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	<title>endoplast.de &#187; Illustration</title>
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	<description>Die schräge Welt</description>
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		<title>Kulturbegriff: Kultur von unten von oben betrachtet</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 15:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[Illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturhauptstadt2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist das Jahr 2010, in dem Essen stellvertretend für das Ruhrgebiet Europas Kulturhauptstadt geworden ist, wie ein Event eröffnet worden. Bundespräsident Köhler und andere haben vor ausgewählten Gästen gesprochen, danach haben viele Menschen auf Zollverein ein Auge auf das Weltkulturerbe geworfen und ein grandioses Feuerwerk betrachten dürfen. Was eigentlich haben sie gefeiert?
In erster Linie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5415" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/01/endoplast_graffiti_kulturhauptstadt_wasselowski.gif"><img class="size-full wp-image-5415 " title="endoplast_graffiti_kulturhauptstadt_wasselowski" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2010/01/endoplast_graffiti_kulturhauptstadt_wasselowski.gif" alt="Die einen betrachten es als Verunstaltung, die anderen nennen es Kunst. Es ist Kultur von unten." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Die einen betrachten es als Verunstaltung, die anderen nennen es Kunst. Es ist Kultur von unten.</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Jetzt ist das Jahr 2010, in dem Essen stellvertretend für das Ruhrgebiet Europas Kulturhauptstadt geworden ist, <span id="more-5416"></span>wie ein Event eröffnet worden. Bundespräsident Köhler und andere haben vor ausgewählten Gästen gesprochen, danach haben viele Menschen auf Zollverein ein Auge auf das Weltkulturerbe geworfen und ein grandioses Feuerwerk betrachten dürfen. Was eigentlich haben sie gefeiert?</strong></span></p>
<p>In erster Linie wohl, dass das eigene Selbstbild als Einwohner in der Problemregion „Ruhrgebiet“ endlich den verdienten Schub, die lang ersehnte Unterstützung erhält. Das Projekt „Kulturhauptstadt 2010“ soll den Beweis antreten, dass das Ruhrgebiet unterschätzt wird. Der Größenwahn, das Ruhrgebiet mit Metropolen zu vergleichen, wurde hier schon beschrieben. Letztlich kann ein zu hoher oder falscher Anspruch kulturelles Streben, das tatsächlich vorhanden ist, aber auch erdrücken.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Spannungsfeld „Konservierte Erwartungen“: Weltkulturerbe gegen Strukturwandel</strong></span><br />
Der Event „Kulturhauptstadt“ vereinigt in sich herrliche Spannungsfelder. Da ist das Spannungsfeld zwischen der ehemals größten Bergbauanlage der Welt bzw. dem industrieellen Komplex von damals, und jetzt guck&#8217; mal, was heute daraus geworden ist: Ein Designzentrum oder ein Weltkulturerbe als monströse Zechenmaschinerie „Zollverein“. Das aber durch Anpassungs- und Umbaumaßnahmen auch mal Gefahr läuft, seinen zu konservierenden Status wieder zu verlieren. So ist das: Die einen wollen den Erhalt als Industriedenkmal und nennen das „Weltkulturerbe“, die anderen wollen aber weiterkommen, Veränderungen herbeiführen, eigene architektonische Impulse setzen und nennen das „Strukturwandel“.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Spannungsfeld „Verkrümmte Wahrnehmung“: Innen gegen außen</strong></span><br />
Dann gibt es das Spannungsfeld zwischen der Binnenwahrnehmung des Ruhrgebietes, einer lokalpatriotisch-grassierenden flächenbrandmäßigen Selbststilisierung des Ruhrgebietlers als einzigem menschelndem Menschen unter der verstaubten Sonne und der fiesen Außenwahrnehmung durch den Rest der Republik vom Ruhrgebiet als minder bemitteltem Armenhaus: Kulturlos, gottlos, verschmutzt, in einer heruntergekommenen Blade-Runner-Kulisse dahinvegetierend, nicht ahnend, dass es irgendwo da draußen – vielleicht in Bayern oder Baden-Württemberg – grüne Pflanzen und blauen Himmel gibt. Wenn das nicht guter Stoff für einen Roman sein könnte.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Spannungsfeld „Sein/Schein“: Kulturhauptstadt gegen Kultur von unten</strong></span><br />
