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Von der endocharisplasmatischen Bilderlüge im Wortsalat: Als die Bildlichkeit dem Wort ein Beinchen stellte

Hier sind ein paar Bilder zu sehen, die auf Endoplast erschienen sind.

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Schlaufengesicht

Gesichtsstummel nachdem ich einmal einen über den Durst getrunken hatte. Vermutlich war ich dehydriert gewesen und hatte zu schnell getrunken. Sowas darf man nicht machen.

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Traumfragebuch

Pflaumtragetuch

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Die neue Sachlichkeit

Kratzbuckel

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Baumtraum

Krallenbaum am Point of Knowreturn

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Schauspieler Heath Ledger hatte große Hollywood-Rollen wie die des Spiderman zugunsten kleinerer Rollen abgelehnt, die höhere Anforderungen an sein schauspielerisches Können brachten. Auch in The Dark Knight war er bis an seine Grenzen gefordert. Während die Figur des Joker im Tim-Burton-Film Batman klar ein eher eindimensionaler Comic-Charakter blieb, erschuf Ledger eine lebensechte realistische Figur, die einen tatsächlich ängstigen konnte. Jack Nicholsons Joker im Tim-Burton-Film war in eine Chemikalie gefallen und hatte sich dadurch verändert, Heath Ledgers Figur hatte einen gewalttätigen Vater, der ihn gequält hatte, seine Charakterisierung wurde psychologisch hergeleitet. Jetzt ist die Frage wie sich 30-Seconds-to-Mars-Frontmann und Schauspieler Jared Leto im Film Suicide Squad als Joker schlagen wird, der 2016 in die Kinos kommt.

Nachdem Jack Nicholson 1989 in Tim Butons Batman den Bösewicht Joker schauspielerisch höchst manisch-exaltiert  interpretiert hatte, hätte man kaum glauben können, dass diese Figur noch einmal besser dargestellt werden könnte. Heath Ledger hat es 2008 in The Dark Knight von Regisseur Christopher Nolan geschafft. Sein Batman war abgründiger-ernsthaft. Fast tat es weh, wie realistisch Ledger seine Figur verkörperte. Im Video sind seine Aufzeichnungen zu der Charkterisierung der Figur des Jokers zu sehen. Man sieht daran, wie er Material zur Figur gesammelt hat, um sich inspirieren zu lassen.


Wie schön wäre es, man könnte Kunst bzw. das Werk eines Künstlers von der Wahrnehmung durch die Medien trennen. Bob Dylan wollte in jungen Jahren nur seine Musik machen und konnte den ganzen (Medien-)Zirkus um seine Person nicht wirklich ernst nehmen. Hier sieht man ihn bei einer Pressekonferenz, die Fragen der Journalisten unterlaufen. In anderen Dokumentationen kann man oft sehen, wie er sich über die Überhöhung seiner Person lustig macht und wie er sich über Journalisten lustig macht, die ihn in eine Ecke drängen wollen. Damit Personen als Stars medial verwertbar sind, werden sie von Medien in Schubladen gesteckt. Nicht jede Schublade ist für einen Künstler bequem.


