Das war ein Gesicht, das ich auf einen 10x10cm-Zettel gekritzt habe, beim Weiterlesen
Posted on 02 Mai 2013 by Ralf Wasselowski
Posted on 17 Januar 2013 by Ralf Wasselowski
MaRiartyBuse. Fritz Lang war einer jener Regisseure, die den 1. und den 2. Weltkrieg miterlebt hatten – den 1. auch selbst als Soldat – und der die Brücke zwischen Stumm- und Tonfilm geschlagen hatte. Mit zwei Filmen, „Metropolis“ und „M“ ging er in die Geschichte des Films ein. Er wird aber polulärkulturell vor allem mit der Figur des Dr. Mabuse in Zusammenhang gebracht, weil er mit dem einen der ersten Superschurken für den Film schuf und zudem mit Anspielungen auf den Nationalsozialismus und Adolf Hitler dieser Figur eine zeitgeschichtliche Dimension verliehen hatte. Die Figur war eine Schöpfung des Luxemburger Schriftstellers Norbert Jacques (1880-1954). Bereits 1922 waren „Dr. Mabuse, der Spieler, Teil 1: Der große Spieler – Ein Bild unserer Zeit“ und „Dr. Mabuse, der Spieler, Teil 2: Inferno – Ein Spiel von Menschen unserer Zeit“ in die Kinos gekommen. 1933 folgten „Das Testament des Dr. Mabuse“. Schließlich war „Die 1.000 Augen des Dr. Mabuse“ von 1960 Langs letzter Film (hier oben zu sehen). Es folgten seriell produzierzt und ohne Mitwirkung Langs „Im Stahlnetz des Dr. Mabuse“ (1961), „Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse“ (1962), „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1962), „Scotland Yard jagt Dr. Mabuse“ (1963) und „Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse“ (1964), die den Trivial-Mustern der Edgar Wallace-Verfilmungen folgten. Außerdem gab es außerhalb dieser Reihe noch „Dr. M schlägt zu“ (1971) und die Claude-Chabrol-Verfilmung „Docteur M“ (1989). Dr. Mabuse wurde dadurch auch später noch eine Art Gattungsbegriff eines genialen Superschurken und tauchte als Name und metaphorische Begrifflichkeit für das Böse schlechthin immer mal wieder in Film und Musik auf. Dr. Mabuse ist in einer Linie mit James Moriarty, dem genialen Gegenspieler von Sherlock Holmes oder Hanibal Lector zu sehen. Kommentieren.
Posted on 04 Dezember 2011 by Ralf Wasselowski
ArtAtWork. Einer der größten Illustratoren Amerikas und darüber hinaus. Hier ein weiteres Video über die Skizzenbücher, die Visual Journals, von Barron Storey, dem Illustrations-Professor, der auch einen großen Einfluß auf die moderne Comickultur ausübt. Kommentieren.
Posted on 31 August 2011 by Ralf Wasselowski
Teeologie. Die rechts-konservative Tea-Party als Teil der Republikaner im US-amerikanischen Senat lehnt vieles als politische Propaganda ab. Zum Beispiel auch die globale Erwärmung. Deshalb hält sie es auch nicht für sinnvoll, den Kohlendioxyd-Ausstoß zu verringern. Ihre Kandidatin Michele Bachman äußert sich dazu in einer Rede. Kommentieren.
Posted on 31 August 2011 by Ralf Wasselowski
G(r)ottenschlecht. Moderator Martin Bashir über Michele Bachmann’s Hurrikan-„Witz“. Wirbelsturm Irene hatte 35 Menschen ihr Leben gekostet. Vor diesem Hintergrund schlägt die verunglückte Rede hohe Wellen nicht nur in Amerika. Im Video kann man die umstrittene Rede sehen und die nachfolgende Relativierung durch Michele Bachman. Kommentieren.
Posted on 31 August 2011 by Ralf Wasselowski
Gottik. Michele Bachman, amerikanische Republikanerin und Tea-Party-Mitglied, hat in Naturkatastrophen Gottes Wort erkannt. Hier eine Kurz-Entgegnung. Kommentieren.
Posted on 03 Juli 2011 by Rolf
Künstler-Pech. Die Zielgruppe von Meese und seiner Galerien ist gar nicht „die Masse“ sondern es sind betuchte Kunden, die sich Kunst leisten können und in Ausstellungen und Performances auch erwarten, überrascht, unterhalten und verblüfft zu werden. Da kommt Performer Jonathan Meese gerade recht. Wo Künstler wie der Chinese Ai Weiwei tatsächlich gegen Mißstände protestieren und dafür drangsaliert und ins Gefängnis geworfen werden, betreibt Meese Schattenboxen – in der satten Mediengesellschaft und von der Wirkung her nicht viel mehr als ein bunter Harlekin. Kommentieren.
Posted on 03 Juli 2011 by Rolf
Beuys-Faktor. Jonathan Meeses Werk profitiert von seiner medial verbrämten Selbst-Stilisierung. So wie Josef Beuys theatralisch-pathetisch und medial wirksam in einem recht eitlen Akt der Selbststilisierung in einem Ruderboot über den Rhein übersetzen ließ, um aus seiner Entlassung aus der Düsseldorfer Kunstakademie ein Kunststück zu machen, so tritt Meese mit Vorliebe in Performances an die Öffentlichkeit, um zu beeindrucken und die langweilige Wiederholung in seinem Werk mit einer Dachmarkenstrategie zu überdecken. Nach dem Motto: „Ist der Künstler originell, muß es sein Werk auch sein.“ Ist es aber nicht durchgängig. Kommentieren.
Posted on 03 Juli 2011 by Rolf
Massen-Produktion. Das Feuilleton verbreitet sich darüber, dass Meese wie ein Kind sei. Tatsächlich agiert er wie ein solches, ergeht sich in einer infantilen Selbstdarstellung und sondert in seinen Performances nicht enden wollende Plattitüden ab. Seine vermeintlich naive Weltsicht als „Enfant terrible“, als schreckliches Kind, ist nicht das Problem, es sind eher die ökonomischen Begleiterscheinungen: Seine Bilder, die er oft in Sekunden oder Minuten runterschruppt, die allesamt Geburten des Augenblicks sind, werden zwischen 5.000-60.000 Euro verkauft. Meese hat Verträge mit Galerien, für die er massenweise produziert. Er muß ständig Nachschub liefern, weil die Nachfrage groß ist – und er kommt dem nach. Kommentieren.
Posted on 03 Juli 2011 by Rolf
Kunst-Messias. Jonathan Meese proklamiert eine Auferweckung der Kunst aus einem selbstgewählten Dornröschen-Schlaf, dabei produziert er fließbandmäßig Austauschbares, hat sich ein paar simple Reizthemen gegriffen, wie „Militarismus“ oder „Hitler“, die er permanent – sich selbst wiederholend – bearbeitet. Er agiert marketingmäßig, indem er sich selbst stilisiert und dabei von Beuys oder Gilbert & George gelernt hat, anstatt neue künstlerische Inhalte zu schaffen. Dabei changiert er zwischen Hofnarr, Entertainer, Medienguru und – man glaubt es kaum noch – Künstler. Dass Meese sehr schnell von den Medien, die seine Botschaften weitertragen, vereinnahmt und zum simplen Unterhaltungsfaktor wurde, der weniger ernst genommen wird, als er es sich wünscht, nimmt er in Kauf – ähnlich wie Josef Beuys, der neben allem anderen ein Künstler für die Medien war. Kommentieren.