Das aktuelle Spannungsfeld ist dabei aber noch gar nicht benannt: Das, welches sich aus der Rede des Bundespräsidenten, der vor ein paar Politikern und Funktionären spricht, ergibt und dem kleinen Künstler in seinem Essen-Rüttenscheider Atelier, der gerade auf einem Pinsel ausgerutscht ist und mit dem Gesicht auf einer Stadtwerke-Mahnung mit gleichzeitiger Sperrungsandrohung landet. Kultur wird vor allem von der Politik aus der Vogelperspektive wahrgenommen. Die Leute, die Kunst und Kultur leben, stehen auf der anderen Seite, oder anders gesagt: Sie leben und produzieren den Stoff, den die Politik der Öffentlichkeit verkauft. Sie können ihr Streben nur im Ausnahmefall als Standort-, Image- oder Regions-Vermarktungspotenzial ansehen.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Spannungsfeld „Kultur/Unkultur“: Höhlenmalerei und Graffiti</strong></span><br />
Werfen wir einen Blick auf den geschundenen Graffitti-Sprayer, der beim Ausüben seiner sehr ursprünglichen Kunst Lösungsmittel einatmen, Treibhausgase freisetzen und damit sein und unser aller Leben aufs Spiel setzen muß. Auf dem Foto über diesem Text ist ein Graffiti auf einer Fußgängerbrücke in Essen-Rüttenscheid zu sehen. Während die Straßen nach festgelegtem Muster planungssicher gestaltet das Stadtbild prägen, die Stadt wie Adern durchziehen und strukturieren, ist diese eher behelfsmäßige Stahlkonstruktion als Fußgängerbrücke ein Mahnmal: Schlecht gestaltet als funktionaler Notbehelf, damit man überhaupt irgendwie über eine dieser Hauptverkehrsstraßen, die fette Alfredstraße, kommen kann – und das seit vielen Jahren. Die Brücke ist ein Witz. Sie fügt sich nicht ins Stadtbild, sie karikiert es eher. Ist sie auch sowas wie „Industriekultur“? Eher das Gegenteil: Sie ist Zeuge der Kulturlosigkeit zumindest an dieser Stelle. Das Graffiti veredelt sie, macht sie zu einer Art metallener Leinwand. Doch die Brücke ist nicht lediglich ein Behältnis für kulturelle Inhalte, sie bildet für das Graffiti den Bezugsrahmen, das ernüchternde Umfeld. Was besonders anätzt, wird besonders oft zugesprayt.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Spannungsfeld „Marketing/kulturelle Vielfalt“: Im Gebetsmühlen-Räderwerk</strong></span><br />
Wo tickt die Kultur, die die Kulturhauptstadt 2010 ausmacht? Die offiziellen Kulturhauptstadtprojekte wirken in ihrer Darbietung wie eine kulturelle Hitparade. In den Theatern, den Opernhäusern, den historischen Bauwerken, in der neuen Architektur liegt das, was die Kulturhauptstadt wohl auch ausmacht und was man gut nach außen hin darstellen kann. Welche Rolle spielen da all die Kleinkünstler, die kleinen Bühnen, die bildenden Künstler, die Musiker, die Autoren, die in HInterhof-Ateliers oder den eigenen vier Wänden arbeiten? Ist all das die Kulturhauptstadt als Summe der künstlerischen und kulturellen Potenz der Region? Oder liegt sie irgendwo dazwischen? Die Frage ist, wie man diese vielleicht vorhandene Potenz sichtbar machen könnte. Bei Labeln geht es darum, ein paar wenige Botschaften zu vermitteln, und das gebetsmühlenartig. Da bleiben viele Nuancen und Zwischentöne auf der Strecke. Schaut man sich das Programm für das Kulturhauptstadtjahr an, denkt man an zwei Begriffe: „Große Namen“ und „Flächendeckung“. Also gucken wir zukünftig mal, was es sonst noch so gibt.</p>
<p><a title="Zwanzig10 - Blogs zum Thema Kultur / Kulturhauptstadt" href="http://www.zwanzig10.de/"><img title="Zwanzig10 - Blogs zum Thema Kultur / Kulturhauptstadt" src="http://www.zwanzig10.de/wp-content/img/logo_start_200.gif" alt="" /></a></p>
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		<title>Comics: Simone Bianchi &#8211; Überlebenskampf im Wunderland</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 13:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Irrsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Monster]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichner]]></category>

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		<description><![CDATA[„Frisches Blut aus Europa”, habe ich gedacht, als ich den Namen Simone Bianchi gelesen und seine Zeichnungen gesehen habe. Der Mann lebt in Italien, hat aber einen Vertrag mit Marvel Amerika unterzeichnet. 
