Wenn man in Hollywoods Genre-Kino neben Sequels und Prequels, Remakes und Reboots noch etwas finanziert bekommt, dann sind es Verfilmungen von Werken aus der Feder des Science Fiction-Autoren Philip K. Dick. Weiterlesen
Posted on 08 April 2011 by Christopher Dröge
Wenn man in Hollywoods Genre-Kino neben Sequels und Prequels, Remakes und Reboots noch etwas finanziert bekommt, dann sind es Verfilmungen von Werken aus der Feder des Science Fiction-Autoren Philip K. Dick. Weiterlesen
Posted on 26 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Posted on 10 Januar 2011 by Nelly Kratt
Reiche Menschen haben Glück.
Reiche Menschen sind Gewinner.
Reiche Menschen haben mehr Sex. Weiterlesen
Posted on 04 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt
Buchvisionen. Ein Aufbruch ins neue Zeitalter? Die Informationen werden transportabler. Aber auch flüchtiger. Kommentieren.
Posted on 16 Dezember 2010 by Rolf
Gestern hab ich viel geschafft
Bin dann aber eingeschlafen
Fühl’ mich etwas abgeschlafft
Gerudert in des Traumes Hafen Weiterlesen
Posted on 04 Dezember 2010 by Ralf Wasselowski
Arnojoyce. Die deutsche Antwort auf James Joyce? Und ein Roman wie ein Gebirgs-Massiv? Da ist zunächst der Name: „Zettel’s Traum“. Arno Schmidt, der Autor, hat exessiv mit Zettelkästen als Vorbereitung auf die Verschriftlichung seiner Romane gearbeitet. Zettelkästen sind Kartons, in denen sich geordnet nach Stichworten tausende von kleinen Notizzetteln befinden, auf denen der Autor Ideen, Skizzen, den Fortgang der Handlung, Dialoge – was auch immer – notiert hat. Er bringt die vielen kleinen Zettel in eine sinnvolle Reihenfolge und so entsteht anhand dieser unüberschaubaren Vielzahl kleiner Informationsträger ein langes Romanwerk. Oft stehen auf den Zetteln auch Zitate. Man kann sich „Zettels Traum“ als Roman vorstellen, der auf dem Collage-Prinzip beruht. Überhaupt wirken alle späteren Romane Schmidt’s wie assoziativ collagierte Werke, die zudem über Wort-Laut-Ähnlichkeiten Bedeutungsebenen ineinander verschränken. Der Zettelkasten ist wie das Rohmaterial, eine Vorstufe des fertigen Romans. Das Buch „Zettel’s Traum“ zu nennen ist eine vielschichtig-poetische Umschreibung, die den Arbeitsprozess, die Mehrdeutigkeit der Inhaltsebenen sowie ihre Struktur mit einschließt. Selten in der deutschen Literatur ist einem Autor ein passenderer Titel für sein Werk als dieser eingefallen. Dann das Buch selbst: In der Original-Ausgabe ein vergleichsweise riesiger, mehrere Kilo schwerer, Band. Ein Buch, das niemand nebenbei lesen kann, eines, das ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt, und eines, dessen dominantes Erscheinungsbild im Vordergrund steht. Etwas, was in der Hoch-Literatur Seltenheitswert hat, geht es hier doch normalerweise um Understatement und Zurückhaltung. Da wirkt „Zettel’s Traum“ als ein Stück Literatur-Schinken ja geradezu ordinär. Anspruchsvoll ist das Buch auch innen drin: Es war bisher nicht gesetzt worden, weil Arno Schmidt die Sprache so verbogen und angereichert hatte, dass das kein Setzer so einfach in normale Schrift mit normalen Satzzeichen in normale Schriftblöcke umwandeln konnte. Also wurde vor 40 Jahren, als das Werk zum ersten Mal verlegt worden war, aus der Not eine Tugend gemacht: Der Verlag nahm damalig einfach die Schreibmaschinenseiten, also die von Arno Schmidt getippten Originalseiten, ließ sie fototechnisch reproduzieren und veröffentlichte dieses holterdipolter als Buch – mit allen noch enthaltenen Korrekturen – nannte das Ganze „Typoscript“ und „avantgardistische Literatur“, und es wurde trotz dieser zusätzlichen Sperrigkeit akzeptiert und gekauft. Oft wird „Zettel’s Traum“ mit einem anderen Buch-Ungetüm verglichen, mit James Joyce’ „Ulysses“. Jedoch ist das letzte und radikalste Werk von Joyce, „Finnegans Wehg“, formal in Größe und Schwere „Zettel’s Traum“ ähnlicher, während „Ulysses“ strukturell dem Schmidtschen Buch näher ist. Ein Gebirge kann man nicht beim Spaziergang erobern. Auch David Foster Wallace mit seinem Werk „Unendlicher Spaß“ war der Meinung, man müsse sich komplexe Inhalte erarbeiten, das Lesen dürfe nicht zu einfach sein. Joyce ließ Worte explodieren, sammelte hernach ihre Bestandteile, vermischte sie und fügte sie wieder – mehrsprachig – zu neuen Worten zusammen. Wallace nutzte Worte, die es zwar gab, die aber kein Mensch mehr kannte. Und Schmidt tat Ähnliches, nur beließ er es nicht dabei, durch Worte und Wortwahl zu irritieren, nein, er verschränkt drei Inhalts-Ebenen miteinander, repräsentiert durch eine durchgängige Dreispaltigkeit auf allen Buchseiten, und läßt diese Ebenen miteinander interagieren. Ob davon seine Zettel vorher geträumt haben? Kommentieren.
