Posts in category: Musik
Tool for love: Das „Vicarious“-Video

ToolStory. Tool, die Band, die sich mit einem Album mal locker 5-6 Jahre Zeit läßt – das letzte, „10.000 Days“, ist 2006 erschienen –, hat einen ganz eigenen Sound kreiert. Den könnte man beim ersten Hören am ehesten bei „Metal-Music“ einordnen, die im Gewand des Progressive-Rock daher kommt. Aber auch das CD-Album-Design von „10.000 Days“ […]

Pink: Try harder

GehTryde. Pinks aufmunternde, nach vorne gerichtete Energie drückt sich auch hier im Song „Try“ aus. Martialisch-gewalttätig das Video, positiv der Text: Verbrenn‘ dich lieber und riskier was. Das erinnert an Neil Young’s „Better to burn out than to fade away“. Gut gesprochen, gut getanzt, ein ExtraTry.

Stay Blue Nile

StarrSin. Wenn eine Band über die Maßen Talent mitbringt und nicht die Massen erreicht, ist das Kritikerherz im Zwiespalt erstarrt: einerseits ist es traurig, dass nur wenige Eingeweihte diese Musik kennen, andererseits ein Glück, dass die Band nicht über dem Feuer der Kommerzialität geröstet wurde. Von „The Blue Nile“ (zu deutsch: „Der Blaue Nil“) war […]

Paul Buchanan’s Titanic

SlowBlue. Hier sieht Paul Buchanan, Komponist und Sänger der relativ unbekannten Band „The Blue Nile“, beim Singen seines Liedes „Buy A Motor Car“ sehr traurig aus. Jedesmal wenn ich ihn in einem Video habe singen sehen, hatte er meist die Augen geschlossen, so, als erlebte er das, was er gerade vortrug, sehr intensiv. Er scheint […]

Withouting

WithAua. Achtung! Liebes-Prinz-Klassiker! Von 1971! Harry Nilsson war ein großartiger Sänger! Alt ist er nicht geworden! Er lebte von 1941-1994! 53 Jahre! Das ist doch kein Alter! Kommentieren.

Ruby coolsday

DaddyCool. Der lässigste Vortrag der Welt – und das mit diesem V-Ausschnitt. Wer sich da nicht schämt, muss einfach ultracool sein. Und Kenny ist das. „Kenny“, das sind „Kenny Rogers & The First Edition“ mit dem Klassiker „Ruby, Don’t Take Your Love To Town“. Mein Gott, ich werfe alle Punk- und Death-Metal-Scheiben weg und höre […]

Popolski, cry me a river

Kreisler. Im Kabarett kann höchste musikalische Qualität gleich einem rohen Diamanten verborgen liegen. Konnte man schon über die Jahre Stefan Raabs Ukulele-Duette mit internationalen Sangesgrößen erstaunt zur Kenntnis nehmen, so auch hier: Mit der kabarettistischen „Der Popolski Show“ des Recklinghäusers Achim Hagemann aus dem Jahre 2008 hatte der WDR die Latte, was musikalisch-synkopierte Interpretationen anbelangt, […]

Rammstein’s Urinstein

NierenStein. Vermeintlich künstlerische Schausteller in der Medienindustrie waren noch nie gut darin, ihr Werk zu erklären. So wenig Mut, das eigene Werk zu verteidigen, geht mir echt an die Nieren. Aus den harten Rammsteinern, wie man sie auf der Bühne kennt, werden hinter den Kulissen 4-Minuten-Weicheier. Rammstein, die wie kaum eine andere Band angetreten sind, […]

Keith Berry & Chuck Richards

Schlachthaus. Dass die alten Rock’n’Roller wie die Rolling Stones oder vor allem Led Zeppelin sich bei den ganz alten Rock’n’Rollern hemmungslos bedient haben, ist in zwischen Allgemeinwissen. Immer wieder wurden und werden Stimmen laut, die angeprangert haben, dass die super erfolgreichen Bands sich an den Songs der Alten reichlich bedient haben. Immerhin wird denen nachträglich […]

Neonbabies‘ blaue Augen

AugenBlues. „Blaue Augen“ von den Neonbabies war 1981 so ziemlich der Anfang von zwei der interessantesten parallel verlaufenden Musikkarrieren im deutschen Pop-Business. Die Rede ist von Inga und Annette Humpe, den beiden Schwestern, die mal kooperierten und oft getrennte musikalische Wege gingen und wie kaum jemand anders in deutschen Musik-Business den ständigen kreativen Wechsel bevorzugten. […]

George Benson live

Benson5. George Benson, einer der besten Gitarristen des Jazz, mit des jüngst verstorbenen Dave Brubecks „Take Five“ live im Jazz-Mekka Montreux. Kommentieren.

