Wir berichteten vor geraumer Zeit vom Angriff der Scheinakazien, der auch dieses Jahr zur Zeit wieder voll im Gange ist. Weiterlesen
Posted on 19 Juni 2011 by Kony Island
Wir berichteten vor geraumer Zeit vom Angriff der Scheinakazien, der auch dieses Jahr zur Zeit wieder voll im Gange ist. Weiterlesen
Posted on 13 Juli 2010 by Kony Island
In den vergangenen Jahren wurden in meiner Nachbarschaft nach und nach drei wunderschöne große Robinien Weiterlesen
Posted on 23 Dezember 2009 by Ralf Wasselowski
Wer schläft da unter der Schneedecke?
Was für eine Fußspur ist das?
Eiszapfen: Im Winter so selbstverständlich wie die Sonnenbrille im Sommer.
Geneigte Sträucher-Häupter.
Maulwurfshügel wachsen wie Pilze aus dem Schnee.
Die Formensprache der Kälte.
Versteckspiel zwischen kalt und kälter.
Neue Würde für das in die Jahre gekommene.
Rolling Stones mit Trampelpfaden.
Fraktale zeichnen Gesichter auf das kalte weiße Blatt.
Volle Kanne Winterzeit.
Ein Pflanzenperiskop.
Vielgestaltig ist die Winterwelt.
Ein angebissener Apfel, begehrt in Winter-World.
Schnee als Logistik-Behinderer.
Winter-Landschaft black & white.
Verräterische Spuren.
Alles neu macht der Winter.
Posted on 19 September 2009 by Thomas
Einer meiner Träume ist es bekanntlich, eine Libelle so abzurichten, daß sie mir eine Filterzigarette apportiert. Weiterlesen
Posted on 11 September 2009 by Thomas
Mit einem Fuß aufs Lande schlaufen
schlitternd, schlierend über Eis
in dem Movement
in die Traufen
laufen
gottverdammt, was soll der Scheiß Weiterlesen
Posted on 21 August 2009 by Surati

Alles ist eins. Das hat jeder schon mal gehört und doch, was bedeutet das eigentlich? Neue Entwicklungen im Klimawandel bringen es auf Weiterlesen
Posted on 12 August 2009 by Surati
Neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisssen zufolge soll es tatsächlich möglich sein, sich ohne Teddy in diesem Universum zu bewegen. Den aus Amerika stammenden Erkenntnissen wird in diesen Breiten allerdings noch viel Skepsis entgegengebracht.
Alle Erfahrung besagt, ohne Teddy geht gar nichts. Wer kennt schon jemanden, der sich ohne Teddy frei flotend im Weltall bewegt, aber nun heißt es plötzlich: der Teddy sei gar nicht nötig. Er wär ohnehin nie wirklich hilfreich gewesen und deshalb sei letztlich vorher alles so wie nachher.
Diese kühle distanzierte Logik der Wissenschaft klingt überzeugend, aber hat sie auch wirklich den Kern des Themas verstanden oder liegt es nicht im Wesen überhaupt der Wissenschaft, solche Probleme überhaupt nicht adäquat nachbilden oder gar verstehen zu können? Erste eigene Recherchen ergaben, verschiedentlich Gefühle der Hoffnung ala “vielleicht geht das ja wirklich” sowie blankes Entsetzen “auf gar keinen Fall lass ich meinen Teddy fallen, da steckt doch bestimmt die CIA dahinter.”
Vertretern verschiedener Verbände, die die Interessen der Teddys zu ihrem Anliegen gemacht haben, waren angesichts der Ungeheuerlichkeit dieser neuen Thesen zunächst beinahe sprachlos. Widersprachen dann jedoch aufs schärfste: ein Leben ohne Teddy ist in diesem Teil des Universums auf absehbare Zeit absolut unmöglich. Die Studie, die zur Zeit noch streng vertraulich ist, soll in nächster Zeit im Detail der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Alle Fotos und Bilder, die hier exklusiv veröffentlicht werden, können als Poster, auf T-Shirts, oder als Ausdrucke (auch in Großformaten) über uns bezogen werden. Wer Interesse hat, schreibt uns einen Kommentar, später veröffentlichen wir dazu eine E-Mail-Bestelladresse.
Posted on 12 August 2009 by Ralf Wasselowski

Ist alles relativ? Ob man Milliardärin oder Millionärin ist? Ob man arm oder reich ist? Ob man arm ist oder erst Angst davor hat? Madeleine Schickedanz denkt darüber nach.
Aufgrund der großen Resonanz bezüglich meines Streifzugs durch den eigenen Garten und das Sinnieren über das Prinzip der Selbstversorgung, hier eine verschärfte Version. Ich fühle mich etwas einsam, genau besehen ist mir auch etwas kalt, weil ich dünn geworden bin in der letzten Zeit. Kein Geld. Zu wenig zu essen. Es geht ums Überleben.
Also besorge ich mir die Zeitung, die genau wie Endoplast mit großen Bildern punktet. Sie kann mich ein wenig bei meinem Spaziergang wärmen. Darin hat Madeleine Schickedanz, die vor den wirtschaftlichen Problemen bei Karstadt/Quelle und Arcandor als Milliardärin zu den reichsten Menschen gehörte, über ihre finanzielle Situation gesagt: “Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten.”
