Browsing posts tagged: Pop
Popolski, cry me a river

Kreisler. Im Kabarett kann höchste musikalische Qualität gleich einem rohen Diamanten verborgen liegen. Konnte man schon über die Jahre Stefan Raabs Ukulele-Duette mit internationalen Sangesgrößen erstaunt zur Kenntnis nehmen, so auch hier: Mit der kabarettistischen „Der Popolski Show“ des Recklinghäusers Achim Hagemann aus dem Jahre 2008 hatte der WDR die Latte, was musikalisch-synkopierte Interpretationen anbelangt, […]

Rammstein’s Urinstein

NierenStein. Vermeintlich künstlerische Schausteller in der Medienindustrie waren noch nie gut darin, ihr Werk zu erklären. So wenig Mut, das eigene Werk zu verteidigen, geht mir echt an die Nieren. Aus den harten Rammsteinern, wie man sie auf der Bühne kennt, werden hinter den Kulissen 4-Minuten-Weicheier. Rammstein, die wie kaum eine andere Band angetreten sind, […]

Neonbabies‘ blaue Augen

AugenBlues. „Blaue Augen“ von den Neonbabies war 1981 so ziemlich der Anfang von zwei der interessantesten parallel verlaufenden Musikkarrieren im deutschen Pop-Business. Die Rede ist von Inga und Annette Humpe, den beiden Schwestern, die mal kooperierten und oft getrennte musikalische Wege gingen und wie kaum jemand anders in deutschen Musik-Business den ständigen kreativen Wechsel bevorzugten. […]

George Benson live

Benson5. George Benson, einer der besten Gitarristen des Jazz, mit des jüngst verstorbenen Dave Brubecks „Take Five“ live im Jazz-Mekka Montreux. Kommentieren.

Electro-Luchs

StromTroopers. „An Electric Storm“ der Gruppe White Noise von 1969 ist eines der bemerkenswertesten Pop-Alben aller Zeiten. Durchtränkt mit Elektronik aber auch die eingängig-spröde Pop-Hymne „Firebird“ enthaltend, bohrt sie sich in die Gehörgänge und verlässt sie nie wieder. Das Album gilt mit Fug und Recht als eine der wichtigsten Inspirationen der elektronischen Musik à la […]

Here We Go Magic

MagiCall. Ein Song der Band „Here We Go Magic“, der mir gefällt. Viele andere von ihnen haben mir nicht gefallen, obwohl die 2008 im New Yorker Stadtteil Brooklyn gegründete Band um den Sänger Luke Temple ein Liebling der Kritiker ist. Die Wende kam bei der vierten Scheibe. Nach dem Debut „Here We Go Magic“ in […]

Sterben leicht gemacht

Dumm-Dumm-Geschoss. Wie stirbt man besonders dum? Durch fernsehgucken? Nein, es gibt andere Möglichkeiten, zum Beispiel indem man in der U-Bahn vor einen fahrenden Zug fällt, weil man auf einer Bananenschale ausgerutscht ist, während man im Display seines Smartphones nachgeguckt hat, ob die Haare noch gut liegen. Oder so ähnlich. Jedenfalls haben die Verkehrsbetriebe in australischen […]

Oren Lavie ganz elegant

Virodeo. Was wäre ein guter Song, ohne ein ebenso gutes Video? Das Auge hört sozusagen mit. Das Erfolgsgeheimnis vieler millionenfach geklickter und gehörter Lieder ist die Visualisierung. Im vorliegenden Fall hat der Künstler ein multimediales Gesamtkunstwerk draus gemacht und einen weiten Bogen von YouTube bis in eine Kunst-Galerie geschlagen. Der Schöpfer dieser Musik, Oren Lavie, […]

Gangnam Style erklärt

Bopmuzik. Der asiatische Pop mutet in der westlichen Welt traditionell etwas gewöhnungsbedürftig an, obwohl er inzwischen Teil der Weltmusik geworden ist, die man via Smartphone oder MP3-Player allerorten vernimmt. Auf den japanischen J-Pop folgte der koreanische K-Pop und feiert Weltrekorde. Der südkoreanische Rappers Psy hat sich mit seinem Song und Video „Gangnam Style“ ins Geschichtsbuch […]

Take 5 Al Jarreau-Brubeck

JazzBeck. Dave Brubeck starb heute einen Tag vor seinem 92sten Geburtstag an Herzversagen. Er popularisierte den Jazz und machte sich mit Stücken wie „Take Five“ unsterblich. Stimmakrobat Al Jarreau wird im Video sowohl körperlich als auch stimmlich regelrecht zur Brubeckschen Note – so sehr lebt er den Musikvortrag. Kommentieren.

