt –, dann ist sofort alles klar, Geheimnisse ade. Der Digitalisierung und dem Internet sei Dank.</strong></span></p>
<p>David Foster Wallace ist so ein Fall. Seine nachgelassenen Manuskripte, seine Papiere, seine Bibliothek: Alles wandert in Universitäts-Archive wird augenblicklich katalogisiert, digitalisiert und als Übersicht im Internet zur Verfügung gestellt. Und kurz nachdem der Autor das Zeitliche gesegnet hat, kennt man schon alle seine Geheimnise, kann alles für die Entschlüsselung seines Werkes nachlesen. Ein paar Beispiele:</p>
<h2>Die nachgelassenen Papiere</h2>
<p>Eine Übersicht über seine <a title="Hier bekommt man einen quantitativen Überblick darüber, was der Autor David Foster Wallace zurückgelassen hat." href="http://research.hrc.utexas.edu:8080/hrcxtf/view?docId=ead/00503.xml" target="_blank">nachgelassenen Papiere kann man hier sehen</a>. Wie <a title="Ein erster Endoplast-Artikel über den Nachlass von David Foster Wallace." href="http://www.endoplast.de/2010/11/29/postmoderne-literatur-nicht-im-bett-mit-madonna-aber-im-archiv-mit-david-foster-wallace/" target="_blank">berichtet</a> hat das Harry Ransom Center der Universität Texas in Austin die Papiere erworben und wird mit diesem Archiv für die David-Foster-Wallace-Forschung Gold wert sein. Wo früher alles Mögliche auf Dachböden und in Kellern verschwand, um unter Umständen erst Jahrzehnte später aufgefunden zu werden, reagieren die Kulturinstitute heute zügig. Die Unterlagen sind datiert auf den Zeitraum zwischen 1971 und 2008, befinden sich in 34 Dokument-Boxen sowie in acht überformatigen Mappen.</p>
<h2>Die nachgelassene Bibliothek von David Foster Wallace</h2>
<p>Über die 306 Bände der Privat-Bibliothek von David Foster Wallace im Harry Ransom Center hatte ich schon geschrieben. <a title="Diese Liste ist chronologisch in Bezug auf das Veröffnetlichungsjahr des Buches geordnet." href="http://nickparish.net/books/david-foster-wallaces-library-harry-ransom-books/" target="_blank">Hier ist die Liste der Bücher mit weiteren bibliografischen Angaben zu sehen.</a> David Foster Wallace hatte die Marotte, die Bücher, die er las, mit handschriftlichen Kommentaren zu versehen. Es sind also nicht nur die Bücher, die er gelesen hat, hier versammelt, sondern auch viele, die seine Bemerkungen enthalten und damit einen lebendigen Aufschluß über seine Gedankenwelt geben.</p>
<h2>Werkverzeichnis der Veröffentlichungen von David Foster Wallace</h2>
<p>Das Pomona College in Claremont, Kalifornien, an dem David Foster  Wallace gelehrt hatte, <a title="Durchlesen und ergänzen, falls jemand von Veröffentlichungen weiß, die hier noch nicht aufgeführt sind." href="http://machines.pomona.edu/dfwwiki/index.php/Works_List" target="_blank">stellt ein Wiki zur Verfügung,</a> in dem aufgelistet  ist, was der Autor publiziert hat – nicht nur Romane und Kurzgeschichtensammlungen sondern jeder noch so kleine Zeitschriftenbeitrag. Eine herrliche Quelle für Interessierte.</p>
<h2>Die Presse entdeckt die Archive</h2>
<p>Da ein Autor, der verstorben ist, immer eine Nachricht wert ist, gerade auch, wenn er sich selbst umgebracht hat, zeigt auch die Presse an den trockenen Aktivitäten des Archivierens Interesse. Nachdem die Habseligkeiten des Autors also im Archiv verschwunden sind, hat sich Seth Colter Walls von Newsweek auf den Weg gemacht, etwas herumgestöbert und darüber geschrieben. <a title="Newsweek findet den Besuch im Archiv &quot;faszinierend&quot;." href="http://www.newsweek.com/2010/11/19/david-foster-wallace-s-personal-files.html" target="_blank">Hier ist das zu lesen.</a> Und <a title="Die Los Angeles Times berichtet über die Newsweek-Erkenntnisse." href="http://latimesblogs.latimes.com/jacketcopy/2010/11/digging-into-the-dfw-archive.html" target="_blank">hier ist ein Artikel über die Newsweek-Berichte zu lesen</a>. (Analog zum Peter Gabriel-Song „Digging in the Dirt“ ist der Artikel „Digging into the David Foster Wallace archive“ überschrieben.</p>
<h2>Besinnliches zum Schluß</h2>
