Archive | Schreibgeräte

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Lebenslügen: Was passiert, wenn das, was das Radiergummi wegradieren soll, sich auf dem Radiergummi selbst befindet?

Posted on 15 Juni 2011 by Nelly Kratt

Wer radiert, löscht unter Umstunden die Wahrheit aus

Das Radiergummi am Ende seiner Möglichkeiten

Eine Antwort könnte sein: Man muss solange radieren, bis das komplette Continue Reading

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Schreibpraxis: Erpresserbriefe leicht gemacht

Posted on 26 Januar 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt

Ein Endoplast-Erpresserbrief

Unterwelt-Satz-Zeichen. Es gibt einen Generator zum Schreiben von Briefen Continue Reading

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iPad: Apple’s Tablet-PC ab sofort zu haben

Posted on 27 Mai 2010 by Ralf Wasselowski

Apple-Gründer und -Chef Steve Jobs hat gut lachen: Das iPad ist gut gestartet und Apple steht gut da wie nie. Vor 10 Jahren war das Unternehmen fast am Ende. Jetzt sieht alles anders aus.

Apple-Gründer und -Chef Steve Jobs hat gut lachen: Das iPad ist gut gestartet und Apple steht gut da wie nie. Vor 10 Jahren war das Unternehmen fast am Ende. Jetzt sieht alles anders aus.

Wer ein Zelt und festes Schuhwerk zur Verfügung hat, sollte sich heute schon mal vor die einschlägigen Verkaufsstellen begeben. Continue Reading

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Extremschreiben: Der Fisher Space-Pen from Outer Space

Posted on 30 Dezember 2009 by Rolf

Leben mit der Atomkraft: Eine strahlende Zukunft ist uns gewiss. Vorher sehen wir uns aber den Space Pen an, der all das überleben wird.

Leben mit der Atomkraft: Eine strahlende Zukunft ist uns gewiss. Vorher sehen wir uns aber mal den Space Pen an, der all das überstehen wird.

Wir liegen gerade in der Badewanne. Wir haben ein besonderes Schreibgerät in die Hände bekommen: Den Fisher Space Pen. Continue Reading

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Das Puschel-Schreibgerät

Posted on 28 August 2009 by Rolf

Schreiben kann so entspannend sein. Warum es mit diesem Kuli aber nicht so ganz optimal funktioniert, läßt sich hier nachlesen.

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Kuriose Schreibgeräte: Der Puschel-Kuli

Posted on 27 August 2009 by Rolf

Er gibt vor, ein edles Schreibgerät zu sein. Aber ist er auch eines Königs würdig?

Er gibt vor, ein edles Schreibgerät zu sein. Aber ist er auch eines Königs oder einer Königin würdig?

Diesmal wissen wir wirklich nicht mehr weiter. Wir haben hier auf Endoplast unter dem Label “Kuriose Schreibgeräte” bereits drei Kugelschreiber rezensiert. Continue Reading

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Kuriose Schreibgeräte: Der Kugelschreiber mit Gefahrenpotenzial

Posted on 05 August 2009 by Rolf

Du suchst die unverstellte Ruhe von Mutter Natur und begegnest doch tatsächlich Vater Saurier. Weitergehen auf eigene Gefahr.

Du suchst die unverstellte Ruhe von Mutter Natur und begegnest dort nur Oppa Saurier. Bis hierhin schien alles einfach. Jedoch nun: Weitergehen auf eigene Gefahr!

Wir gehörten in der Schule zu jenen Schülern, die mit ihren Gedanken immer woanders waren und deshalb bei Klassenarbeiten ständig das Thema verfehlten. Wer dies mit Bezug auf die einleitende Abbildung ebenfalls denkt, hat unser Verhaltensänderungs-Potenzial vollständig falsch eingeschätzt. Auch wenn man es nicht sofort erkennt, es geht hier um ein Schreibgerät, allerdings um eines, mit dem nicht zu spaßen ist: Ein multifunktionaler Kugelschreiber in Form eines Dinosauriers.

Heike-Hartmann Heesch und Detlef Heesch, die auch für die Fotos verantwortlich zeichnen, haben uns auf eines der letzten sozusagen freischreibenden Exemplare hingewiesen. Sie schämen sich nicht, diesen Kugelschreiber ständig zu benutzen. Es handelt sich um einen trashigen Effektkugelschreiber, den man nach oberflächlicher Betrachtung achtlos zur Seite legen könnte. Wenn da nicht einige Besonderheiten wären:

Schreibgerät und Lichtquelle in einem. Strahlender war das Lächeln eines Sauriers nie.