Unkle Thom York: Rabbit in Your Headlights

Unkulala. Hier kommt einiges zusammen: Die Musik von „Unkle“ alias DJ Shadow und James Lavelle, der hypnotische Gesang von Radiohead’s Thom Yorke und Jonathan Glazer’s Video veredeln den Song „Rabbit in Your Headlights“, der von Josh Davis und Thom Yorke geschrieben wurde und aus dem Album „Psyence Fiction“ stammt. James Lavelle ist der eigentliche Kopf des Projektes […]

Quantic-oh-Musik

Quantenmusik. Quantic: Don’t joke with a hungry man – and a hungry woman too. Weil Hunger ungeduldig macht und einen nicht still sitzen lässt? Quantic ist das Pseudonym und Projekt von Will Holland, der außerdem noch Musik mit dem Quantic Soul Orchestra, den Limp Twins und mit Flowering Inferno veröffentlicht. Der Engländer war zwischenzeitlich nach […]

Silly Sallie Ford

Schwurgericht. Sie kommen aus US-Oregon, und sie machen das Radio an und hören diesen robot sounding bullshit. In diesem geträllerten Liedchen schwören sie, dass sie nie so sein werden wie der ganze Rest. Sie heißen Sallie Ford and the Sound Outside. Das klingt nach Rockabilly hat aber gesanglich eine wilde leicht punkige Attitüde. So klingt […]

Nacktlaufen

Nackedreis. 3 Mädchen ziehen sich aus und laufen durch Paris. Und „Action“ wie der Regisseur ruft. Die eigentlichen Hauptdarsteller sind jedoch die schweigenden und in sich ruhenden schwarzen Balken. Sie sind deshalb wichtig, weil sie der männlichen Phantasie Raum geben. Kommentieren.

Nicht ungern Hans Unstern

Glückshans. Hans Unstern ist ein verrückter Liedermacher, Songpoet und Pop-Artist, der sein wahres Ich vor der Öffentlichkeit verbirgt. Eine Art deutscher Thomas Pynchon; denn der amerikanische Autor versteckt sich bis heute. Hier im Musik-Video sind die herrlichen Zeichnungen von Roland Brückner zu sehen. Im Grunde ist es eine ganze lange Zeichnung, die aus einem Strich […]

Sky Adele, Fall Bond

Bondidos. Es gibt den James Bond, das Bond-Girl und den Bond-Song. „Dachmarkenstrategie“ nennt man das, zumindest ist es gekonntes Cros-Medien-Marketing. Manchmal hatte man den Eindruck, der Song oder das Girl würde James Bond den Rang ablaufen. Doch da sei Oscar-Preisträger Sam Mendes davor. Kommentieren.

Lone Boy Andrew Gold

Lohnly. Die annehmbare Liveversion eines Pop-Klassikers. von Sänger Andrew Gold, der das Lied auch geschrieben hat. Übrigens singt Linda Ronstadt, die Gold vorher gearbeitet hatte, die Backing-Vocals. Der Somg war auf dem 1976er-Album What’s Wrong with This Picture? zu finden und ein Jahr später als Single sehr erfolgreich. Das Lied ist synkopisch komponiert, was seinen […]

Hey, Jimi Hendrix

Joesharing. Hey Joe, ein Klassiker, den ich mal zum Vatertag ausgegraben habe. Kommentieren.

Dead Web, Jim

Soapa. Das Lied zu SOPA, PIPA und ACTA, amerikanische Gesetzesinitiativen, die das freie Web killen wollen. Kommentieren.

Glenn Gould’s Beethoven

Goldjunge. Glenn Gould, der kanadische Pianist, ist vor allem durch seine Bach-Interpretationen („Goldberg-Variationen“) berühmt geworden. Thomas Bernhard hatte ihm in dem Roman „Der Untergeher“ ein literarisches aber fiktives Denkmal gesetzt. Darin beschreibt Bernhard den Pianisten, der gerade mal 50 Jahre alt geworden war, als stark und sportlich. Tatsächlich aber war der Musiker, der als exzentrischer […]

Pixel-Kunst

Punktum. Siehe da: So wie die Welt aus vielen kleinen und immer kleineren Bausteinen zusammengesetzt ist, besteht unsere virtuelle Welt aus Pixeln. Kommentieren.

Roxanne per Ukulele

Roxy-Music. Singen bis der Arzt kommt: Das ist schön vorgetragen. Eigentlich besser, als Sting das zuletzt zuwege gebracht hat. Da wir ja hier schon ein paar Versionen von Police’s „Roxanne“ ansehen und anhören konnten, eine weitere Version. Da kann man der Sängerin wegen ihrer Inbrunst auch mal den tiefen Ausschnitt verzeihen. Kommentieren.

