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Kindergeschichte: Bärie, der Schneemann

Bärie, der Schneemann, wollte unbedingt einmal einen Sommer erleben, worauf er sich schon sehr freute. Er verstand gar nicht, wieso

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Featured, Politisches

Die neue Weltordnung: Und schon wieder mit Österreich

Endlich mal wieder ein vernünftiger Vorschlag aus dem Osten: Putins Ideologe und Vertrauter, Alexander Dugin, hat eine Idee,

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Featured, Literatur

Schreiheit

Schon als er ein kleines Kind war, waren sie in ihm gewesen, all diese Wort, die sich im Laufe der Jahre in seinem Kopf vermehrten, sich übereinander beugten, ineinander eindrangen, nicht immer

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Featured, Illustration

Erzkenntnis

Ätzkenntnistheorie der Methodologie der Bundesherzeklammer.

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Event, Featured

Die Möbelmesse IMM 2015 in Köln und die unglaubliche Rückkehr der Eckbank (2)

Einige fotografische Impressionen von der IMM am 25. Januar 2015. Messen sind Leistungsschauen.

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LiebesGruft. Gut und schlecht, kommerziell oder anspruchsvoll, technisch gut oder amateurhaft umgesetzt – alle diese Kategorien sind egal, wenn es um kreative Phantasie geht, weil eine neue Idee und eine weitreichende Phantasie ein Wert ansich sind. Ein großes Glück ist es aber, wenn sich eine originelle Phantasiewelt, technische Akkuratesse und ein gewisser Anspruch ergänzen und bereichern, selbst wenn es hier um ehemalige Pulp-Literatur geht. Denn das hat H. P. Lovecraft auf sich vereinigt: seine eigenständigen Phantasiewelten beeinflussen tatsächlich bis heute die Populärkultur (siehe z.B. beim Comic und Film Hellboy oder den Alien-Filmen). Seine Art zu schreiben, war nicht nur abgründig, sie war auch technisch versiert, weshalb ein nicht unwesentlicher Teil seiner Arbeit Ghostwriting und die Überarbeitung von Texten anderer Autoren wurde. Lovecraft war ein kompetenter Stilist, der mitunter bis an die Grenzen der Welt der Begrifflichkeiten ging, obwohl er Autor vermeintlicher Schauergeschichten war. Eine seiner Spezialitäten einerhalb eines erzählerisch weitgesteckten konzeptionellen Rahmens war es, dem von ihm personifizierten Schrecken unaussprechliche Namen zu geben: Nyarlathotep, Cthulhu, Tsathoggua oder Yog-Sothoth hießen die Schlimmen. Sein Anspruch lag in diesem virtuosen Gebrauch der Worte, andererseits war es wohl seine Lebensaufgabe, den seiner Person in besonderem Maße innewohnenden Schrecken zu verbalisieren. Lovecraft hatte früh einen Nervenzusammenbruch und depressive Phasen, er war menschenscheu und geschüttelt von Ängsten. Er war auch, was wieder gut in aktuelle bundesdeutsche Realitäten passt, ein Ausländerfeind, der in seinem mittleren Lebensabschnitt in einem New York der Zuwanderer lebte, das ihn sehr beunruhigte und ihm Angst machte. Seine Sensibilitäten, Angstvorstellungen und Paranoia schienen der Antrieb für seine erschütternden literarischen Phantasien zu sein. Das Oktan im Schreib-Benzin des Lovecraft-Autos also war die pure, reine Angst. Dazu passt sein berühmtes Zitat: Das älteste und stärkste Gefühl des Menschen ist die Angst. Und die älteste und stärkste Form der Angst ist die Angst vor dem Unbekannten. Das machte sich Lovecraft in besonderer Weise zu eigen, indem er bis auf seine Spätphase in seinen Beschreibungen der Monströsitäten oft im Ungefähren blieb und so den Schrecken nur intensivierte. Sehr früh schien er gewusst zu haben, das schriftstellerischer Schrecken am nachhaltigsten wirkt, je mehr Raum er für die Schreckensphantasien des Lesers läßt. Lovecraft, 1890 geboren, war beseelt von einem Habitus und Ehrenkodex, wie ihn der Adel im 18. Jahrhundert der Vorstellung nach pflegte. Er stammte aus einer anfangs finanziell gut situierten Familie, die verarmte, als er noch Kind gewesen war. Sein Erwachsenenleben angesiedelt zwischen dem familiär-ökonomischen Trauma und seiner Ansprüchen, die ihn davon abhielten „niedere“ Arbeiten zu verrichten, führte dazu, dass Geld zeitlebens Mangelware wurde. Geschüttelt von seinen Ängsten und Neurosen, sublimierte er seine Angst vor dem Leben im Schreiben seiner Angstgeschichten. Sein schriftstellerisches Wirken maß er selbst an seinen Vorstellungen von einem Leben als standesgemäß Privilegierter und musste dabei seine Fähigkeiten vor anderen kleinreden und sich wie ein Versager fühlen. Indes wirken Lovecrafts Geschichten auch heute noch wie ambitionierte und zuende gedachte Albträume. In seinem nicht sehr langen Leben hinterließ er der Nachwelt eine inspirierende Phantasiewelt, in der sich jener zuhause fühlt, der weiß, warum man (alb)träumt. Kommentieren.