Schreibgerät und Lichtquelle in einem. Strahlender war das Lächeln eines Sauriers nie.

Der Kugelschreiber leuchtet, was beim Schreiben hilfreich sein kann. Ist es in diesem Fall aber nicht, weil die Lichtquelle in die dem Schreiben entgegengesetzte Richtung weist. So muß nun der Schreibende eher aufpassen, nicht geblendet zu werden oder im ungünstigen Fall gar zu erblinden. Wie mit Blinden in unserer Gesellschaft umgegangen wird, wissen wir alle. Deshalb: Vor Gebrauch dieses Kugelschreibers lieber nochmal nachdenken.

Darüber hinaus ein hervorragendes Beispiel für Energieverschwendung, die – bedenkt man die theoretischen Wirkmechanismen des sogenannten “Butterfly-Effektes” – unter Umständen langfristig dazu beitragen könnte, dass die gesamte Menschheit ausgelöscht werden könnte, und damit auch alle Menschen, die schreiben. Und dieser Widersinn nur, weil ein Erfinder Lichtquellen nutzt, die nichts bringen. Ist das denn die Möglichkeit? Was soll der Scheiß? Ist dieses Schreibgerät am Ende eine Art Trojanisches Pferd? Wir wollen es verdammt nochmal gar nicht wissen.

Dieser Dinosaurier beweist Vielseitigkeit. M.C. Escher hätte seine Freude daran gehabt.

Dieser Dinosaurier beweist Vielseitigkeit. M.C. Escher hätte seine Freude daran gehabt.

Anstatt dessen versuchen wir uns zu beruhigen und kommen – zwar widerwillig – auf die positiven Seiten dieses Kugelschreiber zu sprechen. Er bietet uns Kurzweil: Die Unterseite ist hell-orange, die Oberseite dunkel-violett. Das ist der Zustand bei eingefahrener Mine. Um sie auszufahren, dreht man den Dinosaurierschwanz. Die Kugelschreibermine erscheint, das Orange ist durch das Drehen nach oben “gewandert” und leuchtet uns entgegen.

Wir können den Stift von vornherein aber auch anders herum halten. So könnten wir uns je nach Tagesform – ob zutiefst depressiv (dunkle Seite des Kulis) oder himmelhoch jauchzend manisch (helle Seite des Kullis) – alle Möglichkeiten menschlicher Gefühls-Nuancen erschliessen. Und dies mit einem Schreibgerät, dem wir zu Anfang voreilig Trashigkeit unterstellt hatten. Früher hätten wir für sowas mit der Eselsmütze auf dem Kopf in der Ecke stehen müssen.

Er bleibt gerne für sich und will mit Menschen nicht unbedingt und nicht immer etwas zu tun haben: Unser treuer Gefährte, der Dino-Kulli.

Er bleibt gerne für sich und will mit Menschen nicht unbedingt und nicht immer etwas zu tun haben: Unser dennoch stets treuer Gefährte, der Dino-Kuli.

Heute sind die Zeiten liberaler. Deshalb nutzen wir das aus und schreiben freiweg von der Leber: Dieser Kugelschreiber ist Mist. Er birgt in sich einen Heiterkeitsfaktor und gewährt uns durch sein Farbenspiel einen Blick auf die Ambivalenz des menschlichen Seins. Aber er ist so dermaßen unergonomisch – das geht gar nicht. Würde sich dieser Kugelschreiber irgendwo, zum Beispiel als Kuli, bewerben, müsste er wirklich viele Jahre lang Bewerbungen schreiben und würde nie genommen.

Dies zum Grundsätzlichen. Aber unser konkretes Exemplar hat ja bereits als vielleicht letztes seiner Art ein wohliges Zuhause in Hamburg gefunden. Ein Glück für ihn.

Alle Fotos und Bilder, die hier exklusiv veröffentlicht werden, können als Poster, auf T-Shirts, oder als Ausdrucke (auch in Großformaten) über uns bezogen werden. Wer Interesse hat, schreibt uns einen Kommentar, später veröffentlichen wir dazu eine E-Mail-Bestelladresse.

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Kuriose Schreibgeräte: Der Kugelschreiber mit Wow-Faktor

Posted on 03 August 2009 by Rolf

Wankend über eine im Niedergang befindliche Einkaufsstraße in einer großen Stadt des Ruhrgebiets wurden wir in der Filiale eines Großdrogisten mit Stiftabteilung fündig und standen da mit offenen Mündern und roten Wangen: Kein totes Holz sondern ein Stift mit integrierter Pflanze.