Prodigy Got A Temper

WildBoys. Prodigy waren in den 1990ern Jahren mal die breakbeatenden wilden Jungs. Nichts war ihnen heilig. Das Comeback von 2009 („Invaders Must Die“) oder vorher das von 2004 („Always Outnumbered, Never Outgunned“) hat dem damaligen brachialen Gewaltmix aus Electro, Hip Hop, Acid House, Big Beat, Jungle und Drum’n’Bass, gesanglich vorgetragen mit einer unbändigen Punk-Attitüde, nichts […]

Gotye kennenlernen

Gotcha! Er ist 31 Jahre jung, gebürtiger in Autralien lebender Belgier und heißt eigentlich Wouter De Backer. „Gotye“ ist die Lautschrift seines Vornamens „Wouter“ in französisch, dort würde er nämlich „Gautier“ heißen. Kompliziert aber egal. Seine Popmusik ist schön, versponnen und alles andere als platt. Genau wie sein Name, von dem keiner weiß, wie man […]

Steve Jobs redet in Stanford

iSpeach. Apple-Gründer Steve Jobs, der nie zu Ende studiert hat, an der Stanford University. Kommentieren.

Get Pay Back

Beats. Die Beatles, auf dem Höhepunkt ihrer artifiziellen Studiokunst plötzlich rockend auf einem Hausdach. Für mich eines der besten Livestücke und irgendwie auch eines der besten Musikvideos aller Zeiten. Kommentieren.

Blocked you

Blockmist. New Kids on the Block: Neuer Text, guter Song. Das Cover zum Web. Alright. Kommentieren.

Op-Art Evoke 2011

Evoks. Erinnert an „Star Wars“ ist aber was ganz anderes. Richtig geschrieben „Evoke“ ist eine Party, die heute in Köln-Kalk zuende geht. Dort treffen sich angesichts der „GamesCom“, die vom 17.-21. August stattfindet, ein paar Hundert Computer-Versierte, hören Musik, schauen sich audiovisuell aufgehübschte Projekt-Präsentationen an – die Demo-„Compos“, die auch vom Publikum bewertet werden – […]

Roberto Blanco-Disco

Point-Blanc. Der Disco-Klassiker „Born to be alive“ von Patrick Hernandez, 1979 ein Chart-Stürmer, in der Bearbeitung der „Disco Boys“ mit Roberto Blanco als Tom Jones-Verschnitt an den Vocals. Kommentieren.

Roberto Blanco spassig

Dejavú. So haben sich Schlager-Legende Roberto Blanco und Heavy Metal-Legende Sodom im letzten Jahr kennengelernt: Bei einem Werbe-Spot der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, der Bewußtsein für die Krankheit schaffen soll. Aus dem Spaß, den die Jungs sicher bei den Dreharbeiten hatten, ist inzwischen schrecklicher Ernst geworden. Sowohl im letzten Jahr als auch in 2011 hat Roberto […]

Roberto Blanco’s Sodom

Grenz-Gang. Februar diesen Jahres. Roberto Blanco rockt die Bühne der Rockfabrik in Ludwigsburg. Er ist plötzlich Headliner von heavy „Sodom“. Jetzt berichtet eine große Boulevard-Zeitung, er hätte es schon wieder getan. War wohl ein Erfolg damals. Mensch Roberto, das ist doch schon Publikum-Stalking. Bitte, bitte kein Crowd-Surfing. Darunter würden die Massen komplett zusammenbrechen. Kommentieren.

BagRaiders PowerRangers

Back-Power. Noch ein Trash-Stück von den „Bag Raiders“ als Reminiszenz an die bonbonfarbenen und verspielten 80er. Kommentieren.

Bag Raiders DJ-Trash

Star-Shooting. Leihhaus 80er, Trash, wie es trashiger nicht geht, endoplasmatische Farben: Das sind die „Bag Raiders“ mit „Shooting Star“, dem vierten Video der gekonnt human-league-enden DJ-Popper bei Endoplast. Kommentieren.

Tyler Ward born this way

Born-Heim. Tja Lady Gaga singt’s nackig und mit Löwenmähne, die (Tyler) Wards in Brav-Pullovern. Der Songtext soll bedeuten, dass alles ok ist und man akzeptieren soll, wie man ist. Aber ne Punk-Frisur würde Tyler sicher besser stehn. Kommentieren.

Tyler Ward balladesk

Schmetter-Lied. Gut, es ist nicht Kurt Cobain, aber die Inbrunst des Vortrags ist ähnlich intensiv. Kommentieren.