<p><a title="Ein Comic in der Sache ist hier auch zu lesen." href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.infinitydayweekend.com/comics/2009-01-29-David-Foster-Wallace.jpg&amp;imgrefurl=http://www.infinitydayweekend.com/2009/01/29/david-foster-wallace/&amp;usg=__xk8XDYhMztj0zegqcZ94JFc1rXM=&amp;h=424&amp;w=900&amp;sz=217&amp;hl=de&amp;start=58&amp;zoom=1&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;tbnid=GvDt1nowegX2EM:&amp;tbnh=69&amp;tbnw=146&amp;prev=/images%3Fq%3Ddavid%2Bfoster%2Bwallace%26start%3D40%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26hs%3DPV6%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26ndsp%3D20%26tbs%3Disch:1%26prmd%3Diblno" target="_blank">Ein kurzer Hinweis auf einen Artikel über „Infinite Jest“/„Unendlicher Spaß“,</a> der kritisch hinterfragt, wer das Buch – oder ähnlich komplexe Bücher – überhaupt vollständig gelesen hat. Das macht etwas nachdenklich: Alle reden über etwas, das unter Umständen kaum einer kennt. (So ähnlich wie auf der politischen Ebene als es um das Buch von Thilo Sarazin ging und viele, die in Talkshows aufgetreten waren, um darüber zu reden, zugeben mußten es nicht gelesen zu haben, sondern nur die Thesen-Zusammenfassung in den Medien rezipiert hatten.) So schließt sich der Kreis: Vielleicht bleibt große Literatur manchmal doch ein Geheimnis, weil man zwar alles über den Autor weiß aber nichts über das Buch, weil es keiner gelesen hat.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F11%2F30%2Fdavid-foster-wallace-newsweek-und-archive-der-entschlusselte-autor%2F&amp;title=David%20Foster%20Wallace%2C%20Newsweek%20und%20Archive%3A%20Der%20entschl%C3%BCsselte%20Autor" id="wpa2a_10"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bonn: Bruno Ganz liest aus David Foster Wallace&#8217;s &#8220;Unendlicher Spaß&#8221;</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/11/29/bonn-bruno-ganz-liest-aus-david-foster-wallaces-unendlicher-spas/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 14:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Irrwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag, dem 18. Januar, um 19:30 Uhr liest der Schauspieler Bruno Ganz in den Kammerspielen Bonn aus David Foster Wallace&#8217;s Hauptwerk „Unendlicher Spaß“. Das Buch war nach langen Jahren der Übersetzung letztes Jahr auf Deutsch erschienen, die Übersetzung erhielt in diesem Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse. Karten sind für Preise zwischen 13,20 Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15666" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/11/david_foster_wallace_bruno_ganz.gif"><img class="size-full wp-image-15666 " title="david_foster_wallace_bruno_ganz" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/11/david_foster_wallace_bruno_ganz.gif" alt="Bruno Ganz liest David Foster Wallace's &quot;Infinite Jest&quot;" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Lesung aus dem großen Roman des Irrwitzes &quot;Unendlicher Spaß&quot;.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Am Dienstag, dem 18. Januar, um 19:30 Uhr liest der Schauspieler Bruno Ganz in den  Kammerspielen Bonn aus David Foster Wallace&#8217;s<span id="more-15663"></span> Hauptwerk „Unendlicher Spaß“.</strong></span></p>
<p><a title="Das Buch hat für Aufsehen gesorgt in der LIteratur-Szene wie kein zweites seit vielen Jahren." href="http://www.endoplast.de/2010/11/29/postmoderne-literatur-nicht-im-bett-mit-madonna-aber-im-archiv-mit-david-foster-wallace/" target="_blank">Das Buch</a> war nach langen Jahren der Übersetzung letztes Jahr auf Deutsch erschienen, die Übersetzung erhielt in diesem Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse.</p>
<p><a title="Hier kann man gucken und buchen." href="http://www.derticketservice.de/index.php?mapid=suchergebnis&amp;mode=newsearch&amp;schnellsuche=1&amp;mandantid=48&amp;fremdref1=3$200$397" target="_blank">Karten</a> sind für Preise zwischen 13,20 Euro und 31,90 Euro erhältlich <a title="Hier kann man jetzt Karten buchen. Die Sprache David Foster Wallace's ist kunstvoll und voller Finesse. Es lohnt sich sicher, sie aus dem Munde eines großen Schauspielers zu hören." href="http://www.kultur-in-bonn.de/nachrichten/anzeige/article/vorverkauf-fuer-ganz-lesung-angelaufen-1290415730.html" target="_blank">(Kammerspiele Bad Godesberg,</a> Am Michaelshof 9, 53177 Bonn).</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F11%2F29%2Fbonn-bruno-ganz-liest-aus-david-foster-wallaces-unendlicher-spas%2F&amp;title=Bonn%3A%20Bruno%20Ganz%20liest%20aus%20David%20Foster%20Wallace%26%238217%3Bs%20%26%238220%3BUnendlicher%20Spa%C3%9F%26%238221%3B" id="wpa2a_12"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Porno-Dichter-Lesung</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 02:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Barbara Streisand-Effekt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Untitled from laurel nakadate on Vimeo. Ein Frauenfilm: Die Regisseurin/Videokünstlerin Laurel Nakadate filmt die Porno-Darstellerinnen Kate Kastle, Stacey Dollar, Robbye Bentley, Lucky Starr, and Stacy Adams dabei, wie sie Gedichte der Autorin Dora Malech vortragen. Sie haben beim Vortrag ihre Arbeitskleidung an. Die Vor-Lesungen finden an Orten wie Schlafzimmern oder Badezimmern statt. Literatur und Porno [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/14570462" width="351" height="263" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/14570462">Untitled</a> from <a href="http://vimeo.com/user1811401">laurel nakadate</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ein Frauenfilm:</strong></span> Die Regisseurin/Videokünstlerin <a title="Eine streitbare Künstlerin mit großer Reputation." href="http://en.wikipedia.org/wiki/Laurel_Nakadate" target="_blank">Laurel Nakadate</a> filmt die Porno-Darstellerinnen Kate Kastle, Stacey Dollar, Robbye Bentley, Lucky Starr, and Stacy Adams dabei, wie sie Gedichte der Autorin <a title="Die Homepage der Autorin." href="http://doramalech.com/" target="_blank">Dora Malech</a> vortragen. Sie haben beim Vortrag ihre Arbeitskleidung an. Die Vor-Lesungen finden an Orten wie Schlafzimmern oder Badezimmern statt. Literatur und <a title="Wissenswertes über einen Industriezweig." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pornografie" target="_blank">Porno</a> – eine seltsame Brechung. Porno-Darstellerin Robbye Bentley ist oben ohne und bedeckt ihre Brust mit dem Manuskript des Gedichtes „Script“, in dem es um eine Frau geht, die sich für Geld entblößt. Textauszug: „I’ll take my top off/and let you see my heart“. <a title="Klicken und kommentieren." href="http://www.endoplast.de/2010/11/28/porno-dichter-lesung/" target="_blank">Kommentieren.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F11%2F28%2Fporno-dichter-lesung%2F&amp;title=Porno-Dichter-Lesung" id="wpa2a_14"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Zukunftsvisionen: Ein Vergleich zwischen George Orwell und Aldous Huxley</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/08/22/zukunftsvisionen-ein-vergleich-zwischen-george-orwell-und-aldous-huxley/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 11:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Koschkat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[George Orwell (geboren 1903) und Aldous Huxley (geboren 1894) waren Autoren, die in ihren Büchern Zukunfts-Visionen entworfen haben. Orwell in seinem Roman „Nineteen Eighty-Four“/„1984“ und Huxley mit „Brave new World“/„Schöne neue Welt“. Sie sind so gesehen Zukunftsforscher gewesen, die das gleiche Thema hatten. Hier eine Gegenüberstellung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_13478" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/08/endoplast_orwell_huxley_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-13478 " title="endoplast_orwell_huxley_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/08/endoplast_orwell_huxley_wasselowski.gif" alt="Aldous Huxley und George Orwell: Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Autoren?" width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Aldous Huxley und George Orwell: Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Autoren?</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Orwell">George Orwell</a> (geboren 1903) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aldous_Huxley">Aldous Huxley</a> (geboren 1894) waren <span id="more-13454"></span>Autoren, die in ihren Büchern Zukunfts-Visionen entworfen haben.</strong></span></p>
<p>Orwell in seinem Roman „Nineteen Eighty-Four“/<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29">„1984“</a> und Huxley mit „Brave new World“/<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt">„Schöne neue Welt“.</a> Sie sind so gesehen Zukunftsforscher gewesen, die das gleiche Thema hatten. Hier eine Gegenüberstellung.</p>
<p><span style="margin: 12px auto 6px; font: 14px Helvetica,Arial,Sans-serif; display: block; text-decoration: underline;"> </span><object id="doc_918513939139928" style="outline:none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="500" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_918513939139928" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=35021192&amp;access_key=key-1t12ysic79ok00f3sm3l&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=35021192&amp;access_key=key-1t12ysic79ok00f3sm3l&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_918513939139928" style="outline:none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="500" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=35021192&amp;access_key=key-1t12ysic79ok00f3sm3l&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" name="doc_918513939139928"></embed></object></p>
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		<title>Schriftsteller Hans-Georg Behr: Der Hanfmann ist tot</title>
