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Charlie Hebdo: Fox News als Kriegstreiber?


FoxMus. Man kennt das von den verschlagenen Rechtsanwälten aus amerikanischen Kriminalserien, die nur fragen dürfen aber dann doch den Angeklagten mit suggestiven Behauptungen konfrontieren. Der Rechtsanwalt ruft Einspruch und der Richter sagt stattgegeben und dass die Geschworenen das Gesagte vergessen sollen. Aber das wäre zu viel verlangt, irgendwas bleibt nämlich immer hängen – auch wenn der Rechtsanwalt es nicht hätte sagen dürfen und sich hinterher dafür reumütig entschuldigt. Dahinter steckt Kalkül: irgendwas bleibt eben immer hängen. Hier im Video geht es aber nicht um Geschworene sondern um die Zuschauer des amerikanischen Senders Fox-News. Denn die werden öfters mal vom Sender mit Falschmeldungen versorgt, für die er sich hinterher brav entschuldigt. Russell Brand, der Moderator im Video, das hier zu sehen ist, sieht darin bewusste Kriegstreiberei, gehört doch die Fox Broadcasting Company dem Medienmogul Rupert Murdoch, der Aktien in Energieversorgungs-Uternehmen hielte und von einem Krieg profitieren würde. So weit muss man aber gar nicht ausholen. Fox News ist ultrakonservativ, hat die Tea-Party unterstützt und wendet sich in schöner Regelmäßigkeit mit unwahren Behauptungen zum Beispiel auch gegen Präsident Brack Obama, dem der Sender immer wieder abspricht, amerikanischer Staatsbürger zu sein. Nun musste sich Fox mit mehreren Entschuldigungen anlässlich der Folgeberichterstattung in Sachen Charlie Hebdo von seiner Falschmeldung distanzieren, in Paris, Birmingham und Städten anderer europäischer Länder gäbe es muslimische No-go-Zonen, die nur von Moslems betreten werden dürften. Es wurde damit dem durchschnittlich eher uninformierten Fox-Konsumenten suggeriert, dass die Zustände in Europa aus dem Ruder liefen. Im Video sind Ausschnitte einer Fox-News-Moderatorin zu sehen, die von bundesdeutscher Sachlichkeit doch schon einige Schritte entfernt sind. ;-) Man sehe und staune. Kommentieren.

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