WildBoys. Prodigy waren in den 1990ern Jahren mal die breakbeatenden wilden Jungs. Nichts war ihnen heilig. Das Comeback von 2009 („Invaders Must Die“) oder vorher das von 2004 („Always Outnumbered, Never Outgunned“) hat dem damaligen brachialen Gewaltmix aus Electro, Hip Hop, Acid House, Big Beat, Jungle und Drum’n'Bass, gesanglich vorgetragen mit einer unbändigen Punk-Attitüde, nichts hinzugefügt. So behält man sie mit ihren ersten Werken in Erinnerung. Geprägt war das von musikalischer Härte, textlichen und visuellen Tabubrüchen und vertrackten Rhythmen. Hier im Video nehmen die Jungs sich und das Musikbusiness gehörig auf die Schippe. Kommentieren.
Gottya. You ain’t seen nothing yet: Michele Bachman, die sich bei den Republikanern auf einem der hinteren Plätze als Präsidentschaftkandidatin bewirbt, steht in einer langen Tradition von Peinlichkeiten, die sich Mitglieder der rechtskonservativen Tea-Party-Bewegung erlaubt haben. Hier ist sie aktuell zu sehen, wie sie den Wirbelsturm „Irene“ (sowie andere Naturkatastrophen), der Dutzende Todesopfer gefordert hat, in die Nähe einer Art göttlicher Warnung an den politischen Gegner rückt. Eine Argumentation fast wie im Mittelalter. Bedenklich, dass die Tea-Party eine durchaus einflußreiche politische Kraft in den USA ist. Man stelle sich vor, Guido Westerwelle würde als Außenminister argumentieren, Gott habe ihm befohlen Gaddafi gegenüber neutral zu bleiben… Vielleicht hängt am Ende der Niedergang der USA einfach mit einer zu massiven Konzentration politischer Dummheit zusammen. Kommentieren.
Da bin ich. Ich schlendre lustlos auf das Krankenhaus zu. Große Ereignisse werfen lange Schatten. Für mich ist das jetzt ein besonderer Augenblick. Weiterlesen
Kreuzritter. Erster Teil eines Gespräches mit Osama bin Laden, in dem er sehr dezidiert zu den Anschlägen vom 11. September 2011 in Amerika Stellung nimmt. Er sagt klar und deutlich, dass er dazu aufgerufen hat und er interpretiert seinen Glauben auch als bewaffneten Kampf, um seine religiös-politischen Ziele („Befreiung Palästinas“) zu erreichen. Seine Sprache ist durchwirkt von einem religiösen Anspruch. Er bekennt sich aber nicht zum Begriff des „Terrorismus“, sondern deutet ihn um in „Verteidigung“ – eine verblendete Sichtweise. Kommentieren.