Bag Raiders Sunshine

SunLight. Die zweite Auskopplung aus dem Album der Bag Raiders. Auch gut. Schöner verschwommener und wimmernder Sound. Die Zukunft liegt im Ungefähren. Kommentieren.

Loveparade-Mahnmal

Geburtstags-Trauer. In 2 Tagen jährt sich die Katastrophe in Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, 500 verletzt und Tausende traumatisiert wurden. Neben dem Skandal, dass es soweit kommen konnte, schwelt seitdem ein  politischer Skandal: Ober-Bürgermeister Adolf Sauerland klammerte sich an seinen Posten, niemand wollte verantwortlich sein. Dabei wurde schnell klar, dass die Großmanns-Sucht […]

Lady Gaga’s Glatze

Haus-Performance. Wer in sein will, muß schnell sein. Jedenfalls viel schneller als der Rest der Menschheit. Mit der Glatze am 17.06.2011 in der Show von Paul O’Grady war Lady Gaga das mal wieder. Das gilt für Sounds aber vor allem für Outfits. „Lady Gaga“ ist eigentlich weniger eine Sängerin als vielmehr ein kreatives Multi-Media-Projekt, das […]

Schrill: Kim Jong-il (1)

Exzentrisch. Er ist der starke Mann Nordkoreas, der sogenannten „Demokratischen Volksrepublik Korea“ und stilisiert sich als genialer Übermensch. Zusammen mit seinem Faible dafür, sein Land gegenüber der Außenwelt abzuschotten, ist er mit Muammar Abu Minyar al-Gaddafi einer der eigenwilligsten Diktatoren. Nachdem Osama bin Laden abgetreten ist und Gaddafi anderweitig beschäftigt ist, hält er zudem eine […]

Agnes Obel Multimusik

Welt-Musik. Fernab aller Kompositions-Techniken oder der Phrasierung beim Spielen der Instrumente, die ein Musikgenre wie Pop, Jazz oder Klassik auszeichnen, erkennen Laien eigentlich nur einen spezifischen Klang, der heutzutage allerdings Elemente von allem enthalten kann. In den 1980er Jahren ist der Begriff der Weltmusik in aller Munde gewesen. Peter Gabriel war einer der Wegbereiter. Es […]

Oasis‘ Talk’n’Roll

Whotthefucktalking. Die eigentliche Erfolgs-Story der Britpop-Band „Oasis“ begann 1994 mit Veröffentlichung des ersten Albums „Definitely Maybe“. Ein Jahr später folgte „(What’s The Story) Morning Glory?“ und lieferte außerdem als Battle zwischen den bösen Brüdern Noel und Liam Gallagher allerbeste Rock’n’Roll-PR mit Pöbeleien, Schlägereien und ungleich mehr Skandalen als Platten veröffentlicht werden konnten. Denn „Oasis“ füllten […]

Bye, Beady Eye

Old-School-Twins. Nachdem Bruder Noel Gallagher gegangen war und den bösen Buben Liam allein zurückgelassen hatte, war zu überlegen, ohne Noel als informellem Chef als „Oasis“ weiterzumachen – oder nicht, was besser gewesen wäre. „Oasis“ waren Headliner der so genannten Brit-Pop-Revolution, die aber gar keine Revolution war sondern meist ein fades Widerkäuen von Jahrzehnte alten Ideen. […]

Thom Yorke dancing

Alternative-Astair. Thom Yorke, der Sänger, Instrumentalist und Komponist bei der Combo „Radiohead“ ist, legt auch schon mal eine kesse Sohle auf’s Parkett. Zumindest bei dem Stück Lotus Flower von ihrem achten Album, „The King of Limbs“.

Hippie-di-Hopp

Locker vom Hocker: Lotta Zay vs. Anuvah Level

Thom Yorke: Black Swan

Vogelkunde. Thom Yorke, Jahrgang 1968, zweifacher Vater und Sänger von „Radiohead“, hat 2006 das Soloalbum „The Eraser“ veröffentlicht, aus dem dieses Lied stammt. „Black Swan“ war als Single ausgekoppelt worden. Im Songtext heißt es: You cannot kickstart a dead horse.

Akira Kosemura’s Garten

Gartenarbeit. Alle geldgeilen Banker, alle verblendeten Consultants, alle machtverstrahlten Politiker, die dioxinproduzierende Industrie, igelüberfahrenden Autoraser und hektikryptischen Werber sollten sich dieses Lied von Akira Kosemura einmal täglich anhören oder alternativ im Garten lauschen. Achtung, Kontemplation! Kommentieren.