		<link>http://www.endoplast.de/2010/07/10/schriftsteller-hans-georg-behr-der-hanfmann-ist-tot/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 17:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Koschkat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der österreichische Autor Hans Georg Behr ist vorgestern in Hamburg im Alter von 73 Jahren gestorben. Behr ist durch Sachbücher, die kontrovers diuskutiert worden waren, bekannt geworden. Außerdem durch sein autobiografisches, belletristisches Buch „Fast eine Kindheit“, in dem er den Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit aus der Kinds-Perspektive geschildert hatte. Hans-Georg Behr war vielseitig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11614" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_fx_messerschmidt11.gif"><img class="size-full wp-image-11614 " title="endoplast_fx_messerschmidt1" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/07/endoplast_fx_messerschmidt11.gif" alt="&quot;Charakterkopf&quot;, eine Plastik des Bildhauers Franz-Xaver Messerschmidt, über den Hans-Georg Behr ein Buch mit verfasst hat. (Württembergisches Landesmuseum Stuttgart, Wiki-Commons)." width="553" height="984" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Charakterkopf&quot;, eine Plastik des Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt, über den Hans-Georg Behr ein Buch mit verfasst hat. (Württembergisches Landesmuseum Stuttgart, Wiki-Commons).</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Der österreichische Autor Hans Georg Behr ist vorgestern in Hamburg im Alter von 73 Jahren gestorben.<span id="more-11608"></span> Behr ist durch Sachbücher, die kontrovers diuskutiert worden waren, bekannt geworden. Außerdem durch sein autobiografisches, belletristisches Buch „Fast eine Kindheit“, in dem er den Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit aus der Kinds-Perspektive geschildert hatte.</strong></span></p>
<p>Hans-Georg Behr war vielseitig und durch die Themen, die er intensiv behandelte, nicht nur Autor sondern Protagonist geworden. Er war Lebemann und Weltenbummler, Kiffer, Denker, Journalist, Künstler und provokanter Freigeist.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Themen mit denen er bekannt geworden war: Hanf und Drogen</strong></span><br />
In den 70er Jahren hat er ein paar Bücher über ferne Länder geschrieben, bis 1980 „Weltmacht Droge“ erschien. Innerhalb der Flut von Drogensachbüchern war es Behr, der das Thema „Drogen“ um eine wirtschaftspolitische Facette bereicherte. Drogen als Handelsware und Wirtschaftsfaktor unter Mithilfe etablierter Großunternehmen aus der Chemiebranche waren Themen, die bisher in der öffentlichen Wahrnehmung eher unterbelichtet gewesen waren. Als bekennender Kiffer schrieb er zwei Jahre später „Von Hanf ist die Rede“, wobei er sich wieder nicht auf das Rausch-Erlebnis und soziale Faktoren beschränkte – die Allgemeinplätze innerhalb der Drogen-Sachbuch-Literatur – sondern die ökonomisch-politischen Aspekte der Kulturpflanze „Hanf“ vor ihrem historischen Hintergrund beleuchtete.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Künstlerschicksal: Genie und Wahnsinn des Franz Xaver Messerschmidt</strong></span><br />
1983 schrieb er zusammen mit mit Herbert Grohmann und Bernd-Olaf Hagedorn das bemerkenswerte Buch „Charakter-Köpfe. Der Fall F. X. Messerschmidt. Wie verrückt darf Kunst sein?“, in dem es um den Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt ging, der im 18. Jahrhundert gewirkt und in seinem Spätwerk außerordentlich groteske Plastiken geschaffen hatte.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Die beiden letzten Bücher: „Fast eine Kindheit“ und „Fast ein Nomade“</strong></span><br />
Später schrieb Behr Bücher über das organisierte Verbrechen („Organisiertes Verbrechen“, 1985 und „Unsere Unterwelten. Reportagen und Streiflichter“, 1986). Als bemerkenswert in Erinnerung bleiben wird neben seinem Sachbuchwerk ein autobiografisches. Dazu gehört neben dem genannten „Fast eine Kindheit“ sein letztes Buch „Fast ein Nomade“, in dem er in Romanform seine Reisen in alle Welt verarbeitete. Mit Hans-Georg Behr hat ein Publizist die Bühne verlassen, der in seinen besten Zeiten durch brisante Informationen und anschauliche Darstellungsweisen aufrütteln konnte. Ein Autor, der gesellschaftlich relevanten Widerhall erzeugt hatte.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.endoplast.de%2F2010%2F07%2F10%2Fschriftsteller-hans-georg-behr-der-hanfmann-ist-tot%2F&amp;title=Schriftsteller%20Hans-Georg%20Behr%3A%20Der%20Hanfmann%20ist%20tot" id="wpa2a_18"><img src="http://www.endoplast.