Goldjunge. Glenn Gould, der kanadische Pianist, ist vor allem durch seine Bach-Interpretationen („Goldberg-Variationen“) berühmt geworden. Thomas Bernhard hatte ihm in dem Roman „Der Untergeher“ ein literarisches aber fiktives Denkmal gesetzt. Darin beschreibt Bernhard den Pianisten, der gerade mal 50 Jahre alt geworden war, als stark und sportlich. Tatsächlich aber war der Musiker, der als exzentrischer Popstar der klassischen Musik galt, im wirklichen Leben schwach und tablettenabhängig und sein Ende ein wenig schönes Drama gewesen. Kommentieren.
Roxy-Music. Singen bis der Arzt kommt: Das ist schön vorgetragen. Eigentlich besser, als Sting das zuletzt zuwege gebracht hat. Da wir ja hier schon ein paar Versionen von Police’s „Roxanne“ ansehen und anhören konnten, eine weitere Version. Da kann man der Sängerin wegen ihrer Inbrunst auch mal den tiefen Ausschnitt verzeihen. Kommentieren.
Dance-Trance. 1995 hatten Faithless mit Insomnia nicht nur veritable Chartplatzierungen, sie schufen mit der Mischung aus Triphop und Dance einen Club-Klassiker. Für alle, die nicht schlafen können, die nie zur Ruhe kommen, die hungrig bleiben. Kommentieren.
ArtAtWork. Einer der größten Illustratoren Amerikas und darüber hinaus. Hier ein weiteres Video über die Skizzenbücher, die Visual Journals, von Barron Storey, dem Illustrations-Professor, der auch einen großen Einfluß auf die moderne Comickultur ausübt. Kommentieren.
Beats. Die Beatles, auf dem Höhepunkt ihrer artifiziellen Studiokunst plötzlich rockend auf einem Hausdach. Für mich eines der besten Livestücke und irgendwie auch eines der besten Musikvideos aller Zeiten. Kommentieren.
Grenz-Gang. Februar diesen Jahres. Roberto Blanco rockt die Bühne der Rockfabrik in Ludwigsburg. Er ist plötzlich Headliner von heavy „Sodom“. Jetzt berichtet eine große Boulevard-Zeitung, er hätte es schon wieder getan. War wohl ein Erfolg damals. Mensch Roberto, das ist doch schon Publikum-Stalking. Bitte, bitte kein Crowd-Surfing. Darunter würden die Massen komplett zusammenbrechen. Kommentieren.