Tag Archive | "Kulturbegriff"

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Bag Raiders Goldesel

Posted on 24 Juli 2011 by Ralf Wasselowski

Wa(h)re Kunst. Jim Morrison, legendärer Sänger der Sixties-Düsterrock-Gruppe The Doors, hatte die Bandmitglieder angeschrieen und beschimpft, als diese ihren Hit “Light my fire” in dessen Abwesentheit als Werbeliedchen für einen Fernsehspot verkaufen wollten. Heute, im Zeitalter des Niedergangs der alten Plattenindustrie und im Erstarken der Musikshops im Internet, werden unbekannte Musiker mit geilen Songs öfters mal über die Werbung bekannt, wie dieses Liedchen des australischen House-DJ-Duos Bag Raiders. Chris Stracey and Jack Glass kommen sehr melodiös rüber und bekommen per Werbevertrag die ganz große Bühne, obwohl sie schon erfolgreiche DJ’s sind. Aber wer kennt schon DJ’s? Kommentieren.

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JonathanMeese total.5

Posted on 03 Juli 2011 by Rolf

Künstler-Pech. Die Zielgruppe von Meese und seiner Galerien ist gar nicht „die Masse“ sondern es sind betuchte Kunden, die sich Kunst leisten können und in Ausstellungen und Performances auch erwarten, überrascht, unterhalten und verblüfft zu werden. Da kommt Performer Jonathan Meese gerade recht. Wo Künstler wie der Chinese Ai Weiwei tatsächlich gegen Mißstände protestieren und dafür drangsaliert und ins Gefängnis geworfen werden, betreibt Meese Schattenboxen – in der satten Mediengesellschaft und von der Wirkung her nicht viel mehr als ein bunter Harlekin. Kommentieren.

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JonathanMeese fatal.3

Posted on 03 Juli 2011 by Rolf

Massen-Produktion. Das Feuilleton verbreitet sich darüber, dass Meese wie ein Kind sei. Tatsächlich agiert er wie ein solches, ergeht sich in einer infantilen Selbstdarstellung und sondert in seinen Performances nicht enden wollende Plattitüden ab. Seine vermeintlich naive Weltsicht als „Enfant terrible“, als schreckliches Kind, ist nicht das Problem, es sind eher die ökonomischen Begleiterscheinungen: Seine Bilder, die er oft in Sekunden oder Minuten runterschruppt, die allesamt Geburten des Augenblicks sind, werden zwischen 5.000-60.000 Euro verkauft. Meese hat Verträge mit Galerien, für die er massenweise produziert. Er muß ständig Nachschub liefern, weil die Nachfrage groß ist – und er kommt dem nach. Kommentieren.

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JonathanMeese medial.2

Posted on 03 Juli 2011 by Rolf

Kunst-Messias. Jonathan Meese proklamiert eine Auferweckung der Kunst aus einem selbstgewählten Dornröschen-Schlaf, dabei produziert er fließbandmäßig Austauschbares, hat sich ein paar simple Reizthemen gegriffen, wie „Militarismus“ oder „Hitler“, die er permanent – sich selbst wiederholend – bearbeitet. Er agiert marketingmäßig, indem er sich selbst stilisiert und dabei von Beuys oder Gilbert & George gelernt hat, anstatt neue künstlerische Inhalte zu schaffen. Dabei changiert er zwischen Hofnarr, Entertainer, Medienguru und – man glaubt es kaum noch – Künstler. Dass Meese sehr schnell von den Medien, die seine Botschaften weitertragen, vereinnahmt und zum simplen Unterhaltungsfaktor wurde, der weniger ernst genommen wird, als er es sich wünscht, nimmt er in Kauf – ähnlich wie Josef Beuys, der neben allem anderen ein Künstler für die Medien war. Kommentieren.

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JonathanMeese radikal.1

Posted on 03 Juli 2011 by Rolf

Naive Kunst. Künstler, die auf die Gesellschaft einwirken, müssen außen stehen, damit sie einen unverstellten Blick haben – so das gängige Bild. Wer nicht sozial eingegliedert ist, wer absonderliche Ansichten hat und ebensolche Verhaltensweisen an den Tag legt, ist niemals kompatibel mit der Mainstream-Gesellschaft und kann ihr so wunderbar den Spiegel vorhalten. Das hat etwas von einem Hofnarr, der bei Hofe gleichzeitig unterhielt und geistig anregte. Die zeitgemäße Kunst scheint genau aus diesen Ingredienzien zu bestehen: Sie muß unterhalten, mehr als ihr lieb ist, und zum Nachdenken anregen. Andy Warhol war unterhaltsam, Josef Beuys brachte seine künstlerischen Aussagen in platten Slogans auf den Punkt („Kunst = Politik“) und hatte dazu das Talent, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Meeses Slogans („Diktatur der Kunst.“ – „Die Kunst tut, was sie will.“ – „Die Kunst muß radikaler sein, als die Realität.“) bieten nicht viel Neues. Kommentieren.

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Wahrheit als Option: Wie App-Wahn, virtuelle Realitäten und Weltverständnis ineinandergreifen

Posted on 25 Juni 2011 by Der Barbara Streisand-Effekt

Android und der App-Wahn

Die Fiktion des Selbstbildes und die Realität der Welt bedingen sich gegenseitig und gehen auf in einer technikverliebten Welt. Weiterlesen

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Fassaden & Architektur, Nachschlag (4): Immer wieder Duisburg

Posted on 04 Juni 2011 by Kony Island

Einen hab’ ich noch:  Den Duisburger Hauptbahnhof, bzw das Bahnhofsgebäude. Weiterlesen

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Fassaden & Architektur (3): Der olle Krupp würde uns was husten

Posted on 02 Juni 2011 by Kony Island

Der Anfang vom Ende.

Hier also das letzte Bild vom Verschwinden der Vergangenheit. Ich behaupte nicht, dass die Fassade nicht renovierungsbedürftig war. Weiterlesen

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Fassaden & Architektur (2): Sehnt sich ein Haus nach Wärmedämmung?

Posted on 01 Juni 2011 by Kony Island

Macht dieses Haus den Eindruck, dass es "eingepackt" werden möchte? Und wenn ja, dann höchstens von Christo...

Hier nun Teil zwei des Dreiteilers, der Überlegungen zum Thema anstellt: „Hat ein Haus eine Seele?“ Weiterlesen

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Fassaden & Architektur (1): Was Goethe nicht wollte oder hat ein Haus eine Seele?

Posted on 31 Mai 2011 by Kony Island

Das Haus mit mutiger Farbgebung aber ansonsten eher aalglatt-langweilig. Seiten- und Hinteransicht.

Oder einen Charakter? Kann man den kaputtsanieren? Auf die erste Frage bzw. die ersten beiden Fragen wird wohl jeder rational veranlagte Mensch mit „Nö“ antworten. Weiterlesen

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