Na also: “…haben wir im Garten”. Das meine ich doch. Also los: Was kann man mit den Sachen im Garten denn nun anstellen?
In den sauren Apfel hat Frau Schickedanz ja schon beißen müssen, als sie den Konzern finanziell unterstützt hatte. Also lieber eine Birne, die ich aber nicht mit Äpfeln vergleiche.
Der Pfirsichbaum hat so gut getragen dieses Jahr, dass schon zwei Äste unter dem Gewicht abgebrochen sind. Das ist so wie bei den Konzernen: Werden die zu groß und unübersichtlich, kann es crashen.
Dennoch: Sind noch jede Menge Pfirsiche da. Wenn man gar nichts zu essen hat, kann man die eine Zeit in den Keller legen und davon essen. Ein paar Obstbäume bringen einen über den Herbst und Winter. Auf die Konservierung und Darreichungsform kommt es an: Einmachen, einfrieren, trocknen (z.B. Apfelringe), zu Mus, Gelee, Marmelade oder Saft verarbeiten.
Hier gehts ins Gemüse: Eine Schlangengurke. Von der kann sich Madeleine Schickedanz einen schönen Salat machen. Sieht nicht gut aus auf dem Foto, ist aber gesund und frisch.
Während die Schlangengurke etwas empfindlich und nicht lange haltbar ist, zerschneidet man die Einleggurke, die Madeleine Schickedanz hier in meinem Garten betrachten könnte, in Scheiben oder Stücke, verfeinert mit geheimen Gewürzcocktails, und legt sie – wie der Name es nahelegt – ein.
Jetzt ist es aber ganz schön kalt geworden. Wer wenig zu essen hat, friert schneller. Komm, Madeleine Schickedanz, wir machen uns jetzt mal einen schönen Tee. Im Garten gibts Anis, hochwachsende Pflanzen. Daraus könnte man mit etwas mehr Zeit auch Bonbons machen, die man kauen kann, während man bei der Tafel ansteht.
Es geht aber noch gesünder: Das ist Salbei. Auf seine Art auch ein sehr intensiver Geschmack als Tee oder Bonbon. Das kann man dann wieder lutschen, wenn man auf dem Flur des Arbeitsamtes sitzt, den Kopf auf beide Hände gestützt, die Ellenbogen drücken seit Stunden in die Knie. Man wartet und fühlt sich selbst wie ein Lutscher. Wird hier Madeleine Schickedanz auch mal sitzen? Oder sieht man sie dort nur abgebildet in einer Boulevardzeitschrift?
Ach, ja, falls Sie mal ganz am Boden liegen sollten, Madeleine Schickedanz, dann essen Sie viele Blätter der Kapuzinerkresse. Am besten die kleineren, die sind zarter. Sie können sich aus der später im Jahr stark wachsenden Pflanze und ihren Blüten auch einen Salat machen. Die Blüten sind in Gelb, Orange und Rot auch was fürs Auge. Das braucht man ja auch, Frau Madeleine Schickedanz, falls man abgerissen aussehen sollte. Die Kapuzinerkresse wirkt leicht antibiotisch und ihre Blätter sind wegen des Lotusblüteneffektes speziell bei Regen sehr schön anzusehen.
Aber nicht liegen bleiben, das kann gefährlich werden bei zu viel Niederschlag. Als nächstes würde ich Madeleine Schickedanz gerne mit zu den Brombeeren nehmen. Ich habe einige Büsche ohne Stacheln. Da verliert man weniger Blut. Robuste, äußerst schnell wachsende Büsche. Die stachlige Variante ist aber weit verbreitet. Brombeerblätter sind, nebenbei gesagt, das ausschließliche Lieblingsgericht bestimmter Arten der Stab- und Blattheuschrecken. Wir belassen es bei den Beeren, solange die Beine noch tragen.
Medeleine Schickedanz würde staunen: Der Kürbis ist eine Riesenbeere. Hier ist er noch klein. Mal ist es zu nass, dann zu trocken. Das ist ihm nicht gut bekommen. Ein Starkzehrer, der guten Boden braucht.
Kommen Sie mal hier rüber, Madeleine Schickedanz. Das sind Zucchini. Die Pflanzen tragen Monate lang bis in den Herbst hinein. Es kommen immer wieder Blüten, die wohl begehrt sind als kulinarische Köstlichkeit beim Backen. Aber auch empfindlich. Für ganz arme Menschen wie gemacht. Für ein paar Euro Sämereien ergeben eine ausgiebige Ernte, mit der man im Falle eines Falles weit kommen kann.
Noch nicht reife Oliven an einem kleinen Stamm. Oliven sind nicht winterhart. Also im Winter ab in den Pappkarton, in dem man unter Umständen selber schlafen muß, weil man kein Dach mehr über dem Kopf hat – und gegenseitig wärmen.
So, Frau Schickedanz, den Abschluß bildet eine etwas empfindsame und nicht sehr ergiebige Pflanze, die Pepperoni. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige Anregungen zum Überleben geben. Mit einem mittleren Grundstück – ich habe gehört, so klein soll Ihres ja nicht sein –, ein paar Bekannten, die Ableger und Saatgut spendieren, und dem Herz auf dem rechten Fleck, kommt man über den Winter.