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Gefahrenherd Schriftstellerei: Stephen King sieht ein paar bodenständige Gesichter

Überall Gesichter

Traum: Ich bin Stephen King, habe mehr Kohle verdient, als ich selber weiß, weil mein Agent die Hand drauf hält. Ich schreibe und schreibe, ich habe Erfolg. Aber ich verkrafte das nicht.

Ich ziehe mich zu. Mit Alkohol. Koks. Mit literweise Mundwasser, Tabletten. Irgendwann, meine Romanfiguren im Nacken, gehe ich zu Boden. Und da sind sie: All die Gesichter. Überall. Sie blicken mich an.

Erstens ist da Dave, der manisch-depressive Lithograph,

ein Druckerei-Zulieferer. Er sieht mich an und sagt: Nicht nur Deine Bücher sind Schund, auch ihre buchbinderische Verarbeitung und die Papierqualität.

Zweitens ist da Fu-Chen, der weise Chinese,

dessen Blick mein Schicksal erkannt hat. Fu-Chen sieht mich an, wie ich in meiner Kotze auf dem Boden wimmere. Milde umspielt seine Augen. Dennoch macht er mir Angst.

Drittens schließlich Freddy, ein Koala-Bär,

der nicht mehr von seinem Acid-Trip runtergekommen ist. Er sieht aus, als könne er kein Wässerchen trüben. Aber er hat Zähne, die jeden Haifisch transparent werden lassen. Er ist mir gefährlich nah und lächelt mich an.

Dann bin ich aufgewacht.

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