Lange habe ich darauf gewartet, dass sich endlich ein neuer, spannender Comic-Zeichner etabliert. Denn die Storys vieler Comics, gerade des Superhelden-Genre, sind oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3093" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_simone_bianchi_don_s.gif"><img class="size-full wp-image-3093" title="endoplast_simone_bianchi_don_s" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_simone_bianchi_don_s.gif" alt="Seit langem war keiner besser als er: Comiczeichner Simone Bianchi steigert sich von Heft zu Heft und macht aus dem profanen Zweck ein Kunsthandwerk. Foto links: Don S., Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Panini-Verlages." width="553" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Comiczeichner Simone Bianchi hat sich auf ein beachtliches Niveau gesteigert. Foto linke Seite: Don S., Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Panini-Verlages.</p></div>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">„Frisches Blut aus Europa”, habe ich gedacht, als ich den Namen Simone Bianchi gelesen<span id="more-3092"></span> und seine Zeichnungen gesehen habe. Der Mann lebt in Italien, hat aber einen Vertrag mit Marvel Amerika unterzeichnet.</span></strong><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Lange habe ich darauf gewartet, dass sich endlich ein neuer, spannender Comic-Zeichner etabliert. Denn die Storys vieler Comics, gerade des Superhelden-Genre, sind oft nicht der Rede Wert – ein außergewöhnlicher Zeichner kann das rausreißen und Interesse wecken, das Heft durchzuschauen und reinzulesen. </span>Den Vertrag mit Marvel-Comics hat er 2006 unterschrieben, ein Jahr später kam die Fünf-Heft Colloboration „<a href="http://www.paninicomics.de/wolverine-evolution-i4457.html">Wolverine</a>“ mit Starautor Jeph Loeb auf den Markt, dann folgte „<a href="http://www.paninicomics.de/module/newsletter/static/ar_123/mail.html">Astonishing X-Men</a>“ mit Warren Ellis.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Mimikry: Amerikanischer als die Amerikaner</strong></span><br />
Für amerikanische Superheldenverlage arbeiten jede Menge Zeichner <a href="http://www.splashcomics.de/php/aktuelles/news/18517/marvel_sucht_den_internationalen_superzeichner">aus aller Welt</a>, aber nicht so viele Festland-Europäer. <a href="http://www.simonebianchi.com/">Bianchi</a> kann sich also auf sein Engagement etwas einbilden, zumal er den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Emmerich">Roland-Emmerich</a>-Effekt für sich nutzt: Er ist amerikanischer als jeder Amerikaner. Sein Art-Style ist zwar gar nicht typisch amerikanisch aber der aggressive Ausdruck seiner Sprechblasengewalttäter haut einen glatt um. Denn das müssen Superheldencomics liefern: Durchchoreografierte Kämpfe. Die haben auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Miller">Frank Miller</a>, den in den letzten zwei Jahrzehnten wohl erfolgreichsten amerikanischen Comicschöpfer mit seinem <a href="http://www.moviegod.de/kino/meldung/15759/daredevil-neuverfilmung-von-frank-miller-mit-jason-statham">Daredevil</a> groß gemacht. Selten hat ein Zeichner fast wie mit einer Hochgeschwindigkeitskamera Agression und Gewalt so in der Bewegung eingefangen wie Bianchi.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Schnee von gestern: Das Prinzip der Arbeitsteilung</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Er gehört zum Typus Comiczeichner, der das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Comic">arbeitsteilige Prinzip</a>, das in der amerikanischen Comicindustrie immer noch vorherrschend ist, wie inzwischen einige andere Zeichner auch, durchbrochen hat. Normalerweise gibt es einen Bleistift- oder Vorzeichner, einen Tuschzeichner (inzwischen auch digital) und einen Coloristen, der für die Farbgebung sorgt. Bianchi ist alles in einem und steht damit in der Tradition von Szenegrößen wie z.B. <a href="http://www.barrywindsor-smith.com/">Barry Windsor-Smith</a>, dem Briten, der in Amerika Karriere gemacht hat. Sich die Ausarbeitung der eigenen Entwürfe aus Zeitgründen nicht aus der Hand nehmen zu lassen, ist im „land of the free” aber noch lange nicht selbstverständlich, in Europa ist es Tradition.