FrauenrechtAusleger. Deceptacon von Le Tigre, das ist ElectroPunk-AufschreiFemminismusMusik. Und ein artfiziell-krachendes Video dazu kann auch nicht schaden. Sie zelebrierten ihre politischen Ansprüche multimedial und sahen ihr Wirken als künstlerische Lebensäußerung. Jedes Bandmitglied soll übrigens jedes der Instrumente spielen können. Ein Ausdruck von Gleichberechtigung. Seit 2007 verharrt das Trio in Nicht-Präsenz. Kommentieren.
Tarantinoesk. Quentin Tarantino wirkt in ganz vielen Auftritten immer freundlich-überdreht-witzig. Wie kann so einer in Hollywood groß herauskommen? Eben: Er hat noch ganz andere Seiten. Er läßt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Er kann richtig böse werden. Ungerecht. Aggressiv. Moderator Krishnan Guru-Murthy musste das erfahren, als er Quentin Tarantino auf die Gewalttätigkeit in seinen Filmen ansprach. Das ist ein rotes Tuch für viele Medienschaffende. Tarantino gehört zu den Filmemachern, die mit unreflektiert eingesetzter Gewalttätigkeit ihr Geld verdient haben. Ob nun Tarantino oder Frank Miller in Comics und Filmen wie Sin City. Sie sprechen nicht gerne drüber. Die Frage danach, ob das nicht Menschen gewalttätiger mache, ist dann tabu. Tarantino wird frech und ist plötzlich gar nicht mehr so nett. Ein wunder Punkt. Er sagt: „I’m shutting your butt down.“ Das meint soviel wie „Ich hab’ dir in den Arsch getreten.“ Welch garstige Worte. Kommentieren.
MaRiartyBuse.Fritz Lang war einer jener Regisseure, die den 1. und den 2. Weltkrieg miterlebt hatten – den 1. auch selbst als Soldat – und der die Brücke zwischen Stumm- und Tonfilm geschlagen hatte. Mit zwei Filmen, „Metropolis“ und „M“ ging er in die Geschichte des Films ein. Er wird aber polulärkulturell vor allem mit der Figur des Dr. Mabuse in Zusammenhang gebracht, weil er mit dem einen der ersten Superschurken für den Film schuf und zudem mit Anspielungen auf den Nationalsozialismus und Adolf Hitler dieser Figur eine zeitgeschichtliche Dimension verliehen hatte. Die Figur war eine Schöpfung des Luxemburger Schriftstellers Norbert Jacques (1880-1954). Bereits 1922 waren „Dr. Mabuse, der Spieler, Teil 1: Der große Spieler – Ein Bild unserer Zeit“ und „Dr. Mabuse, der Spieler, Teil 2: Inferno – Ein Spiel von Menschen unserer Zeit“ in die Kinos gekommen. 1933 folgten „Das Testament des Dr. Mabuse“. Schließlich war „Die 1.000 Augen des Dr. Mabuse“ von 1960 Langs letzter Film (hier oben zu sehen). Es folgten seriell produzierzt und ohne Mitwirkung Langs „Im Stahlnetz des Dr. Mabuse“ (1961), „Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse“ (1962), „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1962), „Scotland Yard jagt Dr. Mabuse“ (1963) und „Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse“ (1964), die den Trivial-Mustern der Edgar Wallace-Verfilmungen folgten. Außerdem gab es außerhalb dieser Reihe noch „Dr. M schlägt zu“ (1971) und die Claude-Chabrol-Verfilmung „Docteur M“ (1989). Dr. Mabuse wurde dadurch auch später noch eine Art Gattungsbegriff eines genialen Superschurken und tauchte als Name und metaphorische Begrifflichkeit für das Böse schlechthin immer mal wieder in Film und Musik auf. Dr. Mabuse ist in einer Linie mit James Moriarty, dem genialen Gegenspieler von Sherlock Holmes oder Hanibal Lector zu sehen. Kommentieren.
Bacheliar. Wer ist Michele Bachman? Etwas Aufschluß mag diese Rede geben. Hier ist die mögliche US-Präsidentschafts-Kandidatin in einer Senatsrede zu hören. Man sieht, wie sie sich in ihre Rede zusehends hineinsteigert und als eine Art Widerstandskämpferin stilisiert. Dies ist sowieso die Position der Tea-Party, die in irrwitzigen Argumentationen in ihrem amtierenden Präsidenten Barak Obama mal einen Bolschewiken, mal einen amerikanischen Hitler und mal einen gläubigen Moslem sieht. Kommentieren.
Das Haus mit mutiger Farbgebung aber ansonsten eher aalglatt-langweilig. Seiten- und Hinteransicht.
Oder einen Charakter? Kann man den kaputtsanieren?Auf die erste Frage bzw. die ersten beiden Fragen wird wohl jeder rational veranlagte Mensch mit „Nö“ antworten.Weiterlesen