James Joyce, der Innovator der Weltliteratur, bleibt immer aktuell.

James Joyce, der Innovator der Weltliteratur, bleibt immer aktuell.

Revoluzer haben bessere Chancen, auch später noch aktuell zu sein. James Joyce, der Mann, der Literatur geschrieben hat, an deren Deutung sich nun schon Generationen von Lesern versucht haben, steht immer noch auf der Agenda.

Wird wohl immer so bleiben, weil er der erste war, der einen seltsamen literarischen Mond betreten hat, auf dem sonst kaum jemand war. Hier also Verstreutes aus der Joyce-o-Spähre:

Hans Magnus Enzensberger: Joyce-Hörspiel im Deutschlandradio
Am 2. Mai 2010 kann man eine „Ulysses“-Bearbeitung von Hans Magnus Enzensberger aus dem Jahr 1960 im Deutschlandradio hören. Das Hörspiel beginnt um 18:30 Uhr und dauert 78 Minuten. Die Vielstimmigkeit im Ulysses schreit ja geradezu nach einer Hörspielfassung. Enzensberger nannte seine Version „Irisches Pandämonium“.

James Joyce‘ im TV: Dokumentation eines Lebens, das nie langweilig war

Eine einstündige Sendung über James Joyce sendet das Internetfernsehen Texxas zwischen dem 20. und 21. April 2010 zu verschiedenen Sendezeiten. Man erfährt etwas über Joyce’s chaotisches Leben, sein unstetes Berufsleben und seine chronisch leere Brieftasche (bzw. vielleicht darüber, warum sie, wenn sie mal voll war, so extrem schnell wieder leer war). Die Sendetermine liegen am 20.04. um 18:00 Uhr und am 21.04. um 6:00, 12:00 und 24:00 Uhr. Der biografische Beitrag ist 1 Stunde lang.

„Finnegans Wake“ an der Uni: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Die Philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien veranstaltet im Sommer-Semester 2010 donnerstags 20-22 Uhr eine Joyce-Reading-Group, die „Finnegans Wake“ im Original erkundet. Motivierend und eigentlich wie selbstverständlich fügt die Fakultät hinzu: „Familiarity with the book not necessary.“ (Wie könnte es auch anders sein?) Jeder ist willkommen!