Doppelkopf: Knete (1)

Kopfzerbrechen. Eine Stop-Motion-Animation mit Knetfiguren. Kommentieren.

Tron Legacy im Kino

Science-Fiction-Brummer. Tron war 1982 ein Filmgeschichte schreibender, computeranimierter Film und zudem gestaltet unter Mitwirkung von Moebius. Nun kommt endlich der Nachfolger „Tron Legacy“ in die deutschen Kinos. Die Erwartungen an die Qualität der Computer-Animation sind hoch wie kaum bei einem Film. („Legacy“ bedeutet übrigens „Vermächtnis“ oder „Erbe“.) Kommentieren.

Sexismus olé

Autopornografie. Der Deutsche Daniel Simon, erst Autodesigner bei VW, dann Buchautor (siehe oben) und schließlich Designer für den Film Tron Legacy malt die schönsten Autos, bildet aber leider auch die billigsten Klischees ab. Kommentieren.

Wikipedia-Song

Lalala. Zehn Jahre Wikipedia, das schreit nach feiern. Oder nach singen. All together now… Kommentieren.

Sal Valentino, der Ex-Sänger von Beau Brummels

Märchenhaft. Der neben Van Morrison eindrucksvollste Sänger des Pop-Rock der 60er Jahre, Sal Valentino, der Lead-Sänger der Gruppe Beau Brummels, in einigen Demos. Die Musik des Albums Triangle der Gruppe war wegweisend für die Flower-Power-Zeit. Ein Zitat sagt alles über die Musik der Gruppe: „The Beatles opened the door and the Beau Brummels sailed through […]

Vincent’s Cybercyb

Übersichtlich. Science-Fiction-Filme erhalten ihre Atmosphäre und Ausgestaltung im Detail sehr oft über die Darstellung von Interfaces von Computern. Berühmt geworden ist das Bildschirm-Design von „Star Trek: Next Generation“. Im Video zu sehen ist das Interface-Design für diverse Filme, die wir alle kennen. Kommentieren.

Jacko-Superstar

Live-Life. Welch Ausnahmeerscheinung Michael Jackson war, zeigt die Anfangs-Sequenz dieses Live-Videos von 1992. Er muß gar nichts tun, nur dastehen – und die Fans geraten in Verzückung. Natürlich ist der Schnitt des Filmchens stark gehypt, indem ohnmächtige und vor Ehrfurcht und sexueller Extase ausgeflippte Zuhörer dazwischengeschnitten werden. Jackson hat mit solchen dramaturgischen Tricks an seinem […]

Kanye West’s Runaway

Music! Schönes Video und guter Pop-Hiphop-Song von Kanye West, der mit seinen Sprüchen viele nervt, sich aber nun mal auf das besonnen hat, was er kann: Musik machen. Kommentieren.

Steve Scott’s Harmony

Flower-Grafik-Power. Das Video ist grafisch eine Paraphrase von Heinz Edelmann’s Trickfim „Yellow Submarine“ für die Beatles. Einzige Neuerung diesem Klassiker gegenüber ist die animierte Typo. Schön anzusehen und anzuhören. Gemacht hat das Ding Steve Scott, ein begnadeter Animator. Hier kann man mehr von seinen animierten Zeichenwelten erleben. Kommentieren

Poker Face vokalös

Pokalös. Pokerface im Blitzlichtgewitter, umgeben von schreienden Leuten. The Lady in Red: Lady Gaga als lässig-coole Stimmungs-Ikone. Sie erzählt am Ende des Videos, dass sie noch vor zwei Jahren in ihrem Zimmer in New York saß, mit nicht viel mehr als ihrem Talent. Kommentieren.

Poker Face pianoesk

Musical. Lady Gaga im Napoleon-Outfit. Kleidsam. Eine Version, die das Pop-Liedchen seiner technoiden Verpackung entledigt und zeigt, dass der Song, kompetent vorgetragen, das Zeug zum Pop-Klassiker jenseits aller Moden in sich trägt. Erst hier merkt man auch, wie gut sie singen kann. Kommentieren.

Poker Face acoustic

Pokemum. Und siehe da: Lady Gaga ist kein Retorten-Baby sondern kann singen und spielen, improvisieren und… sie ist einfach musikalisch. Alle, die sie in die Häschen-Schublade stecken wollen, müssen jetzt die Schnauze halten. Kommentieren.

Lady Gaga distributed

Medien-Professional. In diesem Jahr war es das Fleischkleid, im letzten – hier unter anderem zu sehen – die ebenfalls etwas andere Mode bei den MTV-Awards. Die Preisverleihung als multiplikativer Laufsteg entlang der Wertschöpfungskette: Style & Styling, Mode, Accessoires, Musik, Tanz, Charakter, sofern vorhanden. Kommentieren.