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="color: #993366;"><strong>Konturierung: Zeichnerische Akzente durch gekonnte Linienführung</strong></span><br />
</span><span style="color: #000000;">Bianchi arbeitet auf der einen Seite mit deutlichen Konturen, die den Körpern und vielen Details eine teils ornamentale Note geben und in ihrer Anmutung von Altmeister <a href="http://www.billsienkiewiczart.com/index.asp">Bill Sienkiewicz</a> </span><span style="color: #000000;">beeinflußt sein könnten, der das Prinzip der abstrahierenden Konturenbetonung zur Blüte geführt hatte und seinerseits von Künstlern wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Klimt">Gustav</a> <a href="http://www.endoplast.de/2009/10/09/ausstellung-alfons-mucha-in-der-kunsthalle-munchen/">Klimt</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Schiele">Egon Schiele</a> (oder <a href="http://www.horst-janssen-museum.de/">Horst Janssen</a>?) beeinflußt worden war. Bianchi vermeidet damit einen Fehler vieler grafisch wenig origineller Comics, die zwar manchmal auch „gemalt” sind bzw. verschwenderisch mit Farben umgehen, um der Grafik Tiefendimension und Realismus zu verleihen, aber Klarheit und Akzentuierung vermissen lassen.</span><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Kreative Seitenaufteilung: Panelkunst wie zu Zeiten Neal Adams</strong></span>&#8216;<br />
<span style="color: #000000;">Ein darüber hinaus gehendes Charakteristikum sind </span><span style="color: #000000;">Bianchis</span><span style="color: #000000;"> sehr ausgefeilte aber nie zu verspielte Seitengestaltungen, die so lange nicht mehr zu sehen waren. <a href="http://lambiek.net/artists/k/kieth_sam.htm">Sam Kieth</a> würde mir da vielleicht noch einfallen. </span><span style="color: #000000;">Ich würde sogar bis in die 70er zurückgehen zur <a href="http://www.nealadams.com/">Neal Adams</a>-Version der „<a href="http://www.paninicomics.de/green-lantern-sonderband-16-die-rache-der-red-lanterns-i5909.html">Green Lantern</a>”. </span><span style="color: #000000;">Man vergisst zu oft, dass Comic-Zeichnen nicht nur die Kreation von Charakteren ist, sondern dass es auf Gestaltung und Konzeption der Doppelseiten ankommt. Hier zeigt </span><span style="color: #000000;">Bianchi sein kreatives Potenzial.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<div id="attachment_3412" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_simone_bianchi_panini.gif"><img class="size-full wp-image-3412" title="endoplast_simone_bianchi_panini" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/11/endoplast_simone_bianchi_panini.gif" alt="Geschliffene Monströsitäten aus der Hand des Zeichners Simone Bianchi." width="553" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Geschliffene Monströsitäten aus der Hand des Zeichners Simone Bianchi. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Panini-Verlages.