GoogleGuckpf. Apple war noch vor kurzem das innovativste Unterhaltungstechnik-Unternehmen mit Megaerfolg. Mit dem Apple IIc, dem Mac, mit dem iMac, dem iPod, iPhone, iTunes und iPad setzte Apple Maßstäbe. Inzwischen hat Google’s Android-Smartphone- und Tablet-Betriebssystem, was die Nutzuerzahlen anbelangt, Apple überholt. Und Google, das gerade sein soziales Netzwerk Google+ wunderbar gepimpt hat, legt weiter nach, mit Google Glass und der Vision eines Autos, das von alleine fährt. Google’s Aktienkurs reagiert dementsprechend, nie war er höher als heute. Aber man fragt sich ja, wie solche Visionen wie Google Glass in der Wirklichkeit funktionieren. Hier im Video ist das zu sehen: Google Glass im Alltag. Jetzt wird klar, was das soll. Übrigens verbindet Google in seinem Google+ alle seine Dienste zu einem extrem leistungsfähigen Ganzen. Konfortable Foto-Funktionen, Geolokations-Dienste wie Google Maps oder Google Drive mit Office-Funktionalität – das sind viele kleine innovative Bausteine, die in der Cloud schon lange State of the Art sind. Der User profitiert letztlich vom harten Wettbewerb zischen Apple, Google und Facebook. Kommentieren.
Papierrazzia. In diesem Beitrag sieht man, wie der Papierkünstler Li Hongbo seine Skulpturen, von denen hier schon die Rede war, herstellt. Es sind große Blöcke aus gefaltetem Papier, die er wie ein Bildhauer bearbeitet. Er fräst das Papier maschinell in Form. Kommentieren.
PapeerGroup. China und Japan haben lange Traditionen in Sachen Papier-Falttechnik, mittels derer beispielsweise Papier-Lampions hergestellt werden. Dieselbe gewebeartige und Papierblätter verbindende Klebe- und Falttechnik kommt in der Kunst des Chinesen Li-Hongbo zum Einsatz. Seine Papierskulpturen sind aus tausenden Blatt Papier zusammengesetzt und lassen sich in sich leicht verschieben, auseinanderziehen, auffächern und strecken. Die flexiblen Skulpturen sind auf der Grundlage seiner Liebe zum Papier entstanden, die er als Designer und Buchgestalter entwickelt hat. Kein Künstler je scheint sich so sehr dem Papier verbunden gefühlt zu haben wie er. Kommentieren.
DavidFosterWallaceiath. Das Büchlen von David Foster Wallace, „This is Water“/„Das hier ist Wasser“, gibt es auch in Deutschland zu kaufen, es ist dünn und die Kritiker hat es nicht so vom Hocker gehauen, weil es wohl eher als eine der Devotionalien gilt, die man posthum veröffentlicht, wenn ein überaus berühmter Autor gestorben ist. Man fleddert, was sein Archiv hergibt. Ob der Autor selbst das Werkchen für veröffentlichungswert gehalten hätte, darf speziell in seinem Fall bezweifelt werden. Als Beigabe zu einer Kurzgeschichtensammlung vielleicht, aber als eigenes Büchlein? Als Hörbuch? Als Film? Es ist noch nicht einmal ein von ihm geschriebenes Werk sondern genau genommen die Verschriftlichung einer Rede, die er 2005 gehalten hat. Was man wissen sollte: Es handelt sich um eine sogenannte „Commencement Speech“ oder auch „Commencement Address“, die an Universitäten gehalten werden, um Studenten, die graduieren, zu motivieren. Vor diesem Hintergrund ist die Rede dann doch wieder zumindest beachtenswert. Denn David Foster Wallace vermittelt den Studenten eher, wie schlimm der Alltag werden wird. Bruder und Schwester Matthew Freidell und Allison Freidell haben nun sogar den (kurz-)Film zum Buch zur Rede gedreht. Man kann das witzig finden, weil aus einer Rede über etwas relativ Unbedeutendes ein kleiner feiner Film geworden ist oder das als hemmungslose Aufplusterung empfinden: Ein Medien-Reizüberflutungs-Schicksal. Kommentieren.
Crosstino. Es geht die Mähr, die ausnahmsweise aber auch wahr ist, dass Quentin Tarantino in jungen Jahren in einer Videothekt gearbeitet hat und so Gelegenheit hatte, sich alle Filme der Welt anzusehen. Er scheint ein filmisches Gedächtnis zu haben, deshalb konnte er alle seine Filme aus Versatzstücken seiner alten Lieblingsfilme „collagen“ zusammensetzen. Wie beim Crossover von Desoxyribonukleinsäure, die unser Erbgut abbildet, ist dabei in seiner filmischen Genese etwas Neues und sogar Erfolgreiches herausgekommen. Das Konstruktionsprinzip seiner Filme beinhaltet deshalb immer eine zusätzliche Metaebene, die sich Zuschauern erschliesst, die sich mit Film und Filmsprache auskennen. Tarantinos Kino ist ein Kino der Zitate, deren Neukombination aber zu etwas anderem geführt hat. In schwachen Momenten aber auch nicht so ganz. Kommentieren.
Vielschichtig und gesichterloh brennt die heiße Tool-Musik-Seele. Abgedrehter geht es eigentlich nicht mehr.
Zu Tool gibt es sogar eine Studienarbeit. Von Jens Frieling geschrieben kann sie als Google-E-Book erworben werden. Hier unten ein Vorgeschmack. Und hier und hier und hier. Musik und Video zur wegweisenden Band.
StromTroopers.„An Electric Storm“ der Gruppe White Noise von 1969 ist eines der bemerkenswertesten Pop-Alben aller Zeiten. Durchtränkt mit Elektronik aber auch die eingängig-spröde Pop-Hymne „Firebird“ enthaltend, bohrt sie sich in die Gehörgänge und verlässt sie nie wieder. Das Album gilt mit Fug und Recht als eine der wichtigsten Inspirationen der elektronischen Musik à la „Kraftwerk“ oder „Can“ (auch wenn „Can“ bereits 1968 gegründet war und seinerseits einen enormen Einfluß auf die populäre Musik ausüben sollte). Seite 1 der damaligen Langspielplatte war eingängiger, die Stücke kürzer, Seite 2 war harter Tobak. Mit von der Partie war damals Delia Derbyshire, die neben Brian Hodgson für die außergewöhnliche elektronische Musik verantwortlich zeichnete. Kommentieren.
Glückshans.Hans Unstern ist ein verrückter Liedermacher, Songpoet und Pop-Artist, der sein wahres Ich vor der Öffentlichkeit verbirgt. Eine Art deutscher Thomas Pynchon; denn der amerikanische Autor versteckt sich bis heute. Hier im Musik-Video sind die herrlichen Zeichnungen von Roland Brückner zu sehen. Im Grunde ist es eine ganze lange Zeichnung, die aus einem Strich zu bestehen scheint. Hans Unstern ich hab dich so gern. Unstern-täglich-Brot gib’ uns heute. Kommentieren.