Treter-Werbung

Schuhsaster. Eigentlich wollten wir ja keine Werbung bringen – wenn sie nicht so schön wäre. Kommentieren.

Throbbing Gristle’s Thing

Non-Musical. Throbbing Gristle sehen sich weniger als Musikgruppe denn als Art-Performer. Als Gruppe, die eigentlich nicht nur Musik machen sondern Gesamt-Kunstwerke auf der Bühne schaffen wollte, stehen sie in der Tradition vieler Nicht-Musiker, die von Kunsthochschulen kamen, dann aber doch begnadete Musiker geworden waren. Dazu zählten Bands „Roxy Music“, die „Talking Heads“ oder die Post-Rocker […]

Throbbing Gristle’s Lady

Gedanken-Urlaub. Stell‘ Dir vor, Du hast – beruflich bedingt oder weil Du gefeiert hast, oder beides – ein paar Nächte nicht geschlafen. Dann stell‘ Dir vor, überall, wo Du dann bist, nickst Du wegen totaler Übermüdung ein: Während Du mit jemandem redest, während Du an der Kasse im Supermarkt stehst, während Du Liebe machst. Immer […]

Porno-Dichter-Lesung

Untitled from laurel nakadate on Vimeo. Ein Frauenfilm: Die Regisseurin/Videokünstlerin Laurel Nakadate filmt die Porno-Darstellerinnen Kate Kastle, Stacey Dollar, Robbye Bentley, Lucky Starr, and Stacy Adams dabei, wie sie Gedichte der Autorin Dora Malech vortragen. Sie haben beim Vortrag ihre Arbeitskleidung an. Die Vor-Lesungen finden an Orten wie Schlafzimmern oder Badezimmern statt. Literatur und Porno […]

Animation: Bowie’s Space Oddity

Lunatic. Ein grandioser Song von David Bowie. „Ziggy“ hat auf „YouTube“ ein Video dafür ausgesucht, das in Deutschland leider inzwischen gesperrt ist, und sagt dazu: „Ok, so my kids can’t get enough of this new animated series called „Lunar Jim“ wich airs on the new latin station „V-me“… I always tivo it for them and […]

DJ Sandoz‘ Dub

Accccid-House. Käptän Kirk lebt: Ein Dub des früheren „Cabaret Voltaire“-Mitglieds Richard H. Kirk, der nach CabVolt mit Acid House weitergemacht hatte und sich hier „DJ Sandoz“ nennt. Er veröffentlicht über „iTunes“ und hat folgende Pseudonyme: Al Jabr, Anarchia, Biochemical Dread, Blacworld, Chemical Agent, Citrus, Cold Warrior, Countzero, Dark Magus, Destructive Impact, Dr. Xavier, Electronic Eye, […]

Cabaret Mussolini (4)

Marschmallows. Marschmusik elektronisch umgedeutet. Popmusik und politische Aussage – ein Spannungs-Gespann. Wie ungewöhnlich „Cabaret Voltaire“ waren, sieht man auch an diesem Video. Kommentieren.

Cabaret Voltaire (3)

Elektro-Harmonists. „Cabaret Voltaire“ hieß ursprünglich ein Club mit Theater und Galerie in der Züricher Spiegelgasse 1, in dem 1916 von Hugo Ball das Stottern des Dadaismus geboren wurde. Die Band „Cabaret Voltaire“ hat ein bißchen was vom Dadaismus, hatte der sich doch damalig gegen die etablierte Kunst gewandt und damit nicht unwesentlich zu dem beigetragen, […]

Cabaret Voltaire (2)

Intervention. Aus der kommerzielleren Phase der Band „Cabaret Voltaire“, in der sie in aller Düsternis und Misanthropie tanzbare Musik gemacht hat, während die Industrial-Sounds vorher chaotischer waren. „Crack down“ heißt übersetzt „hart durchgreifen“. Die Band singt darin „Watching you watch others move. Someone, sometimes, crack down….You’re seeing things, you’re stopping things, Dreams and chasers, picking […]

Grizzly Bear unplugged

Haarmonisch. Grizzly Bear unplugged. Angenehm wie gut Grizzly Bear auch ohne großes Equipment sind. Sie sind die modernen Meister-Singer des Harmonie-Gesangs. Kommentieren.

