Foto-Grafisch. Es gibt ein sehr außergewöhnliches Kinderbuch. Es heißt „Ein Elefant auf meiner Hand“ von Lucie Albon. Die Illustrationen sind Bilder, die auf Menschen-Hände gemalt sind, die wiederum bestimmte Formen bilden. So bildet eine Hand mit nach unten gespreizten Fingern eine gehenden Elefantan nach. Der noch weiter abgespreizte Daumen ist der Rüssel. Dieses Konzept bewegt sich auf sehr eigene Art auf der Trennlinie zwischen Illustration und Foto. Das obige Video hat mich daran erinnert, wobei dies technisch wohl in Form einer elektronischen Foto-/Illustrations-Montage umgesetzt wurde, während im Buch die Hände bemalt und abfotografiert wurden und so die Fotos der Illustrationen die Geschichte erzählen. Kommentieren.
Assoziations-Fieber. Wer alles richtig machen will, plant und organisiert, um an’s Ziel zu kommen. Das setzt voraus, dass es ein Ziel gibt. Wer das Leben kennt, weiß aber, dass Ziele Fiktionen sind, denen man sich nicht hingeben sollte. Der Wunsch, Ziele zu erreichen, ist völlig hoffnungslos. Wer wirklich alles richtig machen will, plant und organisiert nicht, sondern improvisiert. Ein illustrativ tätiger Künstler sollte in jedem Fall assoziierend improvisieren. Im Falle eines Comic-Zeichners wie Moebius, von dem die Trickfilmreihe „Arzak“ stammt, die nach seinem gleichnamigen Comic-Held entstanden ist, ist verbrieft, dass er sich von Bild zu Bild imaginierte, anfänglich nur mit einem schwarzen Filzstift ausgerüstet. So ist sein Buch „40 jours dans le desert B“ entstanden, das als die seltsamste realistische Bildgeschichte aller Zeiten gelten kann, sozusagen ein psychedelischer Wilhem Busch. Die Trickfilme, die auf dieser assoziativen Grundlage einer völlig freien und losgelösten Autorenschaft beruhen, profitieren von dieser Vorgehnsweise. Moebius hatte am Anfang seines Werdegangs postuliert, dass im Prinzip jede denkbare Handlung bereits geschrieben wurde. Also hat er sich als Moebius der überkommenen Erzählweise entledigt, während er als „GIR“/Jean Giraud herkömmlich erzählte Comics zeichnet. Alle „Arzak“-Folgen auf Endoplast im Überblick (bitte klicken): /1/2/3/4/5/6/7/8/9/11/12/13/14/Kommentieren.
Der berühmte amerikanische Comiczeichner Neal Adams soll uns im folgenden einmal mehr als Beispiel für den gesplitteten Produktions-Prozess bei den Comic-Heften in Amerika dienen.
Superhelden-Comics in den USA werden traditionell streng arbeitsteilig produziert, auch wenn sich daran einiges geändert hat Weiterlesen
Comic-Kunst. In diesem Film sind zwei Comic-Zeichner bei der Arbeit zu sehen. Der erste ist das Marvel-Urgestein John Buscema, ein typischer Fließband-Zeichner, der zweite der Comic-Künstler Bill Sienkiewicz. Man beachte die interessante Zeichentechnik von Sienkiewicz, die einer Improvisation gleicht. Er ist einer derjenigen, die die Trennlinie zwischen dem Gebrauchsmedium „Comic“ und Kunst durchlässiger gemacht haben. Kommentieren.
Kunst-Welt. Photoshop ist eine Software, mit der man Fotos optimieren, verändern und auch manipulieren kann. Könner schaffen mit Photoshop Bilder, die mit dem Ausgangsmaterial nichts mehr zu tun haben – wie hier zu sehen ist. Angestöpselt an ein Grafik-Tablett kann man in Photoshop illustrieren, callagieren oder malen, dass es eine Freude ist. Kommentieren.
Live-Action. Dabei sein, wenn Kunst entsteht – eine schöne Vorstellung für den Betrachter. Bei Performance- oder Aktions-Kunst, ist man als Betrachter quasi Teil der Kunst. Hier ist zu sehen, wie das sein kann. Kommentieren.