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Mehrdimensionale Bereichsaufteilung

Viral-Nebel: Wirrnis unter der Fearniss.

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Ungefähre Ungefährlichkeit

Als Bella, die Hitze-Hündin, mir das Gesicht weggebellt hatte, während ich Pellkartoffeln gegessen hatte, hatte ich Hell’s Bells von AC/DC im Ohr.

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Augen-Rock’n’Rollen: Alles wissen, nichts sehen.

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Mittarbeiter des Monats: Tiger-Mäc Thomas

Steve auf Jobsuche.

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Es geht nicht darum, wieviel Geld Du verdienst, sondern was Du dafür tun musst

Galanterie-Gelantine: Gellender Geld-Gelee.

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BrownSugar. James Brown mit Sex Machine in einer Liveversion von 1971. James Brown’s Musik war blusig, vor allem aber funky, und im Video sieht man, wie hypnotisch er sein konnte. James Brown lebte diese Musik und wurde zum Vorbild für nachfolgende Generationen, die sich auf ihn beriefen: Michael Jackson bekannte sich zu seinem Vorbild und dessen Tanzschritten und eine ganze Generation von Rappern nutze Ausschnitte und Partikel seiner Lieder als Samples. Grundlage seiner Musik ist immer der Rhythmus, den er schlafwandlerisch beherrschte. Über Frank Sinatra und seinen Jazz wurde gesagt, er könnte auch das Telefonbuch rezitieren und es würde sich gesungen noch gut anhören. Für James Brown gilt das fast noch mehr. Als musikalische Urgewalt, der es gewohnt war aus dem Stehgreif zu improvisieren, lebt seine Musik von der dramatischen Liveperformance. Wie Jackson war er auf der Bühne Sänger, Tänzer und Performer. Wohl auf kaum einen anderen Musiker und Sänger trifft es so wie auf James Brown zu, dass seine besten Momente live und improvisiert waren. So war er mit seinen exaltierten Bühnenshows auch ein begnadeter Dramaturg und Selbstvermarkter. Kommentieren.


Pinselesk. Aus einem Foto kann man über geschickte Maskierung und virtuelle Werkzeuge eine digitale Aquarellversion des Bildes erstellen. Der Vorgang ist relativ kompliziert und benötigt zum beseren Verständnis der weitergehenden Funktionen von Adobe Photoshop CC Fortgeschrittenen-Konw-how. Genutzt werden selbst definierte digitale Pinsel. Einmal mehr verblüffend, wie die virtuelle Welt nicht nur die Werkzeuge sondern auch die Anmutungen der realen Welt nachbildet. Da lobe ich mir doch die fraktalen orginal-synthetischen, eigenständigen Ergebnisse solcher Software wie Draw(er). Kommentieren.


PhotoStopp. Adobe Photoshop ist der Platzhirsch unter den kommerziellen Bildverarbeitungs- und Bildbearbeitungsprogrammen. Eine Art virtuelles Fotolabor, in dem man inzwischen auch 3D-Objekte erzeugen und bearbeiten kann. Eigentlich gibt es genau besehen im Reich der Bilder kaum etwas, was man nicht damit machen kann. Auf YouTube findet man immer wieder höchst komplexe Tutorials, die zeigen, dass man schon etwas in die Materie eintauchen muss, um das erwünschte Ergebnis zu erzielen. Hier ist ein Video, das gar nicht so kompliziert ist, es ist eher verblüffend, wie man mit etwas Know-how und viel Handarbeit zu einem Ergebnis kommt. Das Ergebnis ist hier eine polygonale Vereinfachung eines Fotos, das so einen CGI-Look oder sagen wir ein artifitiell-synthetisches Aussehen wie bei Kraftwerk bekommen soll. Kommentieren.


WidderSpruch. Roger Willemsen über die fehlende Kultur des Widerspruchs in der postmodernen Mediengesellschaft, über Uneigentlichkeit anstatt Streitbarkeit und Ironie als zweifelnde Doppeldeutigkeit anstatt Eindeutigkeit. Wer ein mündiger Bürger sein will, muss mündig kommunizieren, wer mündig kommuniziert, läßt Meinungen aufeinander prallen, kurz: der streitet sich. Und wer sich streitet, tut etwas für das gesellschaftliche Miteinander. Dafür, so Willemsen, muss man Sätze sprechen, für die man durchs Feuer geht, mit denen man anecken kann und für die man also einsteht. Er erzählt von einer Veranstaltung von Bertelsmann, wo Thomas Middelhoff, der damalige Bertelsmann-Manager, einem amerikanischen Medienmanager („Mr. Jones“) sagt, dass er, Willemsen, gerade gesprochen habe. Der Mann erkundigt sich bei Willemsen, worum es gegangen sei. Der antwortet: „Content“. Darauf der Manager: „Are you for or against?“ Gute Frage. ;-) Kommentieren.