</p></div>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Comiczeichner am Abgrund: Die Besten verbrennen am schnellsten</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Wer im harten, kräftezehrenden Umfeld der Comics die Kraft aufbringt, solche Qualität wie Bianchi zu liefern, zeigt seinen Willen, die engen Fesseln der kommerziellen Comicproduktion zu sprengen. Jedenfalls: </span><span style="color: #000000;">Bianchi</span><span style="color: #000000;"> setzt Akzente in einer Zeit, in der die Innovatoren der Generation um <a href="http://www.moebiusgraphics.com/">Frank Miller</a>, </span><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Comics-Sandman-Neil-Gaiman;art18281,2787469">Bill Sienkiewicz</a><span style="color: #000000;">, <a href="http://www.comicartfans.com/gallerydetail.asp?gcat=20107">Ted McKeever</a>, <a href="http://www.dcfanpage.de/2007/04/100-dc-6-batman-geheimnisse.html">Sam Kieth</a> und andere nicht mehr viel Neues bringen. </span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Neue Impulse aus dem Land der schwächelnden Comic-Helden-Schöpfer?</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Auch die Zeichner-Helden der <a href="http://www.imagecomics.com/">Imagecomics</a>, einer Art New Wave im amerikanischen Comicverlagswesen, sind kreativ längst abgestürzt – man betrachte nur mal das schreckliche Artwork von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Lee">Jim Lee</a> bei der <a href="http://www.paninicomics.de/all-star-batman-3-i4687.html">Batman Miniserie</a> mit Autor Frank Miller. Was ist mit <a href="http://www.paninicomics.de/marvel-exklusiv-51-todd-mcfarlane-spider-man-band-2-hardcover-i1428.html">Todd McFarlane</a>? Hat er seine Millionen noch nicht ausgegeben? Wann fängt er wieder an zu zeichnen? Aber er ist wohl mehr mit den Vorbereitungen für einen zweiten <a href="http://www.blairwitch.de/index.php?seitenid=14&amp;newsid=6357">Spawn-Film</a> beschäftigt. Wer gibt Frank Miller einen Tritt, damit er dem Filmbusiness schnell wieder den Rücken kehrt, nachdem der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Spirit_(Film)">Spirit-Film</a> enttäuscht hat wie auch seine weitschweifigen, dramaturgisch schwachen letzten Comic-Werke. <a href="http://www.art4comics.com/chaykin.htm">Howard Chaykin</a> ist vom Film zurückgekehrt und zeichnet wieder. Eine Bereicherung immerhin, aber auch bei ihm wenig Neues.</span><span style="color: #000000;"> <a href="http://www.simonebianchi.com/news_archive.asp?id=475">Simone Bianchi</a>, ein Lichtblick im Dunkel des Superhelden-Durchschnitts. Die von ihm kreierten „Monster” zum Beispiel hätten durchaus dem Kopf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Ernst">Max Ernsts</a> entstiegen sein können.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Eine weite Reise: Vom Comic zum Film – und zurück</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Eine kleine Reise in die Vergangenheit: Die goldenen Zeiten der Superheldencomics liegen in den 1960er Jahren. In dieser Zeit wurden von relativ wenigen Illustratoren und Autoren bei Marvelcomics eine Herrschar an Charakteren entwickelt, wie </span><span style="color: #000000;"></span><span style="color: #000000;">„</span><span style="color: #000000;">Spiderman</span><span style="color: #000000;">”</span><span style="color: #000000;">, </span><span style="color: #000000;">„</span><span style="color: #000000;">Hulk</span><span style="color: #000000;">”</span><span style="color: #000000;">, </span><span style="color: #000000;">„</span><span style="color: #000000;">Fantastic Four</span><span style="color: #000000;">”</span><span style="color: #000000;">, </span><span style="color: #000000;">„Iron-Man</span><span style="color: #000000;">”</span><span style="color: #000000;">, </span><span style="color: #000000;">„</span><span style="color: #000000;">X-Men</span><span style="color: #000000;">”</span><span style="color: #000000;"> und viele andere. Dies sind Figuren, die noch heute in neuen Interpretationen und natürlich immer mehr in filmischen Adaptionen präsent sind.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="color: #993366;"><strong>Comics: Vom Kindermedium zur infantilen Erwachsenenlektüre</strong></span><br />