Alan Vega’s Kung Fu

Kampfsport-Rockabilly. Alan Vega, Solist und bekannt geworden als die eine Hälfte des Duos „Suicide“, das bestimmt eines der ausgeflipptesten und seltsamsten in der Ruhmeshalle des Rock’no’Wave ist. Hier besingt er den „Kung Fu Cowboy“, leicht hypnotisch, jedenfalls sehr z/swingend. Kommentieren. http://www.endoplast.de/2010/11/11/alan-vegas-kung-fu/

Police: Roxanne (5)

Kanonisiert. Roxanne in einer Version aus 2007. Sting hat hier etwas von Johannes Rau, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von NRW. Der Auftritt ist ja fast auch staatstragend. Zum Glück ist das Stück hier nur halb so lang wie sonst bei Live-Auftritten. Sting singt noch pseudojazziger als sonst, aber ansonsten haben wir das Stück ja alle lieb. […]

Police: Roxanne (4)

Kompakt. Eine Version von 1979, in der der dubbige Mittelteil live mal ausnahmsweise nicht langweilig ausgefallen ist. Kommentieren.

Police: Roxanne (3)

Jazz-Life. Hier eine gediegenere Version von „Roxanne“. Aber wo ist bei aller Eleganz der Urschrei der Originalversion, wo die treibende Kraft, wo mehr als das routinierte Abspulen eines Standards? Wer Sting genau beobachtet, sieht, dass er sich benimmt wie ein Kapellmeister, der ganz laid back beaufsichtigt, dass das 100.000mal vorgetragene Stück formal einwandfrei rüberkommt. Mehr […]

Police: Roxanne (2)

Unplugged. Sting mit dem Police-Lied „Roxanne“ beim Live Aid-Festival 1985. Ihm zur Seite am Saxophon steht Jazzer Branford Marsalis, mit dem er auch auf Tournee gegangen ist und CD’s aufgenommen hat. Erstaunlich, dass Sting nur mit Gitarre und Saxophon als Begleitung noch einmal soviel Ausdruck erzielen kann. Dennoch ist das einstmals kraftvolle Stück deutlich distinguierter […]

Police: Roxanne (1)

PowerMen. Police sind gleich mit dem ersten Album „Outlandos d’Amour“ durchgestartet. Das darin enthaltene „Roxanne“ hat in seiner Kompaktheit alles vereinigt, was die Gruppe ausgemacht hat: Reggae, Ska, New Wave und Punk. Der Song ist ein Kraftpaket, der Gesang, der Tango-Rhythmus, der tupfende, den Grund-Rhythmus betonende Bass und die ziselierte Gitarre. Diese Version von „Roxanne“ […]

Jacko’s Wack-Dance (5)

Moon-Lightning. Hier tanzt Michael Jackson nach seinem Vorbild Fred Astaire (übrigens deutsch-österreichischer Abstammung) nach – und zeigt, dass er das nicht drauf hat. Er ist eben kein klasischer Tänzer sondern jemand, der sich seine eigenen Schritte abgeguckt und beigebracht hat. Sehr selten, dass man Michael Jackson nicht perfekt erlebt. Das hier ist so ein Moment. […]

Jacko’s Moon-Walk (4)

Jacko’s Rhythm-Step. Vom Step-Tanz zum Wacko-Jacko-Step. Den Tanz-Rhythmus von Fred Astaire hatte Michael Jackson in seine Performances transferiert. Dass es aber nicht so einfach ist, genau so wie ein Fred Astaire zu tanzen, zeigt gleich das letzte Video in der Reihe. Kommentieren.

Ed Rush’s Art-Attack (3)

Klang-Delirium. Dark-Core,  Hard-Core, Smart-Core – zum Jungle-Fever im Drum ’n‘ Bass-Gewitter gehört der Klassiker „Bludclot ArtAttack“ von DJ Ed Rush. Kommentieren.

Roni Size’s Jungle (2)

Rhythmus-Dekonstruktion. „Drum ’n‘ Base“ & „Jungle“ – Freunde oder Feinde? Die einen bezeichnen „Drum ’n‘ Bass“ als Unterstil von „Jungle“, der zuerst da war. Die anderen sagen, „Jungle“ sei tot und „Drum ’n‘ Bass“ habe ihn abgelöst. Egal – und cool. Kommentieren.

Fred Astaire’s TwoStep (1)

Vibrationen. Der Rhythmus bewegte die Unterhaltungsmusik, „Rhythm & Blues“, „Drum & Base“, „TwoStep“ oder Fred Astaire. Ein großer Bogen von „Tap Dance“/„Step Tanz“ zu „Jungle“. Aber der Zusammenhang ist da. Kommentieren.

