Du liebst mich –
obwohl Gefühle aus Chemie bestehn Weiterlesen
Posted on 15 Mai 2011 by Rolf
Posted on 14 Mai 2011 by Rolf Koschkat
Osama bin Laden,
Terrorfürst der Finsternis;
Maddie,
das marketingmäßig professionell betreute, entführte Kind; Weiterlesen
Posted on 15 April 2011 by Rolf
Fukuwußtsein. Es war vor etwa einem Monat, am 15. März 2011. Da hatte sich unter dem Druck der Ereignisse um den Tsunami und um Fukushima der japanische Kaiser zu Wort gemeldet, um seinen Landsleuten Mut zuzusprechen. Es war ein besonderer Moment, trafen doch in diesem kurzen Augenblick das ganz alte Japan, das es schon lange nicht mehr gibt, auf das moderne, das ungehemmt die eigenen Traditionen zu vergessen haben scheint und den Technik-Götzen anbetet. Die Katastrophe hat vielleicht für einen Moment die Rückbesinnung in das kollektive Unter-Bewußtsein der Japaner eingebrannt. Kommentieren.
Posted on 13 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
EgonSchiele. Den Trend, der die Medien erfasst hat, könnte man „Animalisation“ nennen: Knut der Eisbär, Krake Paul und nun Beutelratte Heidi profilieren ihre jeweiligen Zoos und haben sogar einen Marktwert – der menschlichen Phantasie sind bei der Vermarktung unschuldiger Tierchen keine Grenzen gesetzt, höchstens die der Marktwirtschaft. Wie wäre es, wenn sich geschundene Politiker Tiere zulegten, um sich medial aufzuwerten? Aber zu wem würde eine schielende Ratte passen? Zu Guido Westerwelle? Oder Wolfgang Schäuble? Mal sehen. Den Werbestrategen wird was einfallen. Wir von Endoplast überlegen, ob wir uns eine stark behaarte Vogelspinne zulegen und ihr einen Seitenscheitel verpassen… Kommentieren?
Posted on 11 Januar 2011 by Ralf Wasselowski
Posted on 10 Januar 2011 by Nelly Kratt
Reiche Menschen haben Glück.
Reiche Menschen sind Gewinner.
Reiche Menschen haben mehr Sex. Weiterlesen
Posted on 07 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Der ikonische Wechsel: Am Anfang war das Bild. Dann kam die Sprache. Weiterlesen
Posted on 16 Dezember 2010 by Guzz-Kescha
Posted on 04 Dezember 2010 by Ralf Wasselowski
Arnojoyce. Die deutsche Antwort auf James Joyce? Und ein Roman wie ein Gebirgs-Massiv? Da ist zunächst der Name: „Zettel’s Traum“. Arno Schmidt, der Autor, hat exessiv mit Zettelkästen als Vorbereitung auf die Verschriftlichung seiner Romane gearbeitet. Zettelkästen sind Kartons, in denen sich geordnet nach Stichworten tausende von kleinen Notizzetteln befinden, auf denen der Autor Ideen, Skizzen, den Fortgang der Handlung, Dialoge – was auch immer – notiert hat. Er bringt die vielen kleinen Zettel in eine sinnvolle Reihenfolge und so entsteht anhand dieser unüberschaubaren Vielzahl kleiner Informationsträger ein langes Romanwerk. Oft stehen auf den Zetteln auch Zitate. Man kann sich „Zettels Traum“ als Roman vorstellen, der auf dem Collage-Prinzip beruht. Überhaupt wirken alle späteren Romane Schmidt’s wie assoziativ collagierte Werke, die zudem über Wort-Laut-Ähnlichkeiten Bedeutungsebenen ineinander verschränken. Der Zettelkasten ist wie das Rohmaterial, eine Vorstufe des fertigen Romans. Das Buch „Zettel’s Traum“ zu nennen ist eine vielschichtig-poetische Umschreibung, die den Arbeitsprozess, die Mehrdeutigkeit der Inhaltsebenen sowie ihre Struktur mit einschließt. Selten in der deutschen Literatur ist