</span><span style="color: #000000;">Ein Comic ist ein visuelles Medium. Man muß noch nicht sehr gut lesen können und kann die Handlung dennoch einigermaßen nachvollziehen und verstehen. Dies ist der Eingängigkeit der Zeichnungen geschuldet. Comics gegenüber gab es von Anfang an große Vorbehalte. Gerade Superheldencomics als äußerst platte Identifikationsplattformen meist für Jungen verkörperten das Dümmliche und Klischeehafte an diesem Medium in besonderer Weise. Dennoch gab es auch erste zaghafte Ansatzpunkte für ältere Leser, ihre intellektuelle Neugier zu befriedigen. Das war die Abgedrehtheit mancher Storys wie der des lebenden Planeten in der Comicserie „Der gewaltige Thor” geschuldet, die von Science-Fiction-Literatur á la <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Asimov">Isaac Asimov</a> beeinflußt war. Da gab es verschlungene Charaktere á la „<a href="http://obskuristan.com/2009/05/26/astrales-reisen-mit-doctor-strange/">Doctor Strange</a>” oder „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Swamp_Thing">Swamp Thing</a>”, da waren die kühnen grafischen Gestaltungen eines <a href="http://www.nealadams.com/">Neal Adams</a> in den Heften der „Grünen Laterne” in den 70er Jahren und da war generell die schöpferische Kraft mancher Autoren und Zeichner, die fantastische Superhelden und Sujets gebaren. </span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Comiczeichnen als allumfassende Könnensprobe</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Einen Comic zu zeichnen, ist ein vielschichtiger Designauftrag: Seiten sind aufzuteilen, Menschen zu zeichnen, Architektur abzubilden, Kostüme zu entwerfen. Es gab es immer wieder Zeichner, die über viele Hefte hinweg einen neuen eigenen Zeichenstil entwickelten. </span>Grundsätzlich sind Superheldencomics gewalttätig, ihr dramaturgischer Höhepunkt ist meist ein brutaler Kampf. Deshalb sind Anforderungen an einen Zeichner hervorragende Anatomiekenntnisse, eine dynamisierende Zeichenstilistik aber auch Kenntnisse in Kameraführung, Perspektive, visueller Dramatisierung – komplexe Anforderungen, die nur die wenigsten leisten können.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="545" height="380" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YOw8DeVZeIM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="545" height="380" src="http://www.youtube.com/v/YOw8DeVZeIM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Jack Kirby, Joe Sinnott, John Buscema: Die Gründerzeit der Superheldencomics</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">In den Anfangstagen der Superhelden-Comichefte von </span><a href="http://marvel.com/">Marvel</a><span style="color: #000000;"> und <a href="http://www.dccomics.com/dccomics/">DC</a> waren viele aufregende Entdeckungen zu machen. Ob dies <a href="http://kirbymuseum.org/">Jack Kirby</a> mit seinen Hyperdynamisierungen, verformten Körpern und realistisch anmutenden Fantasie-Maschinen war oder der geniale Tuscher <a href="http://lambiek.net/artists/s/sinnott_joe.htm">Joe Sinnott</a>, der die Heftserien „Die fantastischen Vier”, „Thor” oder „Silver Surfer” grafisch verfeinerte. Ob <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chic_Stone">Chic Stone</a> seinen satten Pinselstrich einsetzte, der originelle Stilist Barry Windsor-Smith bei den „Avengers/Rächern” seine ersten zaghaften Gehversuche als Zeichner vorweisen konnte, um später mit „Canon, dem Barbar” einen stilbildenden Klassiker zu prägen und einer der bedeutendsten Illustratoren der Fantasy zu werden, oder ob <a href="http://pages.ca.inter.net/~owenandsusan/">John Buscema</a> mit einfachen Mitteln und körperorientiert wie <a href="http://lambiek.net/artists/h/hogarth.htm">Burne Hogarth</a> zu seiner Klarheit der Linie fand – all dies war in den 60er und 70er Jahren mizuerleben.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Comichandwerk wie am Fließband</strong></span><br />
