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22. November: Habe ich tatsächlich einen Vogel?

Wo Du fliegst, wie Du mir riest, wölbt sich der Himmel offen, in mein Her hast Du getroffen.

Wo Du fliegst, wie Du mir rietst, wölbt sich der Himmel offen, in mein Herz hast Du getroffen.

Ich bin gefragt worden, was es mit diesem Vogel auf sich habe und ob es ihn in Wirklichkeit gäbe, ob er gemalt oder fotografiert sei. Außerdem, was dieser Vogel mit Wachstum zu tun habe.

Das sind fast zu viele Fragen auf einmal. Hier oben ist erstmal eine Version des Bildes. Das Bild im Artikel über den Begriff „Wachstum” war etwas am Computer bearbeitet, da konnte man es nicht mehr erkennen.

Lob der Bedächtigkeit: Ausführlich ist schnell
Der Vogel heißt Mahavinshnu Shnu. Korrekterweise müßte man ein „Frau” davorstellen. Das ist dann aber so lang, dass man den Namen nicht mehr mal eben zwischen Tür und Angel rufen kann, zum Beispiel um sich schnell zu verabschieden, weil man unter Umständen keine Zeit mehr hat.

Alle Dinge sind ein Teil
Das gibt es aber bei Frau Mahavishnu Shnu nicht. Man muß sich Zeit nehmen. Das gebietet die Höflichkeit. Auch das Aquarellieren soll nicht hopp-hopp gehen. Es verlangt ein Ritual der Versenkung, bei dem ich die Trennung zwischen dem Pinsel und mir aufhebe.

Das Ziel ist das Ziel
Das Bild ist mit einem japanischen Bambuspinsel aquarelliert, den man in der Regel zusammen mit einer speziellen Tusche benutzt. Ich habe ihn aber trotzdem zum Aquarellieren verwendet und konnte das nur tun, weil ich eine Stunde über den Pinsel meditiert habe. So bin ich eins mit ihm geworden, oder besser gesagt: Ich bin der Pinsel geworden und er ist ich geworden. So gab es keinerlei Unterschied mehr zwischen Wollen und Können. Man sieht dies wahrscheinlich, wenn man die beiden Bilder vergleicht.

Wachstum zur inneren Reife
Indirekt habe ich hoffentlich damit auch den Zusammenhang zum inneren Wachstum hergestellt. Frau Mahavishnu Shnu gefällt übrigens, das hat sie mir in der Folge der Versenkung gesagt, folgende Bearbeitung, in der sie den Ort der Stille erkennt:

Die transzendentale Oszination wird in dieser Version deutlicher.

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