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>William Gaines: Der Larry Flint der Sprechblasen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 14:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Kontrovers und exzentrisch: William Gaines. Comic-Verfilmungen gibt es nicht erst seit gestern. Deren Erfolg ist dabei stetig größer geworden, was gerade in den letzten zehn Jahren niemandem entgangen sein dürfte. Man könnte sich zu der Behauptung versteigen, dass das Medium Comic über den Umweg des Kinos doch noch den Weg in den kulturellen Mainstream und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_10662" class="wp-caption aligncenter" style="width: 570px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/williams-gainesEndoplast.jpg"><img class="size-full wp-image-10662 " src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/06/williams-gainesEndoplast.jpg" alt="williams-gainesEndoplast" width="560" height="350" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"> Kontrovers und exzentrisch: William Gaines.</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Comic-Verfilmungen gibt es nicht erst seit gestern. <span id="more-10656"></span>Deren Erfolg ist dabei stetig größer geworden, was gerade in den letzten zehn Jahren niemandem entgangen sein dürfte. Man könnte sich zu der Behauptung versteigen, dass das Medium Comic über den Umweg des Kinos doch noch den Weg in den kulturellen Mainstream und die Akzeptanz des breiten Publikums gefunden hat. </strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Eines ist dabei jedoch bisher noch ziemlich im Dunkeln geblieben: Wer sind eigentlich die Menschen hinter den Bildergeschichten?<span style="color: #000000;"> Wenn man sich einmal die Beziehung von Film und Literatur ansieht, dann fällt auf, dass die Schöpfer mindestens genauso viel Aufmerksamkeit von den Filmleuten erfahren, wie ihre verfilmten Werke.  Filme über Shakespeare,  Austen, Wilde oder Schiller sind fast ebenso zahlreich wie Hamlet- oder Dorian Gray-Verfilmungen. Wer aber steht hinter Super-, Spider-, oder Iron Man? Namen wie Jack Kirby, Bob Kane oder Stan Lee sagen auch heute nur dem Eingeweihten etwas.</span></p>
<p style="text-align: left;">Aber dann tauchte vor einiger Zeit in den Weiten des Netzes eine kurze Meldung auf, die die meisten unter ferner liefen abgespeichert haben dürften, wenn sie sie denn überhaupt registriert haben:  John Landis, erfolgreicher Regisseur von Klassikern wie „Blues Brothers“ und „American Werewolf“ (bis ihm der Flop „Blues Brothers 2000“ eine unfreiwillige Karrierepause bescherte),  plant ein Comeback. Und zwar mit einem Biopic über William  Gaines.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #993366;"><strong>Wiliam wer?</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Hierzulande dürfte seine Person nahezu unbekannt sein. Schon eher klingelt es da bei dem Titel „Tales from the Crypt“: Eine Horror-Comicserie aus den 1950ern, die spätestens durch die gleichnamige Fernsehserie aus den Neunzigern auch bei uns einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Diese wurde zwischen 1950 und 1954 von dem Verlag EC Comics vertrieben, der sich damals auf Horror- und Crime-Comics spezialisiert hatte. Der Herausgeber, der für diese Ausrichtung verantwortlich war,  war eben jener William Gaines.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn man sich nun einmal mit der Geschichte dieses Mannes und seines Verlages beschäftigt, verwundert es kaum noch, dass diese nun zur Quelle eines der ersten Filme über die Macher von Bildergeschichten herangezogen wird. Diese ist nämlich in sich schon so filmförmig, dass es verwundert, dass sich nicht schon früher ein Drehbuchautor über dieses gefundene Fressen hergemacht hat. Spielen wir es doch einmal durch:</p>
<p style="text-align: left;">Ende der Vierziger Jahre: Da haben wir unseren jungen Helden Bill Gaines, Sohn des Comicverlegers Maxwell Gaines. Dessen braver, kleiner Verlag Educational Comics führt eine Reihe von pädagogisch wertvollen Reihen mit Comicumsetzungen von Bibelgeschichten oder amerikanischer Geschichte. Der ältere Gaines zeigt dabei durchaus Geschick, da EC Comics als erster Verlag dazu übergeht, seine Hefte an den Zeitungsständen verkaufen zu lassen.</p>
<p style="text-align: left;">William allerdings zeigt kein Interesse am Geschäft seines Vaters, oder an Comics überhaupt. Nach dem Krieg, den er in einer Kasernenküchenmannschaft in Oklahoma City verbrachte, nimmt er ein Studium auf, mit dem Ziel Chemie-Lehrer zu werden. Kein Gedanke daran in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.</p>
<p style="text-align: left;">Aber dann, Auftritt des Schicksals: Maxwell Gaines kommt 1947 bei einem Bootsunfall tragisch uns Leben. Sein Sohn sieht sich nun vor die Situation gestellt die Nachfolge antreten zu müssen. Begeistert wird er nicht gewesen sein, aber er fügt sich in dieses Schicksal.</p>