<span style="color: #000000;">Diese Zeichner waren zu ihrer Zeit durchaus revolutionär und formten unter enormem Zeitdruck ihren unverwechselbaren Stil, der Generationen beeinflußen sollte. Nur von der Druckqualität her waren amerikanische Superheldencomics über Jahrzehnte hinweg minderwertig. Sieht man sich an, wie der <a href="http://www.paninicomics.de/">Panini-Verlag</a> seit langem publiziert und mit welcher redaktionellen und produktionstechnischen Qualität er dies tut, müsste man meinen, wir lebten jetzt im goldenen Zeitalter der Superhelden-Comics – nur hinkt die schöpferische Qualität von Autoren und Zeichnern oftmals hinterher. Denn die Kreation ist traditionell in Wirklichkeit </span>ein quasi-industrieller Fertigungsprozess, bei dem Termine und Abgabeschlüsse im Vordergrund stehen, nicht der große künstlerische Entwurf.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Zeichnerverschleiß: </strong></span><span style="color: #993366;"><strong>Burn Out im Comic-Wunderland</strong></span><br />
Harmonieren die beiden grundlegenden Glieder in der grafischen Produktionskette – Vorzeichner und Tuscher – nicht miteinander oder ist der Tuscher einfach nicht gut genug, bleibt von der guten Vorzeichnung nur wenig mehr als Durchschnitt übrig. So gesehen beim innovativen Stilist <a href="http://www.humbertoramos.com/blog/">Humberto Ramos</a>, der sein Meisterstück mit einem längeren Spiderman-Zyklus abgeliefert hatte. Im September-Heft <a href="http://www.paninicomics.de/x-men-102-i5105.html">X-Men Nr. 105</a> ist eine der 4 Geschichten von ihm gezeichnet aber nicht schwungvoll genug von <a href="http://www.comicvine.com/carlos-cuevas/26-41780/">Carlos Cuevas</a> getuscht. Ramos scheint seinen Zenit schon wieder überschritten zu haben, seine Zeichnungen wirken nicht mehr so ausgearbeitet und spritzig wie in vergangenen Tagen. Das passiert vielen. Es hat wenig mit mangelndem Talent zu tun und mehr damit, die eigenen Kräfte einzuschätzen und sich nicht dem Produktionsdruck zu unterwerfen. Dass sich in diesen einschränkenden Rahmenbedingungen überhaupt so etwas wie ein Stil oder eine Kunsthandwerks-Form entwickeln konnte, spricht im Ausnahmefall für das Talent des jeweiligen Zeichners. Das Gros der Superhelden-Comics aus Amerika aber auch der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manga">Mangas</a> aus Japan ist zeichnerisch Durchschnittsware. Wer dennoch Besonderes schaffen will, muß ein übergroßes Talent sein – das ist selten, kommt aber vor. Wer schließlich einen besonderen Status als Zeichner erreicht hat, muß aufpassen, dass er nicht vorzeitig ausbrennt, weil viele amerikanische Zeichner auch aufgrund der Arbeitsteilung im Gegensatz zu europäischen Verhältnissen einen schier unglaublichen Output haben. Bedenkt man, dass ein Zeichner im Monat hunderte von Bildern abliefern muß, nimmt es nicht Wunder, dass die Qualität im Laufe der Zeit nachlässt. Die Motivation des Zeichners, Ambitioniertes zu schaffen, wird vom Produktions-Prozess torpediert. Simone Bianchi bleibt zu wünschen, dass er ein waches Auge dafür hat, mit seinen Möglichkeiten maßvoll zu haushalten.</p>
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		<title>Ausstellung: Alphons Mucha in der Kunsthalle München</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 22:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik-Design]]></category>
		<category><![CDATA[Illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendstil]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab heute ist in der Kunsthalle München eine umfassende Ausstellung zu sehen, die dem Werk des Jugendstil-Künstlers Alphons Mucha gewidmet ist. Es gibt nur wenige Künstler, die in der Öffentlichkeit so mit dem Jugendstil gleichgesetzt werden wie Mucha. 