OmniMoebius. Comiczeichner und Illustrator Jean Giraud/Moebius ist froh, dass er nicht lange ausgebildet wurde und zur Schule gegangen ist, weil er so darum herum gekommen ist, dass sein Geist domestiziert wurde. Moebius sagt, dass der Künstler erlernte Wahrnehmungen hinten sich lassen muss, um etwas in sich entdecken zu können. Gelernte Wahrnehmungen hinderten den Künstler daran, auf Entdeckungsreise gehen zu können. Das Infragestellen äußerer Ebenen der Wahrnehmung und ihre Zerstörung sind Teil der Künstler-Geneseg. Alles, was einen Menschen sozial und zivilisiert macht und ihn darurch domestiziert, zähmt und bändigt, muss der Künstler hinter sich lassen. Kunst ist für Moebius nicht nur, etwas zu schaffen, sondern zu entdecken, etwas aus sich hervorzuholen, also Dinge in sich zu entdecken, die sonst versteckt bleiben würden. Die 13-Minutenfassung des monologes ist hier (bitte klicken) zu sehen. Dort geht es mehr um den Glauben und die Spiritualität von jean Giraud alias Moebius. kommentieren.


Illustrallumination. Am Anfang hat es mich etwas genervt, dass in der ersten Hälfte des Videos die Zeichnungen verzerrt werden, doch dann fand ich es passend. Die Zeichenwelt von Moebius aka Jean Giraud ist ein Trip in eine andere Welt. Eine Reise in die Phantasie, bei der man schon mal den Boden unter den Füßen verlieren kann. Geld verdient hat der Illustrator regelmäßig als Comiczeichner des Bestsellers Leutnant Blueberry, mit Arbeiten für den Film als Designer, Ideengeber oder Storyboard-Artist, daneben gibt es aber eine unüberschaubare Menge an privaten Zeichnungen, an künstlerischen Zeichnungen, Tagebuchzeichnungen, auch an Auftragsarbeiten für Verlage, Magazine oder die Werbung. Andreas Platthaus, der ein Buch über ihn geschrieben hat, nennt Moebius einen Alleskönner – und recht hat er damit. Moebius hatte auch rein mengenmäßig einen unglaublichen Ausstoß an Zeichnungen, ähnlich wie Superhelden-Vielzeichner Jack Kirby, der aber weniger detailliert arbeitete und seine Arbeitsweise dadurch rationalisierte und ökonomisierte. Filligranist Moebius bot fast immer ein Übermaß an Detailversessenheit und angestrebtem Realismus und an einer höchst originellen Formensprache. Das wird auch hier im Video wieder deutlich. Dort zu sehen sind einige Arbeiten aus Comicbänden, wie Arzach, Leutnant Blueberry oder seinem kreativsten Buch 40 Days Dans Le Desert B. Ansonsten sind im Video viele freie Arbeiten zu sehen, viele Illustrationen, wie sie ständig aus Moebius herausflossen, um in ihrer Gesamtheit eine einmalige Kunstwelt der Phantasie zu ergeben. Kommentieren.


MarsAttacks! Der französische Comic-Zeichner Jean Giraud/Moebius war ein Besessener. Seine Leidenschaft war das permanente Zeichnen und Malen. So selbstverständlich und oft hielt er den Stift in der Hand, dass man sich ihn ohne gar nicht vorstellen konnte. Moebius wurde so einer der produktivsten Zeichner in der Geschichte populärer Illustration. Neben Comics, Arbeiten für Filme bezüglich Ausstattung und Storyboards hat er einige Portfolios und Bücher veröffentlicht. Genau genommen sind seine Bücher in der heutigen Zeit ein Novum. Denn Bildbände kennt man über klassische Künstler, man ist auch Graphic-Novels im Bereich der Comics gewöhnt, doch ganze Bücher, die nur Illustrationen enthalten, sind selten. La Faune de Mars ist so ein Buch, das in einer 1.000er-Auflage erschienen und inzwischen vergriffen ist. Auf 200 Seiten enthält es 96 Zeichnungen, die aus den Carnets, den Skizzenbüchern des Meisters stammen. Was ist da zu sehen? Seltsame Marsbewohner, eigentlich aber Menschen, die Formen betrachten – so wie Moebius selbst all die seltsamen Formen betrachtet hat, die aus seiner Feder in einem schier endlosen Strom herausgeflossen waren. Kommentieren.