einem Autor ein passenderer Titel für sein Werk als dieser eingefallen. Dann das Buch selbst: In der Original-Ausgabe ein vergleichsweise riesiger, mehrere Kilo schwerer, Band. Ein Buch, das niemand nebenbei lesen kann, eines, das ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt, und eines, dessen dominantes Erscheinungsbild im Vordergrund steht. Etwas, was in der Hoch-Literatur Seltenheitswert hat, geht es hier doch normalerweise um Understatement und Zurückhaltung. Da wirkt „Zettel’s Traum“ als ein Stück Literatur-Schinken ja geradezu ordinär. Anspruchsvoll ist das Buch auch innen drin: Es war bisher nicht gesetzt worden, weil Arno Schmidt die Sprache so verbogen und angereichert hatte, dass das kein Setzer so einfach in normale Schrift mit normalen Satzzeichen in normale Schriftblöcke umwandeln konnte. Also wurde vor 40 Jahren, als das Werk zum ersten Mal verlegt worden war, aus der Not eine Tugend gemacht: Der Verlag nahm damalig einfach die Schreibmaschinenseiten, also die von Arno Schmidt getippten Originalseiten, ließ sie fototechnisch reproduzieren und veröffentlichte dieses holterdipolter als Buch – mit allen noch enthaltenen Korrekturen – nannte das Ganze „Typoscript“ und „avantgardistische Literatur“, und es wurde trotz dieser zusätzlichen Sperrigkeit akzeptiert und gekauft. Oft wird „Zettel’s Traum“ mit einem anderen Buch-Ungetüm verglichen, mit James Joyce’ „Ulysses“. Jedoch ist das letzte und radikalste Werk von Joyce, „Finnegans Wehg“, formal in Größe und Schwere „Zettel’s Traum“ ähnlicher, während „Ulysses“ strukturell dem Schmidtschen Buch näher ist. Ein Gebirge kann man nicht beim Spaziergang erobern. Auch David Foster Wallace mit seinem Werk „Unendlicher Spaß“ war der Meinung, man müsse sich komplexe Inhalte erarbeiten, das Lesen dürfe nicht zu einfach sein. Joyce ließ Worte explodieren, sammelte hernach ihre Bestandteile, vermischte sie und fügte sie wieder – mehrsprachig – zu neuen Worten zusammen. Wallace nutzte Worte, die es zwar gab, die aber kein Mensch mehr kannte. Und Schmidt tat Ähnliches, nur beließ er es nicht dabei, durch Worte und Wortwahl zu irritieren, nein, er verschränkt drei Inhalts-Ebenen miteinander, repräsentiert durch eine durchgängige Dreispaltigkeit auf allen Buchseiten, und läßt diese Ebenen miteinander interagieren. Ob davon seine Zettel vorher geträumt haben? Kommentieren.
Posted on 02 Dezember 2010 by Der Barbara Streisand-Effekt
Doppel-Realitäten. Jean-Luc Godard drehte 1978 eine Reihe von Kurzfilmen, in deren Mittelpunkt die Sichtweisen von Kindern stehen. Der sperrige Titel:
„France/Tour/Detour/Deux/Enfants. Mouvent.“ Interssant, wie im Dialog mit einem Kind eine grundlegende philosophische Frage offengelegt wird. (Auch wenn das Kind hinterher denken sollte, dass der Regisseur bescheuert ist.) Godard ist einer der größten europäischen Filmemacher. Er ist in Paris geboren, Hauptvertreter der „Nouvelle Vague“, die Ende der 1950er-Jahre eine neue Filmsprache propagierte, und er ist immer noch aktiv. Andere Vertreter der „Nouvelle Vague“ sind bekannte Filmemacher wie Claude Chabrol, Jacques Rivette, Éric Rohmer, François Truffaut sowie Louis Malle und Alain Resnais. Godards Filme sind oft avantgardistisch schroff aber auch von großer Poesie geprägt. Am 3. Dezember wird er 80 Jahre alt. Kommentieren.