Electro-Luchs

StromTroopers. „An Electric Storm“ der Gruppe White Noise von 1969 ist eines der bemerkenswertesten Pop-Alben aller Zeiten. Durchtränkt mit Elektronik aber auch die eingängig-spröde Pop-Hymne „Firebird“ enthaltend, bohrt sie sich in die Gehörgänge und verlässt sie nie wieder. Das Album gilt mit Fug und Recht als eine der wichtigsten Inspirationen der elektronischen Musik à la […]

Here We Go Magic

MagiCall. Ein Song der Band „Here We Go Magic“, der mir gefällt. Viele andere von ihnen haben mir nicht gefallen, obwohl die 2008 im New Yorker Stadtteil Brooklyn gegründete Band um den Sänger Luke Temple ein Liebling der Kritiker ist. Die Wende kam bei der vierten Scheibe. Nach dem Debut „Here We Go Magic“ in […]

Sterben leicht gemacht

Dumm-Dumm-Geschoss. Wie stirbt man besonders dum? Durch fernsehgucken? Nein, es gibt andere Möglichkeiten, zum Beispiel indem man in der U-Bahn vor einen fahrenden Zug fällt, weil man auf einer Bananenschale ausgerutscht ist, während man im Display seines Smartphones nachgeguckt hat, ob die Haare noch gut liegen. Oder so ähnlich. Jedenfalls haben die Verkehrsbetriebe in australischen […]

Dada-Ruttmann rules

Opuiat. Walter Ruttmann war ein bedeutender Vertreter des Experimentalfilms zwischen 1920 und 1940. Hier eines seiner Werke von 1921, dem Opus 2-4 bis 1925 nachfolgten. Ruttmann war auch Regisseur des ersten deutschen abendfüllenden Tonfilmes (Titel: „Deutscher Rundfunk“, ausgestrahlt am 31. August 1928) und hat mit „Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt“ von 1927 Filmgeschichte geschrieben. […]

Muddy Waters Stoned

MensHealth. Wie ein trotziges Aufbäumen gegen das Alter, gegen die Vergänglichkeit und gegen den Niedergang der Männlichkeit wirkt das, wenn Muddy Waters das Lied seines Lebens intoniert und Mick Jagger von den Rolling Stones einstimmt. Kommentieren.

Oren Lavie ganz elegant

Virodeo. Was wäre ein guter Song, ohne ein ebenso gutes Video? Das Auge hört sozusagen mit. Das Erfolgsgeheimnis vieler millionenfach geklickter und gehörter Lieder ist die Visualisierung. Im vorliegenden Fall hat der Künstler ein multimediales Gesamtkunstwerk draus gemacht und einen weiten Bogen von YouTube bis in eine Kunst-Galerie geschlagen. Der Schöpfer dieser Musik, Oren Lavie, […]

Gangnam Style erklärt

Bopmuzik. Der asiatische Pop mutet in der westlichen Welt traditionell etwas gewöhnungsbedürftig an, obwohl er inzwischen Teil der Weltmusik geworden ist, die man via Smartphone oder MP3-Player allerorten vernimmt. Auf den japanischen J-Pop folgte der koreanische K-Pop und feiert Weltrekorde. Der südkoreanische Rappers Psy hat sich mit seinem Song und Video „Gangnam Style“ ins Geschichtsbuch […]

Dave Brubeck tot 91

Gibmir5. Der Jazz-Pianist und Komponist Dave Brubeck hat mit „Take Five“ einen Song geschaffen, den man einmal hört und nie mehr aus dem Ohr bekommt. Heute endete sein Leben nach ziemlich genau 92 Jahren. Seine 5. Studio-LP war 1959 der erste Jazz-Millionenseller geworden: „Time Out“ hieß die Platte und enthielt jenes „Take Five“. Im Video […]

Take 5 Al Jarreau-Brubeck

JazzBeck. Dave Brubeck starb heute einen Tag vor seinem 92sten Geburtstag an Herzversagen. Er popularisierte den Jazz und machte sich mit Stücken wie „Take Five“ unsterblich. Stimmakrobat Al Jarreau wird im Video sowohl körperlich als auch stimmlich regelrecht zur Brubeckschen Note – so sehr lebt er den Musikvortrag. Kommentieren.