Neben ihm war Gutav Klimt ein anderer, gemessen an Mucha, eckigerer und morbiderer, weniger kommerzieller Hauptprotagonist des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2832" class="wp-caption alignnone" style="width: 563px"><a href="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_alphons_mucha_muenchen1.gif"><img class="size-full wp-image-2832" title="endoplast_alphons_mucha_muenchen" src="http://www.endoplast.de/wp-content/uploads/2009/10/endoplast_alphons_mucha_muenchen1.gif" alt="Vor allem seine Frauenbilder, die er meist für Plakate und Werbung schuf, sind die prototypische Verkörperung des Jugendstil (Abbildung mit Genehmigung der Kunsthalle München)." width="553" height="841" /></a><p class="wp-caption-text">Vor allem seine Frauenbilder, die er meist für Plakate und Werbung schuf, sind die prototypische Verkörperung des Jugendstil (Abbildung mit Genehmigung der Kunsthalle München).</p></div>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ab heute ist in der <a href="http://www.hypo-kunsthalle.de/">Kunsthalle München</a> eine umfassende Ausstellung zu sehen, die dem Werk des Jugendstil-Künstlers Alphons Mucha<span id="more-2746"></span> gewidmet ist. Es gibt nur wenige Künstler, die in der Öffentlichkeit so mit dem Jugendstil gleichgesetzt werden wie <a href="http://www.mucha.cz/index.phtml?Lang=DE">Mucha</a>. </strong></span></p>
<p>Neben ihm war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Klimt">Gutav Klimt</a> ein anderer, gemessen an Mucha, eckigerer und morbiderer, weniger kommerzieller Hauptprotagonist des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendstil">Jugendstils</a>. Muchas schwungvolle Linienführung prägte das Idealmaß des eingängigen Jugendstils auch in der damaligen Öffentlichkeit, da viele Entwürfe für die Werbung oder z.B. für Plakate der Theatervorstellungen von Sarah Bernhardt entstanden sind, die weltberühmt war.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Modell &#8220;Jugendstil&#8221;</strong></span><br />
Am Werk <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Maria_Mucha">Muchas</a> ist idealtypisch nachzuvollziehen, wodurch der Jugendstil bestimmt ist: Florale Elemente, lineare und ornamentale Darstellungen mit Konturenüberbetonung, immer auf der Suche nach einem vereinfachenden Schönheitsideal. Interessant an Muchas Werk ist, wie er es versteht, den Detailreichtum vieler Plakate so einzusetzen und zu organisieren, dass das Hauptmotiv visuell nicht beeinträchtigt wird. Im Gegenteil, die ornamentalen Hintergründe betonen und stützen es.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Ein neuer Blick auf das Oeuvre</strong></span><br />
Die Ausstellung zeigt nicht nur die grafischen Arbeiten sondern auch die weniger bekannten monumentalen Bilder der späten Jahre, in denen er sich der Malerei gewidmet hatte. Außerdem sind Fotografien aus der Zeit zu sehen.</p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Selten gesehen: Die Kreidezeichnungen</strong></span><br />
Selten waren in einer Ausstellung so viele unterschiedliche Schaffensphasen und Werke Muchas repräsentiert. Die Kreidezeichnungen z.B. sind relativ unbekannt. Die große Retrospektive schafft damit für weite Teile des Publikums einen neuen Zugang zum Werk des stilbildenden tschechischen Künstlers.</p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Das Buch zur Ausstellung</span></strong><br />
Das <a href="http://www.ebensolch.at/blog/archives/275">Buch</a> zur Ausstellung gibt die Bilder weder, wie sonst üblich, auf einem glänzenden noch auf einem matten Papier wider. Die Reproduktion der Abbildungen wirkt dadurch wie grafisches Understatement, das der zurückhaltenden Farbgebung Muchas entspricht, manchen Motiven ihre Süße an der Grenze zur Oberflächlichkeit etwas nimmt und sie weiter visuell erdet. Der Innenteil des großformatigen Buches bietet den Abbildungen viel Raum. Der Buchumschlag fällt demgegenüber gestalterisch ab.</p>
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