Posted on 30 November 2010 by Ralf Wasselowski
Alte Dichterfürsten bargen stets ein Geheimnis. Die Entschlüsslung von Werk und Leben hielt Generationen von Literaturwissenschaftlern in Brot und Lohn. Weiterlesen
Posted on 29 November 2010 by Ralf Wasselowski
In einer Welt der Bilder, die nichts anderes sind als Oberflächen, hinter denen sich nichts mehr verbirgt, in einer Welt also, in der der Inhalt immer weniger zählt Weiterlesen
Posted on 30 Oktober 2010 by Rolf Koschkat
Leistungs-Schau. Zu sehen ist hier eine zweite Version des von Lindsey Buckingham geschriebenen und gesungenen Hits „Go Your Own Way“ von 1977. Auf der großen Erfolgswelle begannen „Fleetwood Mac“ bereits 1975 zu reiten. Das Album „Fleetwood Mac“ wurde zur Nummer 1 in den amerikanischen Charts und alle drei Singles waren hoch platziert. Einer, „Over My Head“, wurde von Christine McVie geschrieben, die beiden anderen „Say You Love Me“ und „Landslide“ von Stevie Nicks. Für die damalige Zeit waren zwei Frauen als die kreativen Köpfe einer Band ein absolutes Novum. Als dritter Songschreiber hatte Lindsey Buckingham ebenfalls paritätisch Lieder zum Album beigesteuert. Während in der Folgezeit Femme Fatale Stevie Nicks immer mehr zur Frontfrau in der öffentlichen Wahrnehmung avancierte (mit Mick Fleetwood zusammen zierte sie elfengleich manches Plattencover oder Promofoto), rückte Christine McVie auch bezüglich der Bühnenpräsenz in den Hintergrund und Buckingham avancierte nach und nach zum musikalischen Mastermind, der schrieb, arrangierte, produzierte und zusammen mit seinem unverwechselbaren Gesang und Gitarrenspiel den Sound der Band bestimmte. Dennoch: Kaum eine Band in der Rockgeschichte leistete sich drei eigene Komponisten und drei Stimmen parallel. Die Vielfalt und interne Konkurrenz um den besten Song trugen aber Früchte und schlugen sich in der musikalischen Qualität nieder. Indes waren Fleetwood Mac mit dem gleichnamigen Album im Mainstream angekommen und leisteten sich nicht mehr musikalischen Experimente wie mit Bob Welch. Das Album „Fleetwood Mac“ wurde ein Millionen-Seller und bildete doch nur den Auftakt innerhalb einer Reihe dreier bemerkenswerter Alben. Weitere Videos von Fleetwood Mac auf Endoplast: /1/2/4/5/6/Kommentieren.
Posted on 25 Oktober 2010 by Ralf Wasselowski
Tele-Visionen. Der Comic-Schöpfer Frank Miller – Autor und Zeichner in Personalunion – hat begonnen, seine gezeichnete Welt in die Welt des Films zu übertragen. Er hatte zwischenzeitlich verlautbaren lassen, den Comics den Rücken kehren zu wollen. Doch der kommerzielle Erfolg in der Film-Branche läßt auf sich warten. Lediglich als Schöpfer der Original-Vorlage zum Zack Snyder-Film „300“ ist er über jeden monetären Zweifel erhaben. „Sin City“ war ein stilistischer Meilenstein aber in den USA erst ab 18 zu sehen, weshalb es dort aus kommerzieller Sicht ein Erfolg war – in Europa lief er besser als in den USA. Bei 40 Millionen Dollar Budget für die Filmproduktion hat der Film 150 Millionen Dollar eingespielt. „The Spirit“ nach der klassischen Comic-Figur von Will Eisner, bei dem Miller allein Regie geführt hatte, hat gefloppt. Jetzt wartet alle Welt auf die diversen anderen Miller-Projekte: Auf „Sin City 2“, auf „Hard Boiled“, auf die Verfilmung seines ambitioniertesten Comics „Ronin“ durch einen anderen Regisseur. Außerdem soll 2011 endlich die Comic-Miniserie „Xerxes“ erscheinen, ein thematischer Nachfolger zu „300“ – um dann, sofern sie für gut befunden wird, von Zack Snyder verfilmt zu werden. Zwischendurch ist Miller von Gucci beauftragt worden, einen futuristischen Spot zu filmen. Und seit langem ist ein umfangreiches Comic-Werk in der Pipeline, das erst ein „Batman-gegen-Al-Quaida“-Abenteuer „Holy Terror“ werden sollte und jetzt aber ohne Batman daherkommt, weil es wohl bei DC nicht den Zuspruch gefunden hat, den Miller gerne gehabt hätte. Ein einst einflußreicher Comic-Schaffender, der sein Renomee durch zunehmend halbherzige Comicarbeiten wie „Allstar-Batman“ oder die letzten „Sin City“-Comic-Episoden verspielt, um dann in der Film-Branche ebenso zu losen? Aus ästhetischer Sicht hat Miller mitgewirkt, einen neue Bildsprache im Film zu kreieren. Nur wird sich Hollywood fragen, ob er auch gut dafür ist, um Kasse zu machen. Schon ist Frank Miller zurückgerudert und hat gesagt, es dürfe bei Filmen nicht nur um den Kommerz gehen. Das ist ihm allerdings spät eingefallen; denn er war vor vielen Jahren angetreten, um die Comics durch gut erzählte Geschichten zu beleben, die zeichnerisch Neues brachten aber zugleich Kasse machten. Ok, Frank, wo geht die Reise hin? Kommentieren.