FoxMus. Man kennt das von den verschlagenen Rechtsanwälten aus amerikanischen Kriminalserien, die nur fragen dürfen aber dann doch den Angeklagten mit suggestiven Behauptungen konfrontieren. Der Rechtsanwalt ruft Einspruch und der Richter sagt stattgegeben und dass die Geschworenen das Gesagte vergessen sollen. Aber das wäre zu viel verlangt, irgendwas bleibt nämlich immer hängen – auch wenn der Rechtsanwalt es nicht hätte sagen dürfen und sich hinterher dafür reumütig entschuldigt. Dahinter steckt Kalkül: irgendwas bleibt eben immer hängen. Hier im Video geht es aber nicht um Geschworene sondern um die Zuschauer des amerikanischen Senders Fox-News. Denn die werden öfters mal vom Sender mit Falschmeldungen versorgt, für die er sich hinterher brav entschuldigt. Russell Brand, der Moderator im Video, das hier zu sehen ist, sieht darin bewusste Kriegstreiberei, gehört doch die Fox Broadcasting Company dem Medienmogul Rupert Murdoch, der Aktien in Energieversorgungs-Uternehmen hielte und von einem Krieg profitieren würde. So weit muss man aber gar nicht ausholen. Fox News ist ultrakonservativ, hat die Tea-Party unterstützt und wendet sich in schöner Regelmäßigkeit mit unwahren Behauptungen zum Beispiel auch gegen Präsident Brack Obama, dem der Sender immer wieder abspricht, amerikanischer Staatsbürger zu sein. Nun musste sich Fox mit mehreren Entschuldigungen anlässlich der Folgeberichterstattung in Sachen Charlie Hebdo von seiner Falschmeldung distanzieren, in Paris, Birmingham und Städten anderer europäischer Länder gäbe es muslimische No-go-Zonen, die nur von Moslems betreten werden dürften. Es wurde damit dem durchschnittlich eher uninformierten Fox-Konsumenten suggeriert, dass die Zustände in Europa aus dem Ruder liefen. Im Video sind Ausschnitte einer Fox-News-Moderatorin zu sehen, die von bundesdeutscher Sachlichkeit doch schon einige Schritte entfernt sind. ;-) Man sehe und staune. Kommentieren.


Elephantasie. Das hat etwas von jener Kühnheit, die für Fans des Comic-Illustrators Jean Giraud (Pseudonym: Moebius) wichtig und vielleicht auch heilsam ist: eine kleine Dokumentation, die Comiczeichner Giraud in seinem Alltag zeigt. Ich kann leider kein Französisch und verstehe kein Wort davon, was da gesprochen wird aber es ist gut zu sehen, wie der Meister auf dem Markt einkauft, wie er nicht über dem Einkauf schwebt, sondern ganz konkret Weintrauben auswählt, wie er Avocados befühlt, wie er in eine Peepshow oder einen Sexshop und durch die Straßen geht: ein kleiner, alter Mann mit wenig Haaren, der gelassen und ganz normal seines Weges geht. Er lebt ganz real, sein Leben ist nicht so phantastisch wie in seinen Comics. Gerade bei Moebius, dessen Visionen so nah und real wirken, ist es interessant zu sehen, wie bodenständig er lebt. Kommentieren.

Illustration, Medien

Selfie = Lichtbild[theshow]mast[go]urbati_on

Posted on 28 Januar 2015

Sellify yourself. Continue Reading

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Illustration

Mockbuster Keaton

Posted on 26 Dezember 2014

Als der Knockbuster den Weihnachts-Blockbuster kaupierte. Continue Reading

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Illustration

Liebe,-

Posted on 20 Dezember 2014

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Illustration, Literatur

Zungenverschlag

Posted on 17 Dezember 2014

Woher sie kommen, weiß sie nicht. Zu Diensten stehen sie immer schon, ewig vorhanden. Vielleicht, denkt sie. Entstehen neu, verweben ihr Wesen und greifen nach ihrer Gestalt. Manchmal formen sie ihren Continue Reading

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Fotografie

Deprivation

Posted on 16 Dezember 2014

Harry Bo. und die Entbärung. Weniger Außenreize, mehr halluzinatorisches Innenleben. Continue Reading

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Fotografie

Metal Guru

Posted on 15 Dezember 2014

Ligne claire: Klare Kante zeigen. Continue Reading

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Illustration

Jägerlatein

Posted on 14 Dezember 2014

Als die Beute einmal dem Jäger aufgelauert hatte. Continue Reading

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Fotografie, Tagebuch

Zu glauben, ist vermutetes Wissen

Posted on 12 Dezember 2014

Wer schwach ist, glaubt besonders stark. Ob Atheist oder Agnostiker, Religiöser oder Ungläubiger, Wissenschaftler oder Gefühlsmensch: Jeder sagt Continue Reading

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Politisches

Arno Gruen: Wie entsteht Faschismus auf der Individual-Ebene? Vortrag über die Unterschiede zwischen Identität und Identifikation

Posted on 19 November 2014

 Wie wird jemand Faschist? Continue Reading

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Illustration

Als ich ein Körperlos gezogen hatte

Posted on 19 November 2014

Der beste Weg, ein Ziel zu erreichen, ist es, ihm auszuweichen. Continue Reading

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