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F1: Von heißen Kartoffeln und vollen Fässern

Briatore definitiv ohne Lotus-Effekt weil aus allen Rennserien verbannt: Wird man trotzdem eine Kartoffelsorte nach ihm nennen? Oder ein heißes Kartoffelgericht?

Renault läßt Flavio Briatore unsaft aufschlagen – die FIA auch! Was wird aus QPR?

Die Urteile sind gesprochen: Briatore auf unbestimmte Zeit für alle Rennserien gesperrt, Symonds 5 Jahre gesperrt,  Renault kommt mit einer Bewährungsstrafe davon, Piquet und Alonso bleiben straffrei.

Für Flavio Briatore hat das Urteil noch eine weitere Konsequenz: Seine Beteiligung und Präsidentschaft beim englischen Fußballverein Queens Park Rangers steht auf der Kippe. Man hat weitere Informationen bei der FIA angefordert, um zu prüfen ob die Sperre Briatores gegen die Satzung der Liga verstößt…

Renault und die Formel 1 werden wohl durch den genialen Schachzug – Briatore kann nicht vor den FIA-Weltrat zitiert werden, weil er nicht mehr zum Team gehört und Pat Symonds wurde erst gar nicht geladen – mit einem blauen Auge davon kommen. Doch auch die FIA selbst muß sich unangenehme Fragen gefallen lassen, da sie laut Piquet senior schon vor einem Jahr von allem wusste…

Briatore, der immer noch dreist genug ist, sich als „Märtyrer für das Team“  hinzustellen (was ihm die italienische Presse selbstverständlich abkauft…), hat endlich das Fass zum Überlaufen gebracht und sich selbst gleich mit hinausgeschwemmt. Schnell rücken die, die sich bis vor kurzem noch neben ihm sonnten einen Meter zur Seite, um nicht den Boden unter den Füßen weggespült zu bekommen.

Motorsport: Vom Eisberg zur Lawine?

Bergfest zwischen 13.  und 14.  Lauf der F1 und einen Tag vor der FIA-Entscheidung zum „Crashgate“. Die Frage zur Güte: Kann sich noch jemand tatsächlich an mehr als den Rennausgang vom letzten Sonntag erinnern? Wohl kaum, denn der Sport war  Nebensache, wie schon Frank Williams es so schön formulierte. Gesprächsstoff lieferte vielmehr der absehbare Rausschmiss von Flavio Briatore und in dessen Kielwasser der von Pat Symonds. Beides versteht sich erst als Spitze des F1-Eisbergs, der auf die Reise geht. Aber ähnlich wie beim Radsport wird es auch hier wohl so schnell nicht zu einer Besserung kommen.

Formel 1: Vom Klüngel- zum Geldbeutel.

Was geschehen war – siehe Vendetta à la Renault. Mit dem Eingeständnis der Tat führt F.B. eine neue Qualität in den F1-Klüngel ein, eine Qualität, die das verharmlosende Wort „Klüngel“ nicht mehr rechtfertigt. Die Formel 1 wird nicht untergehen, aber der enorme Imageverlust wird wohl den Verdienern des Spektakels an die empfindlichste Stelle gehen: Die Geldbörse. Wie es weitergeht, das ist doch ganz klar: Der Klüngelbeutel wird weiter rumgereicht.

Briatore: Vom Macher zum Pensionär?

Flavio, der seine Website mal auf den neuesten Stand bringen sollte, wird sich in einem seiner Domizile irgendwo auf der Welt in die Hängematte legen und sich von seiner Angetrauten die Füße küssen lassen.

Vielleicht kommt er aber auch schneller wieder, als viele befürchten: Lotus sucht nach seiner Nominierung für die nächste Saison noch jede Menge qualifizierte Mitarbeiter (auch ein Web-Administrator wäre von Nutzen) per Stellenanzeige. Wie wär’s Flavio? Passen würde es vorzüglich, hatte doch schon Graham Hill seinerzeit gesagt: „Wenn mich mein Hinterrad überholt, weiß ich, dass ich in einem Lotus sitze.“ Und beim Thema „Rad“ kann doch Flavio gut mitreden!

Letzte Info: Die FIA sperrt Briatore wohl lebenslang („auf unbegrenzte Zeit“) für alle Rennserien und verbietet ihm auch Fahrer zu managen – also doch Hängematte…

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