Unkle Thom York: Rabbit in Your Headlights

Unkulala. Hier kommt einiges zusammen: Die Musik von „Unkle“ alias DJ Shadow und James Lavelle, der hypnotische Gesang von Radiohead’s Thom Yorke und Jonathan Glazer’s Video veredeln den Song „Rabbit in Your Headlights“, der von Josh Davis und Thom Yorke geschrieben wurde und aus dem Album „Psyence Fiction“ stammt. James Lavelle ist der eigentliche Kopf des Projektes […]

Quantic-oh-Musik

Quantenmusik. Quantic: Don’t joke with a hungry man – and a hungry woman too. Weil Hunger ungeduldig macht und einen nicht still sitzen lässt? Quantic ist das Pseudonym und Projekt von Will Holland, der außerdem noch Musik mit dem Quantic Soul Orchestra, den Limp Twins und mit Flowering Inferno veröffentlicht. Der Engländer war zwischenzeitlich nach […]

Anno Bob Seger

Altheimers. Rolling Stones, Simon and Garfunkel, Paul McCartney – sie stehen auf der Bühne, sofern sie noch können, und altern auf der Bühne. Hört man sich das an, was sie und andere in den 60ern an Musik gemacht haben, mag man es manchmal gar nicht glauben, wie anders das damals klang. So auch bei Bob […]

Silly Sallie Ford

Schwurgericht. Sie kommen aus US-Oregon, und sie machen das Radio an und hören diesen robot sounding bullshit. In diesem geträllerten Liedchen schwören sie, dass sie nie so sein werden wie der ganze Rest. Sie heißen Sallie Ford and the Sound Outside. Das klingt nach Rockabilly hat aber gesanglich eine wilde leicht punkige Attitüde. So klingt […]

Nacktlaufen

Nackedreis. 3 Mädchen ziehen sich aus und laufen durch Paris. Und „Action“ wie der Regisseur ruft. Die eigentlichen Hauptdarsteller sind jedoch die schweigenden und in sich ruhenden schwarzen Balken. Sie sind deshalb wichtig, weil sie der männlichen Phantasie Raum geben. Kommentieren.

Nicht ungern Hans Unstern

Glückshans. Hans Unstern ist ein verrückter Liedermacher, Songpoet und Pop-Artist, der sein wahres Ich vor der Öffentlichkeit verbirgt. Eine Art deutscher Thomas Pynchon; denn der amerikanische Autor versteckt sich bis heute. Hier im Musik-Video sind die herrlichen Zeichnungen von Roland Brückner zu sehen. Im Grunde ist es eine ganze lange Zeichnung, die aus einem Strich […]

Old Man Neil Young

Youngster. Neil Young, Godfather des Grunge, Folkapostel, Patriot und Kriegsgegner – und das alles natürlich in einer Person – ist immer für eine Überraschung gut gewesen. Es gibt eine Platte, die nur kollagierte Rückkopplungen enthält (Extra-CD bei „Weld“), auf einer anderen („Trans“) singt er durchgehend per Vocoder. Mal ist er hart rockig, mal sanft und […]

Lone Boy Andrew Gold

Lohnly. Die annehmbare Liveversion eines Pop-Klassikers. von Sänger Andrew Gold, der das Lied auch geschrieben hat. Übrigens singt Linda Ronstadt, die Gold vorher gearbeitet hatte, die Backing-Vocals. Der Somg war auf dem 1976er-Album What’s Wrong with This Picture? zu finden und ein Jahr später als Single sehr erfolgreich. Das Lied ist synkopisch komponiert, was seinen […]

Hey, Jimi Hendrix

Joesharing. Hey Joe, ein Klassiker, den ich mal zum Vatertag ausgegraben habe. Kommentieren.

Schlaf-Upnoe

Schlafentzug, Schlafanzug. Tja, was macht man nachts, wenn man nicht schlafen will? Egal was, am Ende leidet man unter Schlafentzug. „Entzug“ kenne ich aber eher im Zusammenhang mit Drogen. Dann wäre Schlaf also eine Droge? Uups, also bin ich abhängig vom Schlafen? Davon muss ich schnell wieder loskommen. Ich mache einen kalten Entzug. Unter der […]

Dead Web, Jim

Soapa. Das Lied zu SOPA, PIPA und ACTA, amerikanische Gesetzesinitiativen, die das freie Web killen wollen. Kommentieren.