<p style="text-align: left;">Der Held, der sich seiner Aufgabe zunächst verweigert und erst durch ein äußeres Ereignis dazu gebracht wird diese anzunehmen, kann als eine DER Grundkonstellationen filmischen Erzählens angesehen werden; ein Plot Point wie aus dem Lehrbuch.</p>
<p style="text-align: left;">Williams Begeisterung wird  auch dann nicht sonderlich gestiegen sein, als er erfuhr, dass der Verlag hoch verschuldet war. Bibel- und Geschichtscomics mögen zwar ein ehrenwertes Anliegen sein, liegen wohl aber eher wie Blei an den Ständen. Man kann sich gut vorstellen, dass der junge Gaines  in dieser ihm aufgezwungenen Situation durchaus wütend sein könnte auf den verstorbenen Vater, der ihn in diese Lage gebracht hatte.</p>
<p style="text-align: left;">Und schon haben wir eine wunderbare Motivation für unseren Helden. Daddy Issues,  ebenfalls ein sehr beliebtes Motiv bei Film- und Fernsehmachern.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #993366;"><strong>Gewalt und Politik</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Er braucht wohl eine Zeitlang, doch dann fasst er einen Entschluss: Gut, ich nehme das Erbe an und versuche den Verlag so gut es geht zu führen. Aber auf meine Weise.</p>
<p style="text-align: left;">William Gaines ist kein Idealist wie sein Vater, sondern sehr viel pragmatischer eingestellt. Er sieht sich auf dem Markt um und stellt fest, dass sich vor allem Crime Comics gut verkaufen; Geschichten aus der Halbwelt des Verbrechens, die im allgemeinen mit recht drastischen Gewaltdarstellungen einher gehen.</p>
<p style="text-align: left;">Ab 1949 also krempelt er den Verlag in kürzester Zeit um. Aus Educational Comics wird Entertaining Comics, das Verlagsprogramm wird auf das von Gaines ausgerufene “New Trend“-Programm umgestellt, das sich in erster Linie aus Horror-, Science Fiction- und Crime-Titeln zusammensetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Der  Erfolg gibt ihm Recht: Die neuen Serien verkaufen sich wie geschnitten Brot. Vor allem die drei Horror-Reihen „Tales from the Crypt“ , „The Vault of Horror“ und „The Haunt of Fear” werden zum Zugpferd des Verlags.  Jede Ausgabe enthält drei bis vier abgeschlossene Geschichten, die in ihrer expliziten Darstellung von Gewaltszenen eine neue Qualität erreichen.</p>
<p style="text-align: left;">Doch auch wenn es oberflächlich den Anschein haben mag, sind die EC-Comics keine stumpfen Machwerke, die allein an die niederen Triebe der Leser appellieren, denn Gaines und seine  Chefredakteure Harvey Kurtzman und Al Feldstein fühlen sich immer noch der Qualität ihrer Produkte verpflichtet. Dabei gehen sie  andere Wege als der Rest der Industrie, was zu einem Distinktionsmerkmal von EC Comis wird. Es gelingt ihnen eine ganze Reihe von jungen und innovativen Zeichnern und Autoren unter dem EC-Label zu versammeln, und sie lassen ihnen ein Maß an kreativer Freiheit, die zu dieser Zeit in der Comic-Industrie ihres Gleichen sucht: Denn EC verzichtet auf einen House Style, den andere Verlage ihren Zeichnern vorschreiben, stattdessen werden die Zeichner ermutigt, ihren eigenen Stil zu verfolgen und zu entwickeln.  Als Ausdruck dafür, welchen Stellenwert man bei EC den Künstlern zumisst, werden bei jeder Ausgabe die Beteiligten explizit aufgelistet und den Zeichnern gestattet, ihre Werke zu signieren, was ebenfalls zu dieser Zeit absolut unüblich ist.</p>
<p style="text-align: left;">Das Ergebnis ist eine zeichnerische Qualität, die EC-Serien weit über den damaligen Durchschnitt hinaus hebt. Auch die Geschichten, von denen viele von Kurtzman und Feldstein selbst geschrieben werden, sind reflektierter als auf den ersten Blick erkennbar ist. Oft sind es hoch moralische Fabeln, in denen der Antagonist über seine eigenen Machenschaften stolpert und am Schluss seiner gerechten (und meist grausigen) Strafe zugeführt wird; das Twist-Ende wird zu einem Markenzeichen von EC. In den ScienceFiction-Reihen „Weird Science“ und Weird Fantasy“ finden sich viele Adaptionen von namhaften Genre-Autoren wie Ray Bradbury und H.P. Lovecraft. Die Crime-Comics aus „SuspenStories“ hingegen sind deutlich vom Film Noir inspiriert.</p>