Wankend über eine im Niedergang befindliche Einkaufsstraße in einer großen Stadt des Ruhrgebiets wurden wir in der Filiale eines Großdrogisten mit Stiftabteilung fündig und standen da mit offenen Mündern und roten Wangen: Kein totes Holz sondern ein Stift mit integrierter Pflanze.

Unter all den Möglichkeiten, etwas mittels eines Stiftes zu Papier zu bringen, hat uns diese hier tatsächlich am meisten erstaunt. Es handelt sich um einen Kugelschreiber, der sich vom dünnen Schaft am Schreibende nach hinten verdickt. Warum verdickt er sich, was soll das? Weil dort hinten eine durchsichtige Kapsel integriert ist, in der sich ein lebendiger Minikaktus befindet. Und der braucht zumindest etwas Platz.

Gefälliges Design, eine florale Prägung im Kunststoff zum dicken Ende hin und ein kleiner, armer Kaktus, der um Hilfe ruft.

Gefälliges Design, eine florale Prägung im Kunststoff zum dicken Ende hin und ein kleiner, armer Kaktus, der um Hilfe ruft.

Wir standen da und hatten Mitleid. Wir konzentrierten uns unmenschlich, um die Hilferufes des gefangenen Kaktus’ zu hören. Vergeblich. Immer wenn etwas Totes etwas Lebendiges umschließt, wird es denkwürdig.

Der Kugelschreiber ist aus Plastik. Die Prägungen, die pflanzliche Elemente andeuten, wirken gefällig wie auch das Hellgrün als Hauptfarbe, die den Blick anzieht. Sie suggeriert Frische und Lebendigkeit. Der hellgrüne Kunststoff ist matt glänzend, das Schreibende nur matt in einer dunkleren dem Olivgrün verwandten Farbe. Die Lamellierung der Abschlußkappe, hinter der sich der profane Kugelschreiber versteckt, gemahnt entfernt an das Corporate Produktdesign des großen Stifteherstellers, der dieses Schreibgerät nach hierhin importiert hat.

Es ist nicht preiswert: 7,95 Eur. Dafür erhält man einen Stift, der besonders aussieht, eine Besonderheit in sich trägt aber ansonsten normal schreibt. Wir könnten es auch weniger freundlich ausdrücken: Das eine Ende – das mit dem Kaktus – ist schön. Es lädt ein zu einer Betrachtung über Leben und Tod, über Freiheit und Gefangenschaft. Es könnte unter Umständen deshalb aber auch ein bitteres Ende sein. Das andere Ende ist profan und hässlich. Es hat keine gefälligen Formen, keine schöne Farbe. Beide Enden wollen uns die Dualität des Lebens nahebringen: Schönheit und Hässlichkeit, Weltlichkeit und Transzendenz, Leben und Tod. Ach ja, wo waren wir gleich noch stehen geblieben? Der Kulli:

Hier, in dieser futuristischen Nische, verbirgt sich Leben. Darwin, hörst Du uns...?

Hier, in dieser futuristischen Nische, verbirgt sich Leben. Darwin, hörst Du uns...?

So ausgerichtet wirkt dieses Schreibgerät wie ein instellarer Kugelschreiber. Es hat Dynamik, es treibt die Diskussion darüber, was man mit Leben tun darf auf die Spitze. Das dünne Ende, zwischen Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger geführt, hat den richtigen Durchmesser, das dicke ist etwas zu umfangreich und liegt schlecht auf dem Zwischenraum zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Das Material wirkt nicht unangenehm.

Wie lautlos im Weltraum kann sich ein kleiner, armer Kaktus fortbewegen. Wir wissen es nicht. Aber unsere Gedanken flirren.

Wie lautlos im Weltraum kann sich ein kleiner, armer Kaktus fortbewegen? Wir wissen es nicht. Aber unsere Gedanken flirren.

Der Minikaktus befindet sich in einer durchsichtigen Kapsel aus Plexiglas. Die Konstruktion nötigt uns eine gewisse Anerkennung ab: Der obere Teil wirkt wie ein kirchliches Gewächshaus, der untere scheint eine Art Substrat zu sein, in dem der Kaktus tatsächlich wächst. Wenn man diesen Teil wässert, was man alle 2 Monate tun sollte, dringt Feuchtigkeit ins Innere.

Kaktus unplugged. Den Kirchenhut abgenommen, nähert sich Leben unserer Sichtachse.

Kaktus unplugged. Den Kirchenhut abgenommen, nähert sich Leben unserer Sichtachse.