Glenn Gould’s Beethoven

Goldjunge. Glenn Gould, der kanadische Pianist, ist vor allem durch seine Bach-Interpretationen („Goldberg-Variationen“) berühmt geworden. Thomas Bernhard hatte ihm in dem Roman „Der Untergeher“ ein literarisches aber fiktives Denkmal gesetzt. Darin beschreibt Bernhard den Pianisten, der gerade mal 50 Jahre alt geworden war, als stark und sportlich. Tatsächlich aber war der Musiker, der als exzentrischer […]

Roxanne per Ukulele

Roxy-Music. Singen bis der Arzt kommt: Das ist schön vorgetragen. Eigentlich besser, als Sting das zuletzt zuwege gebracht hat. Da wir ja hier schon ein paar Versionen von Police’s „Roxanne“ ansehen und anhören konnten, eine weitere Version. Da kann man der Sängerin wegen ihrer Inbrunst auch mal den tiefen Ausschnitt verzeihen. Kommentieren.

Prodigy Got A Temper

WildBoys. Prodigy waren in den 1990ern Jahren mal die breakbeatenden wilden Jungs. Nichts war ihnen heilig. Das Comeback von 2009 („Invaders Must Die“) oder vorher das von 2004 („Always Outnumbered, Never Outgunned“) hat dem damaligen brachialen Gewaltmix aus Electro, Hip Hop, Acid House, Big Beat, Jungle und Drum’n’Bass, gesanglich vorgetragen mit einer unbändigen Punk-Attitüde, nichts […]

Gotye kennenlernen

Gotcha! Er ist 31 Jahre jung, gebürtiger in Autralien lebender Belgier und heißt eigentlich Wouter De Backer. „Gotye“ ist die Lautschrift seines Vornamens „Wouter“ in französisch, dort würde er nämlich „Gautier“ heißen. Kompliziert aber egal. Seine Popmusik ist schön, versponnen und alles andere als platt. Genau wie sein Name, von dem keiner weiß, wie man […]

Faithless: Insomnia

Dance-Trance. 1995 hatten Faithless mit Insomnia nicht nur veritable Chartplatzierungen, sie schufen mit der Mischung aus Triphop und Dance einen Club-Klassiker. Für alle, die nicht schlafen können, die nie zur Ruhe kommen, die hungrig bleiben. Kommentieren.

Get Pay Back

Beats. Die Beatles, auf dem Höhepunkt ihrer artifiziellen Studiokunst plötzlich rockend auf einem Hausdach. Für mich eines der besten Livestücke und irgendwie auch eines der besten Musikvideos aller Zeiten. Kommentieren.

Blocked you

Blockmist. New Kids on the Block: Neuer Text, guter Song. Das Cover zum Web. Alright. Kommentieren.

Op-Art Evoke 2011

Evoks. Erinnert an „Star Wars“ ist aber was ganz anderes. Richtig geschrieben „Evoke“ ist eine Party, die heute in Köln-Kalk zuende geht. Dort treffen sich angesichts der „GamesCom“, die vom 17.-21. August stattfindet, ein paar Hundert Computer-Versierte, hören Musik, schauen sich audiovisuell aufgehübschte Projekt-Präsentationen an – die Demo-„Compos“, die auch vom Publikum bewertet werden – […]

Roberto Blanco-Disco

Point-Blanc. Der Disco-Klassiker „Born to be alive“ von Patrick Hernandez, 1979 ein Chart-Stürmer, in der Bearbeitung der „Disco Boys“ mit Roberto Blanco als Tom Jones-Verschnitt an den Vocals. Kommentieren.

Roberto Blanco spassig

Dejavú. So haben sich Schlager-Legende Roberto Blanco und Heavy Metal-Legende Sodom im letzten Jahr kennengelernt: Bei einem Werbe-Spot der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, der Bewußtsein für die Krankheit schaffen soll. Aus dem Spaß, den die Jungs sicher bei den Dreharbeiten hatten, ist inzwischen schrecklicher Ernst geworden. Sowohl im letzten Jahr als auch in 2011 hat Roberto […]

Roberto Blanco’s Sodom

Grenz-Gang. Februar diesen Jahres. Roberto Blanco rockt die Bühne der Rockfabrik in Ludwigsburg. Er ist plötzlich Headliner von heavy „Sodom“. Jetzt berichtet eine große Boulevard-Zeitung, er hätte es schon wieder getan. War wohl ein Erfolg damals. Mensch Roberto, das ist doch schon Publikum-Stalking. Bitte, bitte kein Crowd-Surfing. Darunter würden die Massen komplett zusammenbrechen. Kommentieren.

BagRaiders PowerRangers

Back-Power. Noch ein Trash-Stück von den „Bag Raiders“ als Reminiszenz an die bonbonfarbenen und verspielten 80er. Kommentieren.