<p style="text-align: left;">Auch sind viele Geschichten deutlich politisch motiviert und machen Lynchjustiz, Antisemitismus und Korruption zum Thema. Dabei zeigen sie ein Menschen- und Gesellschaftsbild, das weit moderner ist als zu Beginn der 50er üblich. Viel zitiertes Beispiel hierfür ist die Geschichte „Judgement Day“ aus „Weird Science“ : Ein Astronaut besucht als Abgesandter einer  intergalaktischen Zivilisation einen von Robotern bewohnten Planeten, um zu prüfen, ob diese dazu bereit sind, in dieser Zivilisation aufgenommen zu werden. Die Roboter aber leben in einer Zweiklassen-Gesellschaft, dessen Unterscheidung allein auf der Farbgebung beruht; der Astronaut entscheidet, dass sie noch zu barbarisch sind um aufgenommen zu werden. Erst auf dem Rückflug im Raumschiff nimmt der Astronaut den Helm ab und der Leser erkennt, dass dieser ein Schwarzer ist.</p>
<p style="text-align: left;">All dies macht EC Comics zum ersten Verlag in der Geschichte des Mediums, dessen Comics sich deutlich eher an ein erwachsenes Publikum als an Heranwachsende richten.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong> <span style="color: #993366;">Comics und Rock&#8217;n'Roll</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Zwischen 1950 und 1954 erlebt der Verlag eine beispiellose Erfolgsstory. Wenn wir jetzt noch einmal über einen Film fabulieren, dann dürfte auch dieser Aufstieg einiges hergeben: Eine Gruppe junger, unkonventioneller Zeichner und Schreiber, die ihren Erfolg unter den Fittichen des Exzentrikers Gaines ausleben dürfen. Die Atmosphäre in den Redaktionsräumen dürfte durchaus eine besondere gewesen sein. Darauf weisen zum Beispiel die launigen Editorials der einzelnen Ausgaben hin, die den Leser mit einem Augenzwinkern für seinen schlechten Geschmack verspotten, ein EC-Produkt erstanden zu  haben. Man war gleichzeitig Schmuddelkind und Paradiesvogel der Branche und mit ihren düsteren Stories trugen die EC-Kreativen mit dazu bei, das das naive Golden Age of Comics zu ende ging. Man darf ihnen hier gerne eine gewisse Rock’ n Roll-Attitüde unterstellen.</p>
<p style="text-align: left;">Doch natürlich bleibt es nicht beim eitlen Sonnenschein und der Wind wird rauer. Horror- und Crime-Comics geraten zunehmend in die Kritik, da sie in der öffentlichen Wahrnehmung hauptsächlich von Jugendlichen gelesen werden, auf die sie einen schädigenden Einfluss üben sollen.</p>
<p style="text-align: left;">Auftritt des Antagonisten: Dr. Fredric Wertham; ein humorloser alter Knochen, der moderne Medien wie Fernsehen für Teufelszeug und Gewaltdarstellungen für einen der Hauptauslöser für ausufernde Jugendkriminalität hält. Sein persönlicher Kreuzzug richtet sich dabei immer  mehr gegen die Comic-Industrie. 1954 erscheint sein Buch „Seduction of the Innocent“, das mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wird, und die Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber Comics sehr zum Negativen hin beeinflusst. Viele der auch heute noch vorhandenen Vorurteile gegenüber dem Medium sind auf diese Zeit und Werthams Buch zurückzuführen.</p>
<p style="text-align: left;">Es dauert nicht lange und auch die Behörden fangen an, sich für Comics zu interessieren. Denn es ist die Zeit des McCarthyismus, in der das Misstrauen groß ist gegenüber allem, was den American Way of Life korrumpieren könnte, und es für viele Bereiche eine entsprechende Untersuchungskommission gibt.</p>
<p style="text-align: left;">EC Comics bieten mit ihrem Programm dabei besonders viele Angriffsflächen und stehen schnell im Kreuzfeuer der Kritik von Medien und Öffentlichkeit. Schließlich wird William Gaines  vor das „Senate Sub-Committee on juvenile Deliquency“ geladen, und das ist der Moment, in der unser Film zum Gerichtsdrama wird.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #993366;"><strong>Allein gegen alle</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Gaines tritt vor der Kommission bemerkenswert selbstbewusst auf, und verteidigt seine Publikationen gegen die vorhandenen Vorurteile. So beruft er sich vor allem darauf, nach dem guten Geschmack zu entscheiden, was EC veröffentlicht und was nicht. Der Vorsitzende  der Kommission, Estes Kefauver, zeigt daraufhin das Cover eines EC-Comics, auf dem ein Mann eine blutige Axt in der einen, und einen abgeschlagenen Kopf in der anderen hält und fragt Gaines, ob er das für guten Geschmack halten würde.</p>
<p style="text-align: left;">Gaines Antwort: Ja, für einen Horrorcomic schon. Schlechter Geschmack wäre es, wenn er den Kopf ein wenig höher halten würde, so dass man das tropfende Blut sehen würde.</p>
<p style="text-align: left;">Gaines`s reueloses Verhalten macht ihn für Kritiker in den Medien schnell zur Symbolfigur für die angebliche unmoralische Haltung in der Industrie, was auch der Verlag bald selbst zu spüren bekommt. Als Konsequenz  aus der Kritik verordnet sich die Comic-Branche selbst den „Comics Code“, was einer Selbstzensur gleich kommt. Viele der Beschränkungen sind implizit gegen das Programm von EC gerichtet. In allen Veröffentlichungen, die sich dem Code unterwerfen, sind Darstellungen von Gewalt, Blut oder Sexualität von nun an tabu. Worte wie „Horror“, „Terror“ oder „Weird“ dürfen nicht länger in Magazintiteln genannt werden.</p>