Dieser Kaktus stand fast zwei Monate ohne Wasser in unserer Schreibstube. Dann haben wir ihn forschriftsmäßig gewässert und konnten beobachten, dass er wächst. Technisch funktioniert das Prinzip. Es scheint sich also jemand Gedanken darüber gemacht zu haben, wie dieses Leben über einen längeren Zeitraum erhalten werden kann. Dies fanden wir als zweite Tatsache erstaunlich.

Das naked Ensemble: Die wesentlichen Bestandteile im Stilleben. Dass das Ganze auch schreiben kann, ist nebensächlich.

Das naked Ensemble, oder: Die wesentlichen Bestandteile als Stilleben. Dass das Ganze auch schreiben kann, ist nebensächlich.

Wieder ließen wir unsere Gedanken schweifen, die uns vom eigentlichen Thema, des Schreibens und seiner Voraussetzungen, abbrachten: Diesmal diskutierten wir über Marketingaspekte. In was für einer Welt leben wir? In einer Welt, in der es zwanghaft um Aufmerksamkeit geht. Wer nicht auffällt, scheitert. Ja ist das denn die Möglichkeit? Und darum kreiert man ein an einer Seite durchaus durchdachtes Produkt, um es an der anderen Seite, der Heimat der Schreibfunktionalität, jämmerlich scheitern zu lassen? Wir bekamen beide gleichzeitig Herzklabaster ob der Folgerichtigkeit unseres Gedankengutes.

Es sieht auf diesem Foto zwar so aus aber wir werden mit diesem Stift nicht schreiben. Den Kaktus haben wir inzwischen befreit. Er kann jetzt atmen. Er lächelt wieder.

Es sieht auf diesem Foto zwar so aus aber wir werden mit diesem Stift nicht schreiben. Den Kaktus haben wir inzwischen befreit. Er kann jetzt atmen. Er lächelt wieder.

So war der Kauf des Kugelschreibergefängnisses in einer heruntergekommenen Fußgängerzone, die uns direkt die hässliche Fratze des im Niedergang befindlichen Kapitalismus entgegenreckte, für uns ein Lehrstück in vielerlei Hinsicht. Effekt statt Qualität, Verschwendung wertvoller konstruktiver Fähigkeiten, die man z.B. besser für Aufforstungsprogramme oder die Rettung des Regenwaldes hätte einsetzen können.

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Kuriose Schreibgeräte: Der 1-Euro-Raketenkulli hebt ab

Posted on 02 August 2009 by Rolf

Im Zeitalter der Digitalisierung und der Medialisierung, von Computer und PDA kommt klassischen Schreibgeräten – Füllern, Kugelschreibern, Tintenrollern, Filz-, Bunt- und Bleistiften – keine große Aufmerksamkeit mehr zu. Sicher, man verwendet sie, aber man denkt nicht mehr viel über sie nach.

Wir von Endoplast schreiben und zeichnen auch noch ganz traditionell. Das hat was. Wir machen uns darüber Gedanken, welche die besten, die schönsten, die besitzenswertesten sind, und welche Schreibgeräte uns am besten bei Arbeit und Hobby unterstützen.

Wir beginnen heute mit einem sehr seltsamen Schreibgerät, das wir für 1 Eur in einem 1-Euro-Laden erstanden haben.

Er wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Kugelschreiber. Er wirkt nicht hochwertig. Er ist seltsam. Aber wir lieben ihn: Den Raketenkugelschreiber.

Er wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Kugelschreiber. Er wirkt nicht hochwertig. Er ist seltsam. Aber wir lieben ihn: Den Raketenkugelschreiber.

So sah er aus, als wir ihn gekauft haben. Zusammengeklappt wirkt er wie ein Spielzeug oder ein billiges Kinder-Klappmesser. Er ist nicht schwer, komplett aus Kunststoff. Immerhin stinkt er aber nicht. Wir haben deshalb die Hoffnung, dass uns beim Schreiben nicht eine Schwermetallvergiftung ereilt.

Rechts oben sieht man ein schwarz-glänzendes Oval. Drückt man da drauf…

Außer hui, innen hui: Das Raumschiff öffnet sich und der Alien blickt mit zusammengekniffenen Augen dem Tageslicht entgegen.

Außen hui, innen hui: Das Raumschiff öffnet sich und der Alien blickt mit zusammengekniffenen Augen dem Tageslicht entgegen.

…öffnet sich das Ganze. Das rote Äußere spaltet sich in zwei Teile, die nach links und rechts wegklappen. Aus der Mitte schiebt sich unglaublich schnell per Federmechanismus das silberne Innentel, das die Kugelschreibermiene beherbergt, nach vorne. Für das Foto mußten wir die roten Außenteile künstlich zusammenhalten, damit man die Bewegung begreift.