Bag Raiders DJ-Trash

Star-Shooting. Leihhaus 80er, Trash, wie es trashiger nicht geht, endoplasmatische Farben: Das sind die „Bag Raiders“ mit „Shooting Star“, dem vierten Video der gekonnt human-league-enden DJ-Popper bei Endoplast. Kommentieren.

Tyler Ward born this way

Born-Heim. Tja Lady Gaga singt’s nackig und mit Löwenmähne, die (Tyler) Wards in Brav-Pullovern. Der Songtext soll bedeuten, dass alles ok ist und man akzeptieren soll, wie man ist. Aber ne Punk-Frisur würde Tyler sicher besser stehn. Kommentieren.

Tyler Ward balladesk

Schmetter-Lied. Gut, es ist nicht Kurt Cobain, aber die Inbrunst des Vortrags ist ähnlich intensiv. Kommentieren.

Bag Raiders Mix1

Rhythm-Talk. „Way Back Home“ von den Back Raiders im Sam-La-More-Mix. „Sam La More“ ist der Australier Sam Littlemore, der schon mit Gwen Stefani und Nelly Furtado gearbeitet hat und neben diesem sehr guten Mix an der alten DJ-Hülsen-Krankheit leidet: Viel Klischee und Oberfläche, wenig wirklich neue Sounds – wenn da nicht solche Klopper wie eben […]

Bag Raiders Sunshine

SunLight. Die zweite Auskopplung aus dem Album der Bag Raiders. Auch gut. Schöner verschwommener und wimmernder Sound. Die Zukunft liegt im Ungefähren. Kommentieren.

Bag Raiders Goldesel

Wa(h)re Kunst. Jim Morrison, legendärer Sänger der Sixties-Düsterrock-Gruppe The Doors, hatte die Bandmitglieder angeschrieen und beschimpft, als diese ihren Hit „Light my fire“ in dessen Abwesentheit als Werbeliedchen für einen Fernsehspot verkaufen wollten. Heute, im Zeitalter des Niedergangs der alten Plattenindustrie und im Erstarken der Musikshops im Internet, werden unbekannte Musiker mit geilen Songs öfters […]

Lady Gaga’s Glatze

Haus-Performance. Wer in sein will, muß schnell sein. Jedenfalls viel schneller als der Rest der Menschheit. Mit der Glatze am 17.06.2011 in der Show von Paul O’Grady war Lady Gaga das mal wieder. Das gilt für Sounds aber vor allem für Outfits. „Lady Gaga“ ist eigentlich weniger eine Sängerin als vielmehr ein kreatives Multi-Media-Projekt, das […]

Hanin Elias‘ Schrei

Urschrei. Die Musikerin Hanin Elias war Mitglied der Berliner Arnarcho-Mode-Krach-Punk-Band „Atari Teenage Riot“, die zwischen 1992 und 2000 Deutschland unsicher gemacht hatte. Die Band hat im letzten Jahr wieder zueinander gefunden und die Sängerin jetzt ein Soloalbum herausgebracht. „Get it Back“ heißt es. Kommentieren.

Are we the people?

Werbelala. We are the People von Empire of the Sun – bekannt geworden durch einen Werbespot für ein Telekommunikations-Unternehmen. Kaum ein Wirtschaftszweig hat sich in den letzten Jahren so gewandelt wie die Musikbranche: Zunächst brachte der Übergang von der Schallplatte zur Musik-CD positiv Bewegung in den Markt. Die Platten-Firmen schraubten die Verkaufspreise für die Tonträger […]

Agnes Obel Multimusik

Welt-Musik. Fernab aller Kompositions-Techniken oder der Phrasierung beim Spielen der Instrumente, die ein Musikgenre wie Pop, Jazz oder Klassik auszeichnen, erkennen Laien eigentlich nur einen spezifischen Klang, der heutzutage allerdings Elemente von allem enthalten kann. In den 1980er Jahren ist der Begriff der Weltmusik in aller Munde gewesen. Peter Gabriel war einer der Wegbereiter. Es […]

Oasis‘ Talk’n’Roll

Whotthefucktalking. Die eigentliche Erfolgs-Story der Britpop-Band „Oasis“ begann 1994 mit Veröffentlichung des ersten Albums „Definitely Maybe“. Ein Jahr später folgte „(What’s The Story) Morning Glory?“ und lieferte außerdem als Battle zwischen den bösen Brüdern Noel und Liam Gallagher allerbeste Rock’n’Roll-PR mit Pöbeleien, Schlägereien und ungleich mehr Skandalen als Platten veröffentlicht werden konnten. Denn „Oasis“ füllten […]