WhiteWurf. Am Anfang steht die Leidenschaft. Zu Beginn seines großen Erfolges als Soulsänger war Barry White detaillierter, gefühlvoller, einfühlsamer seinem eigenen Werk gegenüber. Am Ende hatte man bei Live-Auftritten auch schon mal den Eindruck, dass er über die Bühne lief und sein Programm nur noch abspulte – der Preis dafür, wenn man ein Lied unendlich mal oft gesungen hat und es selbst nicht mehr hören kann. Wer zum Beispiel Elvis in Las Vegas live gesehen hatte, weiß was damit gemeint ist. Der King of Rock’n’Roll gab dort in den acht Jahren zwischen 1969 und 1977 635 Konzerte und rasselte sie oft genug im Eilverfahren herunter, weil es es selbst nicht mehr ertrug, in der Saison jeden Abend dasselbe zu singen. Zwischen der Überraschung über das eigene Können am Anfang der Karriere und der Langeweile am Ende, wenn nichts Neues mehr zu kommen scheint, liegt eine Zone der Professionalität, wo beides zusammenkommt: einerseits Frische und Dynamik der Anfangsjahre, andererseits die Akzentuierung des Gelernten in der reifen Endphase. Wenn man die eigenen Lieder einige Male gesungen und gespielt hat, hat man sie noch einmal anders verstanden und durchdrungen, man kennt sie und singt sie, gemäß des eigenen Lebensrhythmus’. Aus dieser Phase stammt die obige Aufnahme von Barry White, die noch einmal zeigt, wie sehr der Sänger seine Rhythmen verinnerlicht hatte. Fast schlafwandlerisch repetiert er seinen Song. Er singt ihn, als würde er ihn ein- und ausatmen. Kommentieren.

 

MiChaeild. Michael Jackson, am 29. August 1958 geboren und mit 50 Jahren am 25. Juni 2009 in Los Angeles gestorben. Er war erst 13, als er 1971 seine Solokarriere begann, da hatte er mit den Jackson Five allerdings schon lange ein paar Welterfolge feiern können. Michael Jackson hatte als Kinderstar begonnen, lebte quasi ab seiner Kindheit auf der Bühne und mit dem Showbusiness und konnte bei seinem frühen Tod dennoch auf eine über 40jährige Karriere zurückblicken. Ein Novum. Dass so jemand kaum Möglichkeiten hatte, zu reifen und erwachsen zu werden, scheint klar. Der Popmusik bescherte das einen Mann, der musikalisch keine Grenzen kannte und sich immer weiter neu erfand und entwickelte. Sein Werk ist eine furiose Fahrt durch eine der faszinierendsten Soundlandschaften, die es in der Popmusik gibt. Überhaupt übertrat er gerne Grenzen, veränderte sein Aussehen, feilte ein Leben lang an seinem Image wie an seinem Sound, setzte selbst das Label „King of Pop“ in die Welt und ging immer wieder auf die Bühne. Um Geld zu machen ließ er sich zuletzt auf eine Konzertreihe ein, die aber nie stattfand, weil er vorher starb: einerseits noch viel zu jung für den Tod, andererseits in seinem Kosmos des Nicht-Alterns steinalt und ausgebrannt – ein Mann, der ewig Kind bleiben, der immer offen für Neues sein wollte und sich zum Schluss betäuben musste, um sich darüber hinwegzutäuschen, dass er schon lange kein Kind mehr war und dennoch nie ein Erwachsener sein würde. Ein Mann in einem Zwischenreich, aus dem er nicht mehr entkam. Kommentieren.

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Das Übermüdungsherz

Posted on 06 Oktober 2014

Schlägt — bettet sich zur Ruh’ — deckt sich zu — und überlegt — schläft — träumt und tastet nach dem anderen. Continue Reading

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Das Neuste aus der Metallverarbeitung: Der Erzengel

Posted on 05 Oktober 2014

Unbekannte Legierung. Nicht zu kopieren. Gussform abhanden gekommen. Unglaublich hart und strapazierfähig. Continue Reading

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Herzstillstand

Posted on 04 Oktober 2014

Als der Herzkammerdiener einmal auf Pump gelebt hatte. Continue Reading

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Graues Starren

Posted on 03 Oktober 2014

Freisinn. StarSinn. Stardunst. Starrstaub. Continue Reading

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Warum der Gottesbeweis ein Liebesbeweis ist

Posted on 02 Oktober 2014

Gibt es einen Gott und gibt es die Liebe? Manches lässt sich nicht beweisen, gerade das nicht, von dem man nur annimmt, dass es vorhanden sei. Continue Reading

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Illustration, Medien

Mobile Madness and political Cointreauness

Posted on 01 Oktober 2014

Aus seiner Hosentasche war sein Handy gekullert und lag dort auf dem Boden vor ihm. Er hatte sich danach gebückt und wollte es aufheben. Continue Reading

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Kopfscherzartikel

Posted on 29 September 2014

Der Junge sieht die Katze auf dem Bildschirm an, die aus sicherer Entfernung einen Hund beobachtet. Sie schnurrt.  Continue Reading

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Schüsse aus dem Geigerzählerkasten

Posted on 28 September 2014

Lufti-Küsse. Tschüssi-Schlüsse. Umcare-Schüssel. Wunden-Schlüssel. Continue Reading

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Spiegel-i

Posted on 27 September 2014

Eines Tages, als sie mich Hornochse genannt hatte und gegangen war, setzte ich mich vor ihren Schminktisch und sah in den Spiegel. Continue Reading

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Die Wünschelroute

Posted on 25 September 2014

Ein Geheimnis, das zwei teilen, die nichts davon wissen, bleibt dauerhaft spannend. Continue Reading

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