Wie eine Blüte entfaltet sich der Exot. Die Bewegung ist mit dem bloßen Auge kaum nachzuvollziehen.

Wie eine Blüte entfaltet sich der Exot. Die Bewegung ist mit dem bloßen Auge kaum nachzuvollziehen.

Die Spitze wirkt wie ein Flugzeug- oder Raketenrumpf. Sie ist mit dem roten Außenteil, der sich wieder zusammenklappt und dann den unteren Schafft bildet, über zwei schwarze Stege verbunden. Die Kraft, die das silberne Teil heraus- und nach vorne schnellen läßt, die am Anfang gleichzeitig das rote Äußere teilt, zieht es mit der gleichen Bewegung, die nach Außen weist, über diese Stege auch wieder zusammen.

Billig aber durchdacht: Glücklich schätzen wir uns als Käufer, die wissen, was sie wollen, wenn wir in einer Nische am Ende des Regals etwas finden, das wir nicht erwartet hätten.

Billig aber durchdacht: Glücklich schätzen wir uns als Käufer, die wissen, was sie wollen, wenn wir in einer Nische am Ende des Regals etwas finden, das wir nicht erwartet hätten.

Das alles, das Aussehen und die Mechanik, treffen uns unerwartet. Es wirkt wie Science Fiction pur. Aber der Hersteller macht Ernst: Es funktioniert. Es hätte theoretisch alles sein können, nun aber atmen wir beruhigt und kontemplativ auf – es ist nich Al Quaida, es ist nichts zum Stechen, keine Granate, kein Kokon eines Außerirdischen. Es ist vielmehr ein einfacher Kugelschreiber, der so schnell aus der Versenkung aufgetaucht ist, damit wir beim Telefonieren nicht zuhören müssen und lächelnd kritzeln können. Das Knöpfchendrücken geht übrigens mit etwas Übung locker mit einer Hand.

Das ist er in all seiner Pracht. Wir sind erstaunt: Ausgewogene Proportionen und eine Ehrfurcht gebietende Endform...

Das ist er in all seiner Pracht. Wir sind erstaunt: Ausgewogene Proportionen und eine Ehrfurcht gebietende Endform...

Im Sommer im Straßencafe sitzen und diesen Billigkugelschreiber zücken und mal eben ausfahren lassen – das könnte die oberflächlichen Gespräche augenblicklich zum Verstummen bringen. Es ist ein Zucker-Design-Teil. 1 Euro. Unglaublich.

Leider liegt er nicht so gut in der Hand. Aber er schreibt. Vielleicht für jemanden mit Extrem-Pranken.

Leider liegt er nicht so gut in der Hand. Aber er schreibt. Vielleicht für jemanden mit Extrem-Pranken.

Als wir mit ihm schreiben, kommt die Ernüchterung. Ja, er schreibt, ok. Aber der dicke Schaft liegt nicht gut in der Hand. Auch ist jetzt schon klar, dass es nicht lange dauern wird, bis sich der Verschlußmechanismus abgenutzt haben wird und nicht mehr richtig zuklappt. Klappt er aber nicht mehr richtig zu, wird er aufgrund der Federwirkung, der man eine Kraft entgegensetzen muß, geöffnet bleiben müssen.

Wir sind trotzdem nicht sauer. Wir haben für diesen kleinen Stift – im Gegenteil – einen kleinen Pappaltar gebastelt, vor dem wir jeden Abend niederknieen und dem Erfindungsreichtum und der Ingenieurskunst des Produzenten dieses Schreibgerätes Tribut zollen. 1 Euro: Was wir dafür als Gegenleistung erhalten haben, befriedigt uns in jeder Hinsicht. Danke. Wir danken Dir. Du hast uns bereichert, unserem Leben eine neue Dimension hinzugefügt. Du hast es bunter gemacht. Du hast uns gezeigt, dass man mit wenig Aufwand, mit geringen Ressourcen, viel, sehr viel, erreichen kann. Wir wollen diese Maxime auf unser ganzes Leben übertragen, doch warten wir noch damit, bis wir das nächste Schreibgerät rezensieren dürfen.

Alle Fotos und Bilder, die hier exklusiv veröffentlicht werden, können als Poster, auf T-Shirts, oder als Ausdrucke (auch in Großformaten) über uns bezogen werden. Wer Interesse hat, schreibt uns einen Kommentar, später veröffentlichen wir dazu eine E-Mail-Bestelladresse.

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