Bye, Beady Eye

Old-School-Twins. Nachdem Bruder Noel Gallagher gegangen war und den bösen Buben Liam allein zurückgelassen hatte, war zu überlegen, ohne Noel als informellem Chef als „Oasis“ weiterzumachen – oder nicht, was besser gewesen wäre. „Oasis“ waren Headliner der so genannten Brit-Pop-Revolution, die aber gar keine Revolution war sondern meist ein fades Widerkäuen von Jahrzehnte alten Ideen. […]

Thom Yorke dancing

Alternative-Astair. Thom Yorke, der Sänger, Instrumentalist und Komponist bei der Combo „Radiohead“ ist, legt auch schon mal eine kesse Sohle auf’s Parkett. Zumindest bei dem Stück Lotus Flower von ihrem achten Album, „The King of Limbs“.

Guttenberg-Song

Medien-Poker. Oliver Wittke, der Verkehrsminister, der zu schnell fuhr und den Lappen hatte abgeben müssen, diente als Vorbild. Karl-Theodor zu Guttenberg hat es ihm nachgetan. Der eine mußte zurücktreten, der andere hat harte Zeiten vor sich, nach dem Afghanistan-Skandal, dem Gorch-Fock-Skandal nun der multiple Gänsefüßchen-, Fußhochnotenpeinlichkeits- bzw. Plagiats-Skandal. Die Medien haben sich festgeschossen. Was kommt […]

Hippie-di-Hopp

Locker vom Hocker: Lotta Zay vs. Anuvah Level

Thom Yorke: Black Swan

Vogelkunde. Thom Yorke, Jahrgang 1968, zweifacher Vater und Sänger von „Radiohead“, hat 2006 das Soloalbum „The Eraser“ veröffentlicht, aus dem dieses Lied stammt. „Black Swan“ war als Single ausgekoppelt worden. Im Songtext heißt es: You cannot kickstart a dead horse.

Let the Music Play

Pianissimo. Das Lied heißt „Comptine d’un autre été: l’après midi“ und ist von Yann Tiersen komponiert worden und erzählt musikalisch und in Trickfilmform eine Lebensgeschichte. Die suggestive Animation wurde auf YouTube viele Millionen Mal aufgerufen.

Akira Kosemura’s Garten

Gartenarbeit. Alle geldgeilen Banker, alle verblendeten Consultants, alle machtverstrahlten Politiker, die dioxinproduzierende Industrie, igelüberfahrenden Autoraser und hektikryptischen Werber sollten sich dieses Lied von Akira Kosemura einmal täglich anhören oder alternativ im Garten lauschen. Achtung, Kontemplation! Kommentieren.

Sexismus olé

Autopornografie. Der Deutsche Daniel Simon, erst Autodesigner bei VW, dann Buchautor (siehe oben) und schließlich Designer für den Film Tron Legacy malt die schönsten Autos, bildet aber leider auch die billigsten Klischees ab. Kommentieren.

Wikipedia-Song

Lalala. Zehn Jahre Wikipedia, das schreit nach feiern. Oder nach singen. All together now… Kommentieren.

Sal Valentino, der Ex-Sänger von Beau Brummels

Märchenhaft. Der neben Van Morrison eindrucksvollste Sänger des Pop-Rock der 60er Jahre, Sal Valentino, der Lead-Sänger der Gruppe Beau Brummels, in einigen Demos. Die Musik des Albums Triangle der Gruppe war wegweisend für die Flower-Power-Zeit. Ein Zitat sagt alles über die Musik der Gruppe: „The Beatles opened the door and the Beau Brummels sailed through […]

US-National-Hymne von der Tea Party gesungen

Liedgut. Hier ist etwas typisch Amerikanisches zu sehen: Während einer Kundgebung der rechts-konservativen Tea-Party schmettert ein Ex-Marine den vierten Vers der National-Hymne „The Star-Spangled Banner“. In Deutschland wäre eine solche patriotisch-politische Inbrunst kaum vorstellbar und würde eher als peinlich gelten. In den USA wird der Sänger ernst genommen. Man bedenke dabei, dass der Text der […]

Voodoo-Lounge

Wechsel-Wirkung. Ein trauriges Animations-Filmchen, das aber auch Hoffnung macht. Genau das Richtige zum Jahreswechsel. Kommentieren.

