Der wehrhafte Buchstabe „X“ mit seinen vier sperrigen Ausläufern kommt so ganz anders als das gebogene und weiche „U“ daher. Weiterlesen
Posted on 24 April 2013 by Ralf Wasselowski
Der wehrhafte Buchstabe „X“ mit seinen vier sperrigen Ausläufern kommt so ganz anders als das gebogene und weiche „U“ daher. Weiterlesen
Posted on 19 März 2013 by Rolf

Die unendliche Smartphone-Welt macht uns in unseren beschränkten Möglichkeiten einsam und autistisch.
Der Rittmeister hatte immer gesagt, eine gerade Körperhalte passe zu einem aufrechten, charakterstarken Menschen. Weiterlesen
Posted on 30 November 2012 by Ralf Wasselowski
Leistungsschmutzrecht. Der Bundestag zum Thema “Leistungsschutzrecht”. Das Leistungsschutzrecht soll deutschen Verlegern ermöglichen, von Suchmaschinen oder ähnlichen Dienstleistern wie News-Aggregatoren Geld zu verlangen, wenn die auf ihre Internetangebote verweisen. Was steckt dahinter? Der Staatsminister der Bundeskanzlerin ist Eckart von Klaeden, der Bruder ist von Dietrich von Klaeden vom Axel-Springer-Verlag. Alles klar? Profitieren würden Großverlage, nicht profitieren würden Kleinverlage. Nebenbei ist der bisherige Gesetzentwurf offenbar so unklar formuliert, dass er ein Eldorado für findige Abmahnanwälte werden könnte. Letztlich geht es um die Freiheit im Internet. Wem wäre damit genutzt, wenn sich nicht mehr alle Seiten über Suchmaschinen finden lassen? Der Witz der Sache ist auch, dass die Verleger die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen ihrer Beiträge sowieso schon längst blocken können. Dafür brauchen sie kein Gesetz. Will die Bundesregierung den Springer-Verlag vor der Wahl gewogen stimmen und ihm trotz Rekordergebnissen eine neue Einnahmequelle bescheren? Kommentieren.
Posted on 26 November 2012 by Ralf Wasselowski
Es war einmal ein Bauer, der in der Kargheit der niederösterreichischen Bergwelt sein Leben fristete. Weiterlesen
Posted on 08 April 2011 by Christopher Dröge
Wenn man in Hollywoods Genre-Kino neben Sequels und Prequels, Remakes und Reboots noch etwas finanziert bekommt, dann sind es Verfilmungen von Werken aus der Feder des Science Fiction-Autoren Philip K. Dick. Weiterlesen
Posted on 26 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Posted on 10 Januar 2011 by Nelly Kratt
Reiche Menschen haben Glück.
Reiche Menschen sind Gewinner.
Reiche Menschen haben mehr Sex. Weiterlesen
Posted on 04 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Buchvisionen. Ein Aufbruch ins neue Zeitalter? Die Informationen werden transportabler. Aber auch flüchtiger. Kommentieren.
Posted on 16 Dezember 2010 by Rolf
Gestern hab ich viel geschafft
Bin dann aber eingeschlafen
Fühl’ mich etwas abgeschlafft
Gerudert in des Traumes Hafen Weiterlesen
Posted on 04 Dezember 2010 by Ralf Wasselowski
Arnojoyce. Die deutsche Antwort auf James Joyce? Und ein Roman wie ein Gebirgs-Massiv? Da ist zunächst der Name: „Zettel’s Traum“. Arno Schmidt, der Autor, hat exessiv mit Zettelkästen als Vorbereitung auf die Verschriftlichung seiner Romane gearbeitet. Zettelkästen sind Kartons, in denen sich geordnet nach Stichworten tausende von kleinen Notizzetteln befinden, auf denen der Autor Ideen, Skizzen, den Fortgang der Handlung, Dialoge – was auch immer – notiert hat. Er bringt die vielen kleinen Zettel in eine sinnvolle Reihenfolge und so entsteht anhand dieser unüberschaubaren Vielzahl kleiner Informationsträger ein langes Romanwerk. Oft stehen auf den Zetteln auch Zitate. Man kann sich „Zettels Traum“ als Roman vorstellen, der auf dem Collage-Prinzip beruht. Überhaupt wirken alle späteren Romane Schmidt’s wie assoziativ collagierte Werke, die zudem über Wort-Laut-Ähnlichkeiten Bedeutungsebenen ineinander verschränken. Der Zettelkasten ist wie das Rohmaterial, eine Vorstufe des fertigen Romans. Das Buch „Zettel’s Traum“ zu nennen ist eine vielschichtig-poetische Umschreibung, die den Arbeitsprozess, die Mehrdeutigkeit der Inhaltsebenen sowie ihre Struktur mit einschließt. Selten in der deutschen Literatur ist einem Autor ein passenderer Titel für sein Werk als dieser eingefallen. Dann das Buch selbst: In der Original-Ausgabe ein vergleichsweise riesiger, mehrere Kilo schwerer, Band. Ein Buch, das niemand nebenbei lesen kann, eines, das ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt, und eines, dessen dominantes Erscheinungsbild im Vordergrund steht. Etwas, was in der Hoch-Literatur Seltenheitswert hat, geht es hier doch normalerweise um Understatement und Zurückhaltung. Da wirkt „Zettel’s Traum“ als ein Stück Literatur-Schinken ja geradezu ordinär. Anspruchsvoll ist das Buch auch innen drin: Es war bisher nicht gesetzt worden, weil Arno Schmidt die Sprache so verbogen und angereichert hatte, dass das kein Setzer so einfach in normale Schrift mit normalen Satzzeichen in normale Schriftblöcke umwandeln konnte. Also wurde vor 40 Jahren, als das Werk zum ersten Mal verlegt worden war, aus der Not eine Tugend gemacht: Der Verlag nahm damalig einfach die Schreibmaschinenseiten, also die von Arno Schmidt getippten Originalseiten, ließ sie fototechnisch reproduzieren und veröffentlichte dieses holterdipolter als Buch – mit allen noch enthaltenen Korrekturen – nannte das Ganze „Typoscript“ und „avantgardistische Literatur“, und es wurde trotz dieser zusätzlichen Sperrigkeit akzeptiert und gekauft. Oft wird „Zettel’s Traum“ mit einem anderen Buch-Ungetüm verglichen, mit James Joyce’ „Ulysses“. Jedoch ist das letzte und radikalste Werk von Joyce, „Finnegans Wehg“, formal in Größe und Schwere „Zettel’s Traum“ ähnlicher, während „Ulysses“ strukturell dem Schmidtschen Buch näher ist. Ein Gebirge kann man nicht beim Spaziergang erobern. Auch David Foster Wallace mit seinem Werk „Unendlicher Spaß“ war der Meinung, man müsse sich komplexe Inhalte erarbeiten, das Lesen dürfe nicht zu einfach sein. Joyce ließ Worte explodieren, sammelte hernach ihre Bestandteile, vermischte sie und fügte sie wieder – mehrsprachig – zu neuen Worten zusammen. Wallace nutzte Worte, die es zwar gab, die aber kein Mensch mehr kannte. Und Schmidt tat Ähnliches, nur beließ er es nicht dabei, durch Worte und Wortwahl zu irritieren, nein, er verschränkt drei Inhalts-Ebenen miteinander, repräsentiert durch eine durchgängige Dreispaltigkeit auf allen Buchseiten, und läßt diese Ebenen miteinander interagieren. Ob davon seine Zettel vorher geträumt haben? Kommentieren.