Regisseur John Carpenter hat viele Interviews gegeben. Dieses hier, das zusammengeschnitten ist, kommt gut auf den Punkt und behandelt relevante Themen, die das Selbstverständnis von Carpenter als Regisseur herausarbeiten. Die Geschichte von John Carpenter ist schnell erzählt, weil sie so mustergültig ist. Carpenter hatte einige bemerkenswerte Filme gedreht, zu denen Halloween gehörte, das zum Horrorfilmklassiker wurde und schnell eine eigene Filmreihe begründete. Neben den bemerkenswerten Carpenter-Filmen war ebenso erwähnenswert, unter welchen Bedingungen sie entstanden waren. Carpenter hatte nicht nur Regie geführt, sondern auch Dregbuch und Musik geschrieben, produziert und geschnitten. Zudem hat er mit extrem kleinen Budgets gearbeitet, die dennoch in Relation dazu große Kasse gemacht hatten. Das weckte Begehrlichkeiten in Hollywood. Die Produzenten riefen an und verpflichteten Carpenter für Filme mit großen Budgets, die noch mehr Kasse machen sollten. Carpenter musste seine Arbeitsweise, vieles alleine zu machen und so die Kontrolle über alles zu behalten, zugunsten einer professionelleren Arbeitsteilung aufgeben. 10 Jahre lang – von 1972-1982 – hatte er seine Independent-Filme gedreht, die in der Filmindustrie Impulse setzten. Ab 1982 ging es weiter mit The Thing/Das Ding aus einer anderen Welt und damit begann sein Abstieg. Obwohl The Thing ein in jeder Hinsicht grandioser Film war, wirkte er auf Kritiker verstörend und fand in Konkurrenz zum familienfreundlichen fast zeitgleich gestarteten E.T. von Steven Spielberg nicht das erhoffte Publikum. Immerhin spielte er mit einem 15-Millionen-US-Dollar-Budget 19,6 Millionen US-Dollar ein und verkauft sich seitdem bis heute ob als Video, DVD oder Blueray. Seine Filme wurden dennoch immer öfter in den Kinos Kassengift, es fehlte zudem die Ambition der dramatischen Regie seiner Anfangstage. Der Science-Fiction-Film Starman von 1984 hatte ein vergleichsweise großes Budget von 24 Millionen US-Dollar, spielte aber nur 28.7 Millionen Dollar ein. Das hatten sich die Produzenten anders vorgestellt. Weitere Filme floppten völlig. Die Fürsten der Dunkelheit von 1987, in dem Carpenter wieder Regie, Drehbuch (unter Pseudonym) und Musik verantwortete, hatte nur 3 Millionen US-Dollar gekostet aber 14.1 Millionen eingespielt. Hier konnte Carpenter seine alten Stärken ausspielen. Doch der kommerzielle Druck hatte an ihm genagt. Obwohl Das Ding aus einer anderen Welt, Starman oder Die Fürsten der Dunkelheit Film-Klassiker wurden, weil sie tatsächlich Meisterwerke des Unterhaltungsfilms waren, gab es in anderen Filmen schwache Drehbücher, schwache Besetzungen und schwache Umsetzungen. Was Carpenter als Regisseur vermochte, zeigte er sowohl 2001 mit Ghosts of Mars als auch 2010 in The Ward noch einmal, seinem bisher letzten Film, bei dem er Regie führte. Beide Filme zeigten Carpenter wieder als effektiven Regisseur mit interessanten Ideen. Dennoch floppten beide. Richtig gut war John Carpenter meistens dann, wenn er die vollständige Kontrolle über seine Filme hatte. Er sagt im Interview, dass genug Zeit und Geld ihre eigenen Probleme schaffen und dass wenig Geld und wenig Drehzeit im Gegenteil dazu führen, dass man seine Aufmerksamkeit focussiert. Zuviel Geld würde das Momentum des Films töten, seine innere Dynamik im Entstehungsprozess. Damit hat Carpenter in zwei Sätzen sein Dilemma auf den Punkt gebracht. Aus dem Hitchcock des Horrorfilms ist durch zuviel Geld, zu wenig künstlerische Kontrolle und zuviel Kommerzstress ein Regisseur geworden, der seine Qualitäten nicht mehr ausspielen konnte.

Der Düsseldorfer Regisseur Hugo Niebeling (geboren 1931) hat im Industriefilm wie auch in Filmen über Musik und Ballett eine experimentelle Ästhetik geschaffen, die man gerade beim Industrie(werbe)film nicht vermuten würde. Niebeling hat dabei für große deutsche Industriekonzerne gearbeitet. Er hat eine eigene künstlerische Bildsprache kreiert und erläutert hier in aller Kürze, was für ihn Kunst ist. Übrigens kann er als Einfluß auf die Musikvideo-Ästhetik gelten. Das kann man fast analog zur deutschen Gruppe Can sehen, die großen Einfluß auf neue Musik genommen hat.

Einmal hat David Lynch bei einem TV-Commercial seine surreale Art, die Welt zu sehen, so realisiert, wie man es angesichts des sperrigen Film-Werkes des Regisseurs vermuten konnte. Hier zu sehen ist eine Zigarettenwerbung aus den 1990er-Jahren, die nicht vom Produkt ausgeht, sondern von den Empfindungen, die David Lynch hat, wenn er an das Rauchen denkt. Flammen und Funken sind zu sehen (und das gefährlich-dramatisierend an einer Tankstelle), andererseits antithetisch Wasser. Andere bekannte Regisseure fügen sich in den Reigen der Cigaretten-Werber ein, eine Sammlung dieser Videos ist hier zu sehen.

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Der mundfaule Maulwurf…

Posted on 15 April 2015

…und sein umwerfender Humor. Continue Reading

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In den Rachen geschaut: Verschlingung

Posted on 15 April 2015

Seilschaften: Konkludente Verdrehung Continue Reading

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Film, Musik, Tagebuch

Digitalismus (1): Tod der Musik-CD und das Ende des Abspielgerätes

Posted on 14 April 2015

Was ist MP3? Vordergründig ein Musik-Datei-Format, technisch gesehen ein Kompressionsformat. Die Digitalisierung der Musik in Continue Reading

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Literatur, Story

Leben mit Marga (6): Reinkarnierte Hunde

Posted on 13 April 2015

Marga bemerkte, dass sie sich nicht besonders gut fühlte. Jean-Pierre hatte sie damals natürlich nicht erschossen. Sie glaubte auch nicht, dass er es jemals tun würde. Sie hatte an Continue Reading

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