Jacko-Superstar

Live-Life. Welch Ausnahmeerscheinung Michael Jackson war, zeigt die Anfangs-Sequenz dieses Live-Videos von 1992. Er muß gar nichts tun, nur dastehen – und die Fans geraten in Verzückung. Natürlich ist der Schnitt des Filmchens stark gehypt, indem ohnmächtige und vor Ehrfurcht und sexueller Extase ausgeflippte Zuhörer dazwischengeschnitten werden. Jackson hat mit solchen dramaturgischen Tricks an seinem […]

Kanye West’s Runaway

Music! Schönes Video und guter Pop-Hiphop-Song von Kanye West, der mit seinen Sprüchen viele nervt, sich aber nun mal auf das besonnen hat, was er kann: Musik machen. Kommentieren.

Steve Scott’s Harmony

Flower-Grafik-Power. Das Video ist grafisch eine Paraphrase von Heinz Edelmann’s Trickfim „Yellow Submarine“ für die Beatles. Einzige Neuerung diesem Klassiker gegenüber ist die animierte Typo. Schön anzusehen und anzuhören. Gemacht hat das Ding Steve Scott, ein begnadeter Animator. Hier kann man mehr von seinen animierten Zeichenwelten erleben. Kommentieren

Don’t blink

Santa Clause. Eine Art frühweihnachtliches, futuristisches Blinken. Kommentieren.

Poker Face vokalös

Pokalös. Pokerface im Blitzlichtgewitter, umgeben von schreienden Leuten. The Lady in Red: Lady Gaga als lässig-coole Stimmungs-Ikone. Sie erzählt am Ende des Videos, dass sie noch vor zwei Jahren in ihrem Zimmer in New York saß, mit nicht viel mehr als ihrem Talent. Kommentieren.

Poker Face pianoesk

Musical. Lady Gaga im Napoleon-Outfit. Kleidsam. Eine Version, die das Pop-Liedchen seiner technoiden Verpackung entledigt und zeigt, dass der Song, kompetent vorgetragen, das Zeug zum Pop-Klassiker jenseits aller Moden in sich trägt. Erst hier merkt man auch, wie gut sie singen kann. Kommentieren.

Poker Face acoustic

Pokemum. Und siehe da: Lady Gaga ist kein Retorten-Baby sondern kann singen und spielen, improvisieren und… sie ist einfach musikalisch. Alle, die sie in die Häschen-Schublade stecken wollen, müssen jetzt die Schnauze halten. Kommentieren.

Lady Gaga distributed

Medien-Professional. In diesem Jahr war es das Fleischkleid, im letzten – hier unter anderem zu sehen – die ebenfalls etwas andere Mode bei den MTV-Awards. Die Preisverleihung als multiplikativer Laufsteg entlang der Wertschöpfungskette: Style & Styling, Mode, Accessoires, Musik, Tanz, Charakter, sofern vorhanden. Kommentieren.

Godard’s Film Socialisme

Begegnung. Im „Film Socialisme“ von Jean-Luc Godard, spielt die Tennisspielerin Catherine Tanvier eine Rolle, ebenso die Musikerin Patti Smith und Lenny Kaye, ihr Gitarrist. Kommentieren.

Godard’s Trailer

Bildersturm. Diesen Trailer hat der französisch-schweizerische Regiseur Jean-Luc Godard für seinen Film „Film Socialisme“ zusammengeschnitten. Es ist die Parodie auf einen Trailer geworden, die Begleitmusik provoziert zusätzlich. Auch im Alter scheint sich der Filmemacher dagegen zu wehren, Erwartungshaltungen zu erfüllen. Kommentieren.

Throbbing Gristle’s Thing

Non-Musical. Throbbing Gristle sehen sich weniger als Musikgruppe denn als Art-Performer. Als Gruppe, die eigentlich nicht nur Musik machen sondern Gesamt-Kunstwerke auf der Bühne schaffen wollte, stehen sie in der Tradition vieler Nicht-Musiker, die von Kunsthochschulen kamen, dann aber doch begnadete Musiker geworden waren. Dazu zählten Bands „Roxy Music“, die „Talking Heads“ oder die Post-Rocker […]

Throbbing Gristle live

Tech’n’Roll. Die Geschichte besonderer Pop- und Rock-Musik ist auch die Geschichte der technischen Möglichkeiten. Pete Townshend von den „Who“ schuf mit der Doppel-LP „Quadrophenia“ nicht nur musikalisch ein Highlight sondern baute eigenhändig ein Tonmstudio, in dem er seine Vision der Quadrophonie realisieren konnte. Robert Fripp von King Crimson entwickelte eine seltsame Technik, „Frippertronics“ genannt, bei […]

The Stooges: Passenger

Lalala-Lalala. Ein Klassiker von Iggy Pop and The Stooges gekoppelt mit klassischen Film-Momenten. Jau, dat geht. Kommentieren.