Genesis‘ Kriechtiere (3)

Teppich-Kriecher. Zuckersüße Töne von Genesis im Lied „The Carpet Crawlers“ mit Phil Collins als Sänger. Ursprünglich stammt es vom Album „The Lamb Lies Down on Broadway“, bei dem Peter Gabriel noch mit von der Partie gewesen war und alle Texte geschrieben hatte. 1999 war „The Carpet Crawlers“ noch einmal neu eingespielt worden. Bei dieser Version […]

Genesis‘ Hogweed (2)

Konkurrenz-Krampf. Spannungsreicher geht es kaum noch zwischen zarten, lyrischen Passagen und den donnernden Orgel-Akkorden und den Schreien von Peter Gabriel in „The Return Of The Giant Hogweed“. „Genesis“ waren beim Platten-Label Chrysalis Records unter Vertrag gekommen, bei dem auch eine andere neue Art-Rock-Band angeheuert hatte: „Van der Graaf Generator“. Während „Genesis“ immer bekannter wurden und […]

Genesis‘ iPod (1)

Seelen-Wanderung. Nicht nur „Fleetwoord Mac“, die 1960er-Band, die vom traditionellen Blues zum Pop-Rock fand und über die wir hier berichtet hatten, machte in ihrem Werdegang eine Wandlung zum Kommerz durch, auch eine andere, die zunächst geradezu der Inbegriff des „Art-Rock“ geworden war, veränderte ihr Gesicht und wurde zum wichtigen Vertreter des Mainstream. Die Gruppe „Genesis“, […]

Fleetwood Mac, Test (6)

Hand-Werk. Lindsey Buckingham, der „Musical Director“ der inzwischen 43 Jahre alten Rockband „Fleetwood Mac“, äußerst fingerfertig beim „Gitarren-Test“. Zu hören ist der Band-Song „Big Love“ auf einer Gibson „Les Paul“. Man sieht, wie virtuos der Gitarist ist. Darüber hinaus hat er  Fleetwood Mac als Songschreiber, Produzent, Arrangeur und Sänger mit geprägt. Wird es bald ein […]

Fleetwood Mac, 1976 (5)

Mainstream-Krankheiten. Hier ist nur der Gesang von „Go Your Own Way“ zu hören. Dabei tritt hervor wie ausdrucksstark Lindsey Buckingham vorträgt und wie der Backing-Chor arrangiert ist. 1982 erschien mit einem Abstand von drei Jahren auf „Tusk“ das Album „Mirage“, das wieder auf Platz 1 der US-Album-Charts landete. Nach weiteren 5 Jahren, 1987 erschien „Tango […]

Fleetwood Mac, 1998 (4)

Erfolgs-Geschichten. Zu sehen sind zwei Auftritte von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham 1998 in der David Letterman-Show mit den Stücken „Big Love“ und „Landslide“ in einer akustischen Version. Fleetwood Mac war 1975 von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham, dem jungen und vorher monetär nicht sehr erfolgreichen Paar, zum heißesten Mainstream-Act befördert worden. 1977 kam als […]

Fleetwood Mac, 1979 (3)

Leistungs-Schau. Zu sehen ist hier eine zweite Version des von Lindsey Buckingham geschriebenen und gesungenen Hits „Go Your Own Way“ von 1977. Auf der großen Erfolgswelle begannen „Fleetwood Mac“ bereits 1975 zu reiten. Das Album „Fleetwood Mac“ wurde zur Nummer 1 in den amerikanischen Charts und alle drei Singles waren hoch platziert. Einer, „Over My […]

Fleetwood Mac, 1977 (2)

Super-Group. Ende der 60er Jahre waren Fleetwood Mac ein Top-Act der bluesinspirierten Rock-Musik gewesen. Nach dem Weggang von Bandleader Peter Green blieb die Band 1971 mit dem Album „Kiln House“ noch beim Blues-Rock und Verwandtem. Dann stieß Bob Welch als neues Bandmitglied zur Gruppe. Welch, der viel später zwei Alben lang mit der Gruppe „Paris“ […]

Nancy Sinatra 1966

Bootslegs. Frauen und Schuhe, eine verhängnisvolle Affäre? „These Boots are made for Walkin’“ – einer der Pop-Klassiker der Sechziger Jahre, komponiert von Lee Hazlewood. Kommentieren.

The Felice Brothers

Street Credibility. New Folk der Underdogs. Die amerikanische Band gibt’s vier Jahre. Sie hat Erfolg, weil sie ursprünglich ist. Der Musik hört man die Straße an. Nicht nur im Auto. Kommentieren.

Our Broken Garden

Schön. Oder? Kommentieren.

Collagen von C.Parentela

Recycling. Aus Versatz-Stücken etwas Neues machen – das ist die Kunst der Collage. Hier einige Beispiele des italienischen Künstlers Claudio Parentela. Kommentieren.