<p style="text-align: left;">Gaines ist ein heftiger Gegner dieser Zensur und weigert sich zunächst, mit EC Comics dem Code beizutreten. Schon bald sieht er sich jedoch dazu gezwungen, da sich die Verkäufer weigern Comics abzunehmen, die nicht das Zeichen des Codes auf dem Cover tragen.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist der Beginn des Niedergangs von EC Comics, denn der Code zieht den Geschichten die Zähne (Bei„Judgement Day z.B. wird gefordert, den schwarzen Astronauten herauszunehmen). Auch jetzt noch ist Gaines aufmüpfig und bietet den Verantwortlichen bei jeder Gelegenheit Widerstand (er droht, wenn „Judgement Day“ nicht in der Ursprungsversion erscheinen könne, würde er publik machen wieso nicht) trotzdem kann er nicht verhindern, dass die Verkaufszahlen in den Keller rauschen. Nur ein Jahr nach Einführung des Comic Codes ist EC gezwungen sämtliche Comicreihen einzustellen, der Verlag steht kurz vor dem Bankrott.  Es scheint, als müsse Gaines sich geschlagen geben.</p>
<p style="text-align: left;">Aber nein, er gibt noch nicht auf. Zusammen mit Al Feldstein konzentriert er sich  nun auf eine einzige Veröffentlichung, mit der sie einige Zeit zuvor vom Comic- zum Magazinformat übergegangen sind, die daher nicht unter die restriktiven Beschränkungen des Codes fällt. Der Titel dieses Magazins: MAD.</p>
<p style="text-align: left;">Und wie bekannt sein dürfte, erscheint dieses Magazin auch heute noch. Am Ende gibt es also doch ein Happy End.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #993366;"><strong>Eine Geschichte von vielen</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Wie man sieht, hat die Geschichte von William Gaines durchaus den Stoff aus dem in Hollywood Biopics gemacht werden. Dabei drängt sich eine ganz konkrete Assoziation auf, nämlich die zu Larry Flynt, der bereits 1998 mit einer filmischen Verewigung gewürdigt wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Hier wie dort haben wir einen Verleger bzw. Herausgeber, der aus der „Schmuddel-Ecke“, heraus pragmatische Entscheidungen trifft und damit Erfolg hat. Als die Sache größer wird, zieht er die Aufmerksamkeit des konservativ-verstockten Amerikas auf sich, und gerät in die Mühlen der  Justiz, die ihm vorwirft, Amerikas Kinder zu verderben. Aber anstatt klein beizugeben nimmt er den Kampf auf und wird dabei mehr zufällig und aus eigenem Interesse zu einem Aktivisten gegen Zensur und für  Meinungsfreiheit.</p>
<p style="text-align: left;">Ein Thema, das vor allem auch vor dem Zeitkolorit des Beginns der 1950er und des Antikommunismus besonders Sinn macht. Auch ist es eine hervorragende Gelegenheit für einen Meta-Comicfilm, einem Film über das Comicmachen, um einmal die Geschichten derjenigen zu erforschen, die sich die bunten Bildergeschichten ausgedacht haben, die heute praktisch monatlich ins Kino finden.</p>
<p style="text-align: left;">Natürlich deckt diese Geschichte, wie die meisten Biopics, nicht das ganze Bild ab. Dass Fredric Wertham ein humorloser Knochen war, ist durchaus interpretationswürdig. Nicht erwähnt haben wir bisher nämlich, dass seine Kritik zu großen Teilen darin bestand, dass in Comics vor allem Anzeigen zu Dingen wie Luftgewehren und Messern geschaltet waren. Auch war er nicht nur ein Gegner von Horror-Comics, sondern auch der Rassentrennung, und seine Schriften zu dem Thema spielten eine entscheidende Rolle in der Abschaffung derselben, was ihn als „Figur“ um einiges ambivalenter macht.</p>
<p>Und dann wären natürlich noch die Jahrzehnte, die Gaines als Herausgeber von MAD verbrachte, aus denen es nicht weniger erzählenswerte Geschichten zu vermerken gibt. Zum Beispiel, dass er möglicherweise durchaus Schlüsse aus Werthams Vorwürfen gezogen haben könnte, denn gegen Ende der Fünfziger verbannte er die Werbung aus dem MAD Magazin, und hielt daran fest, oft auch gegen den Widerstand seines Chefredakteurs. Der Grund dafür war, dass er „sich nicht über Coca-Cola lustig machen könne, wenn er gleichzeitig Werbung für Pepsi schalten würde.“ Dies zeigt wieder den hohen Anspruch, den er an Satire und damit an sein Produkt anlegte, und dass er ein Mann mit Prinzipien war.</p>
<p style="text-align: left;">Auch sonst gibt es jede Menge Anekdoten, die ihn als exzentrischen Kauz zeichnen, und die wieder einen ganz anderen Film ergeben würden. Welchen Film John Landis  aus dem Stoff machen wird, darauf darf man durchaus gespannt sein.</p>
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