Animation: Bowie’s Space Oddity

Lunatic. Ein grandioser Song von David Bowie. „Ziggy“ hat auf „YouTube“ ein Video dafür ausgesucht, das in Deutschland leider inzwischen gesperrt ist, und sagt dazu: „Ok, so my kids can’t get enough of this new animated series called „Lunar Jim“ wich airs on the new latin station „V-me“… I always tivo it for them and […]

DJ Sandoz‘ Dub

Accccid-House. Käptän Kirk lebt: Ein Dub des früheren „Cabaret Voltaire“-Mitglieds Richard H. Kirk, der nach CabVolt mit Acid House weitergemacht hatte und sich hier „DJ Sandoz“ nennt. Er veröffentlicht über „iTunes“ und hat folgende Pseudonyme: Al Jabr, Anarchia, Biochemical Dread, Blacworld, Chemical Agent, Citrus, Cold Warrior, Countzero, Dark Magus, Destructive Impact, Dr. Xavier, Electronic Eye, […]

Cabaret Mussolini (4)

Marschmallows. Marschmusik elektronisch umgedeutet. Popmusik und politische Aussage – ein Spannungs-Gespann. Wie ungewöhnlich „Cabaret Voltaire“ waren, sieht man auch an diesem Video. Kommentieren.

Cabaret Voltaire (3)

Elektro-Harmonists. „Cabaret Voltaire“ hieß ursprünglich ein Club mit Theater und Galerie in der Züricher Spiegelgasse 1, in dem 1916 von Hugo Ball das Stottern des Dadaismus geboren wurde. Die Band „Cabaret Voltaire“ hat ein bißchen was vom Dadaismus, hatte der sich doch damalig gegen die etablierte Kunst gewandt und damit nicht unwesentlich zu dem beigetragen, […]

Cabaret Voltaire (2)

Intervention. Aus der kommerzielleren Phase der Band „Cabaret Voltaire“, in der sie in aller Düsternis und Misanthropie tanzbare Musik gemacht hat, während die Industrial-Sounds vorher chaotischer waren. „Crack down“ heißt übersetzt „hart durchgreifen“. Die Band singt darin „Watching you watch others move. Someone, sometimes, crack down….You’re seeing things, you’re stopping things, Dreams and chasers, picking […]

Cabaret Voltaire (1)

Obsession. Nö, nicht das Parfüm, sondern das Lied von „Cabaret Voltaire“. Die Gruppe war ab Anfang der 1970er Jahre eine damals avantgardistisch-experimentelle Band, die mit Industrial-Sounds und Videos experimentierte. Irgendwann in den 1980ern ging sie ähnlich wie „Pere Ubu“ den Weg des Kommerzes. Kommentieren.

Suicide’s Ghost Rider

Psycho-Rock’n’Roll’a’Billity. Sie waren wochenlang und ununterbrochen auf LSD, wenn’s ans Touren ging, und zelebrierten einen psychotisch-technoiden Rock’n’Roll. Back to the Roots aus Richtung Outer Space sozusagen. Martin Rev an den Tasten und Alan Vega am Mikrophon boten als „Suicide“ ein wahrlich puristisches Line-Up. Sie waren Ende der 1970er Jahre und in den 1980ern das exotischste […]

Grizzly Bear unplugged

Haarmonisch. Grizzly Bear unplugged. Angenehm wie gut Grizzly Bear auch ohne großes Equipment sind. Sie sind die modernen Meister-Singer des Harmonie-Gesangs. Kommentieren.

Alan Vega’s Kung Fu

Kampfsport-Rockabilly. Alan Vega, Solist und bekannt geworden als die eine Hälfte des Duos „Suicide“, das bestimmt eines der ausgeflipptesten und seltsamsten in der Ruhmeshalle des Rock’no’Wave ist. Hier besingt er den „Kung Fu Cowboy“, leicht hypnotisch, jedenfalls sehr z/swingend. Kommentieren. http://www.endoplast.de/2010/11/11/alan-vegas-kung-fu/

Police: Roxanne (5)

Kanonisiert. Roxanne in einer Version aus 2007. Sting hat hier etwas von Johannes Rau, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von NRW. Der Auftritt ist ja fast auch staatstragend. Zum Glück ist das Stück hier nur halb so lang wie sonst bei Live-Auftritten. Sting singt noch pseudojazziger als sonst, aber ansonsten